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Ein Asteroid schlägt auf der Erde ein. Bild: nasa.gov

5 Szenarien, um die Erde vor einem tödlichen Asteroiden zu retten

Bisher wurden über 10'000 erdnahe Asteroiden entdeckt. Es besteht also ein nicht unerhebliches Risiko eines Einschlags auf der Erde. Wie wir uns im Ernstfall schützen könnten, erfährst du hier.

Publiziert: 11.02.18, 20:24 Aktualisiert: 12.02.18, 08:30

Asteroideneinschläge haben das Potenzial die Menscheit als Ganzes auszulöschen. Im Gegensatz zu Erdbeben oder Vulkanausbrüchen können wir gegen Asteroideneinschläge aber etwas unternehmen. Es ist sicher nicht ganz günstig, aber die Motivation sollte vorhanden sein. Nicht alle Asteroiden sind so klein und ungefährlich wie jener, der am vergangenen Freitag  knapp an der Erde vorbeiflog:

Es gibt auch deutlich grössere Brocken die der Erde nahe kommen:

Das Dümmste, was man machen kann, ist den Asteroiden mit einer Atombombe zu sprengen. Asteroiden sind sehr gross und werden durch die Explosion kaum zu Staub zerfallen. Das Resultat ist, dass dann statt eines Asteroiden mehrere Asteroidenbruchstücke auf der Erde einschlagen. Das macht die Sache auch nicht wirklich besser.

Bruce Willis lässt grüssen: Im Film «Armageddon» wird ein Asteroid mit einer Atombombe gesprengt. Bild: pd

Erfolgsversprechender ist es, dem armen Felsbrocken einfach aus dem Weg zu gehen. Die Erde bewegt sich mit etwa 30 Kilometern pro Sekunde. Für die Strecke, die ihrem Durchmesser entspricht, braucht sie etwa 7 Minuten. Das ist jener Zeitraum, den der Asteroid zu früh oder zu spät eintreffen muss, um die Erde zu verfehlen.

Wäre der Asteroid also nur ein kleines bisschen schneller oder langsamer, würde er das Treffen mit der Erde verpassen und friedlich an uns vorbeifliegen. Wir müssen uns also nur überlegen, wie wir den ungebetenen Himmelskörper abbremsen oder beschleunigen können.

Raketenmotor

Ein Raketenantrieb bei voller Leistung. Bild: EPA/YONHAP/KARI

Am einfachsten wäre es, die Geschwindigkeit eines Asteroiden mit Hilfe eines starken Raketenmotors zu ändern. Eine Raumsonde würde den Raketenmotor zum Asteroiden transportieren, wo er dann verankert und gestartet wird. Diese riesige Materialschlacht wäre aber nicht ganz billig, was uns zur nächsten Methode führt. 

Kinetischer Impakt 

Der Komet «Tempel 1» wird von einem 372 kg schweren Projektil getroffen.  Bild: wikimedia.org

Günstiger wäre es, einfach etwas auf den Asteroiden zu «werfen». Das Objekt müsste nur ausreichend gross sein und schnell genug auf den Asteroiden auftreffen. Die Wucht des Aufpralls könnte reichen, um den Asteroiden entscheidend abzulenken. Dieses Manöver wurde schon einmal mit einem 372 kg schweren Metallprojektil durchgeführt. 

Mann könnte dem Asteroiden aber auch etwas anderes entgegenschleudern:

Video: watson

Sonnensegel

Bild: The Planetary Society

Eine elegante Lösung wäre der Einsatz eines Sonnensegels, um die Kraft der Sonne zu nutzen. Licht besteht aus kleinen Lichtteilchen, sogenannten «Photonen». Treffen diese auf das Sonnensegel, werden sie reflektiert und es wird ein «Impuls» übertragen. So wirken die Photonen ähnlich wie Wind bei einem Windsegel. Der Asteroid würde so abgebremst.

Jarkowski-Effekt

Der Jarkowski-Effekt wurde nach seinem gleichnamigen russischen Entdecker benannt.  Bild: nasa.gov/pixabay.com

Die Sonne leuchtet nicht nur, sie wärmt auch, aber nicht überall gleichmässig. Wer in der Sonne steht, bekommt eine warme Brust, aber der Rücken bleibt kalt. Genau so ist es beim Asteroiden. Die Seite die der Sonne zugewandt ist, nimmt Wärme auf, die Rückseite gibt Wärme ab. Das Abgeben von Wärme erzeugt jedoch wie beim Sonnensegel eine kleine Kraft.

Würde man den Asteroiden mit einer Farbe anmalen, würde sich die Aufnahme und Abgabe von Wärme verändern, was wiederum die Geschwindigkeit des Asteroiden beeinflusst. Der Jarkowski-Effekt der dieser Strategie des Anpinselns zugrunde liegt, wurde bereits bei «Golewka» gemessen, einem Asteroiden mit einem Kilometer Durchmesser.

Gravitationskraft

Bild: pixabay.com

Schliesslich wäre es auch möglich, die Gravitationskraft zu nutzen. Jedes Objekt zieht jedes andere Objekt mit seiner Gravitationskraft an. Fällt ein Apfel von einem Baum, wird nicht nur der Apfel von der Erde angezogen, sondern auch die Erde ein kleines Bisschen vom Apfel.

Bei einem tödlichen Asteroiden mit einem Kilometer Durchmesser, würde also ein grosses Raumschiff ausreichen. Wenn es sich nahe genug am Asteroiden befindet, zieht es diesen an. Die Gravitationskraft wirkt also wie ein Abschleppseil. Die Flugbahn des Asteroiden würde sich verändern und die Erde würde verschont bleiben.

Wer sich noch mehr für das Thema interessiert, dem sei Florian Freistetters Buch «KRAWUUM! Ein Plädoyer für den Weltuntergang» empfohlen.

Falcon Heavy bringt Tesla ins All

Ein Tesla schwebt im All! Ja, dieses Bild ist echt! AP/SpaceX
Astronauten-Dummy «Starman» geniesst nun auf dem Weg zum Mars am Steuer eine atemberaubende Aussicht. Der Tesla befindet sich an der Spitze der Rakete. AP/SpaceX
Die Falcon Heavy Rakete mit dem Tesla im Frachtraum startete erstmals auf Cape Canaveral. Mit über 60 Tonnen Nutzlast ist sie die stärkste Rakete der Welt. AP/AP / John Raoux
Zehntausende Zuschauer bejubelten den Jungfernflug der Superrakete. AP/Orlando Sentinel / Joe Burbank
Szenen wie aus einem Science-Fiction-Film: Zwei der drei Start-Booster landeten selbstständig wieder in Cape Canaveral. comments://122467809/1152690

«Alles ist einfacher, wenn man schwebt»

Video: srf/SDA SRF

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