DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der Vermieter darf das Halten eines Hundes grundsätzlich verbieten.
Der Vermieter darf das Halten eines Hundes grundsätzlich verbieten.Bild: shutterstock
Money Matter

«Ich will meiner Tochter einen Hund kaufen. Mein Vermieter verbietet das. Darf er das?»

Ilka (41): «Ich will meiner Tochter einen Hund kaufen. Mein Vermieter verbietet aber das Halten von Haustieren. Darf er das?»
11.09.2020, 09:0011.09.2020, 15:02
Frédéric Papp / comparis

Liebe Ilka

Entscheidend ist, was in deinem Mietvertrag steht. Üblicherweise sind Haustiere nur mit Einwilligung des Vermieters zulässig. Er darf die Haustierhaltung ohne besonderen Grund verbieten lassen. Hast du aber die Erlaubnis des Vermieters schriftlich eingeholt, muss er sich an die Abmachung halten. Eine Rücknahme der Bewilligung ist nur unter Angabe triftiger Gründe erlaubt.

Sorge deshalb unbedingt dafür, dass der Hund deiner Tochter nicht übermässig Lärm verursacht und sich im gesamten Wohnareal reinlich verhält. Der Vermieter kann im Extremfall die Beseitigung des Störefrieds verlangen, sollten ihm laufend Klagen deiner Nachbarschaft zu Ohren kommen. Was du ebenfalls wissen musst: Mieter haften für übermässige Abnutzungen der Mietwohnung. Dazu zählen beispielsweise von Haustieren zerkratzte Holzwände.

Verbote ernst nehmen

Beinhaltet der Mietvertrag keine Einschränkungen zur Haltung von Haustieren, ist nichts gegen einen Hund als Mitbewohner einzuwenden. Vorsicht: Konsultiere auch die Hausordnung, wenn der Mietvertrag darauf verweist. Sie ist Bestandteil des Vertrags, und die darin enthaltenen Regelungen zur Haustierhaltung sind verbindlich.

Es ist umstritten, ob ein generelles Tierhaltungsverbot in einem Mietvertrag rechtlich überhaupt zulässig ist. Es empfiehlt sich aber keinesfalls, sich wissentlich über ein solches Verbot hinwegzusetzen. Ein früheres Bundesgerichtsurteil hat die Kündigung des Vermieters gutgeheissen. Die Mietpartei musste daraufhin die Wohnung verlassen.

Kleintiere sind erlaubt

Sperrt sich der Vermieter gegen einen Hund, sitzt du am kürzeren Hebel. Aber deine Tochter muss nicht gänzlich auf Haustiere verzichten. Erlaubt sind Kleintiere wie Hamster oder Meerschweinchen in kleiner Anzahl. Auch gegen Katzen, welche die Wohnung praktisch nie verlassen, haben Vermieter in der Regel nichts einzuwenden. Eine artgerechte Tierhaltung ist dabei zwingend einzuhalten.

Contentpartnerschaft mit Comparis.ch
Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit Comparis.ch. Die Fragen in dieser Rubrik wurden dem Kundencenter von Comparis gestellt und von Experten beantwortet. Die Antworten werden als Ratgeber in dieser Rubrik veröffentlicht. Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt. (red)

Viele Grüsse von Comparis.ch

Fragen? Fragen!

Hast du noch Fragen zu diesem Thema? Oder hast du eine Frage, die die Comparis-Experten einmal beantworten sollten? Dann schreib eine E-Mail an money-matter@comparis.ch!

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Dein Haustier als Maske

1 / 7
Dein Haustier als Maske
quelle: 9191.tokyo / 9191.tokyo
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

14 Hunde, die es nicht glauben können, dass das Streicheln aufhört

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

3 nachhaltige Restaurants verraten ihre Tipps und Rezepte
In den letzten Jahren schreibt sich gefühlt jedes Restaurant «Nachhaltigkeit» auf die Fahne. Diese drei Schweizer Restaurants sind es wirklich. Hier verraten sie ihre Koch-Tipps, Strategien und Philosophie zum Thema.

Die Auswahl der Restaurants war eine Knacknuss. So viele leckere und nachhaltige Restaurants gibt es in der Schweiz. Hier kommen drei von ihnen zu Wort. Ihr erfahrt, worauf man achten kann, um mit seiner Ernährung einen möglichst kleinen Fussabdruck zu generieren – auch wenn ihr mal Fleisch oder Fisch esst.

Zur Story