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Vor lauter Pixeln kann man gar nicht erkennen, mit wem Bachelor Patric hier schmust. Ob das Absicht ist? bild: screenshot 3+

Der «Bachelor» geht ran an den Speck. Und dann kommt es mehrfach knüppeldick

Publiziert: 04.11.19, 22:19 Aktualisiert: 05.11.19, 08:08

Unser bewährtes «Bachelor»-Duo Anna Rothenfluh und Simone Meier weilt noch immer in den Ferien. Eigentlich wollten wir unseren Edeljoker Zapella einwechseln. So wie letzte Woche.

Doch auch er verabschiedete sich in den wohlverdienten Urlaub und deshalb muss ich hier in die Tasten greifen.

Dabei wäre die Folge wie gemacht gewesen für Sportchef Zappella: Sie beginnt mit einem Triathlon. Vier Damen kämpfen um eine weisse Rose. Die weisse Rose ist, so lerne ich, die Panzerfaust unter den Blumen. Mit ihr bewaffnet darf die Kandidatin jedes Einzeldate sprengen – was auch immer das bedeutet. Nicht ohne Stolz gebe ich zu, dass ich in Sachen «Bachelor» keine Ahnung von Botanik habe. Aber das muss man auch nicht.

Anyway.

Desiree holt sich locker das blumige Power-Up und Patric erweist sich als Grossmeister des Bikofoms (Beleidigung in Komplimenteform). Er findet, er sei «recht beeindruckt» von den Ladies. Sie hätten das alles «top» gemacht.

Wenn Amor wüsste, mit welcher Sprache hier weibliche Geschöpfe umgarnt werden, er würde sich ins Knie schiessen.

Franzo(h)ni (H/R)ose - «Der Bachelor» Folge 3

Video: watson/nico franzoni, linda beciri

Als Belohnung verteilt Patric danach High-Fives, als wäre er Captain der Harlem Globetrotters. Jeder Küchenpsychologe weiss: Noch nie hat eine Beziehung (und auch kein Porno) mit einem High-Five begonnen. Desiree, Sindy, Tanja und Amy müssen sich den Sieg schon mal abschminken.

Wer so abklatscht, will keinen Sex

bild: gif by watson.ch bilder:3+

In der «Villa» lästern derweil die Zurückgebliebenen. Schnell wird klar: Debora und Ramona sind so etwas wie die Yolo-Variante von Statler und Waldorf. Zusammen mit Yiankarla bilden sie das Trio-Infernale. Auch sie werden mit dem Sieg nichts zu tun haben. Dafür sind sie einfach zu furchterregend.

Statler und Waldorf bild: wikimedia

Debora und Ramona bild: 3+

Schon eher Chancen hat Grace. Elegant holt sie sich bereits ihr zweites Einzeldate. Der Bachelor lässt sich nicht zweimal bitten. Zwischen Kamerateam und Pyros leitet er subtil einen Angriffsversuch ein: «Am liebschte würd ich dir jetzt en Kuss gee.» Spätestens jetzt wäre Amors Kniescheibe zersiebt.

Statler und Waldorf zeigen Grace, was sie von ihr halten. bild: screenshot 3+

Grace nimmt den Steilpass aber auf. Endlich wird geschmust. Und damit lösen die Macher endlich die Handbremse in dieser Show. Und auch Patric gerät in Wallung:

«Chönt e Frau siii, wo eventuell für mich in Zuekunft i Frag chämti.»

Patric über Grace mit viel Commitment

«Ich habe so etwas Peinliches noch nie in meinem Leben gesehen». Das sage nicht ich, sondern Tanja, als sich vier Kandidatinnen für ein Photoshooting mit Patric in knappe Outfits zwängen. Dem Bachelor gefällt's: «D'Ladies hend sich nomal vonere völlig andere Site zeigt.» Erneut streichelt er gegen den Strich:

«Ich bin recht beeindruckt. Recht sexy. Super gmacht. Top. Chumi grad chli is schwitze.»

Euphorie à la Patric oder ein Bikofom in Reinkultur

Echt beeindruckt bin dafür ich: Patric sieht auf den Fotos dermassen gut aus, dass er sämtlichen Kandidatinnen die Show stiehlt. Ich mag den Jungen. Er strahlt eine innere Ruhe und jegliche Arten von Sicherheit aus. Da verzeiht man ihm auch den einen oder anderen holprigen Dialog.

Er ist einfach fotogen. Sie recht. bild: 3+

Heisse Dialoge ist die Stärke anderer. Zum Beispiel von Alessia und Anna. Für den Hauptsponsor der Sendung packen sie Sexspielzeug aus:

Alessia: «Stahsch demfall au uf so Züüg?»
Anna: «En Ente-Vibrator! So geil!»
Alessia: «Ich han zum Bispil au vill so Dessous und Kostüm debi.»
Anna: «Stasch uf so Rollespiili? Verchleidisch di gern als Polizischtin oder Schuelmeitli?»
Alessia: «Ja oder Chrankeschwöschter.»
Anna: «Geil, Mann.»

Kurz danach sucht Selina beim Photoshoot vor den Augen des Mobs ebenfalls Lippenkontakt und Patric belohnt den Übergriff mit einer Rose. Die Emotionen kochen über, Tränen fliessen und Zigaretten werden ausgedrückt. Nicht immer fachgerecht – zum Beispiel auf Steffis Rücken, wie sie selbst moniert. Die Solothurnerin sucht nun mit Sindy, Grace und Amy das Gespräch mit Rapi. Endlich kommt hier Denver-Clan-Stimmung auf.

Derweil gesteht Alessia, dass sie nach einer lebensgefährlichen Schönheitsoperation fünf Wochen im Spital lag. Alles nur wegen Mobbing. Apropos Mobbing: Rapi wird von den Machern als übler Rüpel gezeichnet, die es vor allem auf die junge Sindy abgesehen hat. Geklärt wird nichts, dafür stimmt der Zoom auf die Tränen. Am Ende spricht der Bachelor ein Machtwort und Rapi muss die Villa ausserterminlich verlassen.

Me kämpft da um es Herz und quasi um mis, aber irgendwo isch au under de Mädels e Grenze.

Patric schiebt einen Riegel.

Dafür betritt nun die 38-jährige Ersatzkandidatin Sandra die Bühne, was wiederum der 20-jährigen Vanessa zu schaffen macht: «Die isch alt und verbrucht. Aber will sie de ganzi Tag ihri graue Haar überfärbe wird, wird ich ihrä sowieso nöd oft über den Weg laufe.»

Bämm!

Vanessa dreht nun endgültig auf und zitiert vor dem Rosenabend Hakan Yakin:

«Ich will versuchen, 100 Prozent zu geben.»

Vanessa vor dem Rosenabend.

Yiankarla grätscht Vanessa aber mit einer aggressiven Taktik in die Beine und eröffnet dem Bachelor beim Solodate, dass sie bereits ein Kind hat. Überhaupt kein Problem für Patric, der erneut ein Bikofom aus dem Ärmel schüttelt:

«Ich muess sägä, hütt gsesch umwerfend us. Mal völlig andersch.»

Patric über Yiankarla

Am Ende werden Anna und Steffi ausgemustert. Statler und Waldorf freut es. Fistbump zur Abwahl. Das kann ja noch heiter werden. Allerdings nicht mehr mit mir. Ab nächster Woche übernimmt wieder unser angestammtes Duo. So ganz ohne Posaunen und Trompeten will ich mich hier aber doch nicht verabschieden. Und deshalb hier meine Prognose:

Es gewinnt die zierliche Rivana. Weshalb? Sie wird von der Regie brav aus der Schusslinie genommen. Im Final setzt sie sich gegen Debora und Grace durch. Und um es in den Worten von Patric zu sagen: Die Sendung war recht beeindruckend.

Wer gewinnt den Bachelor?
Leider hat was nicht geklappt. Bitte versuche es später nochmals.

Bachelorette Andrina gibt Nico keine Rose

Video: watson/nico franzoni

30 Jahre Aids-Prävention

1987 – Im Februar startet das Bundesamt für Gesundheit in Zusammenarbeit mit der Aids-Hilfe Schweiz die erste STOP AIDS-Kampagne. Erkennungslogo: ein rosarotes Präservativ. BAG
1988 – Der rosa Präservativmond wacht über den Schweizer Städten. BAG
1989 – Wertevermittlung als Botschaft: Treue.
1990 – Aufklärung: Küssen ist kein Risiko.
«Anna hat Aids. Wer wirft den ersten Stein?» Menschen mit Aids werden zunehmend diskriminiert. Der Bund tritt den Moralaposteln entgegen. Die Bundesräte Flavio Cotti und Elisabeth Kopp treten in Fernsehspots auf und appellieren an die Solidarität mit Menschen mit Aids und HIV.
1991 – Solidarität wird zum zentralen Thema der STOP-AIDS-Kampagne von 1990 und 1991.
1992 – «Ohne? Ohne mich.»
1993 – «Ich war keiner Frau ewig treu. Aber dem Präservativ schon.» Setzte die Kampagne von 1989 noch auf die Treue, rückt anfangs der 90er Jahre der Seitensprung in den Fokus. Längst ist Aids und HIV auch bei heterosexuellen Paaren ein Thema.
1994 – Tabubruch: Erstmals ein schwules Paar in einer schweizweiten Kampagne. Der Bundesrat wird aufgefordert, unverzüglich eine Ethikkommission einzusetzen, welche die Themen und Slogans der «Stop Aids»-Kampagnen prüft. Der Bundesrat lehnt die Motion ab.
1994 – Wenn schon, denn schon. Die Kampagnen passen sich der Realität an.
1995 – Ohne Worte.
1996 – «Das Präservativ immer dabei.»
1997 – Ohne Dings kein Bums wurde zum geflügelten Satz. Hat bis heute seine Gültigkeit.
1998 – Die Botschaft muss immer wieder an den Mann und die Frau kommen. Mit Humor geht es leichter.
1999 – Die meisten Kondompannen sind auf unsachgemässe Anwendung zurückzuführen. Zu gross, zu klein, falsche Seite, kein Platz für das Reservoir etc.
2000 – «Zum Glück kommt sich die Menschheit immer näher.»
2001 – «Falls Sie auch bei diesem Liebesspiel ganz sicher sein wollen.» Vaginal-, Oral-, Analsex. Das Vokabular des Durchschnittbürgers wird erweitert.
2002 – Landesausstellung: Die Plakatkampagne nimmt ein Thema an der Expo.02 auf: Verführung und Prävention.
2003 – Die Schweiz: ein Land, viele Nationalitäten.
2003 – Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) reagiert auf den Protest der Schweizer Bischöfe und zieht dieses Plakatsujet zurück. Diese hatten kritisiert, das Plakat mache die Haltung der katholischen Kirche lächerlich.
2005 – STOP AIDS wird zu LOVE LIFE STOP AIDS. Die Kampagne für mündige Bürgerinnen und Bürger. Sex haben ist gesund und tut gut. Sex kann unbeschwert geniessen, wer das Präservativ konsequent und richtig anwendet.
2006 – «Hier schützt man sich ja auch.» Sich im Alltag schützen ist eine Selbstverständlichkeit. Das gilt auch beim Sex.
2007 – Das eigene Risiko testen: www.check-your-lovelife.ch. Wir haben alle eine Vergangenheit, auch eine sexuelle.
2008 – «Auch auf Geschäftsreisen immer mit.» Umstrittenes Plakat. Leserbriefe, Protestschreiben, besorgte Eltern.
2010 – One Night Stands, gekaufter Sex, schneller Sex. Ging es zu schnell, um an Gummis zu denken? Risikocheck auf www.check-your-lovelife.ch.
2011 – «Juckt es?» HIV ist eine chronische behandelbare Krankheit. Und was ist mit Tripper, Syphilis und CO.? Wenn es juckt, wenn es beisst, wenn es kratzt – ab zum Arzt.
2012/2013 – «Mein Dings hat Dingsbums.» Alle Aufgeklärtheit zum Trotz – über Geschlechtskrankheiten zu sprechen ist nicht einfach, aber notwendig.
2014 – «LOVE LIFE – und bereue nichts». Jetzt es geht es direkt zur Sache.
2015 – LOVE LIFE-Kampagne: Wenn hinter grippeähnlichen Symptomen mehr steckt.
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Love Life-Kampagne 2017: «Partner wechselt. Safer Sex bleibt.»
Love Life-Kampagne 2018: «Machs mit und gewinne!» zvg
Love Life-Kampagne 2019: «Auf gehts» pd
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Dr. Ruth (91) gibt uns Sex-Tipps

Video: watson / Emily Engkent, Linda Beciri

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