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Der Vermieter darf das Halten eines Hundes grundsätzlich verbieten. Bild: shutterstock

Money Matter

«Ich will meiner Tochter einen Hund kaufen. Mein Vermieter verbietet das. Darf er das?»

Ilka (41): «Ich will meiner Tochter einen Hund kaufen. Mein Vermieter verbietet aber das Halten von Haustieren. Darf er das?»

Frédéric Papp / comparis



Liebe Ilka

Entscheidend ist, was in deinem Mietvertrag steht. Üblicherweise sind Haustiere nur mit Einwilligung des Vermieters zulässig. Er darf die Haustierhaltung ohne besonderen Grund verbieten lassen. Hast du aber die Erlaubnis des Vermieters schriftlich eingeholt, muss er sich an die Abmachung halten. Eine Rücknahme der Bewilligung ist nur unter Angabe triftiger Gründe erlaubt.

Sorge deshalb unbedingt dafür, dass der Hund deiner Tochter nicht übermässig Lärm verursacht und sich im gesamten Wohnareal reinlich verhält. Der Vermieter kann im Extremfall die Beseitigung des Störefrieds verlangen, sollten ihm laufend Klagen deiner Nachbarschaft zu Ohren kommen. Was du ebenfalls wissen musst: Mieter haften für übermässige Abnutzungen der Mietwohnung. Dazu zählen beispielsweise von Haustieren zerkratzte Holzwände.

Verbote ernst nehmen

Beinhaltet der Mietvertrag keine Einschränkungen zur Haltung von Haustieren, ist nichts gegen einen Hund als Mitbewohner einzuwenden. Vorsicht: Konsultiere auch die Hausordnung, wenn der Mietvertrag darauf verweist. Sie ist Bestandteil des Vertrags, und die darin enthaltenen Regelungen zur Haustierhaltung sind verbindlich.

Es ist umstritten, ob ein generelles Tierhaltungsverbot in einem Mietvertrag rechtlich überhaupt zulässig ist. Es empfiehlt sich aber keinesfalls, sich wissentlich über ein solches Verbot hinwegzusetzen. Ein früheres Bundesgerichtsurteil hat die Kündigung des Vermieters gutgeheissen. Die Mietpartei musste daraufhin die Wohnung verlassen.

Kleintiere sind erlaubt

Sperrt sich der Vermieter gegen einen Hund, sitzt du am kürzeren Hebel. Aber deine Tochter muss nicht gänzlich auf Haustiere verzichten. Erlaubt sind Kleintiere wie Hamster oder Meerschweinchen in kleiner Anzahl. Auch gegen Katzen, welche die Wohnung praktisch nie verlassen, haben Vermieter in der Regel nichts einzuwenden. Eine artgerechte Tierhaltung ist dabei zwingend einzuhalten.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hans Jürg 11.09.2020 16:20
    Highlight Highlight Einen Hund für die Tochter kaufen ist keine sehr gute Idee.
    Wenn schon, schafft man sich einen Hund als Familie an. Jedes Familienmitglied ist für das Tier verantwortlich. Die Kinder sind aber oft überfordert. Deshalb hängt die meiste Arbeit an den Eltern.
    Hunde kosten: Trainingskurse, Hundesitter, Futter, Tierarzt, Impfungen, Versicherung, Equipment für die Reise, etc. usw.
    Wer sich für einen Hund entscheidet, ist ihm gegenüber bis an sein Lebensende verpflichtet. Das kann schon mal über ein Jahrzehnt lang sein (hoffentlich).
    Ein Hund muss jeden Morgen früh raus. Nichts mehr mit ausschlafen.
  • Ösi_Schweizer 11.09.2020 13:14
    Highlight Highlight Falls es der erste Hund ist und kein eigener erlaubt ist, kann man auch eine Patenschaft bei einem Tierheim übernehmen bzw. mit den Hunden vom Tierheimen spazieren gehen. Ist auch sehr erfüllend, für alle beteiligten 👍
  • Chrisbe 11.09.2020 12:36
    Highlight Highlight Zitat:"Auch gegen Katzen, welche die Wohnung praktisch nie verlassen, haben Vermieter in der Regel nichts einzuwenden. Eine artgerechte Tierhaltung ist dabei zwingend einzuhalten."
    Ein Zeichen ganz besonderer Tierliebe und absolut artgerecht, ein Raubtier in der Wohnung zu haltern.... 😭
    So Menschen lieben nicht das Tier sondern ausschliesslich deren Nähe und das kuschelige Fell.
    Zudem: Ein Hund ist ein denkbar schlechtes Geschenk, es ist ein Lebewesen mit Empfindungen, Bedürfnissen,... und sicherlich kein Spielzeug...

    • Quo Vadis 11.09.2020 14:11
      Highlight Highlight "Ein Zeichen ganz besonderer Tierliebe und absolut artgerecht, ein Raubtier in der Wohnung zu haltern.... 😭"

      ...du weisst ja gar nicht was in der jeweiligen Wohnung alles abgeht, rumrennt oder sonst noch lebt...
  • Frausowieso 11.09.2020 12:28
    Highlight Highlight Ich würde generell von der Hundehaltung in Wohnungen abraten. Einerseits ist es nicht die richtige Umgebung für Hunde. Das Risiko ist gross, dass der Hund aus Langeweile an die Einrichtung geht. Andererseits muss man evtl umziehen und immer mehr Vermieter verbieten Hunde. Viele dieser Tiere landen dann im Tierheim. Sie werden auf Grund "Veränderungen" der persönlichen Situation abgegeben. Und zu guter Letzt- man verschenkt keine Tiere. Schon gar nicht an Kinder! Wenn, dann adoptiert man ein Tier gemeinsam als Familienmitglied. Sorry, falls mein Beitrag belehrend rüberkommt.
    • Autokorrektur 11.09.2020 14:07
      Highlight Highlight Dem letzten Teil stlmme ich zu, der erste ist mMn völlig überzogen. Meerschweinchen sollte man auch nicht in Wohnungen halten, von Hamstern ganz zu schweigen. Aber mit den Hunden gehen die Leute wenigstens raus. Ausserdem gibt es grosse und kleine Wohnung, solche mit Garten und solche ohne. So pauschal ist das einfach falsch. Und dann noch dieses "die falsche Umgebung"... 🙄 im übrigen ist es auch in einem Haus mit Garten möglich, dass der Hund aus Unterforderung und Langeweile anfängt, das Sofa zu zerkauen, die Tapete abzureissen und die Nachbarn anzukläffen. Alles schon erlebt.
    • Pümpernüssler 11.09.2020 15:44
      Highlight Highlight Ein richtiger Tierhalter sieht seine Tiere als Teil der Familie. Einen Hund aus dem Tierheim bekommt man nicht so leicht. Haben zum Teil sehr fragliche Anforderungen.
      Wieso soll eine Wohnung der falsche Wohnraum für einen Hund sein? Wenn der Hund ausgelastet ist, eine gute Erziehung genossen hat, dann geht er auch nicht an die Einrichtung. Viele denken halt einfach ein Hund macht nicht viel Arbeit.
  • Ichweissmeinennamennichtmehr 11.09.2020 12:15
    Highlight Highlight Wenn der Vermieter nein sagt würde ich das ernst nehmen und vorallem Respektieren!
    Wenn dir das nicht passt such dir eine neue Wohnung wo Hunde erlaubt sind.
  • Autokorrektur 11.09.2020 12:10
    Highlight Highlight Fehler #1: Hunde sind keine Ware, die man verschenkt. Selbst wenn die Tochter 20 ist. In dem Fall soll sie ihn selber kaufen. Ich geh von einem Kind aus, in dem Fall, liebe "Ilka" kaufst du den Hund für dich! Jawohl, denn du wirst mit dem Tier zum Arzt, die Steuern (130.-?/Jahr) bezahlen und die Erziehungsarbeit übernehmen müssen, und das nicht nur für zwei, drei Jahre, sondern für zehn, zwanzig.
    • Frausowieso 11.09.2020 14:48
      Highlight Highlight Ich hatte alleine in den letzten 3 Jahren ca 5500.- Tierarztrechnungen. Wer sich das nicht leisten kann, der sollte kein Tier halten. Jedes Tier krann chonisch krank werden (wie eine meiner Katzen) und das geht dann richtig ins Geld.
  • Imfall 11.09.2020 12:08
    Highlight Highlight (Normalgrosse) Hunde habe in Wohnungen eigentlich auch nichts verloren... Ausser Frauchen und Herrchen sind täglich sehr viel draussen unterwegs!!

    • Autokorrektur 11.09.2020 14:04
      Highlight Highlight 🙄 auch kleine Hunde brauchen viel Auslauf. Die Grösse des Hundes spielt hierbei absolut keine Rolle, sondern der Bewegungsdrang.
  • Malenky74 11.09.2020 11:37
    Highlight Highlight Ich weiss hat wenig mit dem Thema an sich zu tun. Aber: Hund 'kaufen' ... im Tierheim warten viele Pfoten auf ein neues Zuhause! :-) so der Vermieter denn will...
    • Gaechter Vrenä 11.09.2020 12:53
      Highlight Highlight ❤️👍🏻❤️👍🏻❤️
  • Quo Vadis 11.09.2020 10:30
    Highlight Highlight Zuerst mal das wichtigste vorneweg:

    Kauf dir keinen Hund! Adoptiere lieber. Es gibt genügend Tiere die auf ein Frauchen/Herrchen warten, auch in der Schweiz.
    • Autokorrektur 11.09.2020 12:12
      Highlight Highlight Nicht jeder kann sich einen Hund aus unbekannter Herkunft anschaffen, gerade mit Kind kann das eine Zeitbombe sein. Vor allem diejenigen, die das Tier in keinem Fall zurück ins Tierheim bringen würden sollten sich das mehr als zwei Mal überlegen.
    • Gaechter Vrenä 11.09.2020 12:53
      Highlight Highlight ❤️👍🏻❤️👍🏻❤️
    • DonDude 11.09.2020 13:45
      Highlight Highlight Viel wichtiger ist zuerst überlegen, für was ich den Hund brauche und dann eine geeignete Rasse suchen.
      Finger weg von Qualzuchten wie der Französischen Bulldoghe!!!
      Diese Hunde sollten verboten werden, damit diese Qualzucht endlich aufhört.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Name_nicht_relevant 11.09.2020 10:25
    Highlight Highlight ich kann nur sagen Leute, lest zuerst den Mietvertrag dort steht alles ja drin meisten oder wenn man die Verwaltung fragt und diese Nein sagt; klar dies auch so umsetzen. Wenn man sowas nicht Akzeptieren will, fragt mal bei den nachbaren zusammen kann man so auch Verträge ändern lassen oder Störenfriede los werden. Dies gilt auch bei Mängeln und Allgemeinem Lärm. Wenn alles nichts bringt, sucht euch eine andere Wohnung. Man kann nicht immer alles haben.

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