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Sans-Papiers, die in der Coronakrise ihren Job verlieren, stehen vor existenziellen Problemen. symbolBild: KEYSTONE

Wie Maria mit 900 Franken im Monat überleben muss

Sans-Papiers trifft die Coronakrise besonders hart. Auch nach dem Lockdown verbessert sich ihre Situation kaum. Maria* erzählt, wie sie mit 900 Franken im Monat versucht, über die Runden zu kommen.

Publiziert: 25.05.20, 09:10 Aktualisiert: 26.05.20, 10:30

Seit über zwei Monaten verdient Maria* nicht mehr genug, als dass sie davon leben könnte. Die 62-Jährige sieht müde aus. Dunkle Tränensäcke unter ihren Augen zeugen von schwierigen Tagen und noch schwierigeren Nächten. Ihr Haar ist im Nacken zu einem kurzen Pferdeschwanz gebunden. Mit ihrer flachen Hand drückt sie die widerspenstigen Strähnen dem Kopf entlang nach hinten.

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Trotz allem: Maria ist eine stolze Frau, ja, müde zwar, aber mit einem eisernen Willen. Noch 900 Franken sind es, die sie pro Monat mit Putzarbeiten verdient. Abzüglich der 500 Franken Miete und den 370 Franken für die Krankenkasse sind es 30 Franken, die ihr für tägliche Ausgaben bleiben. Man braucht nicht lange zu rechnen, um zu erkennen, dass das bei weitem nicht einmal die Lebensmittelkosten von einem Monat deckt.

Marias Schicksal ist kein Einzelfall. Anfang dieses Monats zeigte das Westschweizer Fernsehen RTS Aufnahmen aus Genf, wo 2500 Menschen stundenlang in der Schlange standen, um einen Sack Nahrungsmittel entgegen zu nehmen. Bei den meisten von ihnen handelte es sich um Personen ohne Aufenthaltsbewilligung, sogenannte Sans-Papiers. Die Bilder schockierten die Schweiz und löste eine Debatte darüber aus, wie die Coronakrise die Ärmsten in unserer Gesellschaft trifft.

Die Empörung darüber, dass ein solches Elend in einem reichen Land wie der Schweiz vorkommt, ist inzwischen abgeflaut. Die Bilder der wartenden Menschen sind in den Hintergrund gerückt. Doch für Maria und viele andere hat sich die Situation keineswegs verbessert. Im Gegenteil. Denn die geschätzt 100'000 Sans-Papiers in der Schweiz erhalten weder Not- noch Sozialhilfe. Für sie gibt es keine Sonderkredite, kein Erwerbsersatz oder Kurzarbeitergeld. Verlieren sie ihren Job, bedroht das ihre Existenz.

Maria lebt seit 17 Jahren in der Schweiz. Eine Aufenthaltsbewilligung hat sie nicht. Als Lateinamerikanerin erhält sie in der Schweiz keine Arbeitsbewilligung. Keine Arbeitsbewilligung bedeutet kein Bleiberecht. Zurück in ihr Herkunftsland will sie nicht. Inzwischen gibt es dort nichts mehr, wofür es sich Zurückzukehren lohnt. Ihr Sohn, für den sie ihre Heimat ursprünglich verliess, ist nach langer Krankheit gestorben. Ihr Zuhause ist jetzt Zürich.

In die Schweiz gelangt sie damals über eine Familie, die ihr einen Job und ein Visum beschafft. Maria braucht dringend Geld. Ihr damals 20-jähriger Sohn muss zwei Mal in der Woche zur Dialyse. Die teure Therapie kann sie sich kaum leisten, vor allem nicht bei den schlechten Jobaussichten, die in ihrer Heimat herrschen. Hier kann sie als Putzfrau oder Kinderbetreuuerin in Privathaushalten arbeiten – ohne Arbeitsvertrag und damit ohne Rechte oder Möglichkeiten, sich zu wehren. Nicht selten wird dies von Arbeitgebern ausgenutzt. Sie drücken ihren ohnehin schon tiefen Lohn weiter runter.

Bis zum Beginn der Coronakrise konnte es sich Maria einigermassen gut einrichten. Nach vielen Jahren ist sie erfahrener, besser vernetzt und kennt mehr Leute. Sie lehnt auch mal einen Job ab, wenn sie von Arbeitgebern schlecht behandelt wird. Sie weiss, an welche Stellen sie sich bei Problemen wenden kann oder welche Orte sie wegen der Polizeikontrollen meiden muss. Denn auch nach 17 Jahren gilt noch immer: Fliegt Maria auf, wird sie ausgeschafft. Sie engagiert sich in einem Kollektiv für Sans-Papiers, lebt mit einer Landsfrau in einer Wohnung und verdient im Schnitt 1500 Franken im Monat. Dann kommt der Lockdown.

«Jetzt ist es schrecklich.» Maria spricht, ohne Panik in der Stimme, ruhig und langsam. «Die Leute bleiben zuhause und wollen nicht, dass ich bei ihnen putzen komme.» Eine ihrer Arbeitgeberinnen gehöre zur Riskogruppe und haben grosse Angst, Leute in ihr Haus zu lassen. Bei einer anderen Familie putze jetzt einfach die Ehefrau. Zwei Arbeitgeber von Maria sind nach wie vor bereit, sie zuhause zu empfangen. Damit entfällt ihr 40 Prozent des üblichen Einkommens.

Für die erste Zeit hat sie von der Sans-Papiers Anlaufstelle Zürich (SPAZ) einen Notkredit erhalten. Damit kann sie fürs Erste die Miete und die Krankenkasse bezahlen. Um sich Lebensmittel kaufen zu können, hat sie Coop-Gutscheine bekommen. Auch eine gute Freundin unterstützt sie mit finanziellen Mitteln. «Gott sei Dank! Ohne diese Hilfe könnte ich nicht leben», sagt Maria und fügt sogleich an: «Aber ich denke in dieser Krise weniger an mich, denn an die Personen, die jetzt noch schlechter dastehen als ich. Ich kenne Familien mit kleinen Kindern, die Angst haben, Hilfe zu beanspruchen. Sie stehen vor dem Abgrund.»

Wegen der vermehrten Polizeikontrollen traue sie sich auch weniger aus dem Haus raus. Als sie am ersten Tag in der Zeitung gelesen habe, dass nun 8000 Soldaten in den Kriseneinsatz geschickt werden, sei ihr das Herz in die Hose gerutscht.

Wie es jetzt weitergehen soll, weiss Maria nicht. Bisher habe sich die Situation für sie nicht normalisiert. Solange die Leute im Home-Office arbeiten, werde sich nicht gross etwas verändern. «Bei vielen bleibt die Angst vor dem Virus. Sie wollen keine Putzfrau zuhause haben. Oder sie fürchten sich von der drohenden Rezession und wollen es sich nicht mehr leisten.» Sie lebe von Tag zu Tag und der Hand in den Mund.

Aber den Glauben verloren, das habe sie nicht. «Ich bin katholisch und ich glaube an Gott und an seinen Plan. An seinen Schutz und dass er auf uns aufpasst», sagt sie mit bestimmten Blick. Ihr Gott sorge sich um die Migranten ohne Papiere, sie vertraue darauf, dass er sie nicht ohne Dach über dem Kopf und ohne Brot lässt. «Davon bin ich überzeugt.»

*Name der Redaktion bekannt.

So kam das Coronavirus in die Schweiz – eine Chronologie

31. Dezember 2019: Erste Meldungen über eine mysteriöse Lungenkrankheit, die in der zentralchinesischen Metropole Wuhan ausgebrochen ist, werden publiziert. 27 Erkrankte sind identifiziert. keystone
15. Januar: Das neuartige Coronavirus wird ausserhalb Chinas bestätigt. Der Erreger wird mit Hilfe einer Genom-Analyse bei einer Frau in Thailand nachgewiesen. EPA / RUNGROJ YONGRIT
22. Januar: Krisentreffen der Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf. Die Flughäfen Zürich und Genf warten vorerst ab. EPA / SALVATORE DI NOLFI
23. Januar: Die chinesischen Behörden riegeln die Elf-Millionen-Metropole Wuhan ab. Das BAG äussert sich «eher beunruhigt» über die Dynamik und Entwicklung des Coronavirus. EPA / STRINGER
25. Januar: Die neue Lungenkrankheit breitet sich in China stark aus und erreicht Europa. In Frankreich werden drei Fälle nachgewiesen. EPA / ARNOLD JEROCKI
26. Januar: Der Bund verschärft die Meldepflicht zum Coronavirus. Ärzte und Laboratorien müssen Fälle mit Verdacht auf eine Corona-Infektion innerhalb von zwei Stunden den Behörden melden. AP / Salvatore Di Nolfi
30. Januar: Das BAG schaltet eine kostenlose Hotline auf, um Fragen zum Coronavirus aus der Bevölkerung zu beantworten. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
21. Februar: Die Schweizer Gesundheitsbehörden nehmen über 20 Personen in der Schweiz in Quarantäne. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
25. Februar: Erster bestätigter Fall von Covid-19 in der Schweiz. KEYSTONE / DENIS BALIBOUSE
27. Februar: Start der Präventionskampagne des BAG gegen das Coronavirus: Hände waschen, in den Ellbogen oder ein Taschentuch husten und niesen und bei Husten und Fieber zu Hause bleiben. TI-PRESS / PABLO GIANINAZZI
28. Februar: Der Bundesrat verbietet alle Grossevents mit mehr als 1000 Personen. Er ruft die «besondere Lage» gemäss Epidemiengesetz aus. Er erlässt drei Hygieneregeln. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
5. März: Das erste Coronavirus-Todesopfer in der Schweiz: Eine 74-jährige Frau stirbt im Universitätsspital Lausanne. Insgesamt zählt die Schweiz 87 bestätigte Infektionen. KEYSTONE / DENIS BALIBOUSE
6. März: Der Bundesrat rät von Besuchen in Alters- und Pflegeheimen sowie Spitälern ab. ÖV-Reisen in Stosszeiten sollen wenn möglich vermieden werden. KEYSTONE / LEANDRE DUGGAN
11. März: Der Kanton Tessin ruft den Notstand aus und schliesst alle nicht-obligatorischen Schulen. Auch sämtliche Kinos, Theater, Schwimmbäder, Clubs und Ähnliches werden geschlossen. Die Zahl der Infizierten steigt schweizweit auf 645 Fälle. In mehreren Städten kommt es zu Hamsterkäufen. KEYSTONE / Alessandro Crinari
16. März: Der Bundesrat schliesst Schulen und Ausbildungsstätten bis vorerst 4. April. Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen sind verboten. In Bars, Restaurants und Diskotheken dürfen sich maximal 50 Personen aufhalten. TI-PRESS / SAMUEL GOLAY
15. März: Das Parlament bricht seine Frühlingssession ab. In der Schweiz sind 2220 Fälle positiv getestet. Basel-Land schliesst alle Restaurants und Läden, die nicht der Grundversorgung dienen. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
16. März: Der Bundesrat erklärt die «ausserordentliche Lage». Truppen werden mobilisiert, Veranstaltungen verboten. Geschäfte und Lokale müssen schliessen, nur Lebensmittelläden und Gesundheitseinrichtungen bleiben offen. Die Grenzen werden geschlossen. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
19. März: Das Angebot des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz wird schrittweise reduziert. Alle Urlaube in Rekrutenschulen und Wiederholungskursen sind gestrichen. Der Kanton Uri verhängt eine Ausgangssperre für Menschen über 65 Jahre. KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
20. März: Versammlungen von mehr als fünf Personen sind verboten. Der Bundesrat schnürt ein gut 40 Milliarden Franken schweres Hilfspaket für die an den Folgen der Pandemie leidende Wirtschaft. Desinfektionsmittel und Schutzmaterial sind Mangelware. Nicht notfallmässige Operationen in Spitälern werden verboten. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
24./25. März: Die Einreisebeschränkungen werden auf alle Schengen-Staaten ausgedehnt. KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER
24. März: In der Schweiz gibt es bereits 90 Todesfälle. Fast 9000 Personen haben sich mit dem Virus angesteckt. EPA / LAURENT GILLIERON
3. April: Der Bundesrat stockt die Wirtschaftshilfe auf 40 Milliarden Franken auf. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
4. April: Fast jeder vierte Erwerbstätige in der Schweiz, d.h. 1,3 Millionen Menschen, befindet sich inzwischen in Kurzarbeit. KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
8. April: Der Bundesrat verlängert den Lockdown bis zum 26. April und mahnt, an Ostern trotz des schönen Wetters zu Hause zu bleiben. Für die Zeit nach dem 26. April kündigt er langsame Lockerungen an. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
16. April: Der Bundesrat beschliesst erste Lockerungen. Am 27. April dürfen Coiffeurgeschäfte, Baumärkte und Gartencenter wieder öffnen und die Einschränkungen für Spitäler werden aufgehoben. Zwei Wochen später soll der Unterricht an den obligatorischen Schulen wieder aufgenommen werden. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
29. April: In der bisher grössten Rückholaktion in der Geschichte der Schweiz werden in 35 Flügen über 7000 Menschen in die Schweiz zurückgeholt. KEYSTONE / CHRISTIAN MERZ
27. April: Coiffeure, Baumärkte und Gartencenter dürfen wieder öffnen und die Einschränkungen für Spitäler werden aufgehoben. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
4. bis 6. Mai: Die ausserordentliche Session des Bundesparlaments wird in die Messehallen der Bernexpo verlegt. Die eidgenössischen Räte geben grünes Licht für ein mittlerweile rund 57 Milliarden Franken schweres Corona-Kreditpaket. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
11. Mai: Neben den obligatorischen Schulen dürfen auch Läden, Cafés, Restaurants, Fitnesscenter, Bibliotheken und Museen wieder öffnen, falls sie Schutzvorkehrungen getroffen haben. Der öffentliche Verkehr fährt wieder weitgehend nach Normalfahrplan KEYSTONE/Ti-Press / Elia Bianchi
6. Juni: Kinos, Theater, Zoos, Skilifte, Campingplätze, Schwimmbäder und nachobligatorische Schulen können den Betrieb wieder aufnehmen. Die 30-Personen-Grenze für Veranstaltungen wird durch eine 300-Personen-Obergrenze ersetzt. keystone / GAETAN BALLY
15. Juni: Die Schweiz öffnet ihre Grenzen zu allen EU-Mitgliedsstaaten und Grossbritannien wieder. keystone / GIAN EHRENZELLER
22. Juni: Der Bundesrat kündigt weitere Lockerungen an. Versammlungen von bis zu 1000 Personen sind unter Einhaltung von Schutzkonzepten erlaubt. Weitere Einschränkungen werden für Gaststätten und Diskotheken aufgehoben. keystone / PETER SCHNEIDER
1. Juli: Der Bundesrat ordnet eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr an für Personen ab 12 Jahren. Die Pflicht gilt ab 6. Juli in Zügen, Trams und Bussen, Bergbahnen, Seilbahnen und auf Schiffen. sda / GIAN EHRENZELLER
6. August: Angehörige von Staaten ausserhalb des Schengenraums dürfen nicht in die Schweiz einreisen – mit Ausnahme von vorerst 20 Ländern. Damit bestehen Corona-bedingte Einreisesperren für 160 Länder. sda / ENNIO LEANZA
1. Oktober: Grossanlässe mit über 1000 Personen sind wieder erlaubt. Es gelten jedoch strenge Auflagen. keystone / ALEXANDRA WEY
7./8. Oktober: Die Ansteckungszahlen steigen schweizweit auf über 1000 pro Tag. Das Tessin reagiert mit Schliessungen von Clubs, Diskotheken und Tanzlokalen. keystone / Pablo Gianinazzi
19. Oktober: Die Maskentragpflicht wird ausgeweitet auf alle geschlossenen öffentlichen Innenräume, einschliesslich Bahnsteige, Bushaltestellen und Flughäfen. keystone / Anex Anthony
28. Oktober: Einzelne Kantone rufen die Armee um Unterstützung an. Der Bundesrat beschliesst weitere Massnahmen um einen zweiten Lockdown zu verhindern, unter anderem die Zulassung von Schnelltests, eine Maskenpflicht im Freien, das Verbot von privaten Treffen mit mehr als zehn Personen und die Schliessung von Discos. keystone / PETER KLAUNZER
4./5./6. November: Die Zahl der Neuinfektionen steigen schweizweit auf über 10'000 pro Tag. Neuenburg, Waadt, Freiburg und Wallis schliessen Bars und Restaurants. sda / OLIVIER MAIRE
13. November: Die Heilmittelbehörde Swissmedic hat von Moderna ein drittes Zulassungsgesuch für einen Corona-Impfstoff erhalten. Mitte Oktober hatte Pfizer/Biontech ein Zulassungsgesuch für einen Impfstoff eingereicht und bereits Anfang Oktober Astrazeneca. keystone / ORESTIS PANAGIOTOU
18. November: Um Firmen und Sportvereine zu unterstützen, stellt der Bundesrat nicht 400 Millionen, sondern neu eine Milliarde Franken zur Verfügung. keystone / ANTHONY ANEX
24. November: Die Zahl der Neuansteckungen halbiert sich innert zweier Wochen. keystone / ALESSANDRO DELLA VALLE
9. Dezember: Die Vereinigte Bundesversammlung gedenkt in einer Schweigeminute der Covid-Toten in der Schweiz. keystone / PETER SCHNEIDER
12. Dezember: Auf Anordnung des Bundesrates werden schweizweit Restaurants, Bars, Geschäfte, Märkte, Museen, Bibliotheken, Freizeit- und Sportzentren zwischen 19 Uhr und 6 Uhr morgens geschlossen. keystone / ANTHONY ANEX
18. Dezember: Der Bundessrat schliesst alle Restaurants sowie Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen. Die Kapazität von Läden wird weiter eingeschränkt. Zudem wird der Einsatz von Schnelltests erweitert. keystone / ANTHONY ANEX
19. Dezember: Swissmedic erteilt die Zulassung für den Pfizer/Biontech-Impfstoff. Es ist der erste in der Schweiz zugelassene Impfstoff gegen Coronaviren. keystone / Bilal Hussein
20. Dezember: Das Bundesamt für Zivilluftfahrt setzt Flüge zwischen der Schweiz und Grossbritannien und Südafrika aus, da in diesen Ländern neue ansteckendere Coronaviren entdeckt worden sind. keystone / URS FLUEELER
22. Dezember: Schweizer Skigebiete dürfen mit kantonaler Genehmigung öffnen. Die Nachbarländer, mit Ausnahme von Österreich, schliessen ihre Skigebiete. Sport-, Kultur- und Freizeitzentren und Zoos müssen schliessen. keystone / MARCEL BIERI
23. Dezember: Impfstart in der Schweiz: Als erste Person wird eine 90-jährige Frau im Kanton Luzern geimpft. Auch in vier weiteren Kantonen erhalten Senioren die ersten Impfungen. sda / URS FLUEELER
24. Dezember: Die neue Variante des Coronavirus aus Grossbritannien wird in der Schweiz in zwei Proben von Briten nachgewiesen, die in der Schweiz positiv getestet wurden. Die Rückführung britischer Touristen beginnt. keystone / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
4./5. Januar 2021: In 25 Kantonen wird geimpft – die Ausnahme ist Bern. keystone / ALEXANDRA WEY
12. Januar: Der Verein «Freunde der Verfassung» reicht ein von knapp 90'000 Personen unterzeichnetes Referendum gegen das Covid-19-Gesetz ein, das die vom Bundesrat ergriffenen Massnahmen gegen die Pandemie auf gesetzliche Basis stellt. Das Gesetz gilt bis Ende 2021. Swissmedic erteilt dem zweiten Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna die Zulassung für die Schweiz. sda / LAURENT GILLIERON
13. Januar: Der Bundesrat verlängert die Corona-Massnahmen um fünf Wochen bis Ende Februar und beschliesst weitere Massnahmen. Offen bleiben die obligatorischen Schulen. Betriebe erhalten zusätzliche Finanzhilfen des Bundes. keystone / PETER KLAUNZER
18./19. Januar: Die neuen strengeren Corona-Schutzmassnahmen treten in Kraft. Unter anderen müssen Läden, die keine Güter des täglichen Bedarfs verkaufen, schliessen. Rund 110'000 Impfungen sind bisher verabreicht worden. keystone / URS FLUEELER
27. Januar: Der Bundesrat setzt neu auf Massentests und ermöglicht eine kürzere Quarantäne. Zudem beantragt er dem Parlament, die Wirtschaftshilfen für Härtefälle weiter auszubauen. sda / GIAN EHRENZELLER
29. Januar: In Nidwalden und Uri fehlen Impfungen um fristgerecht Zweitimpfungen durchzuführen. Bislang sind eine halbe Million Impfdosen geliefert und rund 260'000 Impfungen verabreicht worden. keystone / PETER KLAUNZER
7. Februar: In der Schweiz gelten für Reisende aus dem Ausland teils schärfere Bestimmungen. Vor dem Abflug in die Schweiz müssen alle einen negativen Corona-Test vorweisen. sda / CHRISTIAN BEUTLER

Illegal in der Schweiz

Video: SRF / Roberto Krone

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So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz