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Tesla plant schon die nächste Gigafactory – für den Cybertruck

Publiziert: 11.03.20, 16:04 Aktualisiert: 12.03.20, 07:26

Während der Bau der vierten Gigafactory im deutschen Brandenburg eher holprig vorangeht, plant Tesla bereits Gigafactory Nummer fünf. Das neue Werk soll in Amerika entstehen, und zwar im mittleren Teil der USA, wie Elon Musk auf Twitter verraten hat. In seinem Tweet bezeichnete Musk die neue Fabrik als Cybertruck Gigafactory.

Elon Musk im November bei der Präsentation des Cybertrucks. Bild: AP

Mit dem Cybertruck will Tesla in den lukrativen Automarkt für Pick-ups vorstossen. Tesla will den Cybertruck dabei bereits ab 40'000 Dollar anbieten. In der neuen Fabrik soll aber auch das Model Y vom Band laufen – mit den neuen Fahrzeugen soll die Ostküste der USA versorgt werden.

Wo genau die Fabrik stehen wird, kann Tesla aktuell noch nicht sagen. Die beiden bisherigen US-Gigafactorys stehen in den Bundesstaaten Nevada und New York. Musk sagte gegenüber dem Wall Street Journal, dass diverse Kriterien wie Logistikkosten, Zugang zu talentierten Arbeitskräften und Lebensqualität eine Rolle bei der Auswahl spielen würden. Eine entscheidende Rolle dürften auch die Zuschüsse spielen, die die verschiedenen Bundesstaaten Tesla offerieren.

Die Gigafactory in Sparks, Nevada im Jahr 2017. Bild: EPA/TESLA MOTORS

Dennoch lässt es sich Musk nicht nehmen, mit den Spekulationen und dem Interesse der Tesla-Fans zu spielen. So wollte er letzten Monat in einer Umfrage auf Twitter wissen, wie den Usern eine Gigafactory in Texas gefallen würde. Das Newsmagazin Axios wiederm will aus einer Quelle die mit der Planung vertraut sei, erfahren haben, dass Tesla unter anderem Nashville, Tennessee, in Betracht ziehen würde.

Tatsächlich ist Tennessee durchaus ein interessanter Standort für Tesla, da die Autoindustrie dort bereits breit angesiedelt ist. Vor allem im Bereich Elektroautos investieren grosse Autohersteller massiv in den Standort. So hat beispielsweise Volkswagen angekündigt eine Batteriefabrik für 800 Millionen in Chattanooga, Tennessee zu bauen.

Für Tesla wäre das bereits die vierte Fabrik in den USA. Nebst den beiden Gigafactorys in Nevada und New York betreibt der Elektroauto-Hersteller auch noch ein Werk in Fremont. Da Tesla dieses 2010 von GM und Toyota übernommen und umgebaut hatte, wird es nicht als Gigafactory angesehen.

(pls)

TOGG – die türkische Antwort auf Tesla

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am 27. Dezember 2019 das erste türkische Elektroauto präsentiert. EPA / TURKISH PRESIDENTIAL PRESS OFFIC
Für das Design zeichnet sich das italienische Designstudio Pininfarina verantwortlich. EPA / ERDEM SAHIN
Dass die Türkei einen eigenen E-Volkswagen plant, ist schon seit Ende 2017 bekannt. EPA / ERDEM SAHIN
Lanciert werden die türkischen Elektroautos vom türkischen Firmenkonsortium TOGG. EPA / TURKISH PRESIDENTIAL PRESS OFFIC
Das erste Modell, ein E-SUV, soll 2022 auf den Markt kommen. EPA / TOGG HANDOUT
Es soll zwei Motorisierungs-Varianten geben: Heckantrieb mit einer 150 kW (203 PS) starken E-Maschine ... EPA / TOGG HANDOUT
... oder Allrad mit einem zusätzlichen E-Motor vorne für eine Systemleistung von 300 kW (406 PS). EPA / TOGG HANDOUT
Beim E-SUV setzt TOGG auf Komfort, Platz für bis zu fünf Personen sowie moderne Fahrassistenzsysteme mit Selbstfahr-Funktion. EPA / TURKISH PRESIDENTIAL PRESS OFFIC
Im Cockpit ist wie beim Tesla ein grosser Bildschirm verbaut. EPA / TOGG HANDOUT
Die Reichweite soll 300 km oder mehr als 500 km betragen, je nach verbautem Akku. EPA / TOGG HANDOUT
Es sollen bis zu 175'000 Fahrzeuge in einer Fabrik in der nordwestlichen Provinz Bursa gefertigt werden. EPA / TOGG HANDOUT
Der türkische Staat beteiligt sich finanziell und soll laut Erdogan mindestens 30'000 Fahrzeuge übernehmen. EPA / ERDEM SAHIN
Eine türkische Automarke sei ein langgehegter Wunsch des Präsidenten, der sagte, die Türkei verdiene Besseres, als die Autos anderer Hersteller zusammenzusetzen. Auch eine E-Limousine soll TOGG bauen. EPA / TOGG HANDOUT
Ein erster Prototyp wurde auch am 27. Dezember 2019 gezeigt. EPA / TOGG HANDOUT
Die Preise sind noch nicht bekannt. In den 1960er-Jahren war ein erster Versuch der Türkei mit einer Eigenmarke – dem Devrim – gescheitert. EPA / TOGG HANDOUT

Neue Transportvision von Tesla-Gründer Elon Musk

Video: watson / Nico Franzoni

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