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8,1 Millionen Franken: Richemont-Chef Lambert erhält noch mehr Lohn

Publiziert: 27.05.20, 09:23

Jérôme Lambert Bild: Getty Images Europe

Beim Luxusgüterkonzern Richemont hat das Management in dem im März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2019/20 deutlich mehr verdient als noch im Jahr davor. Richemont-Chef Jérôme Lambert erhielt 8.1 Millionen Franken nach zuvor 5.4 Millionen, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht.

Richemont weist jedoch darauf hin, dass Lambert im letzten Geschäftsjahr Zahlungen aus einem langfristigen Vergütungsprogramm erhalten habe. Die Vergütung aus dem Aktienoptions-Plan hat sich dadurch auf 4.0 Millionen Franken verdoppelt.

Lambert sei mit der Sonderzahlung für die Arbeit seit 2016 entschädigt worden. Er war Chef der Richemont-Marken Jaeger-LeCoultre und Montblanc und übernahm die Gruppenleitung im Herbst 2018. Ähnliche Zahlungen erhielt Nicolas Bos, der seit Jahren Chef der Schmuckmarke Van Cleef & Arpels ist. Bos bezog im letzten Jahr ein Salär von 9.2 Millionen Franken nach zuvor 4.9 Millionen.

Eine deutliche Lohnerhöhung erhielt auch Cartier-Chef Cyrill Vigneron, der 7.2 Millionen Franken nach zuvor 5.6 Millionen verdiente. Cartier ist die wichtigste und bekannteste Marke im Richemont-Verbund. Ein hohes Salär bezahlte Richemont auch an Finanzchef Burkhart Grund (6.0 Mio).

Bild: AP

Alles in allem wurden den acht Personen, welche im vergangenen Jahr Teil der Geschäftsleitung (Senior Executive Committee) waren, 41.4 Millionen Franken an Vergütungen bezahlt. Ein Jahr zuvor erhielten die damals neun Geschäftsleitungsmitglieder 30.5 Millionen.

Im Verwaltungsrat verdiente Präsident und Mehrheitsaktionär Johann Rupert mit 2.7 Millionen Franken gleich viel wie im Jahr davor. Eine Hälfte des Salärs bezog er bar, die andere erhielt er in Form von Leistungen für die Altersvorsorge. Dem gesamten Verwaltungsrat wurden Vergütungen von insgesamt 7.9 nach zuvor 7.6 Millionen überwiesen. (aeg/sda/awp)

So viel haben die Schweizer Konzernchefs 2014 verdient

15. Platz: Fangen wir in den unteren Gefilden an: Michael Liès, verdiente als CEO bei der Versicherung Swiss Re 6'328'000 Franken. KEYSTONE / STEFFEN SCHMIDT
14. Platz: Das Pharma-Unternehmen Actelion zahlte seinem CEO Jean-Paul Clozel eine halbe Kiste mehr: 6'866'429 Franken. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
13. Platz: Dufry-CEO Julian Diaz Gonzalez bleibt knapp unter der sieben-Millionen-Grenze: 6'945'000 Franken. KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA BELLA
12. Platz: Ah eine Frau! Leider ist sie nur Begleiterin. Salma Hayek (Der andere Hayek kommt später) begleitet den Cartier-Chef Bernard Fornas und sein dickes Portemonnaie: 7'120'160 Franken. KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE
11. Platz: Der Agrarchemiekonzern Syngenta lässt für seinen CEO Michael Mack 7'155'191 Franken springen. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
10. Platz: Martin Senn erhielt von der Zurich Versicherung runde 7'200'000 Franken. KEYSTONE / WALTER BIERI
9. Platz: Jetzt der andere Hayek. Swatch-Group-CEO Nick Hayek schafft es mit seinen 7'457'045 Franken in die Top Ten. X00870 / DENIS BALIBOUSE
8. Platz: ABB-Chef Ulrich Spiesshofer steht mit 7'578'823 Franken knapp vor Hayek. X00493 / ARND WIEGMANN
7. Platz: Patrick G. De Maeseneire, CEO von Adecco, verdiente im letzten Jahr 7'945'500 Franken. KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
6. Platz: Nestlé-Chef Paul Bulcke setzt sich mit 9'322'521 deutlich vom Vorplatzierten ab. X90072 / DENIS BALIBOUSE
5. Platz: Es war wohl sein letztes Gehalt von der Credit Suisse: Brady W. Dougan verdiente im letzten Jahr 9'700'000 Franken. Bald tritt er zurück. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
4. Platz: Knapp die Top drei verpasst hat der UBS-Chef. Sergio Ermotti landet mit seinen 11'163'347 Franken auf Platz vier. EPA/KEYSTONE / STEFFEN SCHMIDT
3. Platz: Roche-CEO Severin Schwan jedoch schafft die Top drei. Er verdiente 11'985'408 Franken. X00493 / ARND WIEGMANN
2. Platz: CEO Joseph Jimenez von Novartis verdiente saftige 12'648'490 Franken. X00493 / ARND WIEGMANN
1. Platz: Der erste Platz geht an Steven L. Newman. Der Transocean-Chef verdiente 14'167'398 Franken. AP / MANUEL BALCE CENETA

Unser Lohnpolizist Michi (13) fragt nach

Video: watson / Roberto Krone

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