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Heilige oder Hure? Wie Maria Magdalena Christen zur Verzweiflung bringt

Im neuen Film «Maria Magdalena» ist die Hauptdarstellerin die Geliebte von Jesus.



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Maria Magdalena, wie sie sich Tizian vorstellte.

Biblische Figuren und Geschichten haben trotz der Säkularisierung weiterhin ein Eigenleben und regen die Fantasie bis in unsere Tage an. Schriftsteller, Maler und Regisseure finden immer wieder Motive in der Bibel, die auch heute noch auf ein breites Interesse stossen.

Aktuell erhitzt der Film «Maria Magdalena» die Gemüter. Und zwar nicht nur von Gläubigen, sondern auch von Skeptikern. Es gibt mehrere Gründe dafür.

Mythologische Geschichten mit starker Symbolkraft

Die Bibel, das Buch der Bücher, hat die geistige und kulturelle Entwicklung über Jahrhunderte tiefgreifend geprägt. Ausserdem ist sie voll von mythologischen Geschichten mit starker Symbolkraft. Ähnlich wie die griechische Mythologie.

Entscheidend dürfte aber der ewige Streit um die Authentizität der Bibel sein: Gläubige sehen sich bei monumentalen Jesus-Filmen in die Zeit des Urchristentums versetzt und können sich mit ihrem Sohn Gottes auf emotionaler Ebene identifizieren. Ein Erlebnis, das sie in ihrem Glauben bestärkt.

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Trailer vom neuen Film Maria Magdalena. Video: YouTube/vipmagazin

Skeptiker unter den Schriftstellern und Regisseuren erzählen hingegen alternative Geschichten aus er Bibel. Sie stutzen Jesus gern auf menschliche Dimensionen zurecht und wischen den Heldenmythos von ihm ab: Der sympathische Mensch Jesus, gezeugt auf natürlichem Weg wie alle Menschen vor und nach ihm.

Neben Jesus beschäftigt die Künstler und Autoren vor allem auch Maria Magdalena. Sie ist eine geheimnisvolle Figur und spielt im Neuen Testament die wohl wichtigste weibliche Rolle. Als stetige Dienerin und Begleiterin sorgte sie für sein Wohl.

Umstritten ist aber die Frage, ob dieses Wohl an der Schwelle zum Schlafzimmer geendet hat. Ihr war es laut Bibel immerhin vorbehalten, Zeugin der Kreuzigung zu sein. Sie war auch die erste Person, der sich Jesus nach seiner Auferstehung offenbarte. Er beauftragte sie auch, die Jünger zu informieren.

Ob Heilige oder Hure – wir wissen es nicht. Wir wissen nicht einmal, ob es sie wirklich gegeben hat. Vielleicht ist sie der Fantasie der Evangelisten entsprungen.

Diese intime Nähe zu Jesus regte die Fantasie der Künstler und Schriftsteller an. Für die Skeptiker, die in Jesus einen gewöhnlichen Wanderprediger sahen, war Maria Magdalena nicht nur Begleiterin, sondern auch Gespielin.  

Diese Interpretation der Rolle von Maria Magdalena beschäftigte vor allem auch die Maler. Weltbekannte Künstler von Tizian bis Furini brachten Maria Magalena in lasziver Haltung und mit entblösstem Oberkörper auf die Leinwand und machten Jesus zu einem Mann mit den üblichen Bedürfnissen und zu einem sterblichen Wesen.

Auch mehrere Schriftsteller mühten sich am Stoff ab und machten Maria Magdalena zur Geliebten von Jesus. Dan Brown landete mit seinem Buch «Sakrileg» gar einen Bestseller und machte Jesus und Maria Magdalena zu einem attraktiven Paar. Und klar, sie schenkte ihm ein Kind. Für Fromme eine unerträgliche Provokation und Blasphemie.

Die vermeintliche oder reale Liaison der beiden kommt nicht von ungefähr, spricht doch der Evangelist Markus von der Gefährtin Jesu. Andere, nicht kanonische Schriften stellten sie gar als Geliebte dar. Das brachte ihr die Bezeichnung Sünderin ein, weil sie angeblich Jesus verführt hatte. Und von der Verführerin ist es nicht mehr weit zur Prostituierten.

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Maria Magdalena war bei der Kreuzigung von Jesus dabei und traf ihn als Erste nach seiner Auferstehung.

Den Kirchenführern kam die Verehrung von Maria Magdalena deswegen lange Zeit ungelegen. Es war ihnen eher peinlich, dass die zölibatär lebenden Mönche und Geistlichen die angebliche Verführerin in ihre nächtlichen Gebete einschlossen.

Angefeuert wurden die erotischen Fantasien vor allem durch die Vorstellung, dass Maria Magdalena eine intime Nähe zum geliebten Heiland hatte. Für diese Projektion war die andere wichtige Maria im neuen Testament ungeeignet: Die Mutter Gottes hatte Jesus laut Bibel bekanntlich unbefleckt empfangen.

Als die Kirchenführer erkannten, dass sich Rolle und Bedeutung von Maria Magdalena nicht länger kleinreden liessen, mutierte sie von der Sündern zur Heiligen.

Ist Maria Magdalena nur ein Mythos?

Ob Heilige oder Hure – wir wissen es nicht. Wir wissen nicht einmal, ob es sie wirklich gegeben hat. Vielleicht ist sie der Fantasie der Evangelisten entsprungen, denn sie sind die einzigen, die sie beschrieben haben. Doch gekannt haben sie sie nicht, so wie sie auch keine Zeitzeugen von Jesus waren.

Sie haben die biblischen Geschichten vom Hörensagen aufgezeichnet. Viele Jahre nach dem Tod von Jesus. Doch das kümmert die Geistlichen bis heute nicht, die Maria Magdalena in ihr Gebet einschliessen.

Auch Jesus wäre zu wünschen gewesen, dass Maria Magdalena keine Heilige war.

Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

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127Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Michael Bamberger 26.03.2018 15:19
    Highlight Highlight Bemerkenswertes aus der koptisch-gnostischen Pistis Sophia:

    „Doch Maria Magdalena und Johannes, der Jungfräuliche, werden alle meine Jünger und alle Menschen, die die Mysterien vom Unaussprechlichen empfangen, überragen. Und sie werden zu meiner Rechten und zu meiner Linken sein. Und ich bin sie und sie sind ich.“

    (Pistis Sophia, Kap. 96)
    • rodolofo 27.03.2018 07:51
      Highlight Highlight Und wie würdest Du diesen Spruch aus dem "Heiligen Buch" ins Neudeutsche übersetzen, so dass es auch die Schweizer verstehen können?
  • Michael Bamberger 26.03.2018 15:15
    Highlight Highlight Bemerkenswertes aus dem Philippusevangelium:

    „Die Sophia, die genannt wird: die Unfruchtbare, sie ist die Mutter der Engel. Und die Gefährtin des Erlösers ist Maria Magdalena. Der Erlöser liebte sie mehr als alle Jünger und er küsste sie oft auf ihren Mund.“

    (Nag-Hammadi-Codex II,3 - Philippusevangelium, Vers 55)
  • Michael Bamberger 26.03.2018 15:12
    Highlight Highlight Bemerkenswertes aus dem Thomasevangelium:

    "Simon Petrus sprach zu ihnen: „Mariham (Maria Magdalena) soll von uns fortgehen, denn die Frauen sind des Lebens nicht würdig.“ Jesus sprach: „Seht, ich werde sie führen, um sie männlich zu machen, dass auch sie ein lebendiger Geist wird, der euch Männern gleicht. Denn jede Frau, die sich männlich macht, wird in das Königreich des Himmels eingehen.“ (Thomasevangelium, Vers 114)
    • rodolofo 27.03.2018 07:53
      Highlight Highlight Das wiederum verstehe ich sehr gut:
      Hier wird die Präsidentschaft-Kandidatur von Hillary Clinton prophezeit!
  • mogad 26.03.2018 09:48
    Highlight Highlight @Maracuja. Man muss einstecken können, wenn man seine Meinung "veröffentlicht". Lass mich auch gerne belehren und korrigieren. Aber bitte mit einem Minimum an Anstand. Zuerst schreiben Sie, es habe z.Z. Jesu dort gar keine Araber gegeben, erst ab dem
    7. Jh.n.Chr. und unterstellen mir auch noch Antisemitismus. Sie müssen wütend auf mich sein, dass sie mir sowas unterstellen. Und nebenbei: Als andere Kommentatoren Sie zur Recht korrigierten was die Araber betrifft, sind Sie zurückgekrebst. Offenbar haben Sies nur auf mich abgesehen. Kann damit leben. und mit den Blitzen to come.
    • Maracuja 26.03.2018 19:43
      Highlight Highlight @Abbaio

      Würden Sie etwas aufmerksamer lesen, hätten Sie mitbekommen, dass ich meine Meinung überhaupt nicht geändert habe und immer noch nix von Ihrer Behauptung halte, Jesus sei Araber gewesen, ich habe ausreichend begründet warum. Zurückgekrebst sind Sie, nachdem Sie zuvor behauptet haben, Jesus wäre ein Araber aus dem heutigen(!) Palästina gewesen, räumen Sie nun ein, dass er Jude war. Antisemitismus habe ich Ihnen nirgends vorgeworfen, aber wenn jemand vehement behauptet, Jesus wäre Araber gewesen (ohne dies begründen zu können oder zu wollen), wirft das Fragen auf.
    • Oxymora 26.03.2018 21:57
      Highlight Highlight Und ich dachte immer Gott ist ein Katholik oder eventuell ein Reformierter.
      Aber wenn der Sohnemann angeblich Araber oder eventuell Jude war,
      wie kam es zu dem Unfall?

      Der Film kann uns leider auch nicht abschliessend darüber aufklären, aber ein Versuch war es.

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    • Pasionaria 27.03.2018 02:41
      Highlight Highlight Oxymora
      Deine witzig-cleveren Assoziationen schriftlicher oder bildlicher Art gefallen mir sehr?
      Ich fragte Dich schon einmal, woher hast Du diese immer zum richtigen Zeitpunkt zur Hand?
      Jedenfalls schaffst Du es, mit jedem Hinweis auf Unrealistisches/Phantastisches, die Dinge auf neue Weise zu betrachten, zu erfassen und zu hinterfragen!
      Cool.
  • Pasionaria 26.03.2018 01:08
    Highlight Highlight Alienus
    @ den Etymologiespezialisten
    Vorweg, wurde der sagenumwobenen, zu mystischen Maerchen geeigneten Maria Magdalena, das Attribut der Prostituierten zugehalten, um der v.a. seinerzeitigen Frauenverachtung noch mehr Ausdruck zu verleihen?

    Zur eigentlichen Frage: so kommt das Wort > Prostitution von Prost (!) > prosum > nuetzlich sein?
    Wuerde absolut Sinn machen: nuetzlich fuer die Maenner inkl. Jesús?

    • Pasionaria 27.03.2018 02:51
      Highlight Highlight Alienus
      Im Wissensblog > hat es ein A.R.-Quizz, das fuer Dich ein Klacks ist, ebenso ein Kommentare von Dir dazu!
  • Spooky 25.03.2018 20:03
    Highlight Highlight "Ob Heilige oder Hure – wir wissen es nicht."

    Nicht wichtig. Das ist sowieso das Gleiche.
    • Share 26.03.2018 21:24
      Highlight Highlight Nein, Spooky, das war Zuckersirup vielleicht Lebertran aber ganz sicher Schweineschmalz.
    • rodolofo 27.03.2018 07:58
      Highlight Highlight Ich würde es mal so sagen:
      Beide wirken auf mich ungefähr gleich unerotisch.
  • vera.vox 25.03.2018 14:41
    Highlight Highlight Hätte kein göttliches Sperma den Leib der Maria Magdalena befruchtet, hätte es die Merowinger Könige mit ihrem schönen Langen Haaren nie gegeben. Und ohne diese Urur....urenkel von Jesus Christus, hätte niemand unser christliches Europa geschöpft. Das Abendland wäre noch immer total verheidet und wüsste nichts von christlicher Nächstenliebe.
    • Spooky 25.03.2018 20:44
      Highlight Highlight @ vera.vox

      Vom Vatikan aus gesehen bin ich ein Heide.

      Die Heiden sind besser als du denkst.
    • Sophia 26.03.2018 12:10
      Highlight Highlight Vera? Vera! hat das nicht etwas mit Wahrheit zu tun? Weswegen schreibst du dann so ein Zeugs zusammen, das sind doch alles nur Mythen, das mit den Merowingern; und dieser Unsinn soll dann womöglich noch die Legende vom christlichen Abendland belegen und damit alles, was gegen Andersgläubige so unternommen wird noch rechtfertigen. Bitte, hör auf, solchen Stuss zu verbreiten. Die Mormonen sind in der USA zuhause, das reicht, wenn die ihre Geschichte auf Jesus persönlich beziehen! Hört denn dieser Blödsinn nie auf?
    • vera.vox 26.03.2018 21:22
      Highlight Highlight @ Sophia

      Ich weis nicht was dir die bösen Christen von der LDS angetan haben.
      Es muss schrecklich gewesen sein, was dir durch Mormonen wiederfahren ist.
      Sehr auffällig, dass du sie immer in negativen Sinne erwähnst.

      Wenn du ein wenig den neuzeitlichen Aposteln lauschen würdest, wäre das ein Segen, für dich und noch mehr für die Menschen in deinem Umfeld.

      Betreffend Merowinger, die hat es tatsächlich gegeben, aber wenn du nichts von Ihnen wissen willst, ist das dein Recht.
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  • Beteigeuze 25.03.2018 12:54
    Highlight Highlight Es stört mich eigentlich nicht, wenn mal ein Beitrag von mir gelöscht wird. Aber diesmal schon.

    Dass Maria/Jesus von religiösen/orthodoxen Juden als Hure + Hurensohn angesehen werden, ist eine TATSACHE und kann überall nachgelesen werden. Gemässigt religiöse Juden in Israel bemängeln auch diesen Tatbestand.

    Wenn das nun von einem dahergelaufenen, halbschlauen Nichtsnutz als antisemitisch eingestuft wird, dann ist das 1. falsch und 2. eine VERDAMMTE SAUEREI.

    Und wenn deshalb mein Beitrag der nur Tatsachen wiedergibt anschliessend gelöscht wird, dann ist das sogar ein SKANDAL.
    • Oxymora 25.03.2018 16:35
      Highlight Highlight Ich kann Sie nur bewundern.
      Weil mich stört es, wenn ein Beitrag gelöscht wird.

      Ganz besonders, wenn er keine Tatsachen wiedergibt, weil hier geht es um Religion.

      Wenn man nur über Tatsachen schreiben dürfte, wäre es sehr schwierig einen Kommentar abzuliefern, da es im Blog oft um Roman Figuren geht, die ausserhalb der antiken Romane nie existiert haben.
    • Alienus 25.03.2018 19:17
      Highlight Highlight @Sternschnuppchen

      Haha!

      PS: Mein schönes Gedichtlein wurde auch gelöscht!

      Schnüff.
    • Share 25.03.2018 20:19
      Highlight Highlight Frauenverachtung. Das sind die Tatsachen und Geschichten die seit Jahrtausenden erzählt und weitergesponnen werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • marcog 24.03.2018 23:17
    Highlight Highlight mich würde mal wunder nehmen, wie der Begriff Jungfrau entstanden ist, und was er damals für eine Bedeutung gehabt hatte. Die Leute waren nicht so prüde, wie dies uns ein paar Geistliche weiss machen möchten.
    • Sophia 25.03.2018 12:05
      Highlight Highlight So weit man das in alten Geschichten lesen kann, handelt es sich bei den Jungfraugeburten um einem Mythos aus dem alten Aegypten, war also für die Griechen, von denen ja die christliche Theologie geschaffen wurde, nichts Neues, die kannten sich da gut aus und haben für ihre alte Götterwelt ja früher schon aegytische Mythen übernommen. Sie haben es einfach nochmals verwendet, wie vieles andere auch. Jesus ähnelt schon sehr der Geschichte des Perseus. Und so ganz jungfräulich war selbst den Griechen nicht geheuer, es war ja der Heilige Geist, wie weiland der Zeus auch die Danae befruchtete.
    • Turicum 17 26.03.2018 18:03
      Highlight Highlight Wie könnte man auch prüde sein, wenn das ganze Leben (von der Zeugung, über die Geburt bis zum Tode) innerhalb eines Raumes (Höhle/Einraumhaus) inmitten der ganzen Sippe stattfindet?

      Damals war das noch normal...
  • Oxymora 24.03.2018 22:37
    Highlight Highlight Therapeut missbrauchte Patientin

    Und es geschah danach, dass er (Jesus) nacheinander Stadt und Dorf durchzog, indem er predigte und das Evangelium vom Reiche Gottes verkündigte; und die Zwölfe mit ihm,
    und gewisse Weiber (!?), die von bösen Geistern und Krankheiten geheilt worden waren:
    Maria, genannt Magdalene, von welcher sieben Dämonen ausgefahren waren,
    (Lukas 8,1-2)

    Blabliblabla.......

    Dem Missetäter droht nun die Kreuzigung.

    .
    User Image
  • Agnos ~ 24.03.2018 16:03
    Highlight Highlight Wenn die alten kanonischen Schriften kennt,u.einiges zu genau interpretiert, kann die Aussagen fälschen,u.damit so manches aus seiner Sicht heraus verdrehen. Ausgerechnet die Philosophen sind es die Gruppierungen u.Bücherleser verwirren,u.zu falschen Wegen verführen. Magdalena scheint da in einer Opferrolle gegenüber den Schriftgelehrten zu stehen, die sie aburteilen wollten, doch diese haben es, ohne die Rechnung eines Visionärs gemacht, mit der Antwort: >Wer unter Euch ohne Fehl-Sünde ist, der Werfe den ersten Stein!<Nun das waren sich der Haufen unter sich sehr peinlich,u.liessen von ihr ab
    • Agnos ~ 24.03.2018 16:52
      Highlight Highlight Nun zu einem Kreuzwort-Rätzel, von oben nach unten: Falschzeugnis, u.von links nach rechts: Schuldzuweisung, unter "a"gekreuzt. Als Drittes die: Schuldabweisung, nach dem Motto:>Ich bin halt nicht so wie diese.<Unter "u" gekreuzt. >Wer ist näher bei dem da "Oben,"du oder ich,< immer dieses messen, haben denn die untereinander immer gegenseitig voneinander Angst, um aus dem guten Licht zu fallen u. Abseits zu stehen!? Die Vorurteile schafft man für sich selbst zum guten Eigenzweck, um sich aus der Verantwortung zu ziehen, um nicht schlecht dazustehen. Im Bezug der Selbstgerechtigkeit.

  • cero 24.03.2018 15:14
    Highlight Highlight Eine ganz schöne Theorie ist die, dass hinter dem Jünger Johannes eigentlich Maria Magdalena steckt - der resp. eben die LieblingsjüngerIn (Joh 13) ...
    Sicher aber bleibt bemerkenswert, dass eine Frau eine so prominente Rolle in der Geschichte Jesu erhält - sie ist erste Zeugin des Auferstandenen. In der männerdominierten Welt der Antike keine Selbstverständlichkeit. Deshalb: gut möglich, dass eine historische Frauenfigur hinter Maria Magdalena steckt.
    Aber wie bei vielen legendenhaften Personen dient auch sie oft als Projektionsfläche für verschiedenste Hoffnungen und Wünsche.
    • Snake Plissken 25.03.2018 10:44
      Highlight Highlight Ganz meiner Meinung: Über den historischen Jesus kann man nur mutmassen. Ich kann ihn mir nur als radikalen Moralisten vorstellen. In Erwartung des nahen Weltendes lohnt sich Fortpflanzung nicht, lieber noch die letzten Tage kein schlechtes Karma anhäufen. Da lässt man sich auch gern mal zwei Backpfeifen verpassen und denkt nur “Gutes“ über den Schlagenden. Wenn der wüsste, wie er dann im jüngsten Gericht drankommt! Gnihihihi... . - Dagegen der Jesus als Anbetungsobjekt der frühen Kirche, der muss viel mehr Facetten haben, z. B. eine Portion halbverklemmter Sexyness. Bhagwan lässt grüßen...
  • henkherrmann 24.03.2018 11:33
    Highlight Highlight Was ist dieser Text für ein Lückenbüsser? : wohlfeil allen Anmerkungen zum Thema hinterhermäändern, um am Schluss - ja was?! Die letzte Zwischenüberschrift einfach abändern in "Ist Jesus nur ein Mythos?" und dann anfangen mit: "Heiland oder einfach Sektenführer ..." etc. den Rest kann man getrost so stehen lassen. Welche Figur ausser den historisch belegten ist denn hier nicht fiktional? $
    Und bitte, der letzte Satz ist einfach peinlich.

    Was soll dieser Text also eigentlich?
    • rodolofo 24.03.2018 17:08
      Highlight Highlight Ja, diese Frage wird uns auch Gott nicht beantworten, da sich seine Antwort ja erübrigt.
      Dieser Text wurde in die Welt gesetzt und ist somit real existent, ob Ihnen das jetzt passt, oder nicht.
      Finden Sie sich am besten gleich damit ab, so wie sich die Menschen in Manila mit dem täglich wiederkehrenden Verkehrs-Kollaps abgefunden haben!
      Es IST einfach so!
      Sie können auch mit wutentbranntem Gesicht und verschränkten Armen gen Himmel starren, wenn es in Ihre Grillparty hinein regnet und wieder Ihre Frage schreien: "Was soll das?!"
      Und wieder wird Ihnen niemand eine Antwort geben...
  • Michael Bamberger 24.03.2018 11:23
    Highlight Highlight Was die Mythen von Wilhelm Tell oder Robin Hood der Bibel (AT und NT) voraus haben, ist dass sie gänzlich ohne übernatürliche Phänomene (Wunder) auskommen. Das verleiht diesen Legenden immerhin jenes Fundament von literarischer Plausibilität, die den biblischen Fiktionen à la Tausendundeine Nacht völlig abgehen, bei übrigens vergleichbar bruchstückhafter bis pauschaler Abwesenheit von Indizien zur jeweiligen Historizität.
    • Maracuja 24.03.2018 12:37
      Highlight Highlight Die griechische Mythologie kommt auch nicht ohne übernatürliche Phänomene aus. Trotzdem finde ich die Geschichten von Zeus & Co. doch einiges interessanter als Wilhelm Tell.
    • Michael Bamberger 24.03.2018 16:09
      Highlight Highlight Ich lese auch lieber Homers Ilias als Schillers Tell, auch wenn Homer gar nicht der Autor gewesen wäre und auch, wenn Homer gar nie gelebt haben sollte.

      Was nun die diversen Mythen - bestückt mit übernatürlichen Phänomenen - anbelangt, sind mir lediglich jene Fiktionen suspekt, welche Protagonisten beschreiben, die mit missionarischem Eifer für sich selbst einen alleinigen und alles andere ausschliessenden Wahrheitsanspruch erheben und bei Nichtbefolgung ihrer "Wahrheiten" repetitiv mit der Hölle drohen.
    • Maracuja 24.03.2018 19:53
      Highlight Highlight @Michael: , sind mir lediglich jene Fiktionen suspekt ..

      Dafür habe ich durchaus Verständnis, auch wenn ich die Evangelien durch eine andere Brille lese.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Helona 24.03.2018 10:33
    Highlight Highlight Weitere unglaublich interessante Frage: Hatte Schneewittchen Sex mit den Zwergen?
    • äti 24.03.2018 10:55
      Highlight Highlight Ja.
    • Angelo C. 24.03.2018 12:12
      Highlight Highlight Gangbang mit Sieben auf einen Streich 😂 ?!
    • Klaus07 24.03.2018 12:25
      Highlight Highlight Andere Frage! Wie würden dann die Kinder aussehen und vorallem wie gross oder klein wären die. Nee, ich will es nicht wissen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • blaubar 24.03.2018 10:16
    Highlight Highlight Liest man die Bibel ganz neutral, kommt man zu interessanten Erkenntnissen: Jesus hatte offensichtlich allerlei Freunde, darunter auch ein reicher Mann (Joseph v. Arimathia), die Hure M. Magdalena. Der Politiker Pilatus war offensichtlich auch von ihm angetan.
    Zum „Tod“: Es wurde ihm als einzigen Gekreuzigten „kein Bein“ zerbrochen, nur ein Speerstoss in die Rippen: Es ging Blut und Wasser heraus (dem sagt man heute „punktieren“, kann also heilsam sein). Es ist durchaus möglich, dass J. einfach eine Nahtoderfahrung hatte.
    Es gibt Theorien, dass er danach nach Indien verschwand...
    • mogad 24.03.2018 10:41
      Highlight Highlight Sie bleiben dabei, dass Maria Magdalena eine Hure war?
    • blaubar 24.03.2018 11:34
      Highlight Highlight Weiss ich doch nicht. Man muss auch immer an Graustufen denken. Was ist denn schon eine Hure? Eine, die einmal für einen neuen Hausansgrich ins Bett gehüpft ist? Auch was Jesus‘ potentielles Liebesleben angeht. Es könnte sein, dass sie ein Verhältnis hatten, aber nicht täglich im Swingerclub waren. Die Realität ist oft nicht so schwarzweiss und nicht sooo medientauglich.
  • gelesen 24.03.2018 10:09
    Highlight Highlight Vielleicht war Jesus schwul und Maria Magdalena einfach eine gute Freundin oder sie war lesbisch und sie fühlte sich wohl mit Jesus, weil der sie in Ruhe liess. Jede/r erzählt die Geschichte so, wie es für ihn/sie möglich und/oder am besten scheint und den meisten Profit für die jeweiligen Erzähler hat > wo der gute alte Herr, etwas an Macht gewinnt oder verliert. Mühsam, dass man/frau sich immer noch damit beschäftigen muss. Mühsam, dass dieser Typ sich immer noch in die Leben schleicht.
    • rodolofo 24.03.2018 10:50
      Highlight Highlight Das Leben ist so mühsam, wie das immer wiederkehrende Jäten im Garten, oder wie das immer wiederkehrende Putzen im Haus, oder wie das immer wiederkehrende Zurechtweisen Müssen von Wutbürger-Dumpfbacken in den Kommentarspalten der (A-)Sozialen Medien.
      Habe ICH das eben gesagt?
      Dann muss ich der neue Messias sein!
    • Randy Orton 24.03.2018 11:37
      Highlight Highlight Vielleicht war Jesus auch der erste Transgender und Maria-Magdalena der Name den sie benutzte nachdem sie das weibliche Geschlecht angenommen hat und somit ihr männliches Ego als Jesus „gestorben“ ist?
    • Rabbi Jussuf 25.03.2018 13:08
      Highlight Highlight Randy
      Das ist dann schon gefährlich nah an der Trinität.
  • CASSIO 24.03.2018 10:06
    Highlight Highlight Wieso dermassen wertend? Ob Prostituierte oder Geliebte, was spielt's für eine Rolle? Ist eine Prostituierte weniger wert, als eine Geliebte? Auch mit der Unterstellung an die "Geistlichen" (ich vermute, damit sind auch evangelische Pfarrer gemeint) kann ich nichts anfangen. Mein Onkel, seines Zeichens evangelischer Pfarrer, hat während seines Studiums sich klar mit diesen Fragen auseinandergesetzt, wissenschaftlich. Da gab's keine "Märlistunden". Aber klar, in der Kirche konnte er dies so nicht widergeben, das ist aber nicht der Fehler dieser Geistlichen, sondern vielmehr der Institutionen.
    • keplan 24.03.2018 11:12
      Highlight Highlight Vertretten die Institutionen nicht die Geistlichen bzw. die Kirchen?

      Super wenn man in seinem eigenen Verein seine eigene Meinung nicht vertretten darf (vorallem nach innen).

      Geschichten über Personen deren existenz nicht bewiesen ist und zaubern und wunder vollbringen konnten, werden normalerweise als märchen oder mythen bezeichnet. Aus dieser sicht kann dein Onkel nur Märchenstunden beigewohnt haben.

    • CASSIO 24.03.2018 15:58
      Highlight Highlight jesus konnte zaubern? wusst ich gar nicht. hat er auch sprüchli aufgesagt und mit dem stöckli hin- und hergewedelt? verdammt, ich muss die bibel wieder lesen...
    • keplan 24.03.2018 16:50
      Highlight Highlight Wie würdest du die Verwandlung von wasser zu wein auf befehl von jesus sonst nennen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thadic 24.03.2018 10:03
    Highlight Highlight Den Teil im Trailer wo Jesus predigt, nicht einfach das Leben zu geniessen, sondern sich zu reinigen und sich Gott zuzuwenden, finde ich am ätzestend. Diese Haltung hat das römische Reich zerstört und uns das dunkle Mittelalter gebracht. Auch wenn das römische Reich alles andere als frei von Ungerechtigkeit war, versuchte es nicht ständig die menschlichen Bedürfnisse zu unterdrücken und auf das Jenseits zu projizieren.
    • Share 24.03.2018 12:04
      Highlight Highlight Es war Teil der politischen Strategie, den von Rom annektierten Völkern den Glauben zu lassen. Mit der Ehelosigkeit gerät eine gesellschaftliche Säule ins Wanken. Könnte man Sünde nennen.
  • amRhein 24.03.2018 09:51
    Highlight Highlight Diese Geschichte interessiert mich nicht – die Aufgaben, Herausforderungen und Freuden heutzutage sind ganz andere.
    • äti 24.03.2018 10:57
      Highlight Highlight .. als da wären?
  • mogad 24.03.2018 09:44
    Highlight Highlight Was mir an dem neusten Film "Maria Magdalena" am besten gefallen hat: Petrus ist ein Schwarzer. Hey, der erste Papst war ein Schwarzer! Der Fels, auf dem Jesus seine Kirche aufbauen wollte: ein Schwarzer. Alle Menschen sind gleich, gleich heilig. Schön.
    • rodolofo 24.03.2018 10:43
      Highlight Highlight Da kommt mir die Schwarze Maria von Einsiedeln in den Sinn, die besonders viele Indisch-Katholische TouristInnen anzuziehen scheint, da sich diese in einer dunkelfarbigen Statue besser wiedererkennen.
      Sind natürlich alles nur Äusserlichkeiten, aber trotzdem nicht ganz ohne...
    • Rabbi Jussuf 24.03.2018 10:51
      Highlight Highlight Wieso war Petrus kein Indianer? Das wäre doch auch schön.
    • Maracuja 24.03.2018 11:51
      Highlight Highlight @Rabbi Jussuf

      Du möchtest also auch noch eine Art mormonische Jesus frisch verföhnt äh verfilmt Version?
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 24.03.2018 09:30
    Highlight Highlight Als ich einmal während einer Wanderung im spätsommerlich warmen Ligurien in einer kühlen Kirche Rast machte, fiel mir auf, dass da vorne im heiligen Altar-Raum des Kirchenschiffes zwei ungefähr gleich grosse Skulpturen aus Stein einander symetrisch gegenüber standen:
    Die Gottesmutter Maria und ihr Sohn, Jesus Christus, nackt und ans Kreuz genagelt.
    Da kam mir unwillkürlich eine Assoziation:
    Sado Maso!
    Von diesem irgendwie friedlich wirkenden Bild der Grausamkeit und der Ohnmacht ist es nicht mehr weit zur Vorstellung von Maria als Domina und von Jesus als schmerzgeilem Sklaven...
    • CASSIO 25.03.2018 21:00
      Highlight Highlight rodolofo, da gingen gestern wohl Deine "schmutzigen" gedanken mit Dir durch...🤔
    • rodolofo 26.03.2018 07:19
      Highlight Highlight @ Cassio
      Gedanken sind Gedanken.
      Ob sie schmutzig sind, ist dann Ansichts-Sache, oder wird von einer Experten-Jury bewertet.
      Da komme ich dann immer wieder auf den Österreichischen Philosophen, Georg Pfaller, mit seinem Buch über "Das Schmutzige Heilige Und Die Reine Vernunft".
      Das empfehle ich ständig weiter.
    • Anam.Cara 26.03.2018 08:13
      Highlight Highlight rodolofo: Das war kein ernster Beitrag, oder? Möchtest du so eine Äusserung wirklich gerne öffentlich diskutiert haben?
      Oder war das ein "mir-ist-langweilig-und-ich-brauche-Aufmerksamkeit"-Signal von dir?
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  • Mr.President 24.03.2018 09:22
    Highlight Highlight Könnte sie nicht beides gewesen sein? Sind huren nicht auch heilige? Bei den vielen Kunden, die sie befriedigen, die ihre Ehefrauen nicht imstande sind! Würden sich die Frauen um ihre Männer kümmern, wäre der huren Beruf ausgestorben! Wenn Männer Sex wollen, holen sie ihn. Bei Frauen heisst es gleich hure!
    • Einstürzende_Altbauten * 24.03.2018 10:09
      Highlight Highlight Eine eigenartige Einstellung hast Du. Triebgesteuerte Männer, die sich holen, was sie wollen. So was macht mir echt Angst.
    • Fabio74 24.03.2018 11:05
      Highlight Highlight In welchem Jahrhundert lebst du eigentlich?
      Der Mann steht über allem?die Frau dient allein der Befriedigung der Triebe die der Mann, noch auf dem Baum lebend, nicht im Griff haben kann?
    • Anam.Cara 26.03.2018 08:31
      Highlight Highlight Echt jetzt, Mr. President? Dein Pseudo deutet auf eine gewisse Nähe zum aktuellen POTUS hin. Was von deinem "grab 'em by the pussy"-Beitrag bestätigt wurde.

      Gerade dank der Prostituierten "holen" sich nur wenige Männer, was sie wollen. In Indien scheint das zB anders zu sein.

      Eine deiner Aussagen trifft möglicherweise zu (auch wenn sie etwas unklar formuliert war): die gesellschaftliche Anerkennung ist unterschiedlich. Ein Frauen-Flüsterer wird bewundert, eine Frau mit hohem Männerverschleiss verachtet. Daran sollte die Gesellschaft arbeiten.
      Warum wird da ein Unterschied gemacht?
  • Sophia 24.03.2018 09:14
    Highlight Highlight Der ganze Hype um den angeblichen Menschengott Jesus ist mir völlig egal. Wenn aber die Theologen behaupten, Jesus sei ganz Mensch und ganz Gott, dann hatte er als ganzer Mensch auch sexuelle Bedürfnisse. Offenbar war er bisexuell, denn Caravaggio und Leonardo haben ihn als eindeutig als Schwulen gemalt und die Gnostiker haben das auch so gesehen. Unter dem Kreuz standen ja Maria Magdalena und der geliebte Johannes und sie sehen sich niemals an auf den Bildern! Und wisst ihr was, mir ist dieser bisexuelle Jesus allemal lieber als das bigotte Bild, das die Kirchen von ihm zusammenbasteln.
    • mogad 24.03.2018 09:41
      Highlight Highlight Na ja, Caravaggio und Leonardo waren beide homosexuell und daher ist der schwule Jesus mehr Wunschtraum als Wirklichkeit. Jesus wird ja auch immer als schöner junger Mann mit wallendem Blondhaar und breiten Schultern dargestellt. Er war Araber, wahrsch. eher klein, hatte einen Bart, sehr kurze schwarze Haare und eine dunkle Haut.
    • Share 24.03.2018 11:48
      Highlight Highlight @Abba
      Dein Post verführt mich geradezu zu denken, Jesus sei eine Frau gewesen.
    • Maracuja 24.03.2018 12:40
      Highlight Highlight @Abbaio: . Er war Araber, wahrsch. eher klein, hatte einen Bart, sehr kurze schwarze Haare und eine dunkle Haut

      Kürzlich hat hier einer (TheMan) behauptet, dass Mohammed Jude war, nun kommen Sie mit der Behauptung, dass Jesus Araber war. Immer wieder erstaunlich, was Kommentatoren alles so „wissen“.
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  • Phiilofofi 24.03.2018 09:13
    Highlight Highlight Vor allem lustig, dass Jesus immer ein Weisser ist. So ziemlich europäisch und so... macht voll Sinn.
    • karl_e 24.03.2018 11:16
      Highlight Highlight Ja weisst du denn nicht, dass Jesus blond und blauäugig war? Ueberzeugte Nazis bestreiten übrigens noch heute, dass er ein Jude war.
    • supremewash 24.03.2018 15:09
      Highlight Highlight Ist zwar ein anderes Thema, aber liebäugelte die NSDAP (glaube es war Hess' Idee) damals nicht damit, das Eherecht zu reformieren um die Geburtenrate zu steigern?
      Nur wollte man es sich mit der Kirche (noch) nicht verscherzen.
    • Sophia 25.03.2018 12:35
      Highlight Highlight Genau, Karl_e, deswegen trägt Jesus auch am Kreuz einen Lendenschutz, was überhaupt nicht üblich war bei den Römern. So sieht man eben nicht, dass Jesus beschnitten war, wie alle Juden. Aber, wie unlogisch auch immer der Glaube ist, wird die Beschneidung des Herrn bei vielen (sogar blonden:-) Katholiken gefeiert. Ich weiss gar nicht, was die Nazis zu diesem Fast zu sagen hatten, weisst du es?
  • AlteSchachtel 24.03.2018 08:58
    Highlight Highlight "Ob Heilige oder Hure – wir wissen es nicht."

    und das fragt ein scheinbar aufgeklärter Mann im Jahre 2018?

    Vielleicht war sie für Jesus die Liebe des Lebens (inkl. Sex). "Ehe" nach heutigem Verständnis gibt es in der Bibel nicht.

    Da die Geschichte von Maria (der Mutter) und Jesus vermutlich von "Isis und Horus" abgekupfert wurde, gibt es vielleicht in der ägyptischen Mythologie auch Hinweise auf die Stellung von Maria Magdalena.

    Die Bezeichnung "Hure" scheint mir allerdings total fehl am Platz. Ausser man urteile nach dem Malleus maleficarum ...
  • mogad 24.03.2018 08:58
    Highlight Highlight Es steht ja auch geschrieben, Jesus habe Maria Magdalena "7 Dämonen" ausgetrieben. Damals in vorwissenschaftlicher Zeit waren körperliche und psychische Erkrankungen Dämonen. Wahrscheinlich, dass Jesus MM ungefähr so angetroffen hat wie im Film dargestellt: desorientiert, deprimiert, wollte nicht zwangsverheiratet werden. Und Jesus hat sie bei der Hand genommen und aus diesem Leben raus geführt. Leicht wurde es nicht für sie, die Jünger waren eifersüchtig.
    • Agnos ~ 27.03.2018 04:50
      Highlight Highlight Wer weiss ob ihr Lebensstandart unter dem Durchschnitt ist, einfach arm und verlassen, mit wenig Nahrung u. kein festes Bleibe. So blieb manchen nicht anders übrig als Putzfrau in Haushalten ihren Diensten zu verrichten, und war noch eine günstige Einnahmequelle ohne auffallenden Umtrieben.
  • mogad 24.03.2018 08:51
    Highlight Highlight Ich persönlich geh davon aus, dass Jesus mit Maria Magdalena verheiratet war. Ein jüdischer Mann um die 30 hatte damals einfach verheiratet zu sein. Ob sie Kinder hatten? Vielleicht. Jesus hatte ja auch Geschwister, die seine Mutter offenbar auf natürliche Weise von Josef empfangen hat.
    • rodolofo 24.03.2018 10:57
      Highlight Highlight Ich habe mal gehört, dass unchristlich von Pfaffen gezeugte Kinder meist auf den Namen Dieudonnée getauft wurden und in gewissen Weltgegenden wohl auch noch heute so getauft werden.
      Wenn der Name des Vaters tabu bleibt und verschwiegen bleiben muss, dann war's eben der "Liebe Gott"!
      So einfach ist das.
    • Agnos ~ 25.03.2018 14:17
      Highlight Highlight Und wenn noch etwas peinlicheres verborgen wird, dann schauen bald viele einmal nach Bundeshaus in Bern. So wars doch immer schon, das Schuldige lag im Schwächeren. Wer aber war der Herausforderer der alles benützt, das war in der Schrift nicht ein Weib, sondern wie heutzutage der Schriftgelehrte, ein Impressionist.
  • mogad 24.03.2018 08:48
    Highlight Highlight Für das Bild der "grossen Sünderin" Maria Magdalena, hat die Kirche verschiedene Frauenfiguren aus dem neuen Testament zu einer vermischt. Da ist zum einen die "Sünderin" - vermutlich wirklich eine Prostituierte, die Jesus die Füsse wusch und dann mit ihrem Haar trocknete, und da ist Maria von Bethanien, die Jesus mit Nardenöl salbte. Bibelfälschung, um die Bedeutung der Frauen im Leben Jesu, ja in der Heilsgeschichte wegzureden. Das wurde inzw. korrigiert. Mit dem Machtverlust der Kirche schwindet offenbar auch die Macht des Teufels innerhalb der "geweihten" Hallen.
    • Agnos ~ 26.03.2018 18:22
      Highlight Highlight
      Exorzismus Tabu, aber nicht doch unter den Freikirchen, wo Vorallen die Charismatischen nebst dazu noch die Evangelikalen in ihrem Befreiungsdiensten, gleich den Katholiken, auf Teufel komm raus exorzieren. Einzig der Unterschied ist das Kruzifix und das Handauflegen der Freikirchler.

      Für Verirrt oder Verwirrt, braucht es doch keinen Massen-exorzieren wie auch germanisch; Befreiungsdienst, besser einen Lebenshilfe-Kreis, ohne jeglichen Praktiken.


      So ein Tohuwabohu, wen's nicht fassen kann, soll die Huren- Polemik sein lassen.



  • kuwi 24.03.2018 08:34
    Highlight Highlight Wichtig ist zu wissen: 1. Die Bibel ist in verschiedenster Weise interpretierbar. 2. Man kann weder Jesus noch Maria Magdalena auf ein Interview einladen. 3. Lasst es gut sein und versucht, die tatsächlichen Probleme dieser Welt zu lösen. Da ist genug Arbeit vorhanden.
    • Einstürzende_Altbauten * 24.03.2018 10:11
      Highlight Highlight Vielleicht resultieren ein Teil der täglichen Probleme dieser Welt auch auf Glaubensfragen?
    • DrFisch 24.03.2018 10:28
      Highlight Highlight Leider hängen die tatsächlichen Probleme dieser Welt nur allzu häufig an der Bibel und anderen heiligen Schriften und deren Interpretation.
    • mogad 24.03.2018 10:50
      Highlight Highlight @einstürzende Altbauten. Wenn Sie davon ausgehen, dass sich hinter Glaubensfragen Machtfragen verbergen, dann ja.
    Weitere Antworten anzeigen
  • olive 24.03.2018 08:30
    Highlight Highlight Heilige oder Hure
    Jungfrau oder nicht, eine Besessenheit von der weiblichen Sexualität, die man bis bei gewissen Religionsvertretern beobachten kann.
    • mogad 24.03.2018 09:49
      Highlight Highlight ..und dass die Kirchenvertreter und die "Kirchenväter" der Spätantike ihre eigenen sexuellen Obsessionen über die Evangelien gestellt haben! Nicht mal 100'000 Prostituierte könnten in der Summe so lasterhaft sein wie diese "Männer Gottes".
  • Florotor 24.03.2018 08:22
    Highlight Highlight Es wäre an der Zeit, Hugo Stamm auf redaktioneller bzw. publizistischer Ebene vor sich selber zu schützen. Es ist nur noch hochnotpeinlich.

    Es ist nicht einmal mehr neu, dass Maria Magdalena nicht als "Gespielin" von Jesus gesehen wird von einigen, sondern als dessen legitime Ehefrau und ausserdem gleichberechtigtes Mitglied seines Gefolges, aka als "Jüngerin", die möglicherweise einigen Einfluss hatte in der Gemeinde...

    ...bevor ein paar lüsterne alte Männer sie zur Nutte machten.

    Hugo Stamm ist zunehmend in literarischer Regression begriffen und keine Referenz mehr.

    Den Garten pflegen?
    • olive 24.03.2018 09:48
      Highlight Highlight Wahrscheinlich sehen das nicht alle Leser so und da es hier keine Billag-Gebühr gibt, ist es noch leichter, einfach nicht mehr hier zu lesen.
    • mogad 24.03.2018 09:52
      Highlight Highlight Das find ich jetzt ein bisschen zu deftig, Florator. Es ist ja nicht Hugo Stamm, der sie zur "Nutte" macht. Und solange sein Blog ein solches Echo auslöst....Schön wär es, wenn wir uns gegenseitig inspirieren könnten, Atheisten und Gläubige. Was das betrifft, müssten wir uns aber an der eigenen Nase nehmen.
    • Einstürzende_Altbauten * 24.03.2018 10:13
      Highlight Highlight Ob das neu ist oder nicht, ist doch nicht wesentlich. Wesentlich ist, ob dies die Rolle der Frau im katholisch geprägten Umfeld verändert, und das sehe ich nicht, solange "ein paar alte lüsterne Männer" in Rom .......
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beggride 24.03.2018 08:17
    Highlight Highlight Ich frag mich immer wieder, wie die menschlichen Bedürfnisse als Sünde interpretiert werden... Auch dass es keinerlei Beweise für eine Existenz Jesu oder Maria Magdalena oder Maria gibt, deutet darauf hin, dass die Geschichte womöglich erfunden wurde. Genau wissen tu ich das aber natürlich nicht
    • mogad 24.03.2018 10:02
      Highlight Highlight Das grosse Vergehen des Christentums ist die Verteufelung der Sexualität als etwas Ekliges, Sündiges. Das wurde dann auf die Frau projiziert. "Das wollüstige, teuflische Weib", das den Mann verführt (die Kirchenväter). Heilige oder Hure. Du bist befleckt durch den Samen des Mannes. Nun schäm Dich, beflecktes Weib, führe zum Ausgleich ein demütiges Leben, nimm Dir ein Beispiel an der "Unbeflecktheit" der reinen Jungfrau Maria. Würg und überflüssig zu schreiben, dass "unbefleckt" nicht ohne Sex sondern ohne Sünde heisst. Und Sünde ist nicht gleich Sex, sondern der "falsche Weg".
    • Rabbi Jussuf 24.03.2018 11:55
      Highlight Highlight viandare
      Auch bei wiki wirst du nichts finden, das einer gründlichen Überprüfung bezüglich der Historizität Jesu standhält.
    • Agnos ~ 24.03.2018 19:33
      Highlight Highlight Auf dem Trottoir rief ein Frömmling laut: Sex ist Sünd, - Sex ist Sünde, und das drei bis viermal, dann meinte er, wer hat schon so in seinem Leben soviel geleistet und aufgebaut wie Er, und noch zehn Kinder grossgezogen? Die Antwort kam ohne Umschweif; Wieviel sex er denn hatte!?

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