Belgien
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Angebliche Geiselnahme

Der Vorfall in Belgien war ein schlechter Scherz eines 18-Jährigen



Wegen einer angeblichen Geiselnahme im Drogenmilieu ist die belgische Polizei am Montag zu einem Einsatz in Gent ausgerückt - doch der Vorfall entpuppte sich als schlechter Scherz.

Am Morgen teilten die Ermittlungsbehörden mit, vier Männer hätten ein Wohnhaus in einem Arbeiterviertel der Stadt gestürmt. Die Behörden ging zunächst von einer Geiselnahme aus - doch am Abend teilte die Staatsanwaltschaft mit, ein polizeibekannter 18-Jähriger habe sich einen Scherz erlaubt.

Der illegal in Belgien lebende Jugendliche ist der Polizei wegen Drogendelikten bekannt, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete. Er sei festgenommen und von der Staatsanwaltschaft verhört worden.

Belgian special forces police storm a house allegedly occupied by armed men, during a raid to bring to a close a hostage situation in Pilorijnstraat, on the outskirts of Gent on December 15, 2014.  AFP PHOTO/ BELGA / NICOLAS MAETERLINCK

Der 18-Jährige löste einen grossen Polizeieinsatz aus. Bild: BELGA

Die Behörde habe schliesslich festgestellt, dass es keine Geiselnahme gegeben habe. Der Vorfall ereignete sich, während in einem Café im australischen Sydney tatsächlich ein Geiselnehmer 17 Menschen in seiner Gewalt hatte.

Dem jungen Mann in Belgien drohen zwei Jahre Haft und eine Geldstrafe in Höhe der Kosten des Polizeieinsatzes. Ausgelöst wurde dieser, nachdem der Mann in ein Geschäft kam und eine Geiselnahme meldete. Er gab an, vier mit Kalaschnikows bewaffnete Männer hätten in seiner Wohnung einen Freund in ihre Gewalt gebracht.

Schwer bewaffnete Polizisten mit schusssicheren Westen rückten an - doch die Beamten fanden im Gebäude «weder Kalaschnikows noch bewaffnete Menschen», sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Das angebliche Opfer bestritt eine Geiselnahme. (feb/sda/afp)

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1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Joseph Dredd 16.12.2014 07:08
    Highlight Highlight Das klingt ganz nach "swatting", einem Streich aus den USA, bei dem Jugendliche die Notfallnummer wählen, eine Geiselnahme vortäuschen und die Adresse eines unbeliebten Mitschülers angeben. Das Haus des ahnungslosen Opfers wird anschliessend von Spezialeinheiten der Polizei (SWAT) gestürmt.

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