Aktuelle Themen:

Vitalik Buterin, Mitgründer von Ethereum, war massgeblich am Aufstieg des Zuger «Crypto Valley» beteiligt. Bild: KEYSTONE

Nicht nur Ethereum: Im Zuger «Crypto Valley» gibt es nun fünf milliardenschwere Firmen

Publiziert: 10.10.18, 16:20 Aktualisiert: 10.10.18, 16:35

Das als Silicon Valley der Schweizer Blockchain-Industrie geltende «Crypto Valley» rund um die Stadt Zug wird zu einem immer gewichtigeren Wirtschaftsfaktor. Laut einer Studie des Unternehmensberaters PwC beschäftigt die Branche bereits über 3'000 Personen. Unter den über 600 Firmen befänden sich zudem fünf «Einhörner», sprich Unternehmen, die mit über einer Milliarde Franken bewertet werden.

Die Studienautoren haben erstmals eine Liste mit den Top 50-Unternehmen im Crypto Valley erstellt. Die Daten seien zwar gerade für die Schätzungen der Marktkapitalisierung noch lückenhaft, gemäss der Erhebung kommen die 50 grössten Blockchain-Firmen aber bereits auf einen Marktwert von rund 44 Milliarden Dollar.

Auch mit Blick auf die über 600 Firmen bleibe festzuhalten, dass auch Unternehmen aufgenommen wurden, die nur indirekt mit der Blockchain-Technologie arbeiten wie etwa Beratungsunternehmen, Anwaltskanzleien, und akademische Institutionen. Trotzdem seien es rund doppelt so viele wie noch vor einem halben Jahr, wie die Studienautoren am Mittwoch mitteilten.

Erstaunlich sei, dass die Top 50 insbesondere im Vergleich zu anderen Startups über eine sehr dicke Kapitaldecke verfügten und in der Regel mit Beträgen in zweistelliger Millionenhöhe operierten. Auch seien Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe oder bis zu einer Milliarde wie bei Firmen wie dem Krypotwährungsprojekt Tezos oder den Entwicklern eines dezentralen «Internet-Computers» Dfinity keine Seltenheit.

Bei den fünf sogenannten «Einhörnern», also ehemalige Start-ups die einen Marktwert von über einer Milliarde Dollar auf die Waage bringen, handelt es sich um den Hersteller von spezieller Hardware zum «Schürfen» von Kryptowährungen Bitmain, dem Zahlungsentwickler Cardano, Dfinity sowie der Zuger Stiftung Ethereum und den Zahlungsanbieter Xapo. 

Am  3. Oktober 2018 besuchte eine südkoreanische Delegation mit dem Stadtpräsident von Seoul das Zuger Crypto Valley.  Bild: KEYSTONE

Hacker haben verstärkt Kryptowährungen im Visier

Die Schattenseite Crypto-Booms: In den ersten neun Monaten dieses Jahres haben Hacker einer Studie zufolge Bitcoin und andere Kryptowährungen im Volumen von einer knappen Milliarde Dollar erbeutet. Dies sei in Plus von fast 250 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, teilte die Cybersicherheitsfirma CipherTrace am Mittwoch mit.

Die zunehmende Popularität der rund 2000 Internet-Währungen zieht die Hacker an. Der spektakulärste Fall war der Angriff auf die japanische Handelsplattform Coincheck im Januar. Damals erbeuteten Kriminelle Coins der Cyber-Devise Nem im Volumen von 534 Millionen Dollar.

Auch die Zahl kleinerer Diebstähle im Volumen zwischen 20 und 60 Millionen Dollar nehme zu, so CipherTrace. Die Dunkelziffer sei allerdings hoch, da zahlreiche Krytowährungsdiebstähle gar nicht öffentlich gemacht würden.

Ausserdem würden digitale Devisen zunehmend zur Geldwäsche genutzt. Diese Geschäfte liefen vor allem über Börsen in Staaten mit unzureichenden Gesetzen gegen derartige Aktivitäten. Allein über die grössten Handelsplattformen in diesen Ländern seien seit 2009 rund 2,5 Milliarden Dollar gewaschen worden. (awp/sda/reu)

So wird das Kryptojahr 2019: 28 steile Thesen (die du abschiessen kannst)

So versteuerst du deine Kryptowährungen korrekt

Gründer tot, Passwort futsch: Kryptobörse kann 190 Millionen Dollar nicht auszahlen 

Krypto... WAS!?! Alles, was du über Bitcoin, Blockchain und Co. wissen musst

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben