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Mamimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimi.

Liebe Kafi. Mein 2-jähriger Sohn nennt mich seit neustem Mami und nicht mehr Mama. 

Ich bin aber definitiv keine Mami, sondern eine Mama. Mein Sohn ignoriert meine Versuche, mich wieder Mama zu nennen. Was soll ich tun? Mich damit abfinden und hoffen, das dies nur eine Phase ist! Vielleicht haben Sie eine schlaue Antwort. Mit bestem Dank. Flavia, 36



Liebe Flavia

Geht ja gar nicht. Wenn er da schon nicht mitzieht, wie wird das später einmal werden? Wenn Sie sich zum Beispiel einmal dafür entscheiden sollten, nicht mehr die Flavia zu sein, sondern ein Florian? Wird er sie dann auch ignorieren und weiterhin Mami sagen statt Papi? Oder nein sorry; Papa.

Sie sehen selber, man muss den Anfängen wehren! Es ist seit der Sache mit dem kleinen japanischen Jungen, der von den Eltern im Wald stehen gelassen und darauf erst Tage später wieder gefunden wurde, etwas aus der Mode gekommen, Kleinkinder auszusetzen. Ausserdem ist der Wald in der Schweiz eh nicht geeignet, die Zersiedelung macht ihn von Jahr zu Jahr kleiner und ich könnte mir gut vorstellen, dass ein Zweijähriger es schafft, ihn in einem Tag zu durchqueren. Und die Chance, dass er von einem Wildtier aufgefressen wird, ist auch mässig, auf die paar Bären, die sich ab und an in Schweizer Wäldern zeigen, ist kaum Verlass.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass Sie für einen psychologischen Dienstleister eine schöne Altersvorsorge darstellen.

Daher würde ich eher mit dem Kinderheim drohen. Oder vielleicht mit einer Adoption. Ich bin sicher, dass es da draussen jemanden gibt, der dem Kleinen ein schönes Zuhause gibt und sich darüber freut, mit Mami angeredet zu werden. Sie würde ich an einen jungen Psychologen oder Psychiater überweisen, der noch daran arbeitet, sein Ferienhäuschen in den Bergen abzubezahlen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Sie für einen Dienstleister wie diesen eine schöne Altersvorsorge darstellen.

Sofern Sie diese Frage wirklich ernst meinen. Aber ich hoffe inständig immer noch ganz ganz fest, dass Sie sich ein kleines Gschpässli mit der lieben Frau Freitag erlaubt haben. Bitte.

Mit gutem Gruss. Ihre Kafa, Kafi klingt drum etwas verniedlichend.

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Fragen an Frau Freitag? ​

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Kafi Freitag (40!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 11-jährigen Sohn in Zürich.

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28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Skydiver 10.06.2016 14:58
    Highlight Highlight Was erdreistet sich der aufsässige Rebell eigentlich, Flavias Ansprechregeln zu missachten!? Mit zwei Jahren ist man alt genug, um Gender-, Mami- und sonstige Vorschriften zu kennen.

    Ich empfehle ein knallhartes 3-wöchiges Trainings-Camp im Dschungel mit bärbeissigen Drill Sergeants und drakonischen, disziplinierenden Strafen bei Regel-Missachtung (30-Kilometer-Märsche nachts und so). Ob der Kleine einrückt oder Flavia selbst, schauen wir noch.

    Wäre ja gelacht, wenn sich die Tragödie nicht zum Guten wenden liesse. – Sonst noch ein vitales Problem, das die Welt bewegt und seiner Lösung harrt?
    12 3 Melden
  • oldman 10.06.2016 08:08
    Highlight Highlight Bravo Kafi. Wenn das das einzige Problem Flavias bei der Kindererziehung bleibt, soll sie Gott danken. Im Übrigen ist das Schluss-"i" im Schweizer Dialekt normale, übliche Verkleinerungs- (um nicht zu sagen Verniedlichungs-)Form. Aber der Zweijährige sagt ja nicht "Flaväli" zur Mutter, was ja vielleicht dann wirklich hässlich klingen mag. Also was soll das?
    13 0 Melden
  • Jolie Blabla 09.06.2016 22:41
    Highlight Highlight Ich find Mami schön. Bei Mama denk ich an Loriot & Frau Mama & altmodisch.
    16 0 Melden
  • humpfli 09.06.2016 12:25
    Highlight Highlight Ist doch nicht schlimm, anstatt "Mama" "Mami" genannt zu werden. Und wenn man dies wirklich ändern will, soll man einfach sich selber so sagen, wie man genannt werden will. Also "Die Mama hat für dich gekocht" (Feministen in 1...2...3...) oder Ähnliche. Das Kind übernimmt das dann irgendwann auch ;)
    15 2 Melden
  • Maracuja 09.06.2016 10:11
    Highlight Highlight Der Integrationszwang erfasst nun nicht nur das Händeschütteln! Mütter, die von ihren Kindern lieber mit "Mama", "Mamma", "Mom", "Anne", "Ma" oder sonstwie angesprochen würden als mit "Mami", deren Kinder sollten von der KESB zur Adoption freigegeben werden. Merke nur, wo ein "Mami" herrscht, gibt es ein schönes Zuhause. Immerhin ist der Gang zum Psychiater noch freiwillig und man wird nicht des Landes verwiesen. Gehe davon aus, dass ihr Beitrag nicht ernstgemeint ist, Frau Kafi.
    7 19 Melden
  • jeanette_mueller 09.06.2016 07:38
    Highlight Highlight Finde dich damit ab, das dein Sohn nicht mehr von der Brust trinken will. So kapseln sich die Kinder ab. Fang an, ihm das Fläschchen zu geben. Lass los.
    17 3 Melden
  • pamayer 08.06.2016 20:57
    Highlight Highlight Kafi, du hast mir mit deinem viel zu ehrlichem kommentar meine beste kundin vergällt! Ich hätte als selbst ernannter, diplomloser vollpsychologe mindestens 23 sitzungen mit ihr gebraucht - um ihr etwa das selbe beizubringen wie du jetzt.
    Weischwie! Keine neuen felgen für meinen klein-penis alfa! Weischwie! Gut, s'ist mein drittwagen, der für regenwetter. Nidsoschlimm.
    Aber dass du als bloggerin meine kundschaft vertreibst, zahle ich dir mit vielen witzigen kommentaren heim.
    Und mein alfa fährt eben letztjährige felgen.
    49 4 Melden
    • kafi 09.06.2016 09:42
      Highlight Highlight Nütfürunguet!
      19 0 Melden
    • pamayer 09.06.2016 13:01
      Highlight Highlight Konntest ja nicht wissen.
      6 0 Melden
  • Benjamin Goodreign 08.06.2016 19:25
    Highlight Highlight Unsere Kleine (3) fing jüngst an, meine Frau "Mimi" zu nennen - folgerichtig nennt sie mich nun "Pipi" 😅
    155 2 Melden
    • Matrixx 09.06.2016 09:11
      Highlight Highlight Meine Nichte nannte sich in diesem Alter selber "Schischi".
      13 0 Melden
  • ch2mesro 08.06.2016 18:10
    Highlight Highlight liebe flavia, ich hätte da noch eine möglichkeit. besorgen sie sich eine weidenrute und hauen sie ihrem kind damit täglich 5 minuten auf die fusssohlen, in zwei tagen sollte das problem gelöst sein #facepalmemoij
    27 9 Melden
  • LeChef 08.06.2016 16:51
    Highlight Highlight Die Frage war wahrscheinlich schon ernst gemeint. Je nach Dialekt klingt das i am Schluss einfach schräg. Mich würde "Papi" jedenfalls stören. Schon klar, natürlich soll und kann man das als Eltern kaum steuern. Aber auch wenn die Frage vielleicht etwas unüberlegt war, hat Flavia so eine unflätige Antwort nicht verdient.
    37 76 Melden
    • Blitzmagnet 08.06.2016 19:07
      Highlight Highlight Das war auch mein Gedanke. Es gibt nunmal Leute die sich daran stören und ernsthaft Rat suchen.
      Aber schlussendlich kann ich mit Kindern jur etwas anfangen: Mich darüber kaputtlachen wenn sie auf die Fresse fliegen. Dass DAS lustig ist wurde ja im Picdump einhellig bestimmt!
      34 21 Melden
    • Lichtblau 08.06.2016 19:50
      Highlight Highlight Wahrscheinlich hat es eher damit zu tun, dass die Mama weiblich ist und das Mami sächlich. Das fand ich schon immer ein bisschen seltsam und bin deshalb auch lieber eine Mama. Aber Nachrichten an meine Tochter unterschreibe ich natürlich mit "Dini Muetter".
      93 8 Melden
    • ch2mesro 08.06.2016 20:20
      Highlight Highlight dini mueter; weltklasse 😂 you win
      85 2 Melden
  • Human 08.06.2016 13:27
    Highlight Highlight Vielleicht hättest du unterstreichen müssen das deine Antwort sarkastisch ist bevor Flavia das noch für voll nimmt falls die Frage tatsächlich Ernst gemeint war... ^^
    42 3 Melden
    • Entenmann 08.06.2016 16:47
      Highlight Highlight Nein. Nichts ist langweiliger als Sarkasmus im Voraus anzukündigen.
      52 2 Melden
  • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 08.06.2016 12:47
    Highlight Highlight Liebe Kafi
    und was soll ich mit meiner 4 Jährigen, die mich nur noch mit Vornamen anspricht, tun?
    :D :P
    45 1 Melden
    • tschu 08.06.2016 16:59
      Highlight Highlight Warten 😆
      14 2 Melden
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 08.06.2016 18:38
      Highlight Highlight Nö, ich wart doch nicht. Unter Umständen wart ich eeewigs und 3 Tage.
      Ihre Entscheidung - mir ist s recht :-)
      11 1 Melden
    • tschu 08.06.2016 20:20
      Highlight Highlight Meine Kinder (5 + 8) sagen mittlerweile alle wieder Mami - und manchmal auch Mama ;-)
      7 2 Melden
  • Hank Scorpio 08.06.2016 12:43
    Highlight Highlight Solange es nicht "Mutter" ist. 😂
    66 1 Melden
    • Trouble 08.06.2016 20:35
      Highlight Highlight Oder Mueti.
      34 3 Melden
    • Sching 09.06.2016 01:04
      Highlight Highlight Hallo Vater!
      51 0 Melden
    • Sorbitolith 09.06.2016 08:58
      Highlight Highlight Alti!
      16 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Miicha 08.06.2016 12:20
    Highlight Highlight 😂😂
    24 2 Melden

Kafi, wie gehe ich mit Sexismus um?

Liebe Frau Freitag. Im Februar war ich an einem Fest und wurde dort von einem fremden Mann auf mein Äusseres bezogen beleidigt. Die ganze Situation lässt mich bis heute nicht los. Mir geht es dabei nicht darum, dass mich jemand nicht schön findet, sondern um die Tatsache wieso verletzende Worte so oft und so schnell ausgesprochen werden (meist genau von Unbekannten). Wie reagiere ich in solchen Situationen richtig? Und wie gehe ich mit Freunden um, die ebenfalls Beleidigungen an Andere richten? Mia, 24

Liebe MiaWas Sie erfahren haben, erleben sehr viele Frauen. Ich selber kann mich an x solche Situationen in meinem Leben erinnern. Wenn einem das passiert, fühlt man sich wahnsinnig reduziert und erniedrigt. Ich kann Ihnen sehr gut nachfühlen, dass diese Beleidigung nicht zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus ist. Wie Sie ganz richtig sagen, geht es nicht darum, dass Sie jemandem nicht gefallen. Es geht um die Reduktion. Und darum, dass man bewertet wird, als müsste man gefallen.

Leider …

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