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Neue Ermittlungen gegen Freddy Nock – er soll seine Ehefrau vergewaltigt haben

Die Staatsanwaltschaft ermittelt erneut gegen Freddy Nock. Er weist den Vorwurf von sich.

Publiziert: 29.05.20, 12:04

Freddy Nock. Bild: KEYSTONE

Gegen den bekannten Aargauer Hochseilartisten Freddy Nock, 55, läuft ein neues Strafverfahren. Seine Ehefrau wirft ihm vor, sie vergewaltigt zu haben. Die Aargauer Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. Oberstaatsanwalt Daniel von Dänikel bestätigt dies der AZ, nachdem «Blick» darüber berichtet hat. «Bei der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm ist ein Strafverfahren gegen den Beschuldigten Freddy Nock wegen Vergewaltigungsvorwürfen hängig», sagt von Däniken.

Wenige Wochen vor der letzten Gerichtsverhandlung im Dezember 2019 hätten sich Hinweise ergeben, dass «möglicherweise Sexualdelikte während der Ehe» stattgefunden haben könnten. Da es sich um Offizialdelikte handelt, war die Staatsanwaltschaft von Amtes wegen verpflichtet, das Strafverfahren zu eröffnen. Über die Dauer des Verfahrens, die Erhebung einer Anklage oder gar ein Gerichtsverfahren lasse sich zurzeit keine Aussage machen. Möglich ist auch, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren wieder einstellt. Das ist abhängig von der Beweislage.

Freddy Nock äussert sich gegenüber Blick wie folgt zu den neuen Vorwürfen: «Wir hatten immer wieder Sex miteinander, und das stets einvernehmlich.»

Berufung gegen Urteil

Das Bezirksgericht Zofingen hatte Freddy Nock am 11. Dezember wegen versuchter vorsätzlicher Tötung seiner Ehefrau zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Zehn Monate davon muss er absitzen. Allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Nock hat Berufung angemeldet.

Freddy Nock soll sich 2013 während eines heftigen Streits auf den Oberkörper seiner Noch-Ehefrau Ximena, 44, gesetzt und ihr mit beiden Händen ein Kissen aufs Gesicht gedrückt haben. Im selben Jahr, am 29. Juli, hatte er Ximenia geheiratet. (pz)

Ungesicherter Balanceakt in 3500 Meter Höhe: Seiltänzer Freddy Nock schafft im Engadin einen neuen Weltrekord

Freddy Nock balanciert in der Bernina-Gruppe auf 3500 Meter Höhe. EPA/KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
Am Freitag holte er sich ungesichert den Weltrekords-Titel «Höchster Seillauf». EPA/KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
Für die Distanz von 347 Metern benötigte Nock 39 Minuten. EPA/KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
Das Wetter hätte nicht besser sein können. EPA/KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
Ursprünglich wollte Nock einen Helm aufsetzen, entschied sich dann aber dagegen. EPA/KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
Der Balanceakt sei wegen der dünnen Luft extrem anstrengend gewesen. EPA/KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
Bei einem Sturz wäre Nock 1000 Meter in die Tiefe gefallen. KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
Swiss tightrope artist Freddy Nock waits for a helicopter flight towards Piz Prievlus to attempt his world record on a tightrope, with wife Ximena and son Leo, in Pontresina in Graubuenden, eastern Switzerland, on Friday, March 20th, 2015. He covered 350 meters of distance in an altitude of 3500 meters. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller) KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER

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