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Am Ende wollen alle nur das eine, trotzdem sind nicht alle gleich. Bild: KEYSTONE

Diese 11 Fantypen kennt jeder, der mal in einem Fussball-Stadion war

Publiziert: 13.10.18, 14:23
Benedikt Niessen / watson.de

Jeder kennt Ultras, VIPs und Funktionäre. Unter den Millionen Fussballfans, die Woche für Woche ins Stadion gehen, tummeln sich aber noch ganz andere Fantypen. Wir haben einige von ihnen gesammelt und jedes gehässige Klischee ausgereizt. Erkennt ihr euch wieder?

Der Pinkler

Der Pinkler ist eine der unglücklichsten Gestalten im Stadion. Seine Blase verträgt nur ein halbes Bier. Ein kleines natürlich. Also muss er im Spiel ungefähr zehn Mal auf Toilette.

Lieblingsspruch: «Kommt noch jemand mit aufs Klo?»

Besonderes Merkmal: Verpasst gerne mal die wichtigen Tore.

bild: twitter

Der Sitzplatzpöbler

Seine Heimat: die Gegengerade. Seine Zündschnur: extrem kurz. Jeder, der dachte, dass Onkel Sepp im Strassenverkehr seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat, der kennt den Sitzplatzpöbler noch nicht. Der springt schon bei einer vermeintlich falschen Einwurfentscheidung von seinem Platz auf und wirft dem Schiri wüste Beleidigungen an den Kopf. Nicht wenige Experten sagen, dass er die Seele des Fussballs sei. 

Lieblingsspruch: «Ey Schiri, der hat doch schon Gelb!»

Besonderes Merkmal: Fletschende Zähne und pöbelnder Wut-Arm.

Bild: Getty Images Europe

Der Unzufriedene

Mit dem Unzufriedenen geht jeder Fussballfan nur einmal in seinem Leben ins Stadion. Das Bier ist immer zu klein, der Typ vor ihm immer zu gross, die Schlange vor dem Imbissstand immer zu lang und das Spiel zu langweilig.

Lieblingsspruch: «Mir ist kalt!»

Besonderes Merkmal: Nervt rum.

Bild: KEYSTONE

Der Gratis-Ticket-Gewinner

Der Ticket-Gewinner ist entweder gar kein Fussballfan oder sogar Anhänger eines Teams, das gar nicht spielt. Er ist schnell durch Unkenntnis, Desinteresse oder das vom Sponsor ausgewählte Outfit zu erkennen. 

Lieblingsspruch: «Wie komme ich denn zum Stadion?»

Besonderes Merkmal: Sponsorenschal.

Die berühmtesten Gratis-Ticket-Gewinner Deutschlands: Fans im Telekom-T bei Bayern-Heimspielen.

Der Nörgler

Seine Spezies ist die mitunter am meisten verbreitete im Stadion. Besonders in der Schweiz. Wenn du keiner bist, dann ist es sicher dein Sitznachbar. Der Schiedsrichter, der Trainer, der Glacé-Verkäufer und natürlich jeder Spieler der eigenen Mannschaft werden vom Nörgler konsequent kritisiert. Wichtig dabei: Frühere Leistungen werden nie berücksichtigt. Empathie und Verständnis sind Fremdwörter. Macht ein schon zum Abschuss verurteilter Kicker noch ein viel umjubeltes Tor, dann sagt er Sachen wie: «Endlich macht er das, was ich sage.»

Lieblingsspruch: «Der kann gar nichts, das sage ich seit Monaten.»

Besonderes Merkmal: Findet immer etwas zu motzen.

bild: shutterstock

Der Handysüchtige

Der Handysüchtige kann auch für spannende 90 Minuten sein Handy nicht weglegen. Verpasst jede Torchance und jede Situation. 

Lieblingsspruch: «Habt ihr hier auch kein 4G?»

Besonderes Merkmal: Versucht das perfekte Foto zu schiessen, damit seine Instagram-Follower sehen, wie geil es im Stadion war.

bild: Shuttersock

Der Rentner

Hans, 67 Jahre alt, Schnauzträger. Elsbeth, 64 Jahre, selbst gehäkelter Wollschal. Beide gehen seit 40 Jahren ins Stadion und begrüssen die anderen Saisonkarten-Inhaber um sich herum mit Handschlag. Dann fangen sie synchron an, Zigarillos zu rauchen. Sind die treusten Fans im Stadion.

Lieblingsspruch: «Das gab es früher nicht!»

Besonderes Merkmal: Sie bringen Sitzkissen mit zum Spiel.

Bild: KEYSTONE

Der Tourist

Der Kop im Anfield, der Biergarten in der Allianz Arena oder die besten Plätze im Bernabeu, Nou Camp oder San Siro: Fussballtouris kommen aus der ganzen Welt, um ein bisschen «echte» europäische Stadionluft zu schnuppern. Sie entscheiden sich meist kurz vor dem Spiel im Fanshop, welches Team sie anfeuern sollen. Anschliessend sind sie von so ziemlich allem begeistert und filmen jeden Moment für ihre Instagram-Community.

Lieblingsspruch: «Look, it's soooo amazing!»

Besonderes Merkmal: Trägt einen Spieltagsschal.

bild: shutterstock

Der Verfressene

Eine Bratwurst, ein Burger und noch drei Pizzaschnitze. Der Verfressene hat meist vergessen zu Hause zu essen und bleibt an jedem Imbissstand kurz stehen, um das kulinarische Angebot zu inspizieren. Er lässt im Stadion gerne um die 50 Euro für kleine Zwischensnacks. Er ist der, der in der 40. Spielminute schon zum Imbissstand geht, weil dann weniger los ist.

Lieblingsspruch: «Hab ich mich auf die Stadionwurst gefreut.»

Besonderes Merkmal: Philosophiert gerne über Würste in anderen Stadien. 

bild: shutterstock

Der Säufer

Der Säufer wartet schon am Treffpunkt mit einem Sixpack auf dich. Auf dem Weg zum Stadion hält er an jedem Bierstand an, um noch «nachzutanken». Er besteht auch darauf, dass alle vor dem Eingangsbereich noch einige Schnäpschen mit ihm vernichten. Auch im Stadion sorgt er sich um seine Freunde und holt dauernd Bierrunden. Problematisch wird es in der zweiten Hälfte, wenn er langsam richtig voll wird.

Lieblingsspruch: «Ich hol' uns noch ein Bier!»

Besonderes Merkmal: Schläft auf der Rückfahrt – immer.

YB-Fans lassen es sich im Extrazug gut gehen. Bild: KEYSTONE

Der Trikotbettler

Recherchiert über Monate, wie er möglichst günstig an ein Trikot eines möglichst bekannten Spielers herankommt und kauft extra Plätze beim Spielertunnel. Sucht über 90 Minuten Blickkontakt zum auserwählten Spieler, drückt nach Abpfiff seinem Kind das Schild in die Hand und hofft auf ein Trikot.  

Lieblingsspruch: Steht auf seinem Schild.

Besonderes Merkmal: Sein Schild.

Bild: KEYSTONE

Haben wir einen Fantyp vergessen? Schreib ihn uns in die Kommentare!

Die besten WM-Momente in Comics

2006: Zidanes Kopfstoss gegen Materazzi.
2014: Luis Suarez beisst Giorgio Chiellini in die Schulter.
2002: Oliver Kahn lehnt nach seinem Patzer im WM-Final am Torpfosten.
1998: Fabien Barthez springt im WM-Final auf den angeschlagenen Ronaldo.
1994: Roberto Baggios Enttäuschung nach dem verschossenen Penalty im WM-Final.
1990: Frank Rijkaard spuckt Rudi Völler an.
1986: Maradona trifft mit der «Hand Gottes», ein bisschen war es aber auch der Kopf von Maradona.
1974: Gerd Müller schiesst Westdeutschland gegen Holland zum WM-Titel.
1970: Pelé jubelt in den Armen von Jairzinho.
1966: Englands Captain Bobby Moore präsentiert im Wembley die «Coupe Jules Rimet».

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