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Flugpionier Walter Mittelholzer stürzte vor 80 Jahren ab – aber nicht mit dem Flugzeug

Walter Mittelholzer vor einer Haefeli DH-3 (1918). (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Afrikaflug mit René Gouzy und Walter Mittelholzer 1926–27. «Nach der Landung bei Abwong am Sobatfluss. Die Dinka-Neger haben sich vom ersten Schrecken erholt.» (3.1.1927) (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Walter Mittelholzer 1928 mit Passagieren vor der Junkers F 13, CH-92 der Ad Astra Aero AG. (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Walter Mittelholzer flog diese zweiplätzige Junkers A20 im Auftrag der Junkers Werke Dessau, zusammen mit dem Mechaniker Ernst Bisegger, in mehreren Etappen vom Zürichhorn nach Teheran, Start am 18.12.1924, Landung am 2.2.1925. Den abenteuerlichen Flug beschrieb Mittelholzer in seinem Buch «Persienflug». (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Junkers A20, CH-130 der Ad Astra Aero AG auf Wasser mit Walter Mittelholzer (Mitte) und Ernst Bissegger (links). (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Walter Mittelholzer (links) und Mechaniker Ernst Bissegger auf dem Flügel der Junkers A 20 der Ad Astra Aero AG am Zürichhorn (1924/25). (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Afrikaflug mit René Gouzy und Walter Mittelholzer 1926–27. «Über Nacht sanken die Wasser des Pungwe: Die Switzerland sitzt auf dem Trockenen.» (6.2.1927) (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
«Basel 18.8.1936, Flugzeug, stehend mit W. Mittelholzer (vorn, am Pilotenfenster).» (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
«Bruchlandung einer Dornier Merkur, CH-142 der Ad Astra Aero AG 1929 in Davos, Pilot Walter Mittelholzer.» (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
«Bruchlandung der Dornier Merkur der Ad Astra Aero AG 1929 in Davos, Pilot Walter Mittelholzer.» (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Cockpit einer Douglas DC-3 der Swissair mit Walter Mittelholzer (links) und einem Funker (1935–1937). (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Swissair-Direktor Walter Mittelholzer spricht vor einer DC-2 zu Besuchern in Dübendorf (ca. 1936). (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Beim Start in Dübendorf nach London kam Pilot Walter Mittelholzer am 28.2.1936 die DC-2, HB-ITI wegen falscher Propeller-Verstellung nicht vom Boden weg und rollte in einen Baumgarten. (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Beim Start in Dübendorf nach London kam Pilot Walter Mittelholzer am 28.2.1936 die DC-2, HB-ITI wegen falscher Propeller-Verstellung nicht vom Boden weg und rollte in einen Baumgarten. (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Walter Mittelholzer vor der Wild WTS, 146 in Dübendorf (1917–1923). (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Junkers A 20, CH-130 mit Walter Mittelholzer (2. v. r.) (1924–1925). (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Auf dem Schild: «Nächste Flüge unter Führung von Walter Mittelholzer» (ca. 1935). (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Walter Mittelholzers Kopfstand in Basel mit Lockheed 9 B Orion, CH-167 (HB-LAH) der Swissair (1935). (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Walter Mittelholzer im Cockpit einer Douglas DC-2 der Swissair (1932–1937). (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Bruchlandung Lockheed 9B Orion, CH-165 (HB-LAN) der Swissair bei Pilsen. Walter Mittelholzer (links) (1.7.1936). (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Walter Mittelholzer, Anthony Fokker, Fritz von Opel (v. l. n. r.) vor einer Fokker F. VIIb-3m der Swissair auf zugefrorenem St. Moritzer See (1932). (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Zürcher Stadtradt besichtigt die Dornier Merkur am Zürichhorn. Am 07.12.1926 startete Walter Mittelholzer am Zürichhorn zur ersten Afrika-Traversierung Nord-Süd. (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Am 7.12.1926 startete Walter Mittelholzer am Zürichhorn mit dem Dornier Merkur CH-171 zur 1. Afrika-Traversierung Nord-Süd. Mit dem Mechaniker und Hilfspiloten Hans Hartmann und zwei Passagieren landeten sie am 26.6.1927 in Kapstadt. (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Walter Mittelholzer fliegt die Junkers A 20, CH-130 der Ad Astra Aero AG (ca. 1924). (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Junkers F 13, CH-94. Mittelmeerflug vom 18.02.1928 in Etappen bis 06.03.1928. Bordmechaniker Hans Gerber, Walter Mittelholzer, die Passagiere Oberst Raschein und Dr. Bessermann und der Journalist Gustav Ehrhardt (von links nach rechts). (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Afrikaflug mit René Gouzy und Walter Mittelholzer, 1926–27. Landung auf dem Stausee von Assuan (23.12.1926). (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)
Afrikaflug mit René Gouzy und Walter Mittelholzer, 1926–27. Am Nildamm von Assuan wird die «Switzerland» am Kran emporgezogen (Dezember 1926). (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)

Einige Bruchlandungen hat der Schweizer Flugpionier überlebt. Am 9. Mai 1937 ist er gestorben – nicht bei einem Flugzeugabsturz. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere stürzte er im Alter von 43 Jahren auf einer Klettertour in der Steiermark zu Tode.

Insgesamt unternahm der Pilot, Flugfotograf und Reiseschriftsteller rund 9000 Flüge. «Mitteli», wie ihn seine Freunde nannten, zählte zu seinem grossen Bekanntenkreis in aller Welt gekrönte Häupter wie Haile Selassie und den Schah von Persien, Grossindustrielle wie Fokker, Junkers und Dornier sowie bekannte Forschungsreisende, Politiker, Zeitungsmagnaten und natürlich Flieger.

Bruchlandungen

Am 2. April 1894 kam Walter Mittelholzer als Sohn eines Bäcker- Ehepaars in St.Gallen zur Welt. Er liess sich zum Fotografen ausbilden und erwarb 1917 das Pilotenbrevet. 1922 erlitt er bei einem Unglück in den Glarner Alpen schwere Verletzungen: In Nebel und Schneetreiben zerschellte seine Flugmaschine am Gulderstock.

Bruchlandung 1929 in Davos. Quelle: ETH bildarchiv

1929 kam es zu einer Bruchlandung einer Dornier Merkur, CH-142 der Ad Astra Aero AG in Davos. 1935 machte Walter Mittelholzer in Basel mit einer Lockheed 9 B Orion der Swissair einen Kopfstand. Beim Start in Dübendorf nach London kam er 1936 mit der DC-2 wegen falscher Propeller-Verstellung nicht vom Boden weg und rollte in einen Baumgarten. Im gleichen Jahr vollzog er eine Bruchlandung mit einer Lockheed 9B Orio der Swissair bei Pilsen. 

Im Auftrag des damaligen Schahs von Persien flog er 1924/25 mit einem Junkers-Eindecker in 71 Stunden von Zürich zum Persischen Golf. Mit einem Wasserflugzeug des Typs Dornier-Merkur erflog er 1926/27 bei einer Afrika-Traversierung von Alexandria nach Kapstadt den Dauer- und den Distanz-Weltrekord. 

Start zum Flug am Zürichhorn für den Flug an den Persischen Golf. quelle: eth bildarchiv

Erster Swissair-Direktor

Seinen letzten Fernflug absolvierte der Flugpionier 1934. Er flog dem abessinischen Kaiser Haile Selassie eine in der Schweiz gekaufte dreimotorige Fokker persönlich von Dübendorf nach Addis Abeba.

WALTER MITTELHOLZER REVISITED

Buchpräsentation und Ausstellungseröffnung Walter Mittelholzer Revisited: Dienstag, 9. Mai, 19 Uhr. Mit Rafael Ball, Direktor der ETH-Bibliothek, dem Historiker Kaspar Surber und dem Bildarchiv der ETH-Bibliothek. Ausstellung: Dienstag, 9. Mai bis Samstag, 13. Mai 2017.

Mittelholzers unternehmerische Aktivitäten begannen im Jahr 1919: Zusammen mit seinem Fluglehrer Alfred Comte gründete er die erste schweizerische Fluggesellschaft, die «Comte, Mittelholzer & Co», die sich ein Jahr später mit der Ad Astra Aero zusammenschloss. 1931 entstand aus den Fluggesellschaften Ad Astra und Balair die Swissair, deren Direktor Mittelholzer bis zu seinem Tod 1937 war. (whr)

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Das Stadtarchiv Zürich verfügt über einen grossen Schatz an historischen Fotografien. Wir zeigen dir 35 Trouvaillen aus dem Bestand der Stadtpolizei Zürich.
1936: Schwarzbrennerei, Brandschenkestrasse 14. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1930: Tramunfall, Gloriastrasse. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1940: Unzüchtige Bilder, Kanonengasse 29, Restaurant Marconi. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1920: Tram-Autokollision, Badenerstrasse. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1933: Unterschlagung, Giesshübelstrasse 36 Quelle: Stadtarchiv Zürich
1921: Eisenbahnunglück, Herdernstrasse, SBB. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1933: Einbruch, Sihlfeldstrasse 65. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1935: Verkehrsunfall, Langstrasse-Heinrichstrasse. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1922: Abtreibung und Kuppelei, Mainaustrasse 32. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1933: Brandfall, Neumarkt 13. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1938: Mord-Versuch, Löwenstrasse 40. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1921: Auto-Kollision, Selnaustrasse-Gerechtigkeitsgasse. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1928: Totschlag, Tramdepot Burgwies. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1921: Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1922: Kuppelei, Mainaustrasse 32. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1921: Auto-Unfall, Heimplatz. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1942: Fahrlässige Tötung, Bahnhofquai 15. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1923: Tram-Auto-Kollision, Seestrasse-Schulhausstrasse. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1924: Sachbeschädigung Hakenkreuz-Schmiereien, Synagoge Löwenstrasse 10. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1936: Mordversuch, Militärstrasse 106. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1943: Velo-Diebstähle. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1924: Auto-Tram-Kollision, Löwenstrasse-Bahnhofplatz. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1941: Kommunistische Propaganda. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1925: Verkehrsunfall, Seefeldstrasse. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1925: Abtreibung und Kuppelei, Höschgasse 52. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1925: Auto-Unfall, Rotbuchstrasse 56. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1940: Sprengstoffanschlag, Maschinenfabrik Oerlikon. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1942: Politische Malereien, Kreis 4/5. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1929: Auto-Unfall, Gessnerbrücke-Kasernenstrasse. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1929: Doppelmord, Pfingstweidstrasse 20. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1936: Umkippen einer Leiter, Bahnhofstrasse. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1931: Mordversuch, Hirschengraben 22. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1938: Verkehrsunfall, Kurvenstrasse-Beckenhofstrasse. Quelle: Stadtarchiv Zürich
1939: Ballon-Explosion, Hallenstadion. Quelle: Stadtarchiv Zürich