Blaulicht
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Police and firemen stand near a demolished van and a train of the “Zentralbahn” at the accident site at a railroad crossing in Wolfenschiessen, central Switzerland, Monday, 11 August 2014. According to the police of the Canton of Nidwalden three people died and five were seriously injured after a passenger train of the

Das demolierte Unfallfahrzeug beim Bahnübergang Allmend in Wolfenschiessen. Bild: KEYSTONE

Zug kollidiert mit Kleinbus – drei Tote

Bahnübergang Wolfenschiessen: Sanierung fiel Sparmassnahmen zum Opfer



Ein Kleinbus mit Touristen überquert die Gleise bei einem Bahnübergang, das Auto wird vom herannahenden Zug erfasst, drei Menschen kommen ums Leben. Wie konnte das passieren? Der Bahnübergang Allmend ist ungesichert. Zwar gibt es eine Blinklichtanlage und Andreaskreuze, doch Schranken gibt es keine. Allein im Gebiet Wolfenschiessen gibt es 32 solche Bahnübergänge. 

«Sicherheit ist unser oberstes Gebot», sagte Renato Fasciati, Chef der Zentralbahn, bei der heutigen Medienkonferenz. «Wir sind mitten in einem Sanierungsprogramm», so Fasciati. Noch in diesem Jahr wolle man den Bahnübergang Allmend mit Schranken aufrüsten. Fasciati: «Wir sind auf sehr gutem Weg.»

Bild

Der Unfall geschah beim Bahnübergang Allmend, südlich von Wolfenschiessen Karte: google maps / watson

Dieser Weg ist steinig. Seit der Bund alle Kantone angewiesen hat, ungesicherte Bahnübergänge zu sanieren, werden die dazu nötigen Bauvorhaben im Kanton Nidwalden heftig diskutiert. 25 Bahnübergänge müssten bis Ende 2015 geschlossen und sieben saniert werden – darunter auch den Übergang Allmend. Nötig sind Barrieren sowie Anpassungen der Strasse, damit Autos Platz zum Warten haben. Im Jahr 2009 sprach das Parlament einen Kredit von 4,7 Millionen für die Bauprojekte.

Bund verfügt über Konzessionen

Doch die ursprünglich errechneten Kosten für die Sanierung der Bahnübergänge konnten nicht eingehalten werden – wegen Bauvorlagen des Bundes, aber auch, weil sich die Bauern nicht auf eine Güterzusammenlegung einigen konnten. Also musste der Regierungsrat von Nidwalden beim Kantonsparlament im Mai einen Zusatzkredit von 4,3 Millionen Franken beantragen.

Das ging dem Parlament zu weit. Es wies das Begehren zurück und beauftragte die Regierung, nach Einsparungen zu suchen. Kritisiert wurde nicht nur die Verdoppelung der Kosten, sondern auch, dass diese so spät kommuniziert worden seien, wie srf.ch im Mai berichtete. Offenbar fühlte sich der Landrat vom Regierungsrat unter Druck gesetzt. Denn werden die Bahnübergänge nicht bis Ende Jahr saniert, wäre es möglich, dass der Bund eine Herabsetzung der Fahrgeschwindigkeit der Züge verfügt.

ADDITIONAL SPECIAL INSTRUCTIONS --- Bei einem signalisierten Bahnuebergang in Wolfenschiessen im Kanton Nidwalden ist am Montag, 21. Juli 2014, ein auslaendischer Personenwagen mit einem Zug der Zetralbahn zusammengestossen. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Der Bahnübergang Oberau in Wolfenschiessen. Hier ereignete sich am 21. Juli ein Unfall: Ein Personenwagen kollidierte mit einem Zug der Zentralbahn. Verletzt wurde niemand, es entstand jedoch grosser Sachschaden. Auch dieser Bahnübergang ist nur durch ein Blinklichtsignal überwacht. Bild: KEYSTONE

(dwi) 

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Brand in Mehrfamilienhaus in Steinach – ein Leichtverletzter

Am Mittwochabend kurz nach 18 Uhr ist an der Hauptstrasse in Steinach ein Brand in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses ausgebrochen. Eine Person wurde dabei leicht verletzt und wurde von der Rettung ins Spital gebracht.

Laut der Kantonspolizei St. Gallen stellten die Rettungskräfte vor Ort eine starke Rauchentwicklung aus den oberen beiden Stockwerken fest. Sie brachten den Brand rasch unter Kontrolle. Ein 53-jähriger Bewohner der Wohnung zog sich leichte Verbrennungen zu, konnte das Haus …

Artikel lesen
Link zum Artikel