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Der zweite Attentäter soll in Tat und Wahrheit Alexander Jewgeniwitsch Mischkin sein – ein Militärarzt des russischen Geheimdiensts GRU.  Bild: AP/Bellingcat

Auch er war kein Tourist: Zweiter Skripal-Attentäter offenbar enttarnt

Publiziert: 09.10.18, 00:00 Aktualisiert: 09.10.18, 06:37

Eine Gruppe von Investigativ-Journalisten hat nach eigenen Angaben die wahre Identität auch des zweiten mutmasslichen Skripal-Attentäters enthüllt. Das teilte die Recherche-Webseite Bellingcat am Montag mit.

Diese Aufnahme zeigt die beiden Agenten am Bahnhof in Salisbury.  Bild: EPA/LONDON METROPOLITAN POLICE

Demnach soll es sich bei dem Verdächtigen, der unter dem Namen Alexander Petrow nach Grossbritannien eingereist war, in Wahrheit um Alexander Jewgeniwitsch Mischkin handeln, einen Militärarzt des russischen Geheimdiensts GRU. Ausgewertet haben die Journalisten unter anderem Angaben von Bekannten des Verdächtigen sowie verschiedene Ausweisdokumente.

Den anderen mutmasslichen Gift-Attentäter hatte Bellingcat Ende September als einen hochdekorierten russischen Offizier namens Anatoli Tschepiga identifiziert.

Die britischen Ermittler werfen dem Duo vor, unter ihren Decknamen nach Salisbury gereist zu sein und den Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergei Skripal und seine Tochter Julia verübt zu haben. Die beiden hatten im russischen Fernsehen erzählt, sie seien als Touristen nach Grossbritannien gereist.

Vater und Tochter Skripal waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der südenglischen Kleinstadt Salisbury entdeckt worden. Sie mussten wochenlang intensiv behandelt werden und entkamen nur knapp dem Tod.

London macht den Kreml für das Attentat verantwortlich. Moskau bestreitet die Vorwürfe. Der Fall löste eine schwere diplomatische Krise aus. (sda/dpa)

Russland ist «höchstwahrscheinlich» verantwortlich

Video: srf

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Mit Putin in den Ferien:

Der russische Präsident Wladimir Putin beim Pilzen in Sibirien am 26. August 2018. EPA/SPUTNIK POOL / ALEXEI NIKOLSKY / SPUTNIK / KREMLIN POOL / POOL
Putin blickt über «sein» Land. EPA/SPUTNIK POOL / ALEXEI NIKOLSKY / SPUTNIK / KREMLIN POOL / POOL
Das ist nicht etwa ein sibirischer Förster, der da mit Putin einen Zedern-Schössling untersucht, sondern Verteidigungsminister Sergei Shoigu. EPA/SPUTNIK POOL / ALEXEI NIKOLSKY/SPUTNIK/KREMLIN POOL / POOL
Naturverbunden: So zeigt sich Putin gern. EPA/SPUTNIK POOL / ALEXEI NIKOLSKY/SPUTNIK/KREMLIN POOL / POOL
Und auch hier wird Putin nicht vom Förster, sondern vom Chef des Inlandsgeheimdienstes FSB, Alexander Wassiljewitsch Bortnikow, begleitet. EPA/SPUTNIK POOL / ALEXEI NIKOLSKY/SPUTNIK/KREMLIN POOL / POOL
Kleine Ausfahrt auf Yenisei-Fluss am 25. August 2018. EPA/SPUTNIK POOL / ALEXEI NIKOLSKY/SPUTNIK/KREMLIN POOL / POOL
Ganz schön entspannt, der Wladimir. Und jetzt geht es weiter mit anderen Freizeitvergnügen des russischen Präsidenten. EPA/SPUTNIK POOL / ALEXEI NIKOLSKY/SPUTNIK/KREMLIN POOL / POOL
Putin schwimmt (sichtlich begeistert) 2018 während der Feier des Dreikönigsfestes in den eisigen Gewässern des Seligersees in Russland. Das Dreikönigsfest ist einer der wichtigsten religiösen Feiertage der russisch-orthodoxen Kirche. EPA/SPUTNIK POOL / ALEXEI DRUZHININ / SPUTNIK / KREMLIN POOL /
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Putin inszeniert sich gerne als starken Mann. Er räumt jedoch ein: Manche seiner Auftritte waren gestellt. Reuters
Hier testet er im September 2018 öffentlichkeitswirksam ein neues Kalaschnikow-Gewehr. Über die Hälfte der Schüsse sollen Volltreffer gewesen sein. AP/Pool Sputnik Kremlin / Alexei Nikolsky
Tauchen tut er auch gerne. Reuters
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Putin hat mal einem Eisbären einen Peilsender angelegt. Reuters

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