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Schweizer sind nicht mehr die Reichsten der Welt

Publiziert: 18.09.19, 12:29 Aktualisiert: 19.09.19, 07:54

Bild: KEYSTONE

Die Einwohner der Schweiz sind weltweit nicht mehr am reichsten. Sie wurden abgelöst von den US-Amerikanern. Erstmals sind 2018 die Vermögen sowohl in den Industrie- als auch in den Schwellenländern zurückgegangen.

Im Schnitt besitzt jede Person in der Schweiz netto ein Vermögen von 173'800 Euro. Das sind 1.5 Prozent weniger als im Vorjahr, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten «Global Wealth Report» des Versicherers Allianz hervorgeht. 2018 wurde noch ein Plus von 7.6 Prozent erzielt.

Von den 53 untersuchten Ländern liegt die Schweiz damit nur noch an zweiter Stelle. An der Spitze des Rankings wurden sie wieder von den US-Amerikanern abgelöst, die durchschnittlich 184'400 Euro auf der hohen Kante haben. Als Grund dafür nennt Allianz allerdings insbesondere den stärkeren Dollar.

Zu den drittplatzierten Singapurern, die auf 100'400 Euro kommen, besteht bereits ein beträchtlicher Abstand. Die Deutschen folgen mit 52'900 Euro erst auf Rang 18.

Rekordhohe Verschuldung

In einer anderen Rechnung sind die Schweizer Haushalte aber immer noch mit Abstand einsam an der Spitze: Die Verschuldung von gut 90'000 Euro wird in keinem anderen Land übertroffen. Das sind 2.8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 2018 legten die Verbindlichkeiten der Haushalte weltweit um 5.7 Prozent zu.

Die Schuldenstandsquote, welche die Verbindlichkeiten ins Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt setzt, lag damit bei 128 Prozent. Dies ist ein absoluter Spitzenwert: Weltweit sind nur die Dänen und Australier noch stärker verschuldet, der westeuropäische Durchschnitt liegt bei 74.1 Prozent.

Betrachtet man die Entwicklung der Vermögen unter Berücksichtigung der Schulden, zeigt sich ein etwas besseres Bild: Die sogenannten Bruttogeldvermögen haben im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0.1 Prozent abgenommen. Damit befinden sich die Schweizerinnen und Schweizer in guter Gesellschaft.

Global schrumpften die Bruttovermögen der privaten Haushalte nämlich ebenfalls um 0.1 Prozent und stagnierten bei 172.5 Billionen Euro. Der Schuldige ist schnell gefunden: 2018 gaben die Aktienkurse weltweit um 12 Prozent nach - was direkt auf die Vermögensentwicklung durchschlug.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China, die endlose «Brexit-Saga» und zunehmende geopolitische Spannungen forderten ihren Tribut, resümiert die Allianz.

Konvergenz kommt zum Stillstand

Die Bruttogeldvermögen in den Schwellenländern sind sogar um 0.4 Prozent zurückgegangen. Das erste Mal, seit der Report erhoben werde. Massgeblich dazu beigetragen habe die schwache Entwicklung in China, wo die Vermögen um 3.4 Prozent fielen. Aber auch andere wichtige Schwellenländer wie Mexiko und Südafrika mussten 2018 empfindliche Einbussen verkraften.

Dies ist laut Allianz eine bemerkenswerte Trendumkehr. Denn im Durchschnitt der letzten beiden Jahrzehnte lag der Wachstumsvorsprung der Schwellenländer bei 11 Prozentpunkten. Es scheine so, als ob die Handelsstreitigkeiten dem Aufholprozess der ärmeren Länder ein jähes Ende gesetzt hätten. Die Konvergenz zwischen armen und reichen Ländern sei damit zum Stillstand gekommen. (aeg/sda/awp)

Von arm bis reich: Die Lieblingsspielzeuge von Kindern

JORDANIEN Budget dieser Familie: 7433 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieses Jungen: ein Stofftier. Bild: Zoriah Miller for Dollar Street
SCHWEDEN Budget dieser Familie: 4883 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieses Kindes: ein Lego-Set. Bild: Moa Karlberg for Dollar Street
KENIA Budget dieser Familie: 3268 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieses Jungen: ein Tablet-Computer. Bild: Johan Selin for Dollar Street
SCHWEDEN Budget dieser Familie: 2223 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieses Kindes: Plastikfiguren. Bild: Zoriah Miller for Dollar Street
UKRAINE Budget dieser Familie: 694 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieses Jungen: eine Legofigur. Bild: Zoriah Miller for Dollar Street
LETTLAND Budget dieser Familie: 480 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieses Jungen: ein Stofftier. Bild: Johan Eriksson for Dollar Street
UKRAINE Budget dieser Familie: 476 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieses Jungen: ein Handy. Bild: Zoriah Miller for Dollar Street
KAMBODSCHA Budget dieser Familie: 463 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblings-«Spielzeug» dieses Jungen: ein Hundewelpe. Bild: Luc Forsyth for Dollar Street
BOLIVIEN Budget dieser Familie: 265 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieses Jungen: ein Spielzeuglastwagen. Bild: Zoriah Miller for Dollar Street
INDIEN Budget dieser Familie: 170 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieses Jungen: Glaskugeln. Bild: Zoriah Miller for Dollar Street
RUANDA Budget dieser Familie: 251 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieses Jungen: ein Stock. Bild: Johan Eriksson for Dollar Street
JORDANIEN Budget dieser Familie: 249 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieses Jungen: ein Stofftier. Bild: Zoriah Miller for Dollar Street
INDIEN Budget dieser Familie: 245 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieses Jungen: ein Spielzeuglastwagen. Bild: Zoriah Miller for Dollar Street
TUNESIEN Budget dieser Familie: 218 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieses Jungen: ein Mini-Scooter. Bild: Zoriah Miller for Dollar Street
PHILIPPINEN Budget dieser Familie: 170 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieses Kindes: eine Plastikpuppe. Bild: Luc Forsyth for Dollar Street
KOLUMBIEN Budget dieser Familie: 145 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieses Mädchens: ein Ball. Bild: Zoriah Miller for Dollar Street
NIGERIA Budget dieser Familie: 124 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieser Kinder: Holzstangen. Bild: Johan Eriksson for Dollar Street
KOLUMBIEN Budget dieser Familie: 123 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieses Mädchens: ein Ball. Bild: Zoriah Miller for Dollar Street
PALÄSTINA Budget dieser Familie: 112 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieses Jungen: eine PET-Flasche. Bild: Eman Jomaa for Dollar Street
BURKINO FASO Budget dieser Familie: 54 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieses Jungen: ein Autoreifen. Bild: Zoriah Miller for Dollar Street
SIMBABWE Budget dieser Familie: 34 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieses Jungen: ein selbstgemachter Ball. Bild: Zoriah Miller for Dollar Street
HAITI Budget dieser Familie: 39 US-Dollar pro Erwachsener im Monat. Das Lieblingsspielzeug dieses Kindes: ein selbstgebautes Plastikauto. Bild: Zoriah Miller for Dollar Street

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