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«Superman» von 1978. Bild: Warner-Columbia

Microsoft und Warner speichern «Superman» auf Glasscheibe

Publiziert: 09.11.19, 16:33

Microsoft ist es nach eigenen Angaben gelungen, den kompletten Hollywood-Film «Superman» von Warner Bros. auf ein neuartiges und besonders haltbares Speichermedium zu bannen. In dem Projekt «Silica» speicherten die Partner den Film aus dem Jahr 1978 auf ein Glasstück in der Grösse einer Untertasse, teilt Microsoft in einem Blog-Eintrag mit.

Bei dem Forschungsprojekt haben die Forscher demnach jüngste Entdeckungen in der ultraschnellen Laseroptik sowie Künstliche Intelligenz genutzt, um Daten in das Quarzglas zu schreiben.

Datenspeicher für historische Archive

Anders als herkömmliche Speichermedien soll die Quarzglas-Scheibe demnach hohen Temperaturen, Überschwemmungen und anderen Umweltbedrohungen sowie magnetischen Einflüssen standhalten. Damit würde sich die Methode vor allem für Daten aus historischen Archiven oder für kulturelle Schätze eignen, schreibt Microsoft-Managerin Jennifer Langston.

screenshot: microsoft

Dabei werden mit einem Laser die Daten als winzige dreidimensionale Gitter in verschiedenen Tiefen geschrieben. Das Lesen der Daten erfolgt mit Hilfe von Algorithmen. Dabei werden Bilder und Muster decodiert, die erscheinen, wenn polarisiertes Licht durch das Glas scheint.

Die Lagerung des gesamten «Superman»-Films in Glas sei ein wichtiger Meilenstein, sagte Microsoft-Manager Mark Russinovich. «Ich sage nicht, dass alle Fragen vollständig beantwortet wurden, aber es sieht so aus, als wären wir jetzt in einer Phase, in der wir an der Verfeinerung und dem Experimentieren arbeiten, statt die Frage zu stellen: «Können wir es tun?»

Das Film-Studio Warner Bros. hat demnach schon seit Jahren nach Möglichkeiten gesucht, um ihren wertvollen Film-Bestand auf Speichermedien zu schützen, die Hunderte von Jahre halten und nicht ständig aktualisiert werden müssen. Die neue Speichertechnik und die jüngsten Erfolge präsentiert Microsoft Anfang Woche auch auf seiner Entwicklerkonferenz Ignite in Orlando (Florida).

(oli/sda/dpa)

Die 10 wertvollsten Marken der Welt

Fangen wir mit Platz 10 an. Laut dem Marktforschungsinstitut Interbrand hat Disney einen Marktwert von rund 44 Milliarden Dollar. 11% mehr als im Vorjahr. Disney
Auf Platz 9 folgt McDonalds. Der gelbe Riese hat einen geschätzten Marktwert von 45 Milliarden Dollar. 4% mehr verglichen zum Vorjahr. AP/AP / Gene J. Puskar
Auf dem 8. Platz folgt der deutsche Autohersteller Mercedes. Auch Mercedes konnte sich, verglichen zum Vorjahr, um 5% steigern und hat einen geschätzten Marktwert von 50 Milliarden Dollar. AP/AP / Gene J. Puskar
Platz 7 – Toyota. 56 Milliarden Dollar. Sich um 5% zu steigern scheint im Trend zu sein, auch Toyota hat es getan. AP/AP / Rick Bowmer
Platz 6 geht an Samsung. Für das Südkoreanische Unternehmen müsste man schon mal so 61 Milliarden Dollar hinblättern. Mindestens. 2% mehr als 2018. EPA / OMER MESSINGER
Der einstige Streber in Sachen Marktwert Coca Cola ist in Zeiten von Smombies (Smartphone-Zombies, duh) auf Platz 5 abgerutscht. 63 Milliarden Dollar. Das kommt davon, wenn man keine Apps herstellt. AP / John Bazemore
Kommen wir zu Platz 4. Hier hat sich Microsoft eingenistet. Der Techriese (Spoiler, dieses Wort kann man für die nächsten drei auch verwenden) ist laut Interbrand 108 Milliarden Dollar wert. Eine Steigerung um 17% verglichen mit 2018. AP / Ted S. Warren
Auf Platz 3 und damit der zweitbeste Verlierer ist Amazon. Das Unternehmen aus Seattle hat verglichen mit 2018 um 24% zugelegt und wird auf 125 Milliarden Dollar geschätzt. AP / Reed Saxon
Google belegt den 2. Platz mit einem geschätzten Wert von rund 167 Milliarden Dollar. Plus 8 %. AP / Alastair Grant
So wertvoll wie kein anderes Emblem: Die Marke des US-Technologiekonzerns Apple ist laut der Marktforschungsfirma Interbrand gut 234 Milliarden Dollar wert. 9 % mehr als noch letztes Jahr. Wow. 234 Milliarden. Damit könnte man sich viele Schoggistängeli zum Znüni kaufen. Mhhh. Schoggi. AP / KIN CHEUNG

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