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Bild: KEYSTONE

Verkehrssünder-Statistik 

Weniger Ausweisentzüge dafür mehr Idiotentests: Die eindrücklichen Zahlen

Die härtere Gangart gegenüber Verkehrssündern trägt offenbar Früchte. 2013 ging die Zahl der Ausweisentzüge zum dritten Mal in Folge zurück. Markant weniger Rasern und Blaufahrern wurde das «Billett» abgenommen.



75'700 Führerausweise... 

... zogen die Kantone nach Angaben des Bundesamts für Strassen (ASTRA) im letzten Jahr ein.  

79'000 Fälle...

... wurden im Rekordjahr 2010 registriert. Danach sank die Zahl der Entzüge stetig, zuletzt 2013 um 0,7 Prozent. 

Das ASTRA sieht darin einen Beleg dafür, dass die 2005 eingeführten härteren Sanktionen greifen. Nach neuem Recht wird die Entzugsdauer bei Wiederholungstätern stufenweise erhöht. Bei diesen Delinquenten steigen die Entzüge zwar noch an, doch werden Rückfällige laut ASTRA immer häufiger unbefristet aus dem Verkehr gezogen. 

In 4 von 5 Fällen sind es Männer...

... die ihren Ausweis abgeben müssen.

Dies waren die häufigsten Gründe: 

29'700 Lenker fuhren zu schnell.

Ein Autofahrer passiert am 21. Juni 2000 in Zuerich ein Zone 30-Verkehrsschild. Die Volksinitiative 'Strassen fuer alle' zur generellen Einfuehrung von Tempo 30 innerorts ist am 21. Juni 2000 vom Nationalrat ausgebremst worden. Der Rat empfiehlt die Initiative mit 95 zu 64 Stimmen ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung.    (KEYSTONE/Steffen Schmidt)  === ELECTRONIC IMAGE ===

Bild: KEYSTONE

Schon in den Vorjahren erwischte es die Meisten wegen zu schnellen Fahrens. Verglichen mit dem Vorjahr nahmen die Entzüge wegen Überschreitens der Höchstgeschwindigkeit jedoch um 3,8 Prozent ab. 

16'300 Lenker fuhren betrunken.

Ein Tessiner Grenzwaechter bei einer Strassenkontrolle mit Alkoholtest, am 9. Januar 2004 an der Grenzen in Chiasso, gestellte Szene. Das Grenzwachtkorps (GWK) hat 2003 die Einreise von rund 100'000 Personen verhindert. Es stellte 96 Kilogramm Heroin und 138 Kilogramm Kokain sicher. Beunruhigt ist sein Chef, Oberst Juerg Noth, ueber die steigende Gewaltbereitschaft an der Grenze. Im letzten Jahr habe das GWK die Zusammenarbeit mit den in- und auslaendischen Partnerorganisationen optimiert, sagte Noth am Dienstag, 20. Januar 2004 vor den Medien in Bern. Jetzt stehe eine umfassende Reorganisation des 2000-koepfigen Korps bevor. Geprueft werde auch die Unterstellung in ein zu schaffendes Sicherheitsdepartement. (KEYSTONE/Karl Mathis)

Bild: KEYSTONE

Der zweithäufigste Grund für eine Administrativmassnahme ist Alkohol am Steuer. Auch hier kann jedoch gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme um 4,7 Prozent verzeichnet werden. 

10'200 Lenker fuhren abgelenkt.

Eine Frau telefoniert beim Autofahren, August 2001. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)  : Film, Stockbild-Archiv]

Bild: KEYSTONE

Die Entzüge wegen Unaufmerksamkeit und Ablenkung, wozu auch die unerlaubte Verwendung von Mobiltelefonen gehört, blieben 2013 stabil. 

Neulenker gewöhnen sich ans neue System:

Mit 1760 Fällen...

... musste der 2005 eingeführte Führerausweis auf Probe 2013 erstmals etwas weniger oft annulliert werden als in der Vergangenheit. 

Die Zunahme der betroffenen Neulenker in den Vorjahren und das strengere Stufensystem bei den Wiederholungstätern wirkten sich letztes Jahr erneut auf die verkehrspsychologischen Untersuchten aus. 

407 mussten zum Psychologen,...

... um abklären zu lassen, ob sie die charakterlichen Anforderungen zum sicheren Fahren erfüllen. Das sind 9,9 Prozent mehr als 2012. (rar/sda) 

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