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Riss an 737-Jet von Boeing – US-Aufsicht untersucht Vorfall

Publiziert: 14.03.20, 06:49

Southwest Airlines betroffen Bild: AP

Die US-Luftfahrtaufsicht FAA prüft nach einem Vorfall mit einer Southwest-Airlines-Maschine, ob bestimmte Boeing-Jets häufiger auf Risse untersucht werden müssen.

Am Montag sei nach einem Flug von Las Vegas nach Boise im US-Bundesstaat Idaho ein über dreissig Zentimeter langer Riss am Rumpf einer Boeing 737 festgestellt worden, teilte die FAA am Freitag (Ortszeit) mit.

Während des Flugs sei der Luftdruck in der Kabine allmählich gesunken, die Crew habe die Flughöhe verringert, um ein sicheres Niveau zu erreichen. Der Flug habe dann ohne den Einsatz von Sauerstoff-Masken, Unfälle oder Verletzte fortgesetzt werden können.

Ein Sprecher von Boeing erklärte auf Nachfrage nur, dass das Unternehmen von dem Vorfall wisse und mit der Fluggesellschaft kooperiere. Eine Sprecherin von Southwest Airlines sagte dem «Wall Street Journal», die betroffene Boeing-Maschine werde derzeit repariert.

Die Angelegenheit betrifft nicht den Flugzeugtyp 737 Max, der seit gut einem Jahr wegen zwei Abstürzen binnen weniger Monate weltweit mit Startverboten belegt ist. Boeing hatte schon 2019 Probleme mit Rissen beim Vorgängermodell 737 NG. Dabei ging es um «Pickle Forks» genannte Bauteile zur Befestigung der Tragflächen am Flugzeugrumpf.

Der Riss an der Southwest-Airlines-Maschine trat in einem anderen Bereich auf, der laut FAA-Vorschriften bislang nach jeweils rund 1500 Flügen auf Schwachstellen untersucht werden muss. Nach Informationen des «Wall Street Journal» war der am Montag betroffene Boeing-737-Jet allerdings das letzte Mal nur etwa 500 Flüge zuvor inspiziert worden. Die FAA könnte deshalb künftig häufigere Überprüfungen anordnen. (aeg/sda/dpa)

Das Flugzeug im Flugzeug

Die «Solar Impulse 2» ist am Dienstagmorgen um 8.24 Uhr vom Militärflugplatz Payerne VD nach Abu Dhabi aufgebrochen. EPA/KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Das Solarflugzeug des Umweltpioniers Bertrand Piccard fliegt vorerst aber nicht selbst, sondern wird an Bord einer Boeing 747-400 transportiert. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Während der Nacht wurde das Solarflugzeug in den Rumpf des Jumbo-Jets verladen. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Die anspruchsvolle Arbeit verlief ohne Zwischenfälle und war um 23.30 Uhr beendet. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Der Jumbo-Jet hatte am Montag um 16.50 Uhr auf dem Militärflugplatz Payerne aufgesetzt. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Mit dem in Teile zerlegten Solarflugzeug an Bord macht er sich nun in Richtung Abu Dhabi auf. EPA/KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Die Boeing 747-400 war quasi leer angekommen, um auf der 2,2 Kilometer langen Piste des Militärflugplatzes landen zu können. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Bevor sie Kurs auf den Flughafen Al Bateen in Abu Dhabi nimmt, legt sie deshalb noch einen Zwischenstopp am Flughafen Basel-Mulhouse ein, um vollzutanken und weiteres Material aufzuladen. EPA/KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Die Kosten des Transports belaufen sich auf rund 400'000 Franken. In der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate muss das Solarflugzeug wieder zusammengesetzt werden. EPA/KEYSTONE / LAURENT GILLIERON

Flügel brennt nach Flugzeugkollision in Toronto

Video: SRF / Roberto Krone

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