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Mit dem Bodyheat-System sparen die Tanzenden mit ihrer Körperwärme CO2. Bild: keystone

Club in Schottland verwandelt beim Tanzen erzeugte Energie in Strom – und spart so CO2

Mit der Körperwärme der Tanzenden dieselbigen kühlen: das Bodyheat-System soll's ermöglichen.

Publiziert: 05.09.21, 21:14

Ein Nachtclub in Glasgow arbeitet daran, die Energie, die von seinen Gästen auf der Tanzfläche freigesetzt wird, nachhaltig zu nutzen. Das zukunftsweisende System um Club«SWG3» könnte Good News Network zufolge dem beliebten Nachtlokal bis zu 70 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

Ähnliche Konzepte gibt es beispielsweise bereits in Kalifornien oder Rotterdam: dort wird in Clubs die Bewegungsenergie der Tanzenden auf dem Boden zur Erzeugung von Strom genutzt. Doch der Club «SWG3» ist der erste Veranstaltungsort weltweit, an dem das sogenannte Bodyheat-System getestet wird. Die Initiative wird im Rahmen der von den Vereinten Nationen unterstützten COP26-Klimakonferenz vorgestellt, die am 31. Oktober in der schottischen Hafenstadt beginnt.

In einer Erklärung des Clubs heisst es:

«Wir freuen uns sehr, unsere Pläne zur Einführung eines hochmodernen erneuerbaren Heiz- und Kühlsystems für den SWG3-Komplex bekannt zu geben, das die Körperwärme von Clubbern und Gig-Besuchern in eine Energiequelle umwandelt, die wieder genutzt werden kann.»

Bodyheat nutzt Wärmepumpen und Flüssigkeiten, um die von der Menschenmenge im SWG3 erzeugte Körperwärme zu bündeln. Diese Wärme kann dann entweder sofort zur Kühlung des Publikums mittels Klimaanlagen verwendet oder unter der Erde gespeichert werden, bis sie zum Heizen des Gebäudes benötigt wird.

Ein menschlicher Körper strahlt etwa 100 Watt überschüssige Wärme ab, die sich auf engstem Raum schnell summieren kann. Die enorme Wärmemenge, die Menschen in Clubs oder bei Konzerten erzeugen, wird derzeit ungenutzt in die Atmosphäre abgegeben. «Mit diesem neuen System», so die Club-Betreiber, «können wir diese Wärme nutzen, indem wir vor Ort nur wenig Strom und Gas verbrauchen und gleichzeitig unsere CO2-Emissionen minimieren.»

Aufforstungs-Potential in der Schweiz und weltweit

In der Schweiz befinden sich die für Aufforstung geeigneten Flächen vornehmlich im Mittelland, in den Voralpen und im Jura. Das zeigt sich deutlich in diesen Screenshots der Landesteile. Hier ist die Nordostschweiz zu sehen. (karte: crowther lab / eth zürich) Crowther Lab / ETH Zürich
Die Südostschweiz. Hier gibt es vergleichsweise wenig geeignete Flächen. (karte: crowther lab / eth zürich) Crowther Lab / ETH Zürich
Der Südwesten. Grüne Flächen finden sich mehrheitlich im Mittelland, dagegen kaum in den Alpen. (karte: crowther lab / eth zürich) Crowther Lab / ETH Zürich
Der Nordwesten mit Mittelland und Jura. Hier sind am meisten grüne Flächen zu finden. (karte: crowther lab / eth zürich) Crowther Lab / ETH Zürich
Europa im Überblick. Die Schweiz weist – neben Grossbritannien und Irland – ein grosses Aufforstungspotential auf. (karte: crowther lab / eth zürich) Crowther Lab / ETH Zürich
Die USA und Kanada. Beide Länder verfügen zusammen über rund 180 Millionen Hektar potentieller Aufforstungsfläche. Die Great Plains dürften wohl aufgrund ihrer Bedeutung für die Landwirtschaft nicht grün gefärbt sein. (karte: crowther lab / eth zürich) Crowther Lab / ETH Zürich
Mittel- und nördliches Südamerika. Bei den grünen Flächen im Amazonasgebiet könnte es sich zum Teil um abgeholzten Regenwald handeln. Brasilien hat etwa 50 Millionen Hektar potentielles Aufforstungsfläche. (karte: crowther lab / eth zürich) Crowther Lab / ETH Zürich
Südliches Südamerika. Viel Aufforstungspotential gibt es in Paraguay, Argentinien und im südlichen Chile. (karte: crowther lab / eth zürich) Crowther Lab / ETH Zürich
Nördliches Afrika und Arabische Halbinsel. Seltsam die grünen Flächen im Südosten Algeriens, also mitten in der Sahara, und in den Wüsten Saudi-Arabiens. (karte: crowther lab / eth zürich) Crowther Lab / ETH Zürich
Südliches Afrika. Das grösste Aufforstungspotential findet sich südlich des Kongobeckens. (karte: crowther lab / eth zürich) Crowther Lab / ETH Zürich
Zentrales und südliches Asien. Hier sind vergleichsweise nur wenige Flächen grün gefärbt. (karte: crowther lab / eth zürich) Crowther Lab / ETH Zürich
Südostasien mit Indonesien und Neuguinea. Ausgerechnet die dicht besiedelte indonesische Hauptinsel Java ist am stärksten grün gefärbt. (karte: crowther lab / eth zürich) Crowther Lab / ETH Zürich
Australien und Neuseeland. Viel grün vor allem entlang der australischen Ostküste. Das Land verfügt über knapp 60 Millionen Hektar potentieller Aufforstungsfläche. (karte: crowther lab / eth zürich) Crowther Lab / ETH Zürich
Russland, das mit Abstand grösste Land der Welt, verfügt auch über das grösste Aufforstungpotential: Es sind 151 Millionen Hektar. Hier ist der europäische Teil des Landes zusammen mit dem westlichen Teil Sibiriens zu sehen. (karte: crowther lab / eth zürich) Crowther Lab / ETH Zürich
Das zentrale und östliche Sibirien. Gut zu sehen ist übrigens, wie die Merkator-Projektion der Karte die Flächen gegen die Pole hin stark vergrössert. (karte: crowther lab / eth zürich) Crowther Lab / ETH Zürich
Der äusserste Osten Russlands und Alaska. Das Aufforstungspotential in Alaska ist deutlich höher. (karte: crowther lab / eth zürich) Crowther Lab / ETH Zürich

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