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Self-Made in China: Vom Lamborghini bis zum U-Boot

Sie wollen ein aussergewöhnliches Gefährt? – Dann bauen Sie sich eins

Zhang Wuyi hat sich diesen Doppelsitzer gebaut und geht damit auch auf Tauchstation. Der 37-jährige Bauer hat gemeinsam mit Ingeneuren sechs Mini-U-Boote konstruiert, sie sollen vor allem zur Unter-Wasser-Ernte eingesetzt werden. Bild: Reuters

Es scheint ein Hobby vieler Chinesen zu sein: Fahrzeuge selbst bauen. Ein Opa schenkt seinem Enkel einen Mini-Lamborghini, ein anderer hämmert gleich einen ganzen Flugzeugträger zusammen. Auch U-Boote und Helikopter sind beliebte Modellbau-Objekte. 

Ein Artikel von

Spiegel Online

Einmal einen Lamborghini fahren, davon träumen viele Auto-Fans. Für einen Jungen aus China ist dieser Wunsch nun in gewisser Art und Weise in Erfüllung gegangen – dank seines Grossvaters.

Ein Lamborghini für den Enkel: Bauer Guo baute aus Metallteilen einen batteriebetriebenen Mini-Sportwagen für seinen Nachfahren zusammen. Bild: FordForum

Bauer Guo aus Zhengzhou in der chinesischen Provinz Henan fertigte in sechsmonatiger Heimarbeit einen Miniatur-Lamborghini an. Und das beste: Der Nachbau ist fahrtüchtig

Bild: FordForum

Über 40 Kilometer pro Stunde ist der Wagen schnell, zwei Meter lang und einen Meter breit, er hat einen Rückspiegel und eine Hupe. Laut Guo läuft er mit Batterien und kann, einmal aufgeladen, knapp 60 Kilometer weit fahren.

«Es ist ein Spielzeug für meinen Enkel», sagte Guo laut der englischen Tageszeitung «Mirror»: «Aber ich kann ihn damit auch zur Schule fahren. Ich finde, es ist besser als ein elektrisches Fahrrad.»

Damit sich ein echtes Lamborghini-Fahrgefühl einstellt, hat Guo Logos der italienischen Auto-Edelmarke gekauft und auf dem Lenkrad und der Motorhaube angebracht. Insgesamt kostete der Mini-Sportwagen 5000 Yuan (etwa 725 Franken). 

Die Heimwerkerei scheint in China weit verbreitet zu sein – zumindest ist Guo nicht der einzige: In Qingdao baute ein 80-Jähriger gleich einen ganzen Flugzeugträger für seinen Enkel, in Peking ging ein 34-Jähriger mit einem Mini-U-Boot auf Tauchstation. 

Helikopter, Autos, Boote

Sehen Sie sich durch die verrücktesten chinesischen Selfmade-Fahrzeuge:

Auf der Strasse

Noch ein Lamborghini Bild: Comcarkarat

Der 25-jährige Chen Jinmiao (l.) zeigt einem Freund seinen selbstgebauten Sportwagen. Bild: Comcarkarat

Der Lastwagenfahrer hat sich den Spass 20'000 Yuan (umgerechnet etwa 2900 Franken) kosten lassen. Bild: Comcarkarat

Lamborghini Nummer drei: Wang Jian, ein junger Bauer, baute sich diesen schwarzen Flitzer aus Teilen eines Nissans und eines VW Santana.  Bild: Reuters

Rund 8400 Franken bezahlte er für den Wagen, angeblich ist er über 250 km/h schnell. Bild: Reuters

Solarzellen auf der Motorhaube: Dieses Auto soll sich angeblich selbst mit Energie versorgen, zumindest nach Aussage des Erfinders Chen Shungui, einem 54-Jährigen Mann aus Jingjiang. Acht Jahre brauchte er für den Bau. Wenn die Batterien voll aufgeladen sind, soll der Wagen 240 Kilometer weit fahren können. Bild: Reuters

Formel-1-Eigenbau: Zhao Xiuguo (l.) und Zhao Xiushun sind offensichtlich echte Rennsportfans. Das Gefährt ist knapp drei Meter lang, 1,25 Meter breit und einen knappen Meter hoch. Bild: Reuters

Im Wasser

Schiff ahoi! Der 80-jährige Wen Yuzhu posiert auf seinem Miniatur-Flugzeugträger, den er im Massstab 1 zu 25 für seinen Enkel zusammengehämmert hat. Ob das Gefährt schwimmen kann, ist nicht überliefert. Bild: Reuters

Tao Xiangli aus Peking hat sich ein U-Boot zusammengezimmert.  Bild: Reuters

Er habe es aus alten Öltonnen gebaut, sagt der stolze Erfinder.  Bild: Reuters

Die Helden der Lüfte

Hoch hinaus will Gao Hanjie: Der Grafikdesigner aus Shenyang installiert die Rotorenblätter an seinem selbstgebauten Helikopter. Ob er wohl eine Flugerlaubnis für das 350 Kilo schwere Gerät bekommen wird? Bild: Reuters

Kräftig anschieben: Zhang Xuelin hat sich einen Motorrad-Gleitflieger-Hybrid gebaut. Elf Monate und 233 Euro benötigte der Bauer dafür, doch der Jungfernflug schlug fehl: Er hob einfach nicht ab. Bild: Reuters



Diesen Schmalspur-Helikopter hat sich Luo Jinsha gebaut, acht Monate hat er dafür gebraucht. Doch auch der 28-Jährige konnte bei seinem ersten Versuch nicht abheben. Immerhin: Auf dem Boden war er schon solider unterwegs. Bild: Reuters

Auch der Automechaniker Ding Shilu hat sich seinen Traum vom eigenen Flugzeug erfüllt.  Bild: Reuters

Das 130 Kilogramm schwere Ungetüm, für dessen Motoren er drei alte Motorräder ausgeschlachtet hat, kostete rund 300 Franken. Bild: X02193

Und zum Schluss: Das etwas andere Gefährt

Dieser Bauer hat sich wohl von den indischen Rikschas inspirieren lassen: Wu Yulu lässt sich von seinem laufenden Roboter über die Strassen ziehen.  Bild: Reuters

bka

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