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Samuel Little ist der schlimmste Serienmörder in der Geschichte der USA

Publiziert: 07.10.19, 10:30 Aktualisiert: 07.10.19, 13:00

Samuel Little vor Gericht. Bild: AP/AP

35 Jahre lang hat er gemordet. In den ganzen USA - in welchem Ausmass hat bis heute niemand gewusst. Bis jetzt. Denn jetzt packt Samuel Little über all seine begangenen Morde aus - und das waren sehr viele.

Der zunächst wegen dreifachen Mordes in Kalifornien verurteilte US-Amerikaner hat im Zuge weiterer Ermittlungen bisher insgesamt 93 Morde gestanden. Damit sei der 79-jährige Little der schlimmste Serienmörder in der Geschichte der USA.

Das teilte die Bundespolizei FBI am Sonntag (Ortszeit) mit. 43 weitere Geständnisse stünden noch aus, hiess es in der Mitteilung weiter. Little hat demnach freiwillig detaillierte Informationen zu Mordfällen gemacht, die sich quer über die USA in den Jahren 1970 bis 2005 ereignet hatten.

Einige seiner Opfer. Bild: EPA/FBI

Der Mann war dem FBI zufolge 2012 zunächst wegen Drogendelikten gefasst worden. Anhand von DNA-Spuren stellten Ermittler dann die Verbindung zu drei Mordfällen her: Die Frauen waren in den Jahren 1987 bis 1989 in der Gegend um Los Angeles erwürgt worden. 2014 wurde Little dafür zu dreimal lebenslanger Haft verurteilt. Medienberichten zufolge handelt es sich bei seinen Dutzenden Opfern um Frauen.

Das FBI veröffentlichte auf seiner Website Zeichnungen Littles von seinen mutmasslichen Opfern sowie Video-Aufnahmen mit seinen Angaben zu noch unbekannten Morden. Einige Leichen seien nie gefunden worden, erklärte das FBI. In einigen anderen Fällen seien die Ermittler von natürlichen Todesursachen ausgegangen.

«Samuel Little hat lange Zeit geglaubt, er würde nicht gefasst, weil er davon ausging, dass sich niemand für die Opfer verantwortlich fühlte», erklärte die FBI-Kriminalistin Christie Palazzolo. Obwohl der 79-Jährige bereits im Gefängnis sitze, sei es wichtig, Little für alle Morde zur Verantwortung zu ziehen, fügte Palazzolo hinzu.

(aeg/sda/dpa)

Von Mördern, Opfern und Gerichtsmedizinern

Dr. Crippen hatte seine Frau mit einem Giftcocktail ermordet. Und sie danach noch zerteilt. AP/AP / Alastair Grant
Ein frühes Beispiel von Gesichtsrekonstruktion anhand von einem Foto. Bei dem Opfer handelt es sich um Mary Rogerson. Ihr Mörder war Buck Ruxton, der zunächst seine Frau ermordete und danach Rogerson – denn sie war das Hausmädchen des Ehepaares und Ruxton wollte mit dem Mord damit verhindern, dass sie ihn verriet. Er wurde aber trotzdem gescnappt und hingerichtet. AP/AP / Alastair Grant
Eine Broschüre über die Hinrichtung von Dr. Crippen. Crippen hatte seine Frau ermordert, ist mit seiner Geliebten abgehauen und wurde dann aber trotzdem erwischt. AP/AP / Alastair Grant
Gerichtsmedizinische Utensilien aus dem Jahr 1972. AP/AP / Alastair Grant
«Forensics. The Anatomy of crime» in der Wellcome Collection widmet sich Mördern, Opfern und Gerichtsmedizinern. Auf dem Bild ist das Gehirn von einem Selbstmörder zu sehen. Die dunkle Spur zeigt den Weg, den die Kugel genommen hat. AP/AP / Alastair Grant
Die Ausstellung in der Wellcome Collection in London dauert bis Mitte Juni. Getty Images Europe / Dan Kitwood
Verbrecherfotos anno dazumal. Getty Images Europe / Dan Kitwood

Charles Manson ist tot

Der frühere Sektenführer und verurteilte Mehrfachmörder Charles Manson ist tot. (Bild 1969) AP/AP
Er starb am 19. November 2017 im Alter von 83 Jahren in einem Krankenhaus in Kern County im US-Bundesstaat Kalifornien eines natürlichen Todes, wie die Gefängnisbehörde mitteilte. (Bild 1970) AP/AP / George Brich
Der Kriminelle mit eingeritztem Hakenkreuz auf der Stirn war zu lebenslanger Haft verurteilt gewesen. (Bild 2011) EPA/CALIFORNIA DEPT. OF CORRECTIONS / CALIFORNIA DEPARTMENT OF CORRECT
Manson hatte im August 1969 einige seiner Anhänger zu einer brutalen Mordserie in Los Angeles angestiftet. (Bild 1970) AP / STR
Zu den Opfern zählte die hochschwangere Schauspielerin Sharon Tate, Ehefrau von Regisseur Roman Polanski (im Bild die Hochzeit im Januar 1968). Mit ihr wurden vier Gäste in ihrer Villa bei Los Angeles brutal ermordet. AP / Eddie Worth
Nach dem Massaker am 9. August 1969 wird die Leiche von Sharon Tate abtransportiert. AP / STR
In der folgenden Nacht wüteten die Mörder im Haus der Geschäftsleute Leno und Rosemary LaBianca. AP
Manson nahm an den Verbrechen nicht persönlich teil, wurde aber nach einem langen, spektakulären Mordprozess als Drahtzieher der Verbrechen verurteilt. (Bild 1970) AP/AP
Im Frühjahr 1971 erhielten Manson und seine engsten Anhänger (im Bild v.l. Susan Atkins, Patricia Krenwinkel und Leslie Van Houten) die Todesstrafe. (Bild 1970) AP/AP / George Brich
Charles «Tex» Watson erhielt ebenfalls ein Todesurteil. Das Strafmass wurde später - nach Aussetzung der Todesstrafe in Kalifornien - in lebenslange Haft umgewandelt. AP/AP / George Brich
Kronzeugin der Anklage war Linda Kasabian, die in beiden Fällen das Fluchtauto gefahren hatte. Sie erhielt als Gegenleistung eine bedingte Strafe. AP / David F. Smith
Charles Manson sass zuletzt im Staatsgefängnis von Kalifornien in Corcoran ein. AP/California Department Of Corrections and Rehabilitation
Eine Freilassung auf Bewährung wurde ihm ein Dutzend Mal verwehrt. Die nächste Bewährungsanhörung war für das Jahr 2027 angesetzt. AP/AP
Manson war ein Kleinkrimineller mit einem langen Vorstrafenregister, … (Bild 1986) AP/AP / Eric Risberg
… als er 1967 in San Franciscos Hippie-Szene als charismatischer Kommunen-Anführer Anhänger um sich scharte. (Bild 1971) AP/AP
Die «Manson Family» liess sich dann in Südkalifornien nieder. (Bild 1986) AP/AP / Eric Risberg
Weibliche Mitglieder hielten während des Prozesses loyal zu Manson, den sie als «Jesus Christus» verehrten. (Bild 1970) AP / STR
Erst später gingen sie auf Distanz und bedauerten ihre Taten. Atkins starb 2009 im Alter von 61 Jahren im Gefängnis an Krebs. (Bild 1986) AP/AP / Anonymous

In der Stadt der tausend Scheinwerfer herrscht Dunkelheit

Video: SRF / Roberto Krone

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