Aktuelle Themen:

Roger Federer wird in Schanghai abgeschirmt wie ein Rockstar. bild: screenshot twitter

15 Bodyguards sind nötig, damit Roger Federer in Schanghai sicher ins Training kommt

Publiziert: 07.10.19, 14:35 Aktualisiert: 07.10.19, 15:20

Berührungsängste? Kennen die chinesischen Tennis-Fans nicht. Anders als in der Schweiz, wo sich Roger Federer dank der zurückhaltenden Art seiner einheimischen Anhänger ziemlich frei bewegen kann, wird der Liebling der Massen in Schanghai sofort von allen Seiten belagert, wenn er sich in die Öffentlichkeit wagt.

Zum Spiessrutenlauf wird da der Marsch übers Gelände zum Training rund ums Qi-Zhong-Stadion. Rund 15 Bodyguards sind nötig, um die euphorisierten Fans von Federer fernzuhalten. Rund dreimal so lange wie bei anderen Spielern dauert sein Gang auf den Trainingscourt.

Federer scheint der enorme Rummel um seine Person nicht zu stören. «Wenn dir jemand eine Frage stellt, dann versuchst du, zu antworten. Wenn dich jemand um ein Foto bittet, dann versuchst du, diesen Wunsch zu erfüllen», erklärte der «Maestro» am Sonntag auf seiner Pressekonferenz. «Es bedeutet jedem Einzelnen so viel, da er dich vielleicht zum ersten Mal sieht oder weit gereist ist, um dir nahe zu sein.»

Doch auch Federer kommt hin und wieder an seine Grenzen. «Natürlich bist du manchmal etwas müder als an anderen Tagen. Trotzdem versuche ich dann als Vorbild für die junge Generation mit gutem Beispiel voranzugehen und die Wünsche der Fans zu erfüllen.»

Nicht nur wegen der langen Wege auf den Trainingscourt ist Federer Terminkalender in Schanghai proppenvoll. Für Sponsoren fährt der 38-jährige Schweizer mit Fans in der Schanghaier U-Bahn durch die Stadt oder grilliert Bratwürste im Holzfäller-Hemd. Kurz vor der Kostprobe ist Federer gemäss eigenen Angaben dann nervöser als in Wimbledon.

Ein besonderes Augenmerk hat Federer vor dem Turnierstart aber nicht auf seine Bratwürste geworfen, sondern auf die Pizza-Karte. Dort ist nämlich eine Pizza Nole zu haben, eine glutenfreie Variante der traditionellen «Quattro Formaggi». Eine Federer-Pizza fehlt. Offenbar würde der vierfache Schanghai-Sieger aber am ehesten die «Figelicious» mit importierten Feigen, Parmaschinken, frischem Rucola und Trüffel-Öl bestellen.

Auf dem Tennisplatz geht es für Federer in Schanghai erstmals morgen Dienstag zur Sache. Nach einem Freilos heisst der erste Gegner um ca. 12.30 Uhr Albert Ramos-Viñolas. Gegen die 31-jährige Weltnummer 56, die in Runde 1 Marin Cilic bezwang, hatte Federer bislang zweimal gespielt und dabei einmal gewonnen. Beide Duelle liegen allerdings länger zurück: Federer bezwang den Spanier 2012 auf seinem Weg zum Triumph in Wimbledon in der 1. Runde. 2015 revanchierte sich Ramos-Viñolas just in Schanghai mit einem Dreisatzsieg in den Sechzehntelfinals.

«Die Auslosung ist hart, aber ich bin guten Mutes», gibt sich Federer zuversichtlich. «Ich fühle mich sehr gut und bin mit meinem momentanen Spiel zufrieden. Die Bedingungen sind sehr schnell. Man muss riskieren, das zahlt sich aus. Wenn man auf sicher spielt, macht der Gegner, was man hätte tun sollen.» (pre)

Wen der schon alles traf … Roger Federer und die Stars

Roger Federer winkt seinen Fans – dazu gehören auch zahlreiche Promis. Diese Anhänger traf der Tennis-Star schon. AP/AP / Andrew Brownbill
Mit diesem Schnappschuss eröffnete Federer sein Instagram-Konto: Das Bild zeigt ihn mit Basketball-Legende Michael «Air» Jordan.
Federer als «Man in Black» mit US-Schauspieler Will Smith.
Amüsiert lauscht Roger Federer auf der Couch von «Wetten, dass...?» den Ausführungen von Schauspieler Jackie Chan. EPA / MARCUS FUEHRER
Treffen mit der Königin des Hüftschwungs: Federer und Sängerin Shakira begegnen sich in ihrer Funktion als Unicef-Botschafter. AP ATP / STEPHEN CHERNIN
Hollywood-Schauspielerin Zoe Saldana traf Federer bei einem Werbe-Auftritt für Moet-Chandon.
An den Australien Open trifft Roger Federer den britischen Prinz William EPA / BENJAMIN SOLOMON / TENNIS AUSTRALIA HANDOUT
… und in Wimbledon seine Grossmutter, Königin Elizabeth II. AP Pool, Getty Images / OLI SCARFF
Treffen mit der nächsten Blaublütigen: Federer 2014 mit Prinzessin Charlene von Monaco. EPA / VALERY HACHE / POOL
Mit Survival-Experte Bear Grylls wagte sich Federer «Into the Wild».
Mit Ski-Star und Federer-Groupie Nummer 1 Lindsey Vonn spielt «King Roger» auf dem Jungfraujoch. PHOTOPRESS / ALEXANDRA WEY
Mit DJ Bobo teilte er sich den gleichen Sponsor, weshalb die beiden eine Roller-Tour unternahmen. KEYSTONE / YOSHIKO KUSANO
In Estoril besucht Roger Federer 2008 den Töffrennfahrer Tom Lüthi PHOTOPRESS / ALESSANDRO DELLA VALLE
… und er trifft dort auch die MotoGP-Ikone Valentino Rossi. PHOTOPRESS / ALESSANDRO DELLA VALLE
Ob er wollte oder ob ihn Mirka mitschleppte? Gemeinsam mit Vogue-Chefin Anna Wintour an einer Modeschau in New York. EPA/EPA / JOHN TAGGART
Handshake mit der grossen Golf-Legende: Federer trifft Tiger Woods. AP / LAURENT REBOURS
Ende 2003 erhält Roger Federer aus den Händen von Boris Becker die Auszeichnung zum «Schweizer Sportler des Jahres». KEYSTONE / LUKAS LEHMANN
Gemeinsam mit Pete Sampras schaut sich Federer ein das NBA-Match an. EPA / PAUL BUCK
In Rom trifft er die Fussball-Legende Francesco Totti und dessen Familie. AP / FELICE CALABRO'
«Schau Spongebob, so dehnst du dich richtig!» EPA / BARBARA WALTON
2006 trifft Federer im Vatikan den damaligen Papst Benedikt den 16.
Federer zu Besuch bei Thabo Sefolosha in der NBA.
Mit Microsoft-Gründer Bill Gates spielt Federer ab und an Tennis, so auch 2020 in Kapstadt. AP / Halden Krog
Fussballer Toni Kroos zählt zu den grössten Federer-Fans überhaupt.
Bei einem Namibia-Besuch wird Federer von Präsident Hage Geingob empfangen.

So viel verdient Roger Federer mit Werbeverträgen

Video: SRF / Roberto Krone

Unvergessene Tennis-Geschichten

«Yips» beschert Kurnikowa einen unglaublichen Negativrekord – und trotzdem gewinnt sie

Hingis bodigt in Melbourne erst Serena Williams und macht dann Kleinholz aus Venus

Federer nach seinem ersten Sieg gegen eine Nummer 1: «Jetzt will ich in die Top 10»

«Disgusting bitch!» – Patty Schnyder teilt mal so richtig aus

Vier vergebene Matchbälle! Hingis' Traum schmilzt in Melbourne bei 50 Grad weg