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Präsident Putin gab im August bekannt, der weltweit erste Impfstoff gegen SARS-CoV-2 sei in Russland zugelassen worden. Bild: keystone

Seltsame Datenmuster – Forscher vermuten Manipulation beim Impfstoff «Sputnik V»

Publiziert: 16.09.20, 20:22 Aktualisiert: 17.09.20, 07:30

Am 11. August verkündete der russische Präsident Wladimir Putin erstaunliche Neuigkeiten: Der weltweit erste Impfstoff gegen SARS-CoV-2 – der symbolträchtig unter dem Namen «Sputnik V» vertrieben werden soll – sei zugelassen worden; eine seiner Töchter habe sich bereits damit impfen lassen. Die Erfolgsmeldung aus Moskau stiess im Westen allerdings kaum auf Begeisterung – hier bemängelte man die überhastete Genehmigung eines Impfstoffs, der offenbar kaum in klinischen Studien erprobt worden war.

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Tatsächlich hat die dritte Testphase für den unter der Bezeichnung Gam-COVID-Vac Lyo entwickelten Wirkstoff erst Anfang September begonnen, also erst nach der Zulassung. Dies widerspricht dem international üblichen Vorgehen und den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Die Studie, in der die Wissenschaftler vom staatlichen Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau ihre Ergebnisse präsentierten, war mit nur gerade 76 Testpersonen durchgeführt worden. Sie wurde am 4. September im Fachmagazin «The Lancet» veröffentlicht.

Schwerwiegender Vorwurf

Diese Studie zieht nun massive Kritik von Fachleuten auf sich. Der Vorwurf ist schwerwiegend: Die Daten, die von den russischen Forschenden in der Studie vorgelegt wurden, könnten manipuliert sein. Diesen Verdacht hat eine Gruppe von renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter der Leitung des Molekularbiologen Enrico Bucci von der American Temple University in einem offenen Brief an «The Lancet» vorgebracht.

Diese «Note of Concern» veröffentlichten sie auf der italienischen Website «Cattivi Scienziati», die sich der Entlarvung von pseudowissenschaftlichen Publikationen verschrieben hat. Inzwischen haben weitere Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern den Brief unterschrieben. Sie fordern von den russischen Kolleginnen und Kollegen die Veröffentlichung der Rohdaten der Studie.

Bucci erklärte gegenüber der «Moscow Times», es gebe Auffälligkeiten – unerklärliche Überschneidungen – in den Daten der Studie. «Es gibt sehr merkwürdige Muster in den Daten», stellte Bucci fest. «Mit seltsamen Mustern meine ich, dass es doppelte Werte für verschiedene (Gruppen von) Patienten gibt (...), was nicht sein kann.»

Die doppelten Werte, die Bucci erwähnt, traten in den Resultaten auf, die sich bei der Produktion von Antikörpern durch Patientengruppen ergaben, die unterschiedliche Varianten des Impfstoffs erhalten hatten. Das Gamaleja-Institut hatte insgesamt sechs verschiedene Formen des Impfstoffs an vier Gruppen zu je neun Probanden und zwei Gruppen zu je 20 Probanden getestet.

Die Datensätze in den gleichfarbig umrandeten Kästchen sind identisch. Bild: Cattivi Scientiazi

So hatten neun von neun Testpersonen, die die Wirkstoff-Variante rAd26-S erhalten hatten, an Tag 21 und Tag 28 denselben Antikörperspiegel – das zeigen die rot umrandeten Kästchen in der Abbildung oben. Dasselbe gilt für 7 der 9 Probanden, die die Variante rAd5-S erhielten (gelbe Kästchen).

Solche Duplikate fänden sich in den Forschungsergebnissen zu anderen derzeit getesteten Impfstoffen nicht, sagte Bucci. «Es ist, als ob man würfelt und mehrmals genau die gleiche Zahlenfolge sieht – das ist höchst unwahrscheinlich», erklärte er. Es muss sich freilich nicht unbedingt um eine Manipulation handeln – Bucci räumte ein, dass es sich auch um einen Fehler handeln könne: «Es könnte ein Fehler vorliegen, es könnte eine Erklärung dafür geben, es könnte Betrug sein. Wir wissen es nicht.»

«Mit Photoshop bearbeitet»

Der Immunologe Andrea Cossarizza von der Universität Modena, der den Brief ebenfalls unterzeichnet hat, findet sogar, die Diagramme mit den Daten in der Studie sähen aus, als seien sie mit Photoshop bearbeitet worden. «Sie sind zu ähnlich und aus statistischer Sicht zu unwahrscheinlich», sagte er der «Moscow Times».

Auch er gab zu bedenken, dass es sich um einen Fehler handeln könnte. In zahlreichen anderen Fällen, in denen es in einem wissenschaftlichen Artikel einen Fehler solchen Ausmasses gab, sei freilich Manipulation im Spiel gewesen.

Auch in weiteren Diagrammen der Studie fanden sich auffällige Duplikate, hier in Diagramm 3. Bild: Cattivi Scientiazi

Und hier in Diagramm 4. Bild: Cattivi Scientiazi

Selbst in Russland ist mittlerweile Kritik an der Studie laut geworden. Der russische Zellbiologe Viktor Tatarskij stellte auf Facebook fest, die Daten für bestimmte Kontrollgruppen sähen zu ähnlich aus; es sei sehr wahrscheinlich, dass solche Daten nicht zufällig entstanden seien. Da die Studie aber nur eine geringe Teilnehmerzahl aufweise, könne dies allerdings auch nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Sputnik V (Gam-COVID-Vac Lyo)

Bei Gam-COVID-Vac Lyo handelt es sich um einen sogenannten Vektorimpfstoff. Vektoren sind Viren, die dem Menschen nicht gefährlich werden können und als Träger von Bestandteilen des Erbguts jenes Erregers dienen, gegen den sich der Impfstoff richtet. Das Immunsystem des Körpers erkennt das Genmaterial als fremd und bildet Antikörper, die eine Infektion verhindern sollen, wenn der Körper tatsächlich auf das Virus trifft.

Die russischen Forscher verwenden bei Gam-COVID-Vac Lyo zwei verschiedene Adenoviren als Vektoren. Diese Virenfamilie kommt bei der Entwicklung von Impfstoffen häufig zum Einsatz, auch bei anderen Coronaviren wie MERS. Die Verwendung von solchen bekannten Vektoren hat den Vorteil, dass sie bereits früher auf ihre Sicherheit hin überprüft wurden.

Weltweite Nachfrage

Das Fachmagazin «The Lancet» ist um Aufklärung der Angelegenheit bemüht – ein Sprecher teilte mit, man habe den Brief der kritischen Wissenschaftler direkt an die Studienautorinnen und -autoren weitergegeben und sie dazu ermuntert, sich an der Diskussion zu beteiligen und offene Frage zu klären. Auf Anfrage des «Spiegels» teilte das Magazin mit: «Wir verfolgen die Situation genau.» Die russische Studie sei vor Publikation von internationalen Experten begutachtet worden.

Das Moskauer Forschungsinstitut Gamaleja und auch der russische Staatsfonds Foreign Direct Investment Fund (RDIF), der die Entwicklung und Produktion des Vakzins finanziert, versicherten, die Daten seien nicht manipuliert worden. Der Staatsfonds hofft nach Angaben des «Handelsblatts», bis zu einem Drittel des Marktes für einen funktionierenden Corona-Impfstoff zu erobern. Dessen Volumen wird auf weltweit 75 Milliarden Dollar geschätzt. Trotz der Bedenken aufgrund der hastigen Entwicklung haben bisher mehr als 20 Länder insgesamt über eine Milliarde Dosen des «Sputnik-V»-Impfstoffs beantragt.

(dhr)

So kam das Coronavirus in die Schweiz – eine Chronologie

31. Dezember 2019: Erste Meldungen über eine mysteriöse Lungenkrankheit, die in der zentralchinesischen Metropole Wuhan ausgebrochen ist, werden publiziert. 27 Erkrankte sind identifiziert. keystone
15. Januar: Das neuartige Coronavirus wird ausserhalb Chinas bestätigt. Der Erreger wird mit Hilfe einer Genom-Analyse bei einer Frau in Thailand nachgewiesen. EPA / RUNGROJ YONGRIT
22. Januar: Krisentreffen der Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf. Die Flughäfen Zürich und Genf warten vorerst ab. EPA / SALVATORE DI NOLFI
23. Januar: Die chinesischen Behörden riegeln die Elf-Millionen-Metropole Wuhan ab. Das BAG äussert sich «eher beunruhigt» über die Dynamik und Entwicklung des Coronavirus. EPA / STRINGER
25. Januar: Die neue Lungenkrankheit breitet sich in China stark aus und erreicht Europa. In Frankreich werden drei Fälle nachgewiesen. EPA / ARNOLD JEROCKI
26. Januar: Der Bund verschärft die Meldepflicht zum Coronavirus. Ärzte und Laboratorien müssen Fälle mit Verdacht auf eine Corona-Infektion innerhalb von zwei Stunden den Behörden melden. AP / Salvatore Di Nolfi
30. Januar: Das BAG schaltet eine kostenlose Hotline auf, um Fragen zum Coronavirus aus der Bevölkerung zu beantworten. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
21. Februar: Die Schweizer Gesundheitsbehörden nehmen über 20 Personen in der Schweiz in Quarantäne. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
25. Februar: Erster bestätigter Fall von Covid-19 in der Schweiz. KEYSTONE / DENIS BALIBOUSE
27. Februar: Start der Präventionskampagne des BAG gegen das Coronavirus: Hände waschen, in den Ellbogen oder ein Taschentuch husten und niesen und bei Husten und Fieber zu Hause bleiben. TI-PRESS / PABLO GIANINAZZI
28. Februar: Der Bundesrat verbietet alle Grossevents mit mehr als 1000 Personen. Er ruft die «besondere Lage» gemäss Epidemiengesetz aus. Er erlässt drei Hygieneregeln. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
5. März: Das erste Coronavirus-Todesopfer in der Schweiz: Eine 74-jährige Frau stirbt im Universitätsspital Lausanne. Insgesamt zählt die Schweiz 87 bestätigte Infektionen. KEYSTONE / DENIS BALIBOUSE
6. März: Der Bundesrat rät von Besuchen in Alters- und Pflegeheimen sowie Spitälern ab. ÖV-Reisen in Stosszeiten sollen wenn möglich vermieden werden. KEYSTONE / LEANDRE DUGGAN
11. März: Der Kanton Tessin ruft den Notstand aus und schliesst alle nicht-obligatorischen Schulen. Auch sämtliche Kinos, Theater, Schwimmbäder, Clubs und Ähnliches werden geschlossen. Die Zahl der Infizierten steigt schweizweit auf 645 Fälle. In mehreren Städten kommt es zu Hamsterkäufen. KEYSTONE / Alessandro Crinari
16. März: Der Bundesrat schliesst Schulen und Ausbildungsstätten bis vorerst 4. April. Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen sind verboten. In Bars, Restaurants und Diskotheken dürfen sich maximal 50 Personen aufhalten. TI-PRESS / SAMUEL GOLAY
15. März: Das Parlament bricht seine Frühlingssession ab. In der Schweiz sind 2220 Fälle positiv getestet. Basel-Land schliesst alle Restaurants und Läden, die nicht der Grundversorgung dienen. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
16. März: Der Bundesrat erklärt die «ausserordentliche Lage». Truppen werden mobilisiert, Veranstaltungen verboten. Geschäfte und Lokale müssen schliessen, nur Lebensmittelläden und Gesundheitseinrichtungen bleiben offen. Die Grenzen werden geschlossen. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
19. März: Das Angebot des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz wird schrittweise reduziert. Alle Urlaube in Rekrutenschulen und Wiederholungskursen sind gestrichen. Der Kanton Uri verhängt eine Ausgangssperre für Menschen über 65 Jahre. KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
20. März: Versammlungen von mehr als fünf Personen sind verboten. Der Bundesrat schnürt ein gut 40 Milliarden Franken schweres Hilfspaket für die an den Folgen der Pandemie leidende Wirtschaft. Desinfektionsmittel und Schutzmaterial sind Mangelware. Nicht notfallmässige Operationen in Spitälern werden verboten. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
24./25. März: Die Einreisebeschränkungen werden auf alle Schengen-Staaten ausgedehnt. KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER
24. März: In der Schweiz gibt es bereits 90 Todesfälle. Fast 9000 Personen haben sich mit dem Virus angesteckt. EPA / LAURENT GILLIERON
3. April: Der Bundesrat stockt die Wirtschaftshilfe auf 40 Milliarden Franken auf. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
4. April: Fast jeder vierte Erwerbstätige in der Schweiz, d.h. 1,3 Millionen Menschen, befindet sich inzwischen in Kurzarbeit. KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
8. April: Der Bundesrat verlängert den Lockdown bis zum 26. April und mahnt, an Ostern trotz des schönen Wetters zu Hause zu bleiben. Für die Zeit nach dem 26. April kündigt er langsame Lockerungen an. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
16. April: Der Bundesrat beschliesst erste Lockerungen. Am 27. April dürfen Coiffeurgeschäfte, Baumärkte und Gartencenter wieder öffnen und die Einschränkungen für Spitäler werden aufgehoben. Zwei Wochen später soll der Unterricht an den obligatorischen Schulen wieder aufgenommen werden. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
29. April: In der bisher grössten Rückholaktion in der Geschichte der Schweiz werden in 35 Flügen über 7000 Menschen in die Schweiz zurückgeholt. KEYSTONE / CHRISTIAN MERZ
27. April: Coiffeure, Baumärkte und Gartencenter dürfen wieder öffnen und die Einschränkungen für Spitäler werden aufgehoben. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
4. bis 6. Mai: Die ausserordentliche Session des Bundesparlaments wird in die Messehallen der Bernexpo verlegt. Die eidgenössischen Räte geben grünes Licht für ein mittlerweile rund 57 Milliarden Franken schweres Corona-Kreditpaket. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
11. Mai: Neben den obligatorischen Schulen dürfen auch Läden, Cafés, Restaurants, Fitnesscenter, Bibliotheken und Museen wieder öffnen, falls sie Schutzvorkehrungen getroffen haben. Der öffentliche Verkehr fährt wieder weitgehend nach Normalfahrplan KEYSTONE/Ti-Press / Elia Bianchi
6. Juni: Kinos, Theater, Zoos, Skilifte, Campingplätze, Schwimmbäder und nachobligatorische Schulen können den Betrieb wieder aufnehmen. Die 30-Personen-Grenze für Veranstaltungen wird durch eine 300-Personen-Obergrenze ersetzt. keystone / GAETAN BALLY
15. Juni: Die Schweiz öffnet ihre Grenzen zu allen EU-Mitgliedsstaaten und Grossbritannien wieder. keystone / GIAN EHRENZELLER
22. Juni: Der Bundesrat kündigt weitere Lockerungen an. Versammlungen von bis zu 1000 Personen sind unter Einhaltung von Schutzkonzepten erlaubt. Weitere Einschränkungen werden für Gaststätten und Diskotheken aufgehoben. keystone / PETER SCHNEIDER
1. Juli: Der Bundesrat ordnet eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr an für Personen ab 12 Jahren. Die Pflicht gilt ab 6. Juli in Zügen, Trams und Bussen, Bergbahnen, Seilbahnen und auf Schiffen. sda / GIAN EHRENZELLER
6. August: Angehörige von Staaten ausserhalb des Schengenraums dürfen nicht in die Schweiz einreisen – mit Ausnahme von vorerst 20 Ländern. Damit bestehen Corona-bedingte Einreisesperren für 160 Länder. sda / ENNIO LEANZA
1. Oktober: Grossanlässe mit über 1000 Personen sind wieder erlaubt. Es gelten jedoch strenge Auflagen. keystone / ALEXANDRA WEY
7./8. Oktober: Die Ansteckungszahlen steigen schweizweit auf über 1000 pro Tag. Das Tessin reagiert mit Schliessungen von Clubs, Diskotheken und Tanzlokalen. keystone / Pablo Gianinazzi
19. Oktober: Die Maskentragpflicht wird ausgeweitet auf alle geschlossenen öffentlichen Innenräume, einschliesslich Bahnsteige, Bushaltestellen und Flughäfen. keystone / Anex Anthony
28. Oktober: Einzelne Kantone rufen die Armee um Unterstützung an. Der Bundesrat beschliesst weitere Massnahmen um einen zweiten Lockdown zu verhindern, unter anderem die Zulassung von Schnelltests, eine Maskenpflicht im Freien, das Verbot von privaten Treffen mit mehr als zehn Personen und die Schliessung von Discos. keystone / PETER KLAUNZER
4./5./6. November: Die Zahl der Neuinfektionen steigen schweizweit auf über 10'000 pro Tag. Neuenburg, Waadt, Freiburg und Wallis schliessen Bars und Restaurants. sda / OLIVIER MAIRE
13. November: Die Heilmittelbehörde Swissmedic hat von Moderna ein drittes Zulassungsgesuch für einen Corona-Impfstoff erhalten. Mitte Oktober hatte Pfizer/Biontech ein Zulassungsgesuch für einen Impfstoff eingereicht und bereits Anfang Oktober Astrazeneca. keystone / ORESTIS PANAGIOTOU
18. November: Um Firmen und Sportvereine zu unterstützen, stellt der Bundesrat nicht 400 Millionen, sondern neu eine Milliarde Franken zur Verfügung. keystone / ANTHONY ANEX
24. November: Die Zahl der Neuansteckungen halbiert sich innert zweier Wochen. keystone / ALESSANDRO DELLA VALLE
9. Dezember: Die Vereinigte Bundesversammlung gedenkt in einer Schweigeminute der Covid-Toten in der Schweiz. keystone / PETER SCHNEIDER
12. Dezember: Auf Anordnung des Bundesrates werden schweizweit Restaurants, Bars, Geschäfte, Märkte, Museen, Bibliotheken, Freizeit- und Sportzentren zwischen 19 Uhr und 6 Uhr morgens geschlossen. keystone / ANTHONY ANEX
18. Dezember: Der Bundessrat schliesst alle Restaurants sowie Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen. Die Kapazität von Läden wird weiter eingeschränkt. Zudem wird der Einsatz von Schnelltests erweitert. keystone / ANTHONY ANEX
19. Dezember: Swissmedic erteilt die Zulassung für den Pfizer/Biontech-Impfstoff. Es ist der erste in der Schweiz zugelassene Impfstoff gegen Coronaviren. keystone / Bilal Hussein
20. Dezember: Das Bundesamt für Zivilluftfahrt setzt Flüge zwischen der Schweiz und Grossbritannien und Südafrika aus, da in diesen Ländern neue ansteckendere Coronaviren entdeckt worden sind. keystone / URS FLUEELER
22. Dezember: Schweizer Skigebiete dürfen mit kantonaler Genehmigung öffnen. Die Nachbarländer, mit Ausnahme von Österreich, schliessen ihre Skigebiete. Sport-, Kultur- und Freizeitzentren und Zoos müssen schliessen. keystone / MARCEL BIERI
23. Dezember: Impfstart in der Schweiz: Als erste Person wird eine 90-jährige Frau im Kanton Luzern geimpft. Auch in vier weiteren Kantonen erhalten Senioren die ersten Impfungen. sda / URS FLUEELER
24. Dezember: Die neue Variante des Coronavirus aus Grossbritannien wird in der Schweiz in zwei Proben von Briten nachgewiesen, die in der Schweiz positiv getestet wurden. Die Rückführung britischer Touristen beginnt. keystone / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
4./5. Januar 2021: In 25 Kantonen wird geimpft – die Ausnahme ist Bern. keystone / ALEXANDRA WEY
12. Januar: Der Verein «Freunde der Verfassung» reicht ein von knapp 90'000 Personen unterzeichnetes Referendum gegen das Covid-19-Gesetz ein, das die vom Bundesrat ergriffenen Massnahmen gegen die Pandemie auf gesetzliche Basis stellt. Das Gesetz gilt bis Ende 2021. Swissmedic erteilt dem zweiten Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna die Zulassung für die Schweiz. sda / LAURENT GILLIERON
13. Januar: Der Bundesrat verlängert die Corona-Massnahmen um fünf Wochen bis Ende Februar und beschliesst weitere Massnahmen. Offen bleiben die obligatorischen Schulen. Betriebe erhalten zusätzliche Finanzhilfen des Bundes. keystone / PETER KLAUNZER
18./19. Januar: Die neuen strengeren Corona-Schutzmassnahmen treten in Kraft. Unter anderen müssen Läden, die keine Güter des täglichen Bedarfs verkaufen, schliessen. Rund 110'000 Impfungen sind bisher verabreicht worden. keystone / URS FLUEELER
27. Januar: Der Bundesrat setzt neu auf Massentests und ermöglicht eine kürzere Quarantäne. Zudem beantragt er dem Parlament, die Wirtschaftshilfen für Härtefälle weiter auszubauen. sda / GIAN EHRENZELLER
29. Januar: In Nidwalden und Uri fehlen Impfungen um fristgerecht Zweitimpfungen durchzuführen. Bislang sind eine halbe Million Impfdosen geliefert und rund 260'000 Impfungen verabreicht worden. keystone / PETER KLAUNZER
7. Februar: In der Schweiz gelten für Reisende aus dem Ausland teils schärfere Bestimmungen. Vor dem Abflug in die Schweiz müssen alle einen negativen Corona-Test vorweisen. sda / CHRISTIAN BEUTLER

Echinaforce-Hype: Apotheker ruft zur Vernunft auf

Video: sda / SDA

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