Gaudenz Domenig glaubt, dass der Salary-Cap im Schweizer Hockey machbar ist.
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Grünes Licht vom HCD-Präsidenten – ein grosser Schritt in Richtung Salary-Cap
Keiner der Klubbosse ist juristisch so versiert wie HCD-Präsident Gaudenz Domenig. Der hoch angesehene Wirtschaftsanwalt gibt grünes Licht für die Salärbegrenzung (Salary-Cap) und wird sich dafür stark machen.
Gaudenz Domenig (63) hat als Wirtschaftsanwalt auf der Achse Los-Angeles-New-York-Zürich-Moskau die kniffligsten juristischen Fälle gelöst. Wenn einer weiss, ob eine Salärobergrenze in der National League möglich und machbar ist, dann er. Seine Meinung in dieser Sache ist eindeutig: «Ja, eine Salärbegrenzung ist machbar und der HCD wird sich für die Einführung stark machen.»
HCD-Präsident Gaudenz Domenig hat einen durchdachten Vorschlag.
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Er hat konkrete Vorstellungen, wie die Begrenzung der Saläre umgesetzt werden kann. «Es wird eine Obergrenze definiert. Wer diese Obergrenze nicht einhält, zahlt das Doppelte des Betrages, der die Limite überschreitet, als Strafe in einen Topf ein.» Die Obergrenze und die Höhe der Sanktionierung einer Überschreitung müssten nun definiert werden. Die Summe, die ein Klub künftig für Spielersaläre ausgeben darf, ist noch offen, wird bei der nächsten Ligaversammlung am 17. Juni aber diskutiert und bis zur übernächsten Zusammenkunft im August festgelegt. Als Richtwerte gelten 7 Millionen Franken als obere und 5 Millionen Franken als untere Grenze.
Entscheidend ist bei der Einführung einer neuen Regelung die Kontrollmöglichkeit. Kann nicht kontrolliert werden, ob eine Regelung auch eingehalten wird, ist sie nicht mehr durchsetzbar und hat nur noch den Wert eines «Gentlemen’s Agreement». Also einer lediglich moralisch, aber nicht rechtlich verbindlichen Vereinbarung, die auf gegenseitigem Vertrauen gründet.
Lohnausweis zur Kontrolle
Aber schon der alte Lenin wusste: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Und da hat Gaudenz Domenig eine ebenso einfache wie griffige Lösung. «Nicht die Spielerverträge werden bei der Liga eingereicht. Sondern die Lohnausweise der Spieler. Dazu eine vom Präsidenten, der Revisionsstelle und dem Geschäftsführer unterzeichnete Erklärung, dass der Spieler keine weiteren, dem Klub bekannte Einkünfte bezieht. Ich gehe davon aus, dass kein Präsident falsche Angaben auf solchen Dokumenten zulässt.» Auch ist klar, von welchen Spielern die Lohnausweise einzureichen sind: von allen, die im Laufe der Saison aufs Matchblatt kommen
Bitte an den Verband schicken!
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Es braucht also bloss drei Schriftstücke zur Einführung und Kontrolle der Salärbegrenzung: den Lohnausweis der Spieler, die Erklärung des Klubs, dass er keine weiteren Einkünfte bezieht, und das Matchblatt.
Die Krise als Chance nutzen
Bleibt noch die Frage, ob die Wettbewerbskommission diese Einschränkung der freien Marktwirtschaft duldet. Gaudenz Domenig sagt dazu: «Das werden Gespräche zeigen. Da uns ja der Bundesrat aufgefordert hat, die Löhne zu kürzen, ist es auch denkbar, dass der Bundesrat im Zusammenhang mit der aktuellen Krise diese Lösung im Rahmen seiner Kompetenzen stützt. Wenn wir schon dazu angehalten werden, die Löhne zu kürzen, dann sollte man uns auch die Massnahmen bewilligen, die notwendig sind, um dieses Ziel zu erreichen.»
Bleibt noch anzumerken: Die wirtschaftliche Stabilität der Klubs ist auch im Sinne der eidgenössischen Obrigkeit. Sonst könnte es sein, dass beanspruchte Kredite aus dem 75-Millionen-Notpaket nicht mehr zurückbezahlt werden können.
Gaudenz Domenig ist das juristische Gewissen der Klubbosse. Wenn er sagt, eine Lösung sei juristisch machbar, dann ist es so. Denn was er in juristischen Dingen zu sagen hat, gilt zu Recht als Gospel (= Evangelium). Damit zeichnet sich ab, dass ganz im Sinne von Winston Churchill eine grosse Krise auch eine grosse Chance ist, die Salärbegrenzung im August beschlossen wird und der wichtigste Schritt zur wirtschaftlichen Stabilität der Liga gemacht werden kann.
NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden
HC Davos: 5 - Marc Gianola. KEYSTONE / FABRICE COFFRINI
HC Davos: 69 – Sandro Rizzi. PHOTOPRESS / JUERGEN STAIGER
HC Davos: 78 – Jan von Arx. KEYSTONE / ARNO BALZARINI
HC Davos: 83 – Reto von Arx. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
SC Bern: 0 – René Kiener. KEYSTONE / Marcel Bieri
SC Bern: 6 – Peter Stammbach.
SC Bern: 7 – Martin Rauch. KEYSTONE / MICHELE LIMINA
SC Bern: 12 – Roland Dellsperger. KEYSTONE / STR
SC Bern: 16 – Sven Leuenberger. KEYSTONE / MARTIN SCHWEIZER
SC Bern: 18 – Renzo Holzer.
SC Bern: 22 – Patrick Howald. KEYSTONE / JUERG MUELLER
SC Bern: 26 – Marc Reichert. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
SC Bern: 28 – Martin Plüss. KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI
SC Bern: 31 – Renato Tosio. KEYSTONE / EDI ENGELER
SC Bern: 32 – Ivo Rüthemann. KEYSTONE / PETER SCHNEIDER
SC Bern: 39 – Marco Bührer. KEYSTONE / URS FLUEELER
SC Bern: 72 – David Jobin. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
ZSC Lions: 15 – Mathias Seger KEYSTONE/TI-PRESS / GABRIELE PUTZU
ZSC Lions: 21 – Reto Sturzenegger. KEYSTONE / STR
ZSC Lions: 23 – Chad Silver. KEYSTONE / ARNO BALZARINI
ZSC Lions: 31 – Ari Sulander. KEYSTONE / URS FLUEELER
EHC Kloten (wegen der Nostalgie noch dabei): 4 – Marco Klöti. KEYSTONE / GABI MUELLER
EHC Kloten: 7 – Peter Schlagenhauf. KEYSTONE / STR
EHC Kloten: 20 – Reto Pavoni. KEYSTONE / JUERGEN STAIGER
EHC Kloten: 21 – Roman Wäger. KEYSTONE / SIGI TISCHLER
EHC Kloten: 22 – Viktor Stancescu. KEYSTONE / PATRICK B. KRAEMER
EHC Kloten: 24 – Felix Hollenstein. KEYSTONE / STR
EHC Kloten: 26 – Mikael Johansson. KEYSTONE / CHRISTOPH RUCKSTUHL
EHC Kloten: 32 – Anders Eldebrink. KEYSTONE / KARL MATHIS
EV Zug: 20 – Philipp Neuenschwander. KEYSTONE / MICHAEL KUPFERSCHMIDT
EV Zug: 21 – Patrick Fischer. KEYSTONE / ARNO BALZARINI
EV Zug: 33 – André Künzi. KEYSTONE / EDI ENGELER
EV Zug: 57 – Fabian Schnyder keystone / ENNIO LEANZA
HC-Fribourg-Gottéron: 4 – Christian Hofstetter.
HC-Fribourg-Gottéron: 10 – Mario Rottaris. KEYSTONE / ARNO BALZARINI
HC-Fribourg-Gottéron: 13 – Benjamin Plüss. KEYSTONE / PATRICK B. KRAEMER
HC-Fribourg-Gottéron: 19 – Philippe Marquis. KEYSTONE / EDI ENGELER
HC-Fribourg-Gottéron: 44 – Shawn Heins. KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI
HC-Fribourg-Gottéron: 85 – Gil Montandon. KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE
HC Fribourg-Gottéron: 90 – Wjatscheslaw Bykow. KEYSTONE / LUKAS LEHMANN
HC Fribourg-Gottéron: 91 – Andrei Chomutov. KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE
HC Lugano: 1 – Alfio Molina. KEYSTONE / STR
HC Lugano: 2 – Sandro Bertaggia. KEYSTONE / KARL MATHIS
HC Lugano: 3 – Julien Vaucliar. KEYSTONE / ADRIEN PERRITAZ
HC Lugano: 4 – Pat Schafhauser. KEYSTONE / GABRIELE PUTZU
HC Lugano: 8 – Steve Hirschi. TI-PRESS / SAMUEL GOLAY
HC Lugano: 33 – Petteri Nummelin. KEYSTONE / KARL MATHIS
HC Lugano: 40 – Flavien Conne. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
HC Lugano: 44 – Andy Näser. PHOTOPRESS / KARL MATHIS
HC Ambri-Piotta: 8 – Nicola Celio. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
HC Ambri-Piotta: 15 – Dale McCourt. KEYSTONE
HC Ambri-Piotta: 19 – Peter Jaks. KEYSTONE / MICHELE LIMINA
HC Ambri-Piotta: 46 – Paolo Duca. TI-PRESS / FRANCESCA AGOSTA
EHC Biel: 30 – Olivier Anken. KEYSTONE / STR
EHC Biel: 12 – Mathieu Tschantré. KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
SCL Tigers: 12 – Todd Elik. KEYSTONE / MARCEL BIERI
SCL Tigers: 17 – Daniel Aegerter. KEYSTONE / EDI ENGELER
SCL Tigers: 26 – Martin Gerber. KEYSTONE / ARNO BALZARINI
SCL Tigers: 44 – Walter Gerber. KEYSTONE / MICHELE LIMINA
Genève-Servette HC: 0 – Daniel Clerc.
Genève-Servette HC: 4 – Eric Conne.
Genève-Servette HC: 6 – Fritz Naef.
Genève-Servette HC: 12 – Philippe Bozon. PHOTOPRESS / FABRICE COFFRINI
Genève-Servette HC: 24 – Jean-François Regali.
Genève-Servette HC: 28 – Igor Fedulov.
Lausanne HC: 10 – Gérard Dubi.
Lausanne HC: 16 – Claude Friederich.
Lausanne HC: 21 – Beat Kindler. KEYSTONE / FABRICE COFFRINI
Lausanne HC: 39 – Cristobal Huet. KEYSTONE / VALENTIN FLAURAUD
SCRJ Lakers: 6 – Cyrill Geyer. KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
Dinge, die Hockey-Fans niemals sagen würden
Video: Angelina Graf