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Im Thurgau fallen 120 Stare wie Steine vom Himmel – Experten stehen vor Rätsel

Publiziert: 10.03.20, 05:24 Aktualisiert: 10.03.20, 10:46

Als würde es hageln: Am 29. Februar fallen im Thurgauer Dorf Triboltingen über 100 Vögel wie Steine vom Himmel. Auf einer Fläche von rund 50 auf 50 Meter liegen sie auf dem Boden, viele auf der Hauptstrasse, ein kleinerer Teil auf einer Wiese. Ein Augenzeuge sagt gegenüber der «Thurgauer Zeitung»: «Ein Drittel bewegte noch seine Flügel, die restlichen Vögel waren tot.»

Stare fliegen häufig zu Tausenden in einem grossen Schwarm. Bild: DPA

Doch was ist passiert ? Die zuständige Jagd- und Fischereiverwaltung in Frauenfeld ist überfragt. Die Todesursache: vorerst unklar.

Ein Teil der Zugvögel wird dem Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin an der Universität Bern übergeben, wie die Zeitung weiter berichtet. Marie-Pierre Ryser, Leiterin der Abteilung Wildtiere, sagt: «Die Stare weisen Lungenblutungen auf und haben ein Trauma erlitten.» Doch auch sie kann die genauen Umstände des rätselhafte Sterben der Stare nicht erklären.

Stare im Prachtskleid (Sturnus vulgaris). bild: Marek Szczepanek, CC BY-SA 3.0

Auch Livio Rey von der Vogelwarte Sempach zeigt sich überrascht vom Ausmass in Triboltingen. «120 Stare sind schon sehr viele», meint er gegenüber der Zeitung.

Er vermutet, sie könnten mit einem grossen Gebäude mit Glasscheiben kollidiert sein. Nur: In unmittelbarer Nähe stehen keine grossen und hohen Gebäude. Und eine Kollision mit einem Flugzeug kann ausgeschlossen werden: Stare fliegen überwiegend in Bodennähe bis hinauf auf zirka 1200 Meter. Was als Todesursache aber laut Rey durchaus in Frage käme: Ein Zusammenprall mit einem Lastwagen.

Spekulationen jedoch, die neue Mobilfunktechnologie 5G könnte etwas mit dem mysteriösen Vogelsterben zu tun haben, setzt Ornitologe Rey ein Ende: Man überwache seit über 30 Jahren flächendeckend Vogelpopulationen, man «finde jedoch keine Hinweise darauf, dass Strahlung ganze Vogelarten beeinflusst.» (mlu)

Die Högel – Wenn Hunde Vögel treffen

Was wäre unsere Welt ohne Högel? Diese putzigen Mixturen aus Hunden und Vögeln sind aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Jedermann liebt die flattrigen Räcker, wäre da nicht ... Imgur
... dieses elende Kot-Problem. Doch hier soll es nicht um die fauligen Schattenseiten dieser possierlichen Tierchen gehen, sondern ... Imgur
... darum, wieviel Freude sie in unsere Herzen tragen, wenn sie zu uns geflogen kommen und mit ihren sabbernden Schäuzchen ein paar Fleisch-Körnchen aus unseren Händchen picken! Imgur
Seit sich anno dazumal Hunde und Vögel zusammengetan haben, um als Högel quasi die Superstars im Tierreich zu werden, haben sich mehrere Rassen ausgebildet. Hier sehen wir den Mobe (Mops + Rabe), der früher Raps genannt wurde, aber es gab schon eine gleichnamige Pflanze.
Der Hihuahua (Huhn + Chihuahua) zählt zu den den Nutz-Högeln, die soweit hochgezüchtet wurden, dass er weder fliegen noch schwimmen kann. Dafür gibt es jeden Tag das Krällchen und ein Ei.
In diese Kategorie zählt auch der Zwerg-Puhn, eine Mischung aus Zwerghuhn und Zwergpinscher. Imgur
Warum sind Högel beim Menschen so beliebt? Ein Grund ist sicherlich, dass wir schon in unserer Jugend durch Haustiere wie den Wellen-Dogge erste gute Erfahrungen mit den kleinen Flatterschnauzen machen.
Zum Problem werden diese Tiere nur, wenn man sie lange alleine lässt. Sie können dann laut und anhaltend bellen und reissen sich mit ihren Zähnen sogar das Fell-Gefieder aus.
Deshalb lassen wir's. Alles Gute, Leser und Hogel-Fan! Imgur
Am schönsten ist es aber natürlich, die Högel in freier Wildbahn beobachten zu können. Der Heisvogel ist sehr selten und lässt sich nur in einer sauberen Umwelt nieder.
Der Rotfuchs-Papagei wurde erst einmal fotografiert. Auf der ganzen Welt!
Wenn der Winter kommt, sind Promenadenmischungen wie diese darauf angewiesen, dass die Menschen Hackbällchen aufhängen, um so den gefiederten besten Freunden über die karge Zeit zu helfen. Imgur
Högel wären nicht Högel, wenn Hollywood nicht gebe. Unser Bild wurde stark geprägt: Dank des Blockbusters «Parry Hotter» gilt die Schnee-Dule (Schneeeule + Dogge) als weise. Imgur
Der Beier (Bobtail + Geier) gilt als die Gesundheitspolizei der Savanne. Er ernährt sich vor allem vom Aas.
So herzig: die Cule (Corgy + Eule). Imgur
Majestätisch breitet ein Retrieverkopf-Adler seine Schwingen aus und gleitet durch den Himmel.
Hier das Tier aus einer anderen Perspektive.
Und nun zu den Högeln, die wir in den Städten antreffen: Dem deutschen Schäferraben wird nachgesagt, besonders gelehrig zu sein.
Sein Verwandten sind der kleine Schäferspatz ...
... und der Doberrabe.
Högel sind in der Regel sehr zutraulich und menschenlieb.
Wie sie sich fortpflanzen, war lange ein Rätsel. Inzwischen wissen wir, dass sich die Tiere erst ein Nest bauen, um sich dann zu bespringen. Die Welpen schlüpfen meist schon nach wenigen Tagen aus ihren Eiern und bellen dann quäkend im Nest herum, um gefüttert zu werden.
Seehögel wie diese Röwe (Retriever + Möwe) ernähren sich von Fischen, die sie mit ihren spitzen Schnauzen aus dem Meer fischen. Imgur
Für alle, die mal so einen Wildhogel auf dem Boden liegend antreffen: Fassen Sie das Tiert nicht an. Högel haben extrem gute Nasen und ... Imgur
... wenn ein Mutterhogel den Geruch des Menschen wahrnimmt, verstösst dieses unbarmherzige Wesen seinen eigenen Nachwuchs!
Awwwwwwwwwww: Die Jungtiere werden in der Fachsprache Wüken genannt (Welpe + Küken). Imgur
Das sind natürlich noch längst nicht alle Fakten und Infos aus der Welt der Högel, ...
... doch alles über diese Kreaturen hier aufführen zu wollen, wäre der reine Wahnsinn.

Tauben: Lebendige Drohnen im Dienste der Grande Nation

Video: SRF / Roberto Krone

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