Die Basler wollen ihre Kids zum Händewaschen animieren – die Präsentation wird zum Brüller
Wie bringt man die Leute dazu, sich gründlich die Hände zu waschen? Die Frage hat in Zeiten des Coronavirus neu an Brisanz gewonnen. Eine Gruppe gilt als besonders resistent gegen Empfehlungen von Autoritätspersonen: Kinder und Jugendliche.
Die Regierung von Basel-Stadt hat in ihrer Verzweiflung zum äussersten Mittel gegriffen: Dem Jugendslang. Dass das schief gehen wird, war eigentlich abzusehen.
«Bist du ein Seifenboss?» fragt eine neue kantonale Kampagne zum Schulstart nach den Fasnachtsferien – und offenbart auf herzerwärmende Weise, wie weit entfernt der Sprachschatz des durchschnittlichen Basler Behördenmitglieds vom Jargon der Jugendlichen ist.
An der Medienkonferenz zur Präsentation der Kampagne gibt sich der Pressesprecher des Regierungsrats zwar erkennbar Mühe, den Slang der Kids zu imitieren. Dennoch wird man den Eindruck nicht ganz los, dass er einige der Wörter in seinem Leben noch nicht allzu oft ausgesprochen hat.
Das Ziel: Häschtäg Seifenboss zu werden!
Bild: screenshot/twitter
Und wie wird man Seifenboss? Indem man 30 Sekunden die Hände wäscht! Und dabei das hang-loose-Zeichen macht! Warum? Darum:
Das hang-loose-Zeichen in der Theorie.
Bild: screenshot/twitter
Und weiter:
Das hang-loose-Zeichen, wie man es in Zukunft auf dem Pausenplatz gemäss Prognose der Basler Regierung öfter sehen wird.
Bild: screenshot twitter
Die gelbe Farbe aus der Bildwelt der Emojis oder für ältere Semester: Aus der Bildwelt der Simpsons.
Bild: screenshot/twitter
Für jüngere Semester: Das sind die Simpsons.
Bild: AP
Hier gibt es das höchst amüsante Video zur Pressekonferenz in voller Länge:
Auf Twitter hat sich derweil die Disziplin Filmtitel-Wortspiele in Analogie zum #Seifenboss entwickelt:
(wst)
Coronavirus: Was du wissen musst
Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 geht um die Welt. Was du darüber wissen musst.
AP / Zoltan Balogh
Sars-CoV-2 gehört zur gleichen Erregergruppe wie das Sars- und Mers-Virus. EPA / CENTERS FOR DISEASE CONTROL AND
Das neue Virus ist zwar deutlich ansteckender, die Sterberate ist jedoch deutlich tiefer als bei Sars und Mers. EPA / NIAID- RML/NATIONAL INSTITUTES O
Ende 2019 waren vier Fälle bekannt, am 1. März waren es weltweit rund 90'000. EPA / MARK R. CRISTINO
Das erste Opfer in Europa starb am 21. Februar in Norditalien. EPA / JAN HETFLEISCH
Das grösste Risiko, an Covid-19 – so heisst die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Lungenkrankheit – zu sterben, haben Menschen über 80 Jahre. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt die Mortalitätsrate in dieser Altersgruppe bei 14,8 Prozent. EPA / JEROME FAVRE
Patienten mit Herzkrankheiten sind besonders gefährdet, vor den Diabetikern und Personen mit Atemwegserkrankungen und hohem Blutdruck. EPA / TOLGA BOZOGLU
Anzeichen für eine Infektion sind gemäss WHO grippeähnliche Symptome, Atembeschwerden, Atemlosigkeit, Fieber und Husten. AP
Vier von fünf der von der Krankheit betroffenen Patienten leiden an einer gutartigen Ausprägung, wie eine chinesische Studie an 72'000 Personen zeigte. AP / Kerstin Joensson
In schweren Fällen kann das Virus zu Lungenentzündungen, akuten Atembeschwerden, Nierenversagen oder zum Tod führen. EPA / Tamas Soki
Zur Vorbeugung wird empfohlen, Abstand zu seinen Mitmenschen zu halten, sich regelmässig die Hände zu waschen, Mund und Nase zu bedecken, wenn man hustet und niest, respektive in die Ellenbeuge zu husten und zu niesen. EPA / MOURAD BALTI TOUATI
Einen Impfstoff gegen Sars-CoV-2 gibt es noch nicht. Und das dürfte auch noch dauern. Für das Mers-Virus, das 2012 auf der Arabischen Halbinsel entdeckt wurde und das auch zu den Coronaviren gehört, wird ein Impfstoff erst seit 2018 klinisch geprüft. EPA / NICOLA FOSSELLA
Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 wird nach WHO-Daten von einem Infizierten im Mittel an zwei bis zweieinhalb weitere Menschen weitergegeben – und damit an mehr als bei einer Grippe (Influenza). Hier ist die Datenlage aber noch unsicher. AP / Piero Cruciatti
Mit Big Brother gegen das Coronavirus
Video: SRF / SDA SRF
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