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Who's who? Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Edvin Uncorked

Barbaresco, Barolo oder Barbera – das Who's who der Piemonteser

Madelyne Meyer
Madelyne Meyer

Liebe Weinfreunde und Weinfreundinnen

Für viele Weinanfänger sorgen schon die Namen von Trauben und Regionen für Verwirrung. Ist Lagrein eine Traubensorte oder eine Region? Wo wachsen Riojaweine?

Die häufigste Frage, was Region und Traubensorte anbelangt, lautet: Wie unterscheiden sich Barolo, Barbaresco und Barbera?

Who's who?

Stürzen wir uns gleich ins Thema und setzen ein paar Eckpfeiler:

Die Grundlage zuerst: Alle drei dieser Weine kommen aus dem Piemont.

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Barbera

Die Freche

Charakter: robust, saftig, lebhaft wie Cher
Traubensorte: Barbera
Aromen: rote Frucht (Kirsche), schwarze Frucht (Brombeere), pflanzlich (Rosmarin), würzig (Vanille, Pfeffer), erdig (Tabak)
A
nbaugebiete: Piemont, Emilia-Romagna, Lombardei (Italien), Kalifornien (USA), Mendoza, San Juan (Argentinien)
Lagerfähigkeit: mind. 4 - 6 Jahre

Ein körper-, alkohol- und säurereicher, sehr fruchtiger und voluminöser Rotwein. Die zwei bekanntesten Barberas stammen aus Asti und Alba im Piemont. Hier die Unterschiede:

Barolo

Der Körperreiche

Charakter: intensiv, robust und komplex wie George Clooney
Traubensorte: Nebbiolo
Aromen: rote Frucht (Kirsche), schwarze Frucht (Pflaume), floral (Veilchen), Brombeeren, würzig (Vanille, Lakritz), pflanzlich, erdig (Trüffel, Teer, Leder, Tabak)
Anbaugebiet: Barolo im Piemont (Italien)
Lagerpotenzial: ca. 15 - 20 Jahre

Barbaresco

Der Heimlifeisse

Charakter: Bodenständig, leichtfüssig und frech wie Melanie Winigier
Traubensorte: Nebbiolo
Aromen: Beeren, floral (Rose, Veilchen), Brombeeren, pflanzlich (Minze) , erdig, nussig
Anbaugebiet: Barbaresco in Piemont (Italien) Lagerpotenzial: ca. 15-20 Jahre

Der Barbaresco hat deutlich weniger Tannine als der Barolo. Dies heisst nicht, dass Barbaresco keine Tannine hat, oooh doch, aber er ist einfach schneller trinkreif (wird dich trotzdem umhauen).

Das war schon die ganze Hexerei! Mein Tipp, gönnt euch mal einen gereiften Barbaresco. Do göhnd euch dSock uf.

Cheers, eure Edvin

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Madelyne Meyer

Die Weinwelt kann extrem elitär und exklusiv sein. Darauf hat Madelyne Meyer aber gar keine Lust. Mit ihrem unkonventionellen Weinblog Edvin hat sich die Aargauer Weinexpertin in der Schweiz einen Namen gemacht. «Meine Leser mögen wohl meine selbstironische Art. Ich nehme mich und die Weinwelt nicht todernst, zolle dem Wein aber immer genügend Respekt».

Madelyne arbeitet in ihrem Familienbetrieb für Marketing & Kommunikation und schreibt noch für den Gault Millau Channel. Das Ganze rundete sie im September 2019 mit ihrem ersten Buch «Endlich Wein verstehen» ab.
Für watson schreibt Madelyne ab sofort regelmässig exklusiv in ihrem Blog.

Weitere Infos über Madelyne und Wein findest du hier:
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    Alle Leser-Kommentare
  • Z0nk 28.08.2020 16:19
    Highlight Highlight Zu etwas deftigen Gerichten kann ich den Barbaresco von Bruno Rocca sehr empfehlen.
  • Fumia Canero 28.08.2020 15:27
    Highlight Highlight Ich habe kürzlich von einer Barbara getrunken. War geschmacklich ganz gut, aber die Gerinnung ging etwas zu schnell, da hatte ich dann so rote Klümpchen an den Zähnen - das sah nicht schön aus... 🧛
    • Jamaisgamay 28.08.2020 16:20
      Highlight Highlight Hmm, vielleicht mal Monica di Sardegna probieren? Oder Isabella? Auf jeden Fall immer gut mit Sylvaner nachspülen!!
    • Jacques #23 28.08.2020 21:06
      Highlight Highlight Willst Du viel? Spül mit Pril.
  • Benster 28.08.2020 13:51
    Highlight Highlight Zuerst ein Kompliment: dieser wein blog ist spitze! Informativ und auf den Punkt gebracht.
    Den "Charakter" zu beschreiben ist absolut lachhaft. Was bitteschön ist "robust", "bodenständig"? Das sagt absolut nichts aus. Auch über das "Aroma" eines Weines lässt sich streiten. So konnten die besten Weinexperten der Welt nur sehr selten das gleiche Aroma beim gleichen Wein feststellen.
  • Kris 28.08.2020 13:08
    Highlight Highlight Was würde Edvin denn zum "normalen" Nebbiolo sagen?
  • TheVapingPanda 28.08.2020 12:47
    Highlight Highlight Vielleicht krieg ich hier ja einige Anregungen. Mag eher nicht so die schweren, Tannin haltigen Weine. Da fühlt sich mein Mund immer an wie Katze gegessen. Pelzig halt. :D

    Aber so ein Salice Salentino den ich vor kurzem hatte kam ganz gut. Was kann man da noch empfehelen aus ITA ?

    zum Grusse
    • ernst.haft 28.08.2020 16:02
      Highlight Highlight Alles aus dem Süden, zB Nero d‘Avola. Schwer aber macht keine steifen Zähne, dafür manchmal suppig.
    • Sälüzäme 29.08.2020 01:43
      Highlight Highlight Amarone oder Ripasso von Tommasi, Tinazzi oder Accordini, Masi ist inzwischen Massenware, Paxxo von Accordini alle Valpolicella, Pinot di Biserno ist eine Bordeaux Assemblage aus der Toscana, Sfursat aus dem Valtellina, Bricco aus dem Piemont, aus dem Süden mag ich nur den 60 Anni. Gibt gute kleine Brunellos, sind alles Rotweine, Weissweine aus dem Lugana, Soave aus der Region Verona, Roberto Saroto aus Piemont, Spumante aus dem Franciacorta. Nur ein paar Vorschläge, liegen zwischen 15 und 100 Franken.
  • {Besserwisser} 28.08.2020 12:42
    Highlight Highlight Mein Tipp: Einige Urlaubstage im Piemont auf einem Agriturismo eines Weinguts verbringen und sich durchprobieren und natürlich den Kofferraum ordentlich mit Weinkartons füllen. Natürlich am Zoll ordnungsgemäss deklarieren und Abgaben bezahlen.
  • Gulasch 28.08.2020 11:56
    Highlight Highlight Es sollte noch erwähnt werden, dass der Barolo 3 Jahre, davon zwingend 18 Monate im Eichenfass, gelagert werden muss, sonst bleibts ein Nebbiolo!
  • ArcticFox 28.08.2020 11:39
    Highlight Highlight Kommt gerade richtig, seit gestern in Turin.
  • Cirrum 28.08.2020 11:35
    Highlight Highlight Jaaa, ich liebe diese Weine aus dem Piemont, da kann man nichts falsch machen:-)
    • sägsäuber 28.08.2020 12:58
      Highlight Highlight Doch doch: zu viel bezahlen!
      Gutes Preis/Leistungs-Verhältnis bei Barolo und Barbaresco muss man suchen.
    • Jamaisgamay 28.08.2020 13:06
      Highlight Highlight Dochdoch, da kann man viel falsch machen. Barbarolo kosten halt was, nur sind nicht alle teuren auch gut, aber die billigen eigentlich immer schlecht.
      Bei Barbera ist's grad umgekehrt. Die teuren sind durchwegs untrinkbar 😁
    • Jamaisgamay 28.08.2020 13:29
      Highlight Highlight @sägsäuber: In derartigen Prestige-Appellationen gibts gut&günstig nicht mehr. Alternativen für zahlbare Nebbiolo: Langhe Nebbiolo (von guten Barolo-Winzern), Nord-Piemont: Ghemme, Gattinara. Valtellina.
    Weitere Antworten anzeigen
  • I_am_Bruno 28.08.2020 11:26
    Highlight Highlight Schöne Übersicht über das who is who.
    Die absolute Perle für mich kennt aber noch kaum jemand: Verduno Pelaverga...
    • sägsäuber 28.08.2020 12:55
      Highlight Highlight Perle? Na ja ...
    • Jamaisgamay 28.08.2020 13:04
      Highlight Highlight 10 Herzen von mir. Die Blitzer kennen wohl die Sorte einfach nicht.
    • klugundweise 28.08.2020 14:26
      Highlight Highlight @Jamaisgamay:

      Kenne ihn sehr wohl. Bisher Perle nicht gefunden. Danke für Tipp.

      Übrigens: jamaisgamay ist längst überholt. Im Beaujolais gibts echte Perlen!
    Weitere Antworten anzeigen

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