Fred Brathwaite (links) am Spengler Cup 2009.
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Spengler-Cup-Kultgoalie Brathwaite gelingt eine Parade für die Geschichtsbücher
15. März 2001: Fred Brathwaite gelingt für die Calgary Flames ein eigentlich unmöglicher Save. Seine NHL-Karriere lancierte der Kulttorhüter drei Jahre zuvor am Spengler Cup in Davos.
Der Startschuss von Fred Brathwaites NHL-Karriere fällt in Davos. 1998 hext der Kanadier mit Wurzeln in Barbados das Team Canada zum Turniersieg und mausert sich durch seine spektakulären Aktionen zum Publikumsliebling. Nebst den Fans hat der Turnier-MVP aber auch die Trainer und Scouts beeindruckt.
Auch mit Adler Mannheim sorgte Brathwaite am Spengler Cup für Spektakel.
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Auf das Turnier in Davos zurückblickend sagt Brathwaite später: «Der Spengler Cup hat mich wieder ins Gespräch gebracht. Was für ein Glück, dass ich dort war!». Zu dieser Zeit ist er bei den Calgary Flames unter Vertrag, aber nur dritte Wahl. Nach dem Turnier wird der damals 27-Jährige ins Team zurückbeordert und etabliert sich als Nummer 1.
Am 15. März 2001 gelingt ihm einer der legendärsten Saves der NHL-Geschichte. Die Flames führen gegen die Detroit Red Wings im Schlussdrittel mit 2:1 und Brathwaite pariert einen Schuss von Kirk Maltby. Aber irgendwie rutscht ihm der Puck doch noch zwischen den Schonern durch und ist schon auf der Torlinie, als der Kult-Goalie seinen grössten Moment hat und die Scheibe noch mit dem Stock von der Linie wischt.
Brathwaites legendärer Save.
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Die Geschichte hat jedoch kein Happy End. Kurz nach dem Big Save gelingt Detroit doch noch der Ausgleich. Wiederum nur wenig später gehen die Red Wings gar in Führung. Am Ende verlieren die Flames die Partie mit 2:5.
Während des Lockouts der Saison 2004/05 geht Brathwaites NHL-Karriere zu Ende. Er zieht es vor, in der russischen KHL bei Ak Bars Kazan zu bleiben.
Die Karriere von Fred Brathwaite.
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Nach einem Abstecher in die AHL verschlägt es den Torhüter am Ende seiner Karriere noch in die DEL zu Adler Mannheim. Dort wird er 2009 als bester Spieler der Liga ausgezeichnet. 2012 beendet er seine in Davos lancierte Karriere.
Spengler Cup: Bilder aus längst vergangenen Zeiten
1966: Vor der schönen Bergkulisse verliert Davos (in den hellen Trikots) gegen Dukla Jihlava mit 1:10. PHOTOPRESS-ARCHIV / STR
1950: Von der prächtigen Holztribüne aus sehen die Davoser Fans ihr Team mit 5:6 gegen das deutsche Füssen verlieren. PHOTOPRESS-ARCHIV / STR
1938: Bei dichtem Schneetreiben harren nur wenige Zuschauer auf der Eisbahn aus. PHOTOPRESS-ARCHIV / STR
1970: Der Goalie der Düsseldorfer EG mit einer Blutgrätsche, die Berti Vogts in seinen besten Tagen nicht besser hingekriegt hätte. KEYSTONE / STR
1966: Überschäumende Freude? Immerhin ein sanftes Lächeln bei Stanislav Nevesely, dem Captain des Siegerteams Dukla Jilhava. KEYSTONE / STR
1942: Siegerehrung nach dem Final zwischen dem Sieger HC Davos und dem ZSC. PHOTOPRESS-ARCHIV / STR
1968: Linienwechsel beim Schweizer Nationalteam, welches das Eröffnungsspiel gegen Dukla Jihlava 1:6 verliert. PHOTOPRESS-ARCHIV / WIR.
1938: Ein Helfer wischt einem Spieler des schwedischen Teams Göta mit einem Besen den Schnee weg. PHOTOPRESS-ARCHIV / STR
1973: Füssens Torhüter Egen muss sich bezwingen lassen, Slovan Bratislava gewinnt den Spengler Cup. KEYSTONE / STR
1961: Spieler von ACBB Paris schlottern unter Wolldecken – feiern aber den Turniersieg. PHOTOPRESS-ARCHIV / STR
1959: Der Davoser Hans Pappa bezwingt Jean Ayer, den Goalie von ACBB Paris. Trotzdem holen die Franzosen den Pokal. KEYSTONE / STR
1977: Starker Schneefall im Final zwischen SKA Leningrad und Dukla Jihlava, den die Russen im Penaltyschiessen für sich entscheiden. KEYSTONE / STR
1958: Der HC Davos gewinnt den Spengler Cup zum vorerst letzten Mal. Erst im Jahr 2000 schlagen die Gastgeber wieder zu. KEYSTONE / STR
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