«Sie war eine wundervolle Person»: Reaktionen auf den Tod von Ruth Bader Ginsburg
Ruth Bader Ginsburg
Justiz-Ikone Ruth Bader Ginsburg ist am 18.9.2020 verstorben. Sie wurde 87 Jahre alt. Die linksliberale Juristin starb an den Folgen einer Krebserkrankung. sda / Patrick Semansky
Der Höhepunkt ihrer Karriere: Am 10. August 1993 wird Ruth Bader Ginsburg in den Supreme Court eingeschworen. keystone / Marcy Nighswander
Ruth Bader Ginsburg und ihr Mann Martin. keystone
Bill Clinton nominierte sie für den Supreme Court. keystone / Doug Mills
Bilder aus dem Leben von Ruth Bader Ginsburg: keystone / Doug Mills
Ginsburg, geboren 1933 unter dem Namen Joan Ruth Bader im New Yorker Stadtteil Brooklyn, war in den Fünfzigerjahren eine der wenigen Frauen, die sich an der Elite-Universität Harvard Law School zur Juristin ausbilden liessen. keystone
Mit ihrem jahrzehntelangen Kampf für die Gleichberechtigung der Frauen, für Minderheiten und gegen Diskriminierung avancierte Ginsburg zu einer Justiz-Ikone der Vereinigten Staaten und einem Idol der Bürgerrechtsbewegung. keystone
Nach Bekanntwerden ihres Todes versammelten sich vor dem Gericht in Washington hunderte Trauernde. keystone / JIM LO SCALZO
Nach dem Tod der legendären Verfassungsrichterin zeichnet sich ein erbitterter politischer Kampf um die Nachbesetzung eines Schlüsselpostens im US-Justizsystem ab. keystone / Doug Mills
US-Präsident Donald Trump hat deutlich gemacht, dass er die Stelle der verstorbenen Verfassungsrichterin noch in seiner auslaufenden Amtszeit neu besetzen möchte. keystone / JUSTIN LANE
Sollten die Republikaner den freigewordenen Posten neu besetzen, könnte das die konservative Mehrheit im Supreme Court auf Jahrzehnte zementieren. keystone / MATTHEW CAVANAUGH
Das Oberste Gericht hat in den USA oft das letzte Wort bei umstrittenen Grundsatzfragen zu Streitthemen wie Abtreibung, Einwanderung, Waffenrecht und Diskriminierung. keystone / MICHAEL REYNOLDS
«The Notorious RBG», wie sie in Anspielung auf einen längst verstorbenen Rap-Star und ihre Initialen scherzhaft genannt wurde, wuchs während der Amtszeit des republikanischen Präsidenten Donald Trump zu einer Ikone des Widerstandes gegen seine Politik heran. keystone / JIM LO SCALZO
Ginsburg wollte offenbar keine rasche Entscheidung in der zu Ende gehenden Amtszeit des Republikaners. «Mein inbrünstigster Wunsch ist, dass ich nicht ersetzt werde, bis ein neuer Präsident im Amt ist.» keystone / ERIK S. LESSER
Der oberste Gerichtshof der USA. keystone / JIM LO SCALZO
Mit Ruth Bader Ginsburg ist eine legendäre amerikanische Juristin und Ikone der Liberalen gestorben. Die Verfassungsrichterin wurde in der Nacht zum Samstag von Vertretern gegensätzlicher politischer Lager gewürdigt:
US-PRÄSIDENT DONALD TRUMP: «Unsere Nation betrauert heute eine Titanin des Rechts ... Ihre Urteile, darunter die bekannten Entscheidungen zur rechtlichen Gleichstellung von Frauen und Menschen mit Behinderungen, haben alle Amerikaner und Generationen grossartiger juristischer Denker inspiriert.»
EX-PRÄSIDENT BARACK OBAMA: «Als zweite Frau, die jemals ins höchste Gericht des Landes ernannt wurde, war sie eine Kriegerin für die Gleichberechtigung der Geschlechter – und jemand, der glaubte, dass gleiches Recht vor dem Gesetz nur dann einen Sinn ergibt, wenn das für jeden einzelnen Amerikaner gilt.»
EX-VIZEPRÄSIDENT JOE BIDEN: «Heute trauert unsere Nation um eine amerikanische Heldin, eine Gigantin der Rechtslehre und eine unermüdliche Stimme im Kampf um das höchste amerikanische Ideal: gleiches Recht vor dem Gesetz. Ruth Bader Ginsburg vertrat uns alle. Sie kämpfte für uns alle.»
SENAT-MEHRHEITSFÜHRER MITCH MCCONNELL: «Ihre Intelligenz und Entschlossenheit brachten ihr Respekt und Bewunderung in der Justizwelt, und wahrlich in der gesamten Nation ein, die nun mit ihrer Familie, ihren Freunden und ihren Kollegen trauert.»
EX-PRÄSIDENT BILL CLINTON: «Sie war eine grossartige Richterin und eine wundervolle Person – eine brillante Juristin mit einem einfühlsamen Herzen, gesundem Menschenverstand, einer leidenschaftlichen Hingabe für Fairness und Gleichheit sowie einer grenzenlosen Tapferkeit im Angesicht ihrer eigenen Widrigkeiten.»
EX-PRÄSIDENT GEORGE W. BUSH: "Sie hat viele ihrer 87 Jahre dem Streben nach Gerechtigkeit und Gleichheit gewidmet – und sie hat mehr als eine Generation von Frauen und Mädchen inspiriert.
EX-PRÄSIDENT JIMMY CARTER: «Als eine kraftvolle juristische Denkerin und entschlossene Verfechterin der Gleichheit der Geschlechter war sie während ihrer langen und bemerkenswerten Karriere ein Leuchtfeuer des Rechts.»
(aeg/sda/dpa)
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