Blaulicht
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Feuerwehrkommandant aus Rupperswil: «Es war schwierig, nicht darüber zu reden»

Die Bilder, die sich der Feuerwehr Rupperswil im Haus von Familie Schauer boten, sind schwer vorstellbar. Nach fünf Monaten des Schweigens dürfen die Feuerwehrleute endlich darüber reden.

Nordwestschweiz



Der 21. Dezember 2015 war wohl der schlimmste Einsatz für die Männer und Frauen der Feuerwehr Rupperswil. Weil Thomas N. nach dem Mord an Carla Schauer und ihrer Familie das Haus angezündet hatte, waren sie als erste vor Ort.

Was sie im brennenden Einfamilienhaus vorfanden – darüber mussten die Feuerwehrleute schweigen, sogar dem engsten Familienkreis gegenüber. Jetzt, da der Täter gefasst und geständig ist, dürfen sie endlich reden und können das Erlebte verarbeiten.

Feuerwehrleute und Polizisten vor der mobilen Einsatzzentrale auf der Lenzhardstrasse in Rupperswil AG, wo ein Brand in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mehrere Tote forderte, am Montag, 21. Dezember 2015. Genauere Umstaende sind noch keine bekannt, die Polizei schliesst ein Verbrechen nicht aus.(KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Fünf Monate mussten sie schweigen, nun dürfen sie von ihren schrecklichen Erfahrungen berichten.
Bild: KEYSTONE

«Ich war geschockt. Damit hatte ich nicht gerechnet», sagt Dominik Kunz, Kommandant der Feuerwehr Rupperswil, gegenüber Tele M1. Im ersten Moment habe er die Situation gar nicht realisieren können. 

Die Angst im Einsatz

Nach dem Einsatz wurden die Feuerwehrleute von einem Care-Team betreut und zum Stillschweigen aufgefordert. «Es war schwierig, nicht darüber zu reden», sagt Kunz. Dennoch haben sich alle daran gehalten. «Ich bin sehr stolz auf meine Leute», so der Kommandant. 

Die Festnahme des Täters ist für die Feuerwehrleute eine grosse Erleichterung. Denn so lange sich der Täter auf freiem Fuss befand, wussten sie nie, ob sie beim nächsten Einsatz wieder Mordopfer vorfinden würden. «Man hat es ständig im Hinterkopf», sagt Kommandant Kunz.

Tatsächlich geht die Polizei davon aus, dass Thomas N. eine weitere Bluttat beabsichtigte. In seinem Haus fanden die Ermittler Kabelbinder und Werkzeug. (cze/aargauerzeitung.ch)

Das könnte dich auch interessieren:

Die Influencer der Zukunft sind nicht menschlich – und sind jetzt schon Millionen wert

Link zum Artikel

Roger Federer ein Spielball der Strömung – das könnte zum Problem werden

Link zum Artikel

Kassieren SVP und SP eine Schlappe? 7 wichtige Punkte zu den Zürcher Wahlen

Link zum Artikel

Im 30'000-Franken-Outfit – so rückt Leroy Sané in die DFB-Elf ein

Link zum Artikel

Bye-bye Beno: Wie der ehemalige Gassen-Mönch in die völkische Szene abrutschte

Link zum Artikel

Das sind die 3 typischen Phasen eines Pyro-Vorfalls

Link zum Artikel

Wie Trump im Fall Manafort schachmatt gesetzt wurde

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Falls du gestern im Stau auf der A1 im Aargau standst – Grund war eine Schlägerei 🤔

Auf der A1 in Richtung Bern sind sich am Montag zwei Autofahrer arg in die Haare geraten. Ein 37-jähriger Deutscher und ein 27-jähriger Italiener provozierten einander so sehr, dass sie ihre Autos mitten im dichten Verkehr auf der Autobahn parkierten und aufeinander losgingen.

Der Vorfall ereignete sich gemäss Polizeiangaben am Montag um 16.15 Uhr auf der A1 in Fahrtrichtung Bern auf Höhe von Muhen AG. Nach Erkenntnissen der Polizei hatte ein Fahrmanöver zu gegenseitigen Provokationen mit …

Artikel lesen
Link zum Artikel