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Die Abwanderung deutscher Ärzte finden die Deutschen nicht so toll. Bild: shutterstock.com

Deutschland will seine Ärzte zurück – besonders aus der Schweiz

Publiziert: 13.01.19, 03:24 Aktualisiert: 14.01.19, 11:02

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn bedauert die Abwanderung von Ärzten und Pflegern aus seinem Land in die Schweiz. «Ich hätte sie gerne zurück», sagte er in einem Interview. Er regt eine Neuregelung der Abwerbung von Fachleuten aus bestimmten Berufen an.

Die von Schweizer Spitälern und Heimen abgeworbenen Fachleute würden in Deutschland fehlen, sagte der 38-jährige CDU-Minister in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». «Bei uns arbeiten dann polnische Ärzte, die wiederum in Polen fehlen. Das kann so nicht richtig sein.»

Jens Spahn Bild: EPA/EPA

Spahn forderte, darüber nachzudenken, ob man die Abwerbung von Fachleuten aus bestimmten Berufsgruppen innerhalb der EU nicht neu regeln müsse. Die Freizügigkeit in Europa solle dabei nicht grundsätzlich infrage gestellt werden. Entsprechende Abkommen gebe es bereits in der Weltgesundheitsorganisation WHO. «Das könnte Vorbild sein.»

Spahn räumte gleichzeitig ein, dass er das Verhalten der deutschen Ärzte und des Pflegepersonals versteht. «Die Schweiz ist ein schönes Land.»

Die Schweiz ist für deutsche Mediziner seit Jahren das mit Abstand beliebteste Auswandererland. Im Jahr 2017 gingen laut der deutschen Ärztekammer 1965 ursprünglich in Deutschland tätige Ärzte ins Ausland, wobei der Anteil der deutschen Ärzte 59.3 Prozent betrug. Die beliebtesten Auswanderungsländer waren - wie in den Jahren zuvor – die Schweiz (641), Österreich (268) und die USA (84). Der Schweizer Ärzteverband FMH meldete Anfang 2017, dass 17.7 Prozent der in dem Land arbeitenden Ärzte einen deutschen Pass hätten. (sda)

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Video: srf

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Grossbrand in deutscher Klinik:

Bei einem Grossbrand in einem Spital im westdeutschen Bochum sind in der Nacht zum Freitag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. EPA/DPA / MARCEL KUSCH
Die Feuerwehr kämpfte stundenlang gegen die Flammen im Spital Bergmannsheil. EPA/DPA / MARCEL KUSCH
Die Flammen breiteten sich innerhalb weniger Minuten aus und griffen vom sechsten Stock auch auf die siebte und achte Etage sowie auf das Dachgeschoss über. EPA/DPA /  FEDERICO GAMBARINI
Nach Angaben der Ermittler hatte sich eine 69 Jahre alte Patientin in Bochum in Suizidabsicht mit einem brennbaren Desinfektionsmittel übergossen und angezündet. EPA/DPA / Marcel Kusch
Der Sachschaden liege in dreistelliger Millionenhöhe. EPA/DPA / Marcel Kusch

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