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So haben wir Federer noch selten gesehen: Punktstrafe und Diskussion mit dem Schiri

Publiziert: 11.10.19, 15:23 Aktualisiert: 11.10.19, 15:32

Roger Federer kassiert im Viertelfinal von Schanghai eine bittere Pleite, der «Maestro» verliert gegen Alexander Zverev in drei dramatischen Sätzen. Es war ein richtiger Krimi und die Nerven der Spieler waren sichtlich angespannt. Vor allem Federer, der im zweiten Satz noch fünf Matchbälle abwehren konnte, war wegen vieler einfacher Fehler am Netz sichtlich genervt.

So genervt, dass der sonst so ruhige und kontrollierte Schweizer im dritten Satz von Schiedsrichter Nacho Forcadell zuerst verwarnt und später gar mit einem Punktabzug bestraft wurde. Das Verdikt: Wiederholtes Ballwegschlagen. So wurde aus einem 15:30 gar zwei Breakbälle für Zverev – und das beim Stand von 0:3 aus Sicht des Schweizers im dritten Satz.

Federers zweites Vergehen, dass zu einer Punktstrafe führte. Video: streamable

Federer war damit überhaupt nicht einverstanden – war doch das zweite «Vergehen» mehr ein leichter Schlag des Balles denn ein wirkliches wütendes Wegschmettern. Der Entscheid des Stuhlschiedsrichters ist zwar technisch korrekt, aber man kann ihm durchaus mangelndes Fingerspitzengefühl vorwerfen.

Findest du die Strafe gegen Federer gerechtfertigt?
Leider hat was nicht geklappt. Bitte versuche es später nochmals.

Der Schweizer startete eine Diskussion, sagte, dass er den Ball nicht richtig getroffen und ihn nicht absichtlich neben das Feld spediert habe. Forcadell liess sich aber nicht überzeugen: «Mit solchen Aktionen verlieren wir möglicherweise Bälle», war sein Argument.

Das Vergehen und Federers Diskussion mit dem Schiedsrichter. Video: streamable

Federer war aber nicht zufrieden und verlangte vom Schiedsrichter, ihn doch das nächste Mal vorzuwarnen. «Warum kommunizierst du nicht mit mir bei 0:3, wenn ich schon so nahe an einer Strafe bin?», fragte Federer.

Es war nicht das erste Mal im Spiel, dass der Schweizer Diskussionsbedarf hatte mit Forcadell. Zu Beginn des dritten Satzes kritisierte Federer, dass der Schiedsrichter ihm nicht mitteilte, wenn es neue Bälle gebe.

So musste der «Maestro» seinen Schläger zwischen zwei Ballwechseln wechseln und Zverev warten lassen. Als Forcadell ihn darauf ansprach, meinte Federer nur: «Ich habe andere Probleme, Mann. Ich treffe die Bälle nicht. Hilf mir doch einfach. Ich verlange von euch Schiedsrichtern nur, dass ihr mich jeweils darauf aufmerksam macht. Doch 80 Prozent von euch kriegen das nicht hin.» (abu)

Das sind die wichtigsten Rekorde von Roger Federer

Älteste Weltnummer 1: Mit 36 Jahren und 320 Tagen war Roger Federer im Juni 2018 der älteste Mann, der je auf dem Tennis-Thron gesessen hat. EPA/ANP / KOEN SUYK
Wochen als Weltnummer 1: Roger Federer steht heute bei 310 Wochen als Weltnummer 1. Novak Djokovic steht bei 294Wochen, Rafael Nadal bei 209. X01095 / Toby Melville
Wochen als Weltnummer 1 in Serie: Federer lag vom 2. Februar bis am 17. August 2008 insgesamt 237 Wochen in Folge an der Spitze, Novak Djokovic vom 7. Juli 2014 bis am 6. November 2016 «nur» 122 Wochen. X02605 / TYRONE SIU
Weltnummer 1 am Ende des Jahres: Federer beendete eine Saison fünfmal auf der 1 (2004 bis 2007 und 2009), genau wie Rafael Nadal. Die Liste führen Pete Sampras und Novak Djokovic mit 6 Jahren an. EPA/EPA / WILL OLIVER
Das ganze Jahr über die Weltnummer 1: Federer teilt sich den Rekord von drei Jahren (2005, 2006, 2007) mit Jimmy Connors (1975, 1976, 1978). Djokovic gelang dies bisher nur 2015, Nadal noch nie. Getty Images Europe / Julian Finney
Karriere-Slam: Roger Federer komplettierte seinen Karriere-Slam 2009 mit dem French Open. Nadal schaffte dies 2010 beim US Open, Djokovic 2016 bei Roland Garros. Der Serbe hielt damals sogar alle vier Major-Titel gleichzeitig, was Federer nie schaffte. AP/AP / John Minchillo
Anzahl Grand-Slam-Titel: Roger Federer steht wie Rafael Nadal bei 20, Djokovic bei 17. EPA / GERRY PENNY
Anzahl Grand-Slam-Finals in Serie: Roger Federer erreichte von Wimbledon 2005 bis zu den US Open 2007 zehn Major-Endspiele in Serie. X01095 / Suzanne Plunkett
Anzahl Grand-Slam-Finals: 31-mal erreichte Roger Federer schon ein Major-Endspiel. Nadal stand 28-mal im Final, Djokovic 27-mal. EPA/AAP / LUKAS COCH
Anzahl erreichte Grand-Slam-Halbfinals: Federer 46, Djokovic 38, Nadal 34. EPA/EPA / DANIEL MURPHY
Anzahl erreichte Grand-Slam-Halbfinals in Serie: Federer: 23 (Wimbledon 2004 bis Australian Open 2010), Djokovic: 14 (Wimbledon 2010 bis US Open 2013). AP / ELISE AMENDOLA
Anzahl Grand-Slam-Viertelfinals: Federer: 57, Djokovic 47, Nadal 42. EPA/AP POOL / SANG TAN / POOL
Anzahl Grand-Slam-Viertelfinals in Serie: Federer: 36 (Wimbledon 2004 bis French Open 2013), Djokovic: 28 (Wimbledon 2009 bis French Open 2016). AP/AP / Andrew Brownbill
Grand-Slam-Titel: Federer stand als einziger Spieler in drei unterschiedlichen Saisons in allen Major-Finals (2006, 2007, 2009), Djokovic gelang dies erst einmal (2015), Nadal noch nie. AP/AP / Rafig Maqbool
Grand-Slam-Finals: Federer erreichte als einziger Spieler in zwei kompletten Jahren in Serie jeden Grand-Slam-Final (2006 und 2007). AP / Anja Niedringhaus
Grand-Slam-Titel ohne Satzverlust: Roger Federer holte sich bisher zwei Mal einen Major-Titel ohne Satzverlust (Australian Open 2007, Wimbledon 2017). Nadal schaffte dies viermal am French Open (2008, 2010, 2017, 2020), Björn Borg ebenfalls dreimal (Wimbledon 1976, French Open 1978 und 1980). Djokovic hat dies bisher noch nicht geschafft. Getty Images Europe / Julian Finney
Grand-Slam-Partien in Serie ohne Satzverlust: Federer teilt sich den Rekord von elf Partien (Australian Open bis Achtelfinal French Open 2007) mit John McEnroe. X01095 / Suzanne Plunkett
Gewonnene Grand-Slam-Sätze in Serie: Federers Rekord sind 36 erfolgreiche Sätze in Serie (US Open 2006 bis French Open 2007). Djokovic steht bei 19 (Australian Open bis French Open 2015). Getty Images Europe / Julian Finney
Anzahl gewonnene Matches an Grand Slams: Federer 362 Siege, Djokovic 296 Siege, Nadal 282. AP/AP / Kirsty Wigglesworth
Anzahl Grand-Slam-Teilnahmen in Serie: Federer hat vom Australian Open 1999 bis zum Australian Open 2016 zumindest immer die 1. Runde bestritten. Das sind 65 Majors in Serie. Djokovic schaffte 51, Leader mit 74 ist Feliciano Lopez (seit French Open 2002). Getty Images Europe / Julian Finney
Dreimal drei Grand-Slam-Turniere im gleichen Jahr gewonnen: Federer ist der einzige Spieler, der drei Grand-Slam-Turniere in drei verschiedenen Jahren gewann (2004, 2006, 2007). Djokovic steht bei zweimal drei (2011 und 2015), Nadal hat das nur einmal geschafft (2010). Getty Images Europe / Clive Brunskill
Drei Grand-Slam-Turniere mindestens fünfmal gewonnen: Federer hat als einziger Spieler drei Majors mindestens fünfmal gewonnen (AO 6 – FO 1 – Wim 8 – UO 5), Djokovic holte den Titel in drei verschiedenen Majors mindestens dreimal (8 – 1 – 5 – 3). X01095 / Tony O'Brien
Anzahl Jahre mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln: Federer sicherte sich in sechs Saisons mindestens zwei Trophäen bei Majors (2004 bis 2007, 2009 und 2017), den Rekord teilt er sich mit Roy Emerson. Djokovic konnte fünfmal (2011, 2015, 2016, 2018 und 2019) mindestens zwei Major-Titel in die Höhe stemmen. X01095 / Tony O'Brien
Grand Slam: Weder Federer noch Djokovic und Nadal konnten den Grand Slam (alle vier Turniere in einem Jahr gewinnen) bisher realisieren. X80002 / STRINGER
Titel bei den World Tour Finals: Roger Federer konnte den Titel bei der «WM» bei bisher 14 Teilnahmen sechsmal gewinnen (10 Finals), Djokovic triumphierte fünfmal in sieben Finals. X01095 / Suzanne Plunkett
Meiste Siege in einer Saison: Federer feierte 2006 92 Siege, Djokovic in seiner besten Saison (2015) 82. Dem Schweizer reichte dies bei fünf Saisonniederlagen zu zwölf Titeln, Djokovic mit sechs Niederlagen zu elf Trophäen. AP/AP / John Minchillo
Anzahl 1000er-Titel: Djokovic (36) und Nadal (35) haben in dieser Sparte mehr Titel auf dem Konto als Federer mit 28. EPA/EPA / WILL OLIVER

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