Ja, auch Tiere leisten Militärdienst. Wie die 65 Reitpferde, die der Schweizer Armee gehören. bild: kompetenzzentrum veterinärdienst und armeetiere Kompetenzzentrum Veterinärdienst und Armeetiere
Bald sollen es aber nur noch 38 sein. Der Bundesrat will sparen. Von einem generellen Abbau der Armeetiere kann aber keine Rede sein. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
Der damalige Bundesrat Samuel Schmid (2002): «Es gibt Bereiche und Situationen, in denen der technologische Fortschritt den nützlichen Einsatz des Pferdes für den Menschen in keiner Weise ersetzt.» KEYSTONE / MICHELE LIMINA
Damit spricht er die rund 300 Trainpferde und Maultiere an, die das Militär einsetzt. Diese kommen in schwierigem Gelände zum Einsatz. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
Und können bis zu 100 Kilogramm über längere Zeit transportieren. Die Schweizer Armee fasst es in einer Broschüre so zusammen: «Wo nichts mehr geht, geht das Pferd.» KEYSTONE / ANTHONY ANEX
Doch auch der beste Freund des Menschen darf in der Armee nicht fehlen. 105 Hunde besitzt die Schweizer Armee. bild: kompetenzzentrum veterinärdienst und armeetiere Kompetenzzentrum Veterinärdienst und Armeetiere
Sie werden eingesetzt als Rettungshunde und als ... KEYSTONE / URS FLUEELER
... Schutzhund. Dabei werden die Hunde aber nicht als «Kampfwaffe», sondern als «Alarmglocke» betrachtet. bild: kompetenzzentrum veterinärdienst und armeetiere
Derzeit gibt es sechs verschiedene Einheiten mit Armeetieren. Ab 2018 gehören sie aber alle zu einer Einheit. Der Grund: Die Armee will vermehrt gemeinsame Einsätze machen und auch Synergien besser nutzen, wie Armeesprecher Daniel Reist mitteilt. bild: kompetenzzentrum veterinärdienst und armeetiere Kompetenzzentrum Veterinärdienst und Armeetiere
So sieht es übrigens von oben aus, wenn sich alle sechs Einheiten treffen. Dies war im Herbst 2016 zum ersten Mal seit 2003 wieder einmal der Fall. Eine Art Hauptprobe vor der Fusion. bild: kompetenzzentrum veterinärdienst und armeetiere Kompetenzzentrum Veterinärdienst und Armeetiere
Bis 1996 leistete noch ein weiteres Tier Dienst in der Schweizer Armee. Dazu schauen wir doch einmal in den Wagen. bild: schweizerisches bundesarchiv Bundesarchiv
Die Brieftaube. Oder um es im Militär-Jargon zu sagen: «selbstreproduzierender Kleinflugkörper auf biologischer Basis mit festprogrammierter automatischer Rückkehr aus beliebigen Richtungen.» bild: schweizerisches bundesarchiv Bundesarchiv
Die 30'000 Vogel starke Kompanie aus Brieftauben kostete die Schweizer Armee jährlich 600'000 Franken. bild: schweizerisches bundesarchiv Bundesarchiv
Militärisch sah man bis zuletzt die Vorteile der Luftkuriere: Sie hatten eine «Hungerkapazität» von drei Tagen und eine «Durstkapazität» von einem Tag, wie die Zeitung «Welt» bei der Ausmusterung der Taube berichtete. bild: schweizerisches bundesarchiv Bundesarchiv
Weitere Zahlen zur Brieftaube. Sie brauchte täglich 30 Gramm Körnerfutter als "Sprit", konnte bis zu 800 Kilometer am Stück zurücklegen und flog mit Geschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometer. bild: schweizerisches bundesarchiv Bundesarchiv
Ein Armeetier ging vergessen? Genau – Brigadier Broccoli darf in dieser Auflistung natürlich nicht fehlen. bild: facebook Facebook
Die Katze besuchte 2005 erstmals die Kaserne in Lyss. Hungrig verschlang sie damals ein Stück Broccoli. Dies schmeckte ihr so gut, dass sie in der Kaserne zum Dauergast wurde. bild: facebook Facebook
Und auch medial für Schlagzeilen sorgte (Blick, 4. Juli 2013). Facebook
Mittlerweile hat Brigadier Broccoli auch sein eigenes Dienstbüchlein. bild: facebook Facebook
Offiziell ins Inventar des Militärs gehört er aber trotzdem nicht. Armeesprecher Daniel Reist: «Brigadier Broccoli ist gewissermassen ein lieb gewonnener zugelaufener blinder Passagier, ohne offizielle militärische Identität. Er gehört sich selbst.» bild: facebook Facebook
Nebst den Armeetieren gibt es noch weitere Tiere, die dem Bund gehören. KEYSTONE / SANDRO CAMPARDO
Zum Beispiel im Grenzwachtkorps. Denn auch dieses ist auf Tiere angewiesen. Derzeit werden 97 Hunde eingesetzt. Unter anderem zum Erschnüffeln von Drogen und Sprengstoff. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
Am meisten Tiere innerhalb des Bundes besitzt Agroscope – das Kompetenzzentrum für landwirtschaftliche Forschung. Die meisten Tiere werden zu Forschungszwecken eingesetzt. Präziser: Zu Fütterungsversuchen und zur Verbesserung der Fleischqualität. Dazu zählen: KEYSTONE / STEFFEN SCHMIDT
550 Schweine. KEYSTONE / STEFFEN SCHMIDT
280 Rinder. KEYSTONE / MAXIME SCHMID
120 Bienenvölker. KEYSTONE / MARTIN RUETSCHI
80 Pferde. Sie gehören dem Schweizer Nationalgestüt, das an Agroscope angegliedert ist. Die Pferde werden zur Züchtung und zur Haltungsforschung eingesetzt. bild: schweizer nationalgestüt Jahresbericht Agroscope, Schweizer Nationalgestüt
20 Schafe. KEYSTONE / ARNO BALZARINI
Und ein Esel. Sein Name: Babalou. bild: schweizer nationalgestüt Schweizer Nationalgestüt