Australien
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06894345 Catholic Cardinal George Pell at Victoria's County Court in Melbourne, Australia, 17 July 2018. Cardinal Pell is standing trial on charges of alleged sexual assault dating back more than 20 years. Australia's most senior Catholic Cardinal George Pell is in court on charges of sexual assault.  EPA/DANIEL POCKETT AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Bild: EPA/AAP

Sängerknaben missbraucht: Vatikan-Finanzchef George Pell verurteilt



Der australische Kardinal und Vatikan-Finanzchef George Pell ist wegen Kindesmissbrauchs verurteilt worden. Dies sagten Gerichtsvertreter am Dienstag in der australischen Stadt Melbourne.

Der 77-Jährige wurde demnach schuldig gesprochen, in den 1990er Jahren zwei Chorknaben in der Saint Patrick's Kathedrale in Melbourne missbraucht oder sexuell angegriffen zu haben. Die Opfer seien damals 12 und 13 Jahre alt gewesen. Die Fälle gingen auf die Jahre 1996 und 1997 zurück, als Pell gerade Erzbischof von Melbourne geworden sei.

Pell ist der ranghöchste katholische Geistliche weltweit, der wegen Missbrauchsvorwürfen verurteilt wurde. Ein Strafmass wurde noch nicht verkündet. Pell drohen insgesamt bis zu 50 Jahre Haft. Über seine Anwälte wies er am Dienstag nochmals alle Vorwürfe zurück.

Sein Anwalt will nunmehr Berufung gegen den Entscheid einlegen. Das Urteil gegen den 77-Jährigen war bereits im Dezember gefallen – aber auf Anordnung des Gerichts aber bisher unter Verschluss gehalten worden.

Aufhebung des Maulkorbs

Hintergrund für die Geheimhaltung war ein geplanter weiterer Prozess zu anderen Vorwürfen gegen Pell. Mit dem Verbot jeglicher Berichterstattung über den im Dezember abgeschlossenen Prozess sollte verhindert werden, dass das noch laufende Verfahren beeinflusst wird.

Die Staatsanwaltschaft entschloss sich aber am Dienstag, das zweite Verfahren nicht weiter zu verfolgen. In der Folge wurde das Verbot einer Berichterstattung über die Verurteilung vom Dezember aufgehoben.

Die katholische Kirche sieht sich seit Jahren mit zahlreichen Missbrauchsskandalen in vielen Ländern konfrontiert. Dabei geht es auch um Vorwürfe von weitreichender Vertuschung. Erst in den vergangenen Tagen war im Vatikan ein mehrtägiger Krisengipfel zum Thema Kindesmissbrauch abgehalten worden. (sda/afp/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Link zum Artikel

Kann Basel YB wieder gefährlich werden? Alle Transfers der Super League im Überblick

Link zum Artikel

Mehr Spass! Hier kommen die 24 lustigsten Fails, die das Internet gerade zu bieten hat

Link zum Artikel

Kommen Sie, kommen Sie! PICDUMP!

Link zum Artikel

Der Papst wird bei seinem Besuch in der Schweiz gefeiert:

abspielen

Video: watson

Abonniere unseren Newsletter

11
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pümpernüssler 26.02.2019 10:43
    Highlight Highlight Ist das eigentlich ein Muss um im Vatikan aufzusteigen? Diese Missbrauchs und Pädophilie Hochburg (Vatikan) gehört längst geschlossen. Milliarden an Vermögenswerten und was davon geht an Bedürftige? Das einzige was man vom Vatikan sowie der Katholischen Kirche liest. sind Skandale. Aber klar der Islam ist der Feind 😂😂😂
  • Bud Spencer 26.02.2019 10:20
    Highlight Highlight Saftladen 😠
  • mukeleven 26.02.2019 09:00
    Highlight Highlight chatzgrau und hahnebüchen!
  • infomann 26.02.2019 08:57
    Highlight Highlight Mich überrascht gar nichts mehr.
    Die tausenden von Missbräuchen ist ja das ein, aber die Aufarbeitung ist das andere. Die alten Herren in Rom haben letzte Woche ja wirklich nichts konkretes beschlossen. Ein bisschen plaudern, ein paar Beschwichtigen und Ausreden, das war's.
    Nur austreten aus diesem Verein hilft, Geld regiert auch in Rom.
  • Mnemonic 26.02.2019 07:54
    Highlight Highlight Na immerhin eine der ganz grossen Nummern...
  • The fine Laird 26.02.2019 07:19
    Highlight Highlight Ach du dickes Ei! Das kann unmöglich sein!😲😲😲
    • Quasi Modo 26.02.2019 09:35
      Highlight Highlight /irony off
  • pamayer 26.02.2019 06:54
    Highlight Highlight Die übliche patriarchale Scheisse.
    • Silent_Revolution 26.02.2019 10:17
      Highlight Highlight Die übliche religiöse Scheisse.
  • Sloping 26.02.2019 02:42
    Highlight Highlight Der Informationsgehalt dieses "Artikels" tendiert gegen 0.

    Wer sich auch gefragt hat, wie hoch das Strafmass ist, hier die Ergänzung aus Spiegel Online:

    "Die Beratungen über ein Strafmaß sollen nun am Mittwoch beginnen, mit einer Verkündung des Ergebnisses wird Anfang März gerechnet. Pell drohen bis zu 50 Jahre Haft. Sein Anwalt will Berufung einlegen."

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/george-pell-kurienkardinal-in-australien-wegen-kindesmissbrauchs-verurteilt-a-1255102.html
  • Erster-Offizier 26.02.2019 01:46
    Highlight Highlight Gut so. Auch sollte nicht vergessen werden, dass er seine Ausreise in den Vatikan schon geplant hat, und kurz davor verhaftet wurde.

Ein Toter und drei Verletzte durch Schüsse vor Disco in Melbourne

Nach Schüssen aus einem fahrenden Auto heraus auf eine Menschenmenge vor einer Diskothek in der australischen Stadt Melbourne ist ein 37-Jähriger an seinen Verletzungen gestorben. Der Türsteher war von den Kugeln im Gesicht getroffen worden, starb später im Krankenhaus, wie die Medien berichteten. Drei weitere Verletzte wurden noch im Krankenhaus behandelt. Der Tatort wurde weiträumig abgeriegelt, Experten der Polizei sicherten Spuren.

Ein Unbekannter hatte am frühen Sonntagmorgen aus einem …

Artikel lesen
Link zum Artikel