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Wie wird das Fliegen in der Zeit nach Corona? Luftfahrt-Expertin liefert Antworten

Wie hygienisch wird das Fliegen künftig? Welche neuen Ideen gibt es für mehr Schutz in der Kabine? Eine renommierte Luftfahrtexpertin liefert Antworten - und sagt, weshalb sie wie nach 9/11 mit längerfristigen Folgen für das Reise-Erlebnis der Passagiere rechnet.

Publiziert: 26.04.20, 18:17 Aktualisiert: 25.05.20, 11:21
Benjamin Weinmann / ch media

Plexiglas-Scheiben und neue Sitzorientierung für eine bessere Hygiene an Bord? So stellt sich die italienische Firma Aviointeriors die Zukunft der Flugkabine vor. bild: aviointeriors

Marisa Garcia gilt als profunde Kennerin der Luftfahrt-Industrie. Die Spanierin arbeitete von 1994 bis 2010 selber in der Branche, und schreibt seither als Journalistin über sie. Ihre Einschätzungen erscheinen regelmässig im US-Magazin «Forbes». Mit CH Media sprach die Expertin via Videotelefonie über die Maskenpflicht für Passagiere, neue Gesetze für Airlines und die Zukunft der Swiss.

Die Luftfahrt steht praktisch still. Wie rasch wird sie wieder in die Gänge kommen?
Marisa Garcia: Das hängt in erster Linie von den Reise-Einschränkungen ab. Ich denke, es wird mindestens fünf Jahre bedauern, bis das Flugvolumen vor der Krise wieder erreicht wird. Denn die gesundheitlichen Bedenken verschwinden solange nicht, bis es einen Impfstoff gibt. Und auch dann bleibt die Angst vor der Ansteckung bei vielen Reisenden bestehen. Viele Leute werden einen Umweg um Flugreisen machen, wenn sie nicht absolut nötig sind.

Das heisst?
Die Flugzeuge werden längere Zeit nicht mit so vielen Passagieren wie bisher fliegen, kaum mit mehr als 80 Prozent an Bord, wohl eher 70 Prozent. Langfristig könnte ich mir denn auch vorstellen, dass gewisse Airlines ihr Interieur neu gestalten werden, mit mehr Abstand zwischen den Stühlen und Reihen. Generell wird der Abstand an Bord grösser.

Zumindest eine kleine Good News für Economy-Passagiere, endlich mehr Beinfreiheit!
Gut möglich, insbesondere falls es entsprechende Gesetze dazu geben wird. Die Airlines werden sich aber natürlich dagegen wehren. Denn weniger Passagiere bedeutet weniger Umsatz. So manche Fluggesellschaft lässt derzeit den mittleren Sitz in Dreierreihen frei, und auch den Nachbarssitz. Das dürfte mehrere Monate so bleiben. Wobei der Abstand zur vorderen und hinteren Reihe gleich bleibt. Eine italienische Firma hat deshalb eine Plexiglas-Haube als mögliche Lösung ins Spiel gebracht, die man über bestehende Sitze stülpen könnte. Man könnte die Stühle auch in gegenseitiger Richtung platzieren.

Aber?
Das alles kostet sehr viel Geld. Und momentan fehlt das den Airlines.

Wenn die Flugzeuge nur zu zwei Dritteln oder noch weniger gefüllt sind, sind die Flüge aber kaum profitabel. Dann fehlt noch mehr Geld.
Laut Branchenzahlen erreichen die Airlines mit einer Auslastung von 59 Prozent den Break Even, dann können sie den Flug also in der Regel kostendeckend durchführen. Ein Jahr lang sollte dies möglich sein, aber nicht für alle. Sie werden dann aber versuchen müssen, die Passagierausfälle mit mehr Cargo-Einnahmen so gut wie möglich wettzumachen.

Und sonst drohen Preiserhöhungen?
Gut wäre es, denn in der Vergangenheit hat der Preiskampf ein ungesundes Mass erreicht. Aber ich habe meine Zweifel, ob es soweit kommt. Denn in der Panik, ihre Flüge möglichst gut zu füllen, werden viele mit Billigpreisen werben. Solche Lockangebote wären in den nächsten Monaten aber vor allem auch unverantwortlich aus gesellschaftspolitischer Sicht, solange noch kein Impfstoff gefunden worden ist.

Aviatik-Expertin und «Forbes»-Autorin Marisa Garcia. bild: chmedia

Der Impfstoff ist das eine. Was ist mit den Social-Distancing-Massnahmen während der Reise? Bleiben Sie bestehen?
Das würde mich nicht überraschen. So wie nach 9/11 mehr Sicherheitskontrollen zur Norm wurden, könnte die Covid-19-Krise ebenfalls längerfristige Massnahmen nach sich ziehen, an den Flughäfen und an Bord. Die chinesischen Behörden haben Hinweise geliefert, wie die Zukunft des Reisens aussehen könnte. Dort wird die Temperatur der Passagiere gemessen, möglicherweise bald schon mit biometrischen Daten. Die letzten Reihen an Bord werden als Quarantäne-Zone freigelassen für den Fall, dass ein Passagier während eines längeren Flugs krank wird. Auch die Abgabe von Essen und Getränken wird eingeschränkt. So müssen die Flight Attendants nicht mehr die Gänge rauf und runter laufen, haben weniger direkten Kontakt. Aber würde eine solche Regel für das Flugerlebnis und die Ticketpreise bedeuten? Das ist alles noch unklar.

Sicheres Contact-Tracing, Made in Switzerland

Schweizer IT-Experten und Wissenschaftler haben mit Kollegen im In- und Ausland eine Proximity-Tracing-Software entwickelt, die den Datenschutz garantiert. Der folgende Comic erklärt, wie es funktioniert ... KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
Der Epidemiologe Marcel Salathé von der EFPL gehört zum DP3T-Team, das eine sichere Tracing-Technik entwickelt hat. Vom paneuropäischen Projekt Pepp-PT hat man sich wegen Datenschutz-Bedenken distanziert. Keystone/CYRIL ZINGARO
Hingegen begrüssen die DP3T-Leute sehr, dass Apple und Google Programmierschnittstellen (API) fürs Contact-Tracing per Bluetooth-Verbindung zur Verfügung stellen.
Die Schweizer Contact-Tracing-App ist Ende Juni 2020 lanciert worden. Der oberste Datenschützer begrüsst den dezentralen Ansatz.

Zumindest die Reinigung dürfte intensiviert werden.
Ja, davon ist auszugehen. Die Flugzeuge werden über Nacht noch gründlicher gereinigt. Es gibt in der Branche Überlegungen, ultraviolettes Licht für die Tötung von Viren einzusetzen. Möglich wäre also, dass jedes Mal, wenn ein Passagier die Toilette verlässt, das Licht eingeschaltet wird bevor der nächste Passagier die Toilette betritt. Auch in der Kabine selber könnte man es einsetzen. Und natürlich sind auch desinfizierende Sprays eine Variante, die schon heute eingesetzt wird. Ich denke auch, dass das Maskentragen Usus wird und sich die Leute daran gewöhnen werden, so wie in Asien nach der Sars-Krise.

Wie stark wird sich der Markt verändern?
Es wird garantiert zu einer Konsolidierung kommen. Manche Airlines sind ja bereits in Konkurs, oder kurz davor, so wie South African Airways, Virgin Australia oder Norwegian. Aber viele Staaten werden ihren wichtigsten Airlines aushelfen.

Auch einer seit Jahren maroden Alitalia?
Ich denke schon, und ich kann das auch nachvollziehen, denn die Airlines sind wichtige Arbeitgeber. Will man lieber eine defizitäre Airline oder Tausende zusätzliche Arbeitslose? Die Frage ist schwierig.

Auch die Lufthansa-Tochter Swiss benötigt die Hilfe des Staates. Wie beurteilen Sie ihre Zukunft?
Die Swiss ist eine tolle Airline. Aber könnte sie im Zuge der Konsolidierung verschwinden? Möglich wäre es theoretisch, dass die Lufthansa-Gruppe sagt: Ok, wir setzen nur noch auf die Marke Lufthansa, nicht mehr auf Swiss, Austrian oder Brussels. Ich hoffe nicht, dass es soweit kommt, und glaube es auch nicht. Aber auszuschliessen ist nichts, vor allem falls die Krise deutlich länger anhält als derzeit erwartet. Am schwierigsten werden es die luxuriöseren Airlines haben ohne staatlichen Bezug, wie zu zum Beispiel Virgin Atlantic vom Milliardär Richard Branson. Dort geht es mehr um Lifestyle und Luxus. Ihnen werden die Regierungen kaum unter die Arme greifen.

Und was ist mit den Billigairlines?
Easyjet und Ryanair sitzen beide auf sehr viel Cash. Sie sollten die Kreise einigermassen gut überbrücken können. Doch mittel- bis langfristig werden auch sie ihr Geschäftsmodell überdenken müssen und vermehrt auch Cargo-Leistungen erbringen müssen, anstatt nur Touristen von Punkt A nach Punkt B zu fliegen für 19 Euro oder noch weniger.

Ihnen droht aber zunehmende Konkurrenz mit dem ausgebauten Zugnetzwerk in Europa.
Für gewisse Distanzen auf jeden Fall, aber nicht aus gesundheitlichen Gründen aufgrund der Covid-19-Pandemie. Die Vorstellung, dass man an Bord von Zügen sicherer ist, ist falsch. Die Abstände zu anderen Passagieren sind ähnlich, oft sitzt man sich gar gegenüber. (aargauerzeitung.ch)

So kam das Coronavirus in die Schweiz – eine Chronologie

31. Dezember 2019: Erste Meldungen über eine mysteriöse Lungenkrankheit, die in der zentralchinesischen Metropole Wuhan ausgebrochen ist, werden publiziert. 27 Erkrankte sind identifiziert. keystone
15. Januar: Das neuartige Coronavirus wird ausserhalb Chinas bestätigt. Der Erreger wird mit Hilfe einer Genom-Analyse bei einer Frau in Thailand nachgewiesen. EPA / RUNGROJ YONGRIT
22. Januar: Krisentreffen der Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf. Die Flughäfen Zürich und Genf warten vorerst ab. EPA / SALVATORE DI NOLFI
23. Januar: Die chinesischen Behörden riegeln die Elf-Millionen-Metropole Wuhan ab. Das BAG äussert sich «eher beunruhigt» über die Dynamik und Entwicklung des Coronavirus. EPA / STRINGER
25. Januar: Die neue Lungenkrankheit breitet sich in China stark aus und erreicht Europa. In Frankreich werden drei Fälle nachgewiesen. EPA / ARNOLD JEROCKI
26. Januar: Der Bund verschärft die Meldepflicht zum Coronavirus. Ärzte und Laboratorien müssen Fälle mit Verdacht auf eine Corona-Infektion innerhalb von zwei Stunden den Behörden melden. AP / Salvatore Di Nolfi
30. Januar: Das BAG schaltet eine kostenlose Hotline auf, um Fragen zum Coronavirus aus der Bevölkerung zu beantworten. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
21. Februar: Die Schweizer Gesundheitsbehörden nehmen über 20 Personen in der Schweiz in Quarantäne. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
25. Februar: Erster bestätigter Fall von Covid-19 in der Schweiz. KEYSTONE / DENIS BALIBOUSE
27. Februar: Start der Präventionskampagne des BAG gegen das Coronavirus: Hände waschen, in den Ellbogen oder ein Taschentuch husten und niesen und bei Husten und Fieber zu Hause bleiben. TI-PRESS / PABLO GIANINAZZI
28. Februar: Der Bundesrat verbietet alle Grossevents mit mehr als 1000 Personen. Er ruft die «besondere Lage» gemäss Epidemiengesetz aus. Er erlässt drei Hygieneregeln. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
5. März: Das erste Coronavirus-Todesopfer in der Schweiz: Eine 74-jährige Frau stirbt im Universitätsspital Lausanne. Insgesamt zählt die Schweiz 87 bestätigte Infektionen. KEYSTONE / DENIS BALIBOUSE
6. März: Der Bundesrat rät von Besuchen in Alters- und Pflegeheimen sowie Spitälern ab. ÖV-Reisen in Stosszeiten sollen wenn möglich vermieden werden. KEYSTONE / LEANDRE DUGGAN
11. März: Der Kanton Tessin ruft den Notstand aus und schliesst alle nicht-obligatorischen Schulen. Auch sämtliche Kinos, Theater, Schwimmbäder, Clubs und Ähnliches werden geschlossen. Die Zahl der Infizierten steigt schweizweit auf 645 Fälle. In mehreren Städten kommt es zu Hamsterkäufen. KEYSTONE / Alessandro Crinari
16. März: Der Bundesrat schliesst Schulen und Ausbildungsstätten bis vorerst 4. April. Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen sind verboten. In Bars, Restaurants und Diskotheken dürfen sich maximal 50 Personen aufhalten. TI-PRESS / SAMUEL GOLAY
15. März: Das Parlament bricht seine Frühlingssession ab. In der Schweiz sind 2220 Fälle positiv getestet. Basel-Land schliesst alle Restaurants und Läden, die nicht der Grundversorgung dienen. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
16. März: Der Bundesrat erklärt die «ausserordentliche Lage». Truppen werden mobilisiert, Veranstaltungen verboten. Geschäfte und Lokale müssen schliessen, nur Lebensmittelläden und Gesundheitseinrichtungen bleiben offen. Die Grenzen werden geschlossen. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
19. März: Das Angebot des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz wird schrittweise reduziert. Alle Urlaube in Rekrutenschulen und Wiederholungskursen sind gestrichen. Der Kanton Uri verhängt eine Ausgangssperre für Menschen über 65 Jahre. KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
20. März: Versammlungen von mehr als fünf Personen sind verboten. Der Bundesrat schnürt ein gut 40 Milliarden Franken schweres Hilfspaket für die an den Folgen der Pandemie leidende Wirtschaft. Desinfektionsmittel und Schutzmaterial sind Mangelware. Nicht notfallmässige Operationen in Spitälern werden verboten. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
24./25. März: Die Einreisebeschränkungen werden auf alle Schengen-Staaten ausgedehnt. KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER
24. März: In der Schweiz gibt es bereits 90 Todesfälle. Fast 9000 Personen haben sich mit dem Virus angesteckt. EPA / LAURENT GILLIERON
3. April: Der Bundesrat stockt die Wirtschaftshilfe auf 40 Milliarden Franken auf. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
4. April: Fast jeder vierte Erwerbstätige in der Schweiz, d.h. 1,3 Millionen Menschen, befindet sich inzwischen in Kurzarbeit. KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
8. April: Der Bundesrat verlängert den Lockdown bis zum 26. April und mahnt, an Ostern trotz des schönen Wetters zu Hause zu bleiben. Für die Zeit nach dem 26. April kündigt er langsame Lockerungen an. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
16. April: Der Bundesrat beschliesst erste Lockerungen. Am 27. April dürfen Coiffeurgeschäfte, Baumärkte und Gartencenter wieder öffnen und die Einschränkungen für Spitäler werden aufgehoben. Zwei Wochen später soll der Unterricht an den obligatorischen Schulen wieder aufgenommen werden. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
29. April: In der bisher grössten Rückholaktion in der Geschichte der Schweiz werden in 35 Flügen über 7000 Menschen in die Schweiz zurückgeholt. KEYSTONE / CHRISTIAN MERZ
27. April: Coiffeure, Baumärkte und Gartencenter dürfen wieder öffnen und die Einschränkungen für Spitäler werden aufgehoben. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
4. bis 6. Mai: Die ausserordentliche Session des Bundesparlaments wird in die Messehallen der Bernexpo verlegt. Die eidgenössischen Räte geben grünes Licht für ein mittlerweile rund 57 Milliarden Franken schweres Corona-Kreditpaket. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
11. Mai: Neben den obligatorischen Schulen dürfen auch Läden, Cafés, Restaurants, Fitnesscenter, Bibliotheken und Museen wieder öffnen, falls sie Schutzvorkehrungen getroffen haben. Der öffentliche Verkehr fährt wieder weitgehend nach Normalfahrplan KEYSTONE/Ti-Press / Elia Bianchi
6. Juni: Kinos, Theater, Zoos, Skilifte, Campingplätze, Schwimmbäder und nachobligatorische Schulen können den Betrieb wieder aufnehmen. Die 30-Personen-Grenze für Veranstaltungen wird durch eine 300-Personen-Obergrenze ersetzt. keystone / GAETAN BALLY
15. Juni: Die Schweiz öffnet ihre Grenzen zu allen EU-Mitgliedsstaaten und Grossbritannien wieder. keystone / GIAN EHRENZELLER
22. Juni: Der Bundesrat kündigt weitere Lockerungen an. Versammlungen von bis zu 1000 Personen sind unter Einhaltung von Schutzkonzepten erlaubt. Weitere Einschränkungen werden für Gaststätten und Diskotheken aufgehoben. keystone / PETER SCHNEIDER
1. Juli: Der Bundesrat ordnet eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr an für Personen ab 12 Jahren. Die Pflicht gilt ab 6. Juli in Zügen, Trams und Bussen, Bergbahnen, Seilbahnen und auf Schiffen. sda / GIAN EHRENZELLER
6. August: Angehörige von Staaten ausserhalb des Schengenraums dürfen nicht in die Schweiz einreisen – mit Ausnahme von vorerst 20 Ländern. Damit bestehen Corona-bedingte Einreisesperren für 160 Länder. sda / ENNIO LEANZA
1. Oktober: Grossanlässe mit über 1000 Personen sind wieder erlaubt. Es gelten jedoch strenge Auflagen. keystone / ALEXANDRA WEY
7./8. Oktober: Die Ansteckungszahlen steigen schweizweit auf über 1000 pro Tag. Das Tessin reagiert mit Schliessungen von Clubs, Diskotheken und Tanzlokalen. keystone / Pablo Gianinazzi
19. Oktober: Die Maskentragpflicht wird ausgeweitet auf alle geschlossenen öffentlichen Innenräume, einschliesslich Bahnsteige, Bushaltestellen und Flughäfen. keystone / Anex Anthony
28. Oktober: Einzelne Kantone rufen die Armee um Unterstützung an. Der Bundesrat beschliesst weitere Massnahmen um einen zweiten Lockdown zu verhindern, unter anderem die Zulassung von Schnelltests, eine Maskenpflicht im Freien, das Verbot von privaten Treffen mit mehr als zehn Personen und die Schliessung von Discos. keystone / PETER KLAUNZER
4./5./6. November: Die Zahl der Neuinfektionen steigen schweizweit auf über 10'000 pro Tag. Neuenburg, Waadt, Freiburg und Wallis schliessen Bars und Restaurants. sda / OLIVIER MAIRE
13. November: Die Heilmittelbehörde Swissmedic hat von Moderna ein drittes Zulassungsgesuch für einen Corona-Impfstoff erhalten. Mitte Oktober hatte Pfizer/Biontech ein Zulassungsgesuch für einen Impfstoff eingereicht und bereits Anfang Oktober Astrazeneca. keystone / ORESTIS PANAGIOTOU
18. November: Um Firmen und Sportvereine zu unterstützen, stellt der Bundesrat nicht 400 Millionen, sondern neu eine Milliarde Franken zur Verfügung. keystone / ANTHONY ANEX
24. November: Die Zahl der Neuansteckungen halbiert sich innert zweier Wochen. keystone / ALESSANDRO DELLA VALLE
9. Dezember: Die Vereinigte Bundesversammlung gedenkt in einer Schweigeminute der Covid-Toten in der Schweiz. keystone / PETER SCHNEIDER
12. Dezember: Auf Anordnung des Bundesrates werden schweizweit Restaurants, Bars, Geschäfte, Märkte, Museen, Bibliotheken, Freizeit- und Sportzentren zwischen 19 Uhr und 6 Uhr morgens geschlossen. keystone / ANTHONY ANEX
18. Dezember: Der Bundessrat schliesst alle Restaurants sowie Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen. Die Kapazität von Läden wird weiter eingeschränkt. Zudem wird der Einsatz von Schnelltests erweitert. keystone / ANTHONY ANEX
19. Dezember: Swissmedic erteilt die Zulassung für den Pfizer/Biontech-Impfstoff. Es ist der erste in der Schweiz zugelassene Impfstoff gegen Coronaviren. keystone / Bilal Hussein
20. Dezember: Das Bundesamt für Zivilluftfahrt setzt Flüge zwischen der Schweiz und Grossbritannien und Südafrika aus, da in diesen Ländern neue ansteckendere Coronaviren entdeckt worden sind. keystone / URS FLUEELER
22. Dezember: Schweizer Skigebiete dürfen mit kantonaler Genehmigung öffnen. Die Nachbarländer, mit Ausnahme von Österreich, schliessen ihre Skigebiete. Sport-, Kultur- und Freizeitzentren und Zoos müssen schliessen. keystone / MARCEL BIERI
23. Dezember: Impfstart in der Schweiz: Als erste Person wird eine 90-jährige Frau im Kanton Luzern geimpft. Auch in vier weiteren Kantonen erhalten Senioren die ersten Impfungen. sda / URS FLUEELER
24. Dezember: Die neue Variante des Coronavirus aus Grossbritannien wird in der Schweiz in zwei Proben von Briten nachgewiesen, die in der Schweiz positiv getestet wurden. Die Rückführung britischer Touristen beginnt. keystone / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
4./5. Januar 2021: In 25 Kantonen wird geimpft – die Ausnahme ist Bern. keystone / ALEXANDRA WEY
12. Januar: Der Verein «Freunde der Verfassung» reicht ein von knapp 90'000 Personen unterzeichnetes Referendum gegen das Covid-19-Gesetz ein, das die vom Bundesrat ergriffenen Massnahmen gegen die Pandemie auf gesetzliche Basis stellt. Das Gesetz gilt bis Ende 2021. Swissmedic erteilt dem zweiten Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna die Zulassung für die Schweiz. sda / LAURENT GILLIERON
13. Januar: Der Bundesrat verlängert die Corona-Massnahmen um fünf Wochen bis Ende Februar und beschliesst weitere Massnahmen. Offen bleiben die obligatorischen Schulen. Betriebe erhalten zusätzliche Finanzhilfen des Bundes. keystone / PETER KLAUNZER
18./19. Januar: Die neuen strengeren Corona-Schutzmassnahmen treten in Kraft. Unter anderen müssen Läden, die keine Güter des täglichen Bedarfs verkaufen, schliessen. Rund 110'000 Impfungen sind bisher verabreicht worden. keystone / URS FLUEELER
27. Januar: Der Bundesrat setzt neu auf Massentests und ermöglicht eine kürzere Quarantäne. Zudem beantragt er dem Parlament, die Wirtschaftshilfen für Härtefälle weiter auszubauen. sda / GIAN EHRENZELLER
29. Januar: In Nidwalden und Uri fehlen Impfungen um fristgerecht Zweitimpfungen durchzuführen. Bislang sind eine halbe Million Impfdosen geliefert und rund 260'000 Impfungen verabreicht worden. keystone / PETER KLAUNZER
7. Februar: In der Schweiz gelten für Reisende aus dem Ausland teils schärfere Bestimmungen. Vor dem Abflug in die Schweiz müssen alle einen negativen Corona-Test vorweisen. sda / CHRISTIAN BEUTLER

Pinguine nutzen Lockdown – und erkunden Kleinstadt in Südafrika

Video: watson

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