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RIO DE JANEIRO, BRAZIL - MARCH 22:  Residents gather in the Prazeres pacified favela community on March 22, 2014 in Rio de Janeiro, Brazil. The favela was previously controlled by drug traffickers but is now occupied by the city's Police Pacification Unit (UPP). A number of UPPs were attacked by drug gang members on March 20, prompting some pacified favelas to soon receive federal forces as reinforcements. The UPP is patrolling some of Rio's favelas amid the city's efforts to improve security ahead of the 2014 FIFA World Cup and 2016 Olympic Games.  (Photo by Mario Tama/Getty Images)

Strassenszene in Brasilien: Männer leben gefährlicher Bild: Getty Images South America

Gefährliche Welt

Weltweite Studie zu Tötungsdelikten: Acht von zehn Mordopfern sind Männer 

Fast eine halbe Million Menschen wurde im Jahr 2012 weltweit vorsätzlich getötet. Das zeigt eine aktuelle Studie der Uno. Besonders hoch ist die Mordrate in Mittelamerika, zu Verurteilungen kommt es jedoch vergleichsweise selten. 

Ein Artikel von

Spiegel Online

Fast eine halbe Million Menschen fielen im Jahr 2012 einem Tötungsdelikt zum Opfer. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Uno-Büros zur Bekämpfung von Drogen und Kriminalität (UNODC).

Die Auswertung zeigt, dass Männer deutlich häufiger umgebracht werden als Frauen. Rund 80 Prozent der insgesamt 437'000 Opfer von Mord und Totschlag waren männlich. Opfer aus bewaffneten Konflikten und Kriegen wurde nicht mitgezählt.

Die meisten Taten wurden in Amerika und Afrika verübt. Ost-Asien und Europa wiesen die niedrigsten Raten auf. Die durchschnittliche Mordrate beträgt 6,2 pro 100'000 Personen. Die Mordrate im Süden Afrikas und Mittelamerika ist vier Mal so hoch – 24 Opfer pro 100'000 Personen. Dass Männer viel häufiger getötet werden, liege vor allem an organisierter Kriminalität und Banden.

Für Frauen ist ihr Zuhause ein gefährlicher Ort 

Auffällig ist, dass vor allem junge Menschen Opfer von Morddelikten wurden: 43 Prozent waren zwischen 15 und 29 Jahren alt. Eines von sieben Mordopfern war ein junger Mann aus Amerika. 

Während männliche Mordopfer meistens von jemandem umgebracht werden, den sie nicht oder nicht so gut kennen, fallen Frauen meistens jemandem aus ihrem näheren Umfeld zum Opfer. Fast die Hälfte der Fälle, die von ihrem Lebenspartner oder einem Familienmitglied umgebracht wurden, waren Frauen.

Die meisten von ihnen, knapp 20'000, lebten in Asien. In Europa wurden 3'300 Frauen Opfer eines Gewaltverbrechens von Angehörigen. Jede zweite europäische Frau, die 2012 ermordet wurde, fiel einem Bekannten aus ihrem nähren Umkreis zum Opfer. «Das Zuhause kann für eine Frau der gefährlichste Ort sein», sagte Jean-Luc Lemahieu vom in Wien ansässigen UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung.

Nur in 43 Prozent der Fälle gibt es eine Verurteilung

Fast die Hälfte aller Tötungsdelikte wurde mit einer Schusswaffe verübt (rund 40 Prozent). Messer oder andere Gegenstände wurden ebenfalls oft als Tatwaffe eingesetzt (rund ein Viertel). Etwa ein Drittel der Mordopfern wurden durch andere Methoden umgebracht wie Vergiften oder Strangulieren. In Amerika wurden Schusswaffen besonders häufig eingesetzt (fast 70 Prozent).

Laut dem Bericht erhöht der Konsum von Alkohol das Risiko, zum Täter oder Opfer eines Morddelikts zu werden. In Schweden und Finnland zum Beispiel waren über die Hälfte der Täter betrunken, als sie einen Mord begingen. Der Einfluss von Drogen wie Kokain oder Amphetaminen würde allerdings eher Gewalt auslösen als andere Suchtmittel.

Weltweit wird laut Vereinten Nationen in etwa 43 Prozent aller Fälle ein Täter verurteilt. Auch hier gibt es grosse regionale Unterschiede. In Nord- und Südamerika liegt die Rate lediglich bei rund 24 Prozent, in Europa sind es 81 Prozent. (som/dpa)



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