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This Nov. 1978 photo shows bodies of followers of cult leader Jim Jones are seen at the Jonestown commune in Guyana, where more than 900 members of the People's Temple committed suicide. Passage of time since the holocaust has faded the differences between some temple enemies and loyalists, because they have experiences in common. Many share painful memories, guilt-filled feelings, loss of loved ones and psychological scars from an incomprehensible event that has come to symbolize the ultimate power of a charismatic leader over his followers. Although Jonestown has long ago passed from worldwide headlines to history, people who were entwined with the calamity live with it daily.  (AP Photo)

Nach dem Massensuizid der Jim-Jones-Sekte lagen die Leichen zu Hunderten auf dem Gelände. Bild: keystone

Was Donald Trump mit der Haltung der US-Amerikaner zu Sekten zu tun hat  



Die USA präsentieren sich dem Rest der Welt gern als Musterdemokratie mit unbegrenzten Möglichkeiten. Doch kratzt man an der glitzernden Fassade, ist der Lack rasch ab. Durchleuchtet man das politische Konzept oder die religiöse Landschaft, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus.

In diesem Blog geht es zwar primär um Glaubensfragen, doch ein kurzer Seitenblick auf das Politsystem verdeutlicht, wie die USA auch in Religionsfragen ticken. Erstens ist das Wahlsystem antiquiert und einer Demokratie nicht würdig. Zweitens sind die Bundesrichter auf Lebzeiten gewählt – ein Unding erster Güte.  Und drittens kommt ihnen eine immense politische Macht zu, wie die bevorstehende Wahl von Brett Kavanaugh zeigt.

Die Trennung von Exekutive und Judikative wird also nicht konsequent eingehalten. Das sind autoritäre Aspekte, die den Personenkult fördern.

Die Amerikaner wählten einen Guru, der sich als allmächtiger, unfehlbarer und uneinsichtiger Heilsbringer gebärdet und versteht.

Damit kommen wir zum religiösen Aspekt. Zwar legt die USA viel Wert auf die Religionsfreiheit und kennt eine strikte Trennung von Religion und Politik – was vorbildlich ist – doch im politischen Alltag spielt der Glaube trotzdem eine wichtige Rolle. Die Macht der Tausenden Freikirchen ist enorm, und die Pastoren und Prediger nutzen diese, wann immer sich eine Möglichkeit bietet.

Ihre Muskeln lassen sie vor allem bei den Präsidentschafts-Wahlen spielen. Ein Kandidat hat kaum eine Chance, wenn er kein religiöses Bekenntnis abgibt. Oder wenn er sich zumindest nicht bei den Frommen einschmeichelt oder anbiedert.

Grosse Sektendichte in den USA

So überrascht es nicht, dass die USA eine auffällige Sektendichte aufweisen. In keinem anderen Land agieren so viele sektenhafte oder problematische Gemeinschaften. Beispielhaft ist Scientology, das vom Sektenführer Ron Hubbard gegründet wurde.

Portrait des US-amerikanischen Schriftstellers und Sekten-Gruenders Ron Lafayette Hubbard, undatierte Aufnahme. Der einstige Science-Fiction-Autor Hubbard gruendete 1954 die als Scientology Church bekanntgewordene Sekte. Zur 'Bibel' der 'Wissenschaftssekte' erkor Hubbard sein 1950 verfasstes Buch 'Dianetics'. L. Ron Hubbard wurde am 13. Maerz 1911 in Tilden, Nebraska, geboren und starb am 24. Januar 1986 in San Luis Obispo, Kalifornien. (KEYSTONE/EPA PHOTO/DPA/Str)        ===  ===

Scientology-Gründer Ron Hubbard. Bild: EPA/DPA

Bezeichnend ist, dass viele Amerikaner Scientology als eine Kirche unter vielen betrachten. Dazu passt auch, dass scientologische Promis wie Tom Cruise, John Travolta und Co. kaum einen Imageverlust erleiden.

Aber auch viele esoterische und spirituelle Gruppen mit umstrittenen Heilsvorstellungen strahlen von Amerika aus in die westliche Welt – wie zum Beispiel die Ramtha‘s School of Enlightenment.

Auch in Sachen Sektendramen nehmen die USA eine Leaderposition ein. Die tragische und unrühmliche Rangliste führt der christliche Pastor Jim Jones an, der 1978 über 900 seiner Gläubigen in den Selbstmord trieb oder umbringen liess.

Jim Jones, der Führer des «Peoples Temple»

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Video: YouTube/Andoreasu73

Unvergessen ist auch der kollektive Suizid von 39 Anhängern des Gurus Marshall Applewhite von der Ufo-Sekte Heaven’s Gate. Als der Komet Hale Bopp 1997 unweit der Erde auftauchte, brachten sich die Anhänger um, um ihre Seelen mit einem Raumschiff angeblich zum rettenden Kometen zu bringen.

Anfang 1993 hielten die Anhänger des christlichen Pastors David Koresh die Welt in Atem, die sich in einer Siedlung unweit der texanischen Stadt Waco verschanzt hatten und sich mit einem Waffenarsenal verteidigten. Das FBI umstellte ihr Versteck mit Panzern – es begann ein Nervenkrieg, der 51 Tage lang dauerte. Am 19. April verbrannten oder erstickten 76 Anhänger in einem Massensuizid.

Mehr über das Sektendrama in Waco:

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Film über das Sektendrama der Davidianer Video: YouTube/Doku24HD

Sektenphänomene gehören in den USA zum Alltag und werden in der Gesellschaft kaum als Problem wahrgenommen. Das zeigte sich auch bei der Wahl von Donald Trump.

Die Amerikaner wählten einen Guru, der sich als allmächtiger, unfehlbarer und uneinsichtiger Heilsbringer gebärdet und versteht.

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Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Beteigeuze 25.09.2018 22:13
    Highlight Highlight Hypatia

    Ich glaube, dass wir beide so ziemlich gleich alt sind. Deshalb meine Frage an Sie.

    FINDEN SIE IRGENDEINEN SINN IN DIESEM TOTAL ABVERHEILTEN SCHWACHSINN WAS HIER DARGEBOTEN WIRD?

    Ich finde ihn nicht und ich glaube, dass Sie ihn auch nicht finden.

    Und das Schlimme ist, man kann sich nicht mal dagegen wehren. Selbst das Minimalste wird zensiert. Aber die aus der Gosse dürfen ungestraft schreiben was sie wollen.

    So, das war`s für mich.

    HIER LESE UND SCHREIBE ICH NIE MEHR EINE ZEILE!

    Sie sind ein guter Mann. Machen Sie es gut, alter Freund.

    • Alienus 26.09.2018 07:57
      Highlight Highlight Abgesang

      „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern,
      sing' nicht ihre Lieder.
      Geh doch in die Oberstadt,
      mach's wie deine Brüder“.

      Schreib nicht uns, den Gossenkindern,
      lies nicht unsere Schreiben.
      Geh doch zu der Oberschicht,
      gesell dich zu ihrem herrlich Treiben.

      Such aber nach neuen Bloggeskindern,
      gib dir einen neuen Namen.
      Geh auf die Suche dort,
      die haben sicher mit dir Erbarmen.

      Schreib nicht über uns, den Stammeskindern,
      studier nicht unsere Texte.
      Bist bald in der Oberschicht,
      sonst bist du als Schmuddelkind der Nächste.

      Nach F.J. Degenhardt Spiel nicht mit den Schmuddelkindern
    • Spooky 27.09.2018 11:46
      Highlight Highlight @Beteigeuze
      "Und das Schlimme ist, man kann sich nicht mal dagegen wehren."

      Das Schlimme ist eher, dass du das alles so ernst nimmst 😜
  • Beteigeuze 25.09.2018 22:00
    Highlight Highlight Surf & Turf

    Ich habe versucht Ihnen eine Quelle für meine Ausführungen mitzuteilen, aber der Zensor hatte etwas dagegen. Warum? Das wird wohl auf ewig sein Geheimnis bleiben.
  • Pasionaria 24.09.2018 18:30
    Highlight Highlight blaubar
    "Obama ... der erste Präsident, der an jedem einzelnen Tag seiner Präsidentschaft Krieg geführt hat ", sagt blaubar, der Blogkommentator, der in jedem einzelnen Beitrag Quatsch erzählt!
    Ok, einige Friedensbemühungen Obamas scheiterten. Demgegenüber gelang ihm Bemerkenswertes u.a. Gesundheitsreform; Reform der Finanzaufsicht; 2 neue VerfassungsrichterINNEN am Supr. Court > erste Latina; neuer Umgang mit gleichgeschlechtl. Partnerschaften und Homosexuellen im Militär; bedeutender Abrüstungsvertrag mit Russland > Verschrottung eines Drittels der strategischen Atomwaffen.
    Noch Fragen?
  • Hypatia 24.09.2018 11:46
    Highlight Highlight Was muss man von einem Staat halten, der auf Genozid und Sklaverei gegründet wurde, die Natur systematisch geplündert hat und weiterhin plündert, den Dollar dank Churchill und Stalin zum allermächtigen Druckmittel seiner Hegemonie über die Welt gemacht hat, zwei Atombombenabwürfe über Japan zu verantworten hat und halb Deutschland mit einem Bombenteppich belegt hat und nun einen Schlumpf zum Präsidenten gewählt hat? - Das ist krassester Nationalasozialismus. Jeder rechtschaffene Mensch sollte hier hellhörig werden damit nichts mehr zu tun haben wollen.

    • Beteigeuze 24.09.2018 15:36
      Highlight Highlight Hypatia 2

      Fakt3. Japan war ein beispiellos brutaler Kriegsgegner und die Amis waren noch nicht auf der Insel. Das wäre ein unvorstellbares Gemetzel geworden, mit hunderttausenden von toten Ami-Soldaten. Deshalb waren die A-Bomben auf Hiroshima + Nagasaki irgendwie legitim. Der Krieg wurde somit schnell beendet. Und noch etwas: Beide Städte waren keine zivilen Ziele, sondern waren vollgestopft mit tausenden japanischen Soldaten.

      Fakt4.Trump ist kein Schlumpf. Trump ist gefährlich.
    • Beteigeuze 24.09.2018 15:38
      Highlight Highlight Hypatia 1

      Fakt1. Hitler wollte nach Polen den Krieg unbedingt verhindern. USA sollte Vermittler sein. Aber die wollte nicht. Die Kriegsparteien sollten sich gegenseitig aufreiben und dadurch sollte die USA anschliessend die absolute Weltmacht Nr. 1 werden.

      Fakt2. Für den "Brand" in D waren in erster Linie GB verantwortlich. Die Amis weigerten sich zuerst strikt zivile Ziele in D anzugreifen. Aber sie mussten sich beugen, denn sie waren dem Oberkommando von GB unterstellt.
    • Alienus 25.09.2018 07:54
      Highlight Highlight @Beteigeuze

      Zu Fake Nr. 1

      Ist das hier noch Diskussionskehricht Ihrer Kameradschaftsabende, leider nicht auf den Misthaufen der Geschichte entsorgt, sondern zum bloggigen Recycling erhoben?

      Ob die Vereinigten Staaten von Nordamerika mit Vorsatz nicht in den Polen_Feldzug eingriffen, ist zu bezweifeln.

      Russland aber hingegen marschierte 17 Tage nach dem Dt. Reich dann auch in Polen ein und okkupierte ca. 40 % dessen Gebietes.

      Der Isolationismus der USA wurde durch die Passivität Frankreichs und Großbritannien als absolute Schwäche des Westens gedeutet.

      Fazit: Wehret den Anfängen!!!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Share 23.09.2018 15:45
    Highlight Highlight Der permanente Ausnahmezustand, philosophisch als Spektakel ausgedeutet. Das ist ein interessanter Reflex, ein Phänomen, ein Wiederkehrendes sogar. Obama als Islamist, Trump als Guru. Bush als evangelikaler Heilsbringer. Clinton der Sexist. Reagan der Mime. Die ganz reale Gefahr: zum Schluckauf gelacht.
    Spuren hinterlassen haben hingegen Nancy on the war of drugs, Hilly the workaholic und Michelle hat Gruenzeug en Vogue gebracht, Yammie. Und Mel zeigt uns wieder einmal was der American Way of Life zu bieten hat.
  • Flötist 23.09.2018 07:29
    Highlight Highlight “Bezeichnend ist, dass viele Amerikaner Scientology als eine Kirche unter vielen betrachten.”

    Hugo schmeisst auch alle Freikirchen in die Sektenschublade. Und das scheint er mit Genuss zu tun. Denn er weiss genau: wenn 95% der Bevölkerung “Sekte” hören, dann kreiert dies ein ganz abartiges Bild in den Köpfen der Leute (“Sekte = Da werden Leute zu etwas gezwungen, Sekte = Da wird den Leuten das Geld aus der Tasche gezogen etc). Und Hugo Stamm wirft auch dann Freikirchen in diese Schublade, wenn keine der gängigen Assoziationen auf eine sie zutreffen. Aber seiner Anhängerschaft gefällts.
    • Oxymora 23.09.2018 10:53
      Highlight Highlight @ Flötist

      “Sekte“: Gefolgschaft einer politischen, philosophischen oder religiösen Überzeugung. (lateinisch secta Partei / Lehre) Völlig ohne Wertung.

      Durch sektirischen Sprachgebrauch hat “Sekte“, gerade bei Sekten verstärkt eine negative Prägung erhalten. Sekten finden die Bezeichnung für sich völlig daneben; weil Sekten, dass sind die Anderen, die Ihre Überzeugung nicht teilen.

      Wenn HS wertneutrale Begriffe sendet, die der Empfänger bei Empfängnis mit abwertendem Charakter schwängert, ist dies durch sektirische Assoziationen des Empfängers verursacht und nicht durch HS.
    • Regas 23.09.2018 12:37
      Highlight Highlight Lieber Sekt als Sekten!
    • Flötist 25.09.2018 07:42
      Highlight Highlight @Oxymora Ein sehr weltfremder Kommentar! Mir ist die Definition von Sekte auch bekannt...

      @Regas Genau!
    Weitere Antworten anzeigen
  • blaubar 22.09.2018 15:37
    Highlight Highlight Die Medien sind meiner Meinung nach doch ziemlich abhängig von Trump-Guru geworden. Ein Ausstieg wird hart und schwierig. Plötzlich muss man wieder über normale znd langweilige Dinge berichten.
    • Alienus 22.09.2018 23:44
      Highlight Highlight blaubar

      Aber. Aber.

      Der Trump ist eigentlich ein normaler und langweiliger Typ, der unnormales und wirres macht.

      Einfach nur ein Narr auf dem Präsidentenstuhl.
    • Pasionaria 23.09.2018 23:18
      Highlight Highlight Aber, aber ALIENUS, beleidige mir die Narren nicht.
      Jedenfalls sieht ein Narr, der fragen darf, gescheiter aus, als ein Trump, der antworten muss....!


      .
    • Alienus 24.09.2018 11:39
      Highlight Highlight Pasionaria

      Habe passend zum Trump und seinen vielen närrischen Vorgängern der kruden Politik folgendes gefunden:

      Bös krut, ich kenn dich wol,
      und fordert mir den Narrenzol.
      .
      .
      Wer das End bedenket wol,
      das Mittel, als er billich sol,
      der darf nit geben Narrenzol.

      Thomas Murner, Die Narrenbeschwörung, 1512

      Nach Brüder Grimm, DWB
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gummibär 22.09.2018 15:33
    Highlight Highlight Weil Gott in Amerika jeden einzelnen persönlich begleitet und behütet, ist Donald Trump als ein gottgewähltes Instrument zu betrachten der beauftragt ist SEIN Werk zu vollbringen.
    Das offizielle Motto der USA heißt : "In God we trust" und Gott macht bekanntlich keine Fehler.
    • rodolofo 22.09.2018 18:47
      Highlight Highlight Gott will uns mit dem abschreckenden Beispiel von Donald Trump schockieren und aufwecken!
      Gott will uns lehren, was passieren kann, wenn wir uns nicht wehren und uns in unserem Alltag immer ein bisschen mehr korrumpieren lassen!
      "Sind ja nur Schwarzafrikaner, die im Mittelmeer ertrinken, oder (die, welche es "geschafft" haben) am Strand in der Sommer-Bruthitze hin und her durch den Sand stapfen müssen, in der Hoffnung, einer der herumliegenden, vom Konsum übersättigten Touristen würde ihnen etwas von ihrem Billig-Ramsch abkaufen."
      Falsch!
      DU könntest einE solcheR StrandverkäuferIn sein!
    • Agnos ~ 23.09.2018 00:21
      Highlight Highlight Wir sollen nicht auf ein Zeichen warten, bis es zu spät ist, sondern voraussichtlich handeln, denn nur mit beten reicht es nicht, nur lebende Menschen können die Welt retten, nicht mit religiösen philosophischen Theorien, nicht mit Weltuntergangs Zenarien, sondern mit ehrlich zu sich selber sein, nüchtern und selbstverständlich.
    • Share 24.09.2018 19:10
      Highlight Highlight @Ag
      Ehrlich zu sich selbst? Nüchtern? Gleichzeitig? Das meinst du nicht so?!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gummibär 22.09.2018 15:27
    Highlight Highlight Catholic Church,Southern Baptist ,United Methodist , Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, Church of God in Christ, National Baptist, Evangelical Lutheran Church,Assemblies of God, Presbyterian Church, African Methodist Episcopal , National Missionary Baptist, , Lutheran , Episcopal Church,Pentecostal Assemblies of the World, Churches of Christ, African Methodist Episcopal Zion Church, American Baptist , Jehovah's Witnesses, Baptist Bible Fellowship, Church of God, Christian Churches and Churches of Christ,
    Seventh-day Adventist Church, United Church of Christ, + Hunderte von Sekten .
  • MattG 22.09.2018 15:09
    Highlight Highlight Waco ist in Texas, nicht in Mexiko.
  • Ueli der Knecht 22.09.2018 13:53
    Highlight Highlight "sind die Bundesrichter auf Lebzeiten gewählt – ein Unding erster Güte. (...) Die Trennung von Exekutive und Judikative wird also nicht konsequent eingehalten."

    Es ist ein Unding, und voilà, un Punkt. Das ist aber eine aus der Luft gegriffene Behauptung, gerade weil sich die daraus hergeleitete Folgerung (Gewaltentrenung sei nicht eingehalten) gar nicht herleiten liesse.

    Die Gewalten-Trennung ist mit der lebenslangen Wahl besser gewährleistet als hier in der Schweiz, wo sich Richter regelmässig einer Wiederwahl stellen müssen, und auch hierzulande vorallem das Parteibüchlein bestimmt.
    • Agnos ~ 22.09.2018 23:48
      Highlight Highlight UdK. in der USA kommt die Gewaltentrennung unter Trump nie zustande, wegen stetigen absetzen der Führungsverantwortlichen von den Bundesbehörden!?

      Um seine Macht nicht zu verlieren, ersetzt Trump seine im Weissenhaus-Angelstellten regelmässig, um unangenehmen Gegner aus dem Weg zu räumen.

      Um das zu vermeiden ist es besser, immer wieder das Vertrauen zu überprüfen, und sich neu zu orientieren.

      Um einen Gottesstaat, zu schaffen, müsste die Demokratie der Theokratie weichen, so wie es zur Zeit in Amerika geschieht.

    • Maracuja 23.09.2018 00:07
      Highlight Highlight @Agnos: in der USA kommt die Gewaltentrennung unter Trump nie zustande, wegen stetigen absetzen der Führungsverantwortlichen von den Bundesbehörden

      Gewaltentrennung bedeutet doch nicht, dass Chefbeamte nicht abgesetzt, versetzt oder wegbefördert werden können, sondern dass die Staatsmacht auf verschiedene Organe (Exekutive, Legislative und Judikative) verteilt ist. Herr Trump (Exekutive) kann Bundesrichter (Judikative) nicht selbst einsetzen, er braucht die Zustimmung des Parlaments (Legislative), sind sie mal gewählt, können sie weder vom Parlament noch vom Präsidenten abberufen werden.
    • Ueli der Knecht 23.09.2018 00:23
      Highlight Highlight Agnos: Es ist in Amerika normal, dass ein neuer Präsident die Administration mit eigenen Leuten ersetzt.

      Ich behaupte nicht, es sei alles gut in den USA. Schon gar nicht unter Trump. Aber die Gewaltenteilung ist praktisch gleich wie in der Schweiz (welche ihr Regierungssystem von den USA kopierte).

      Richter auf Lebzeiten zu wählen, macht diese auf alle Fälle unabhängiger, als wenn sie sich ständig überprüfen und wiederwählen lassen müssen.

      Besser wäre die Gewaltenteilung bei einer Lottokratie: Die Sitze in Legislative, Judikative und Exekutive unter der Bevölkerung verlosen. Das wäre simpel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Electric Elefant 22.09.2018 12:03
    Highlight Highlight Ehm, Waco ist eine texanische Stadt, keine mexikanische...
  • Maracuja 22.09.2018 11:54
    Highlight Highlight <Die Amerikaner wählten einen Guru>

    Interessanter Ansatz, aber ein Guru verbreitet doch in der Regel eine klare Heilslehre, was ich bei Trump kaum erkennen kann. Der schwafelt heute dies und morgen das. Ich vermute eher seine Wähler haben ihn gewählt, weil sie ihn ihm einen Winnertyp (und das trotz Geschäftspleiten) und starken Mann sehen. Das Bedürfnis nach einem starken Mann ist aber nicht nur ein Problem der amerikanischen Wähler, s. Orban, Duterte, Salvini. Im Unterschied zu USA haben’s europäische Anhänger von diesem Politikertyp weniger mit Religion sondern mit Ideologie (Nationalismus
    • rodolofo 22.09.2018 13:26
      Highlight Highlight Ein guter Guru macht immer auch überraschende Kehrtwendungen!
      Damit kann er nämlich sehr schnell feststellen, welche Sektenmitglieder absolut loyal und unterwürfig sind.
      Mitglieder aber, die in einem solchen Fall rebellieren und aufbegehren, lassen sich der Sekten-Gemeinschaft als ideale "Verräter-Bastarde" zum Frass vorwerfen!
      Mit dem Zerfetzen der "Inneren Feinde" können die gegängelten und überwachten Sektenmitglieder ihre durch forciert unnatürliche Selbst-Kasteiung angestauten Aggressionen und Frustrationen abführen, wie beim sadistischen Quälen und Vernichten von "Äusseren Feinden".
    • The Origin Gra 22.09.2018 14:03
      Highlight Highlight Ist es nicht Unerheblich was der Guru schwafelt Hauptsache er schwafelt?
    • Alienus 23.09.2018 00:13
      Highlight Highlight Ein Guru muss nicht stichhaltige Lehren haben.

      Liest man Hitlers „Mein Kampfe“ und hört seine Verbaltiraden, so lässt sich ein Muster erkennen, welches potentiell das Herz seiner Wähler eröffnet, aber das Hirn verriegelt.

      Das Motto ist: Ich bin wie ihr, ich bin von euch, ich entscheide für euch, ich bin bei euch, ich leide mit euch, ihr seid wie ich, ich führe euch und WIR SIND EINS.

      Mit Salbadern erhält ein Volkstribun immer die Herrschaft. Und sollte sich das Volk irgendwie benachteiligt fühlen sowieso.

      Hitler brachte es schaurig-genial unters Volk: Ein Volk. Ein Reich. Ein Führer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Weissbrot 22.09.2018 11:48
    Highlight Highlight Ich kann mich nicht erinnern,dass Jesus seine Anhänger zu Mord oder Suizid aufgefordert hat.Im Gegenteil.Es ist für informierte Leute nervig, wenn HR.Stamm solch kranke Typen,als christlich bezeichnet.Es scheint,dass er Religion grundsätzlich als was dummes hinstellen will.Was ich ziemlich dumm finde
    • Oxymora 22.09.2018 12:35
      Highlight Highlight @Weissbrot

      “Ich kann mich nicht erinnern, dass Jesus seine Anhänger zu Mord oder Suizid aufgefordert hat.“

      Ich auch nicht! Ich war ja nicht dabei, ich bin noch ganz, ganz jung!
    • The Konrad 22.09.2018 13:07
      Highlight Highlight Religion IST grundsätzlich was dummes ...
    • Electric Elefant 22.09.2018 14:23
      Highlight Highlight Und mit den informierten Leute meinst wohl Dich? Informierte Leute wissen aber auch, dass nicht nur Sekten, sondern auch die Kirche durchaus mehrfach in der Geschichte zu Mord aufgerufen hat... Aber wohl alles Einzelfälle und gar nix mit dem Christentum zu tun, oder?
      Du darfst es durchaus dumm finden, wenn aufgeklärte Leute nicht an irgendwelche Märchenbücher glauben, aber lass uns doch das Gegenrecht...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Regas 22.09.2018 11:15
    Highlight Highlight Ich denke nicht das Trump an irgend einen Gott glaubt, dazu ist er viel zu viel von sich selbst überzeugt. Seine Religiösen Äusserungen bedienen nur seine Wähler aus den Fundi Kreisen damit er auch deren Stimmen bekommt.

    Interessant wäre es mal aufzudecken wie eigentlich Putin zum Glauben steht. Der zeigt sich ja gerne immer wieder in der Russisch orthodoxen Kirche. Schliesslich ist der Russische Staat und diese Kirche heute stark verbandelt und es herrscht nicht wirklich Religionsfreiheit in Russland.
    • Paddiesli 22.09.2018 12:53
      Highlight Highlight Es gab kürzlich eine ausführliche Reportage auf arte über die neuen Machtgelüste der russisch orthodoxen Kirche und ihre politischen Verbandelungen.
    • rodolofo 22.09.2018 13:30
      Highlight Highlight Und heute im Tages Anzeiger:
      "Die russisch-orthodoxe Kirche kämpft um ihre Macht in der Ukraine"
      Die Patriarchen von Russland und Konstantinopel streiten über eine eigenständige ukrainische Kirche.
      Der Territorialkampf zwischen Russland und der Ukraine findet also auch auf dem Gebiet des Glaubens statt.
      Das Spirituelle Zentrum von Trump befindet sich aber weder in Moskau, noch in Konstantinopel, oder in Rom, sondern in Las Vegas...
    • Agnos ~ 23.09.2018 00:03
      Highlight Highlight Regas, natürlich immer die Amis und die Russen und der IS, doch wie steht es um Europa und der Schweiz mit der Glaubensfreiheit, wo religiöses Wildwesten im Aufmarsch ist, so wie in Amerika!?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Picker 22.09.2018 10:57
    Highlight Highlight Ich lese Herr Stamm's Artikel immer gerne.
    Bei diesem hier fehlt mir aber ein wenig der Tiefgang, wie zum Beispiel der Zusammenhang zwischen Religionen und Sekten in Nordamerika und der Tatsache, dass vor allem die ersten Schübe von Siedlern alles sehr religiöse Menschen waren, welche ihren Glauben in der "alten Welt" nicht ausüben durften und deswegen sogar verfolgt wurden.

    Hätte mich interessiert, wie Herr Stamm dies sieht, oder ob er hier Zusammenhänge erkennt.
    • Mischa Müller 23.09.2018 16:46
      Highlight Highlight Kein Vergeben, was auch immer die Hintergründe sind... Auch in den USA gibt es die Volljährigkeit und dazugehörende Verantwortung für das eigene Tun. Historische Erklärungen sind kein Freispruch...
    • Anam.Cara 26.09.2018 07:13
      Highlight Highlight Nein, Mischa, kein Freispruch. Aber ein Hinweis darauf, warum sich eine Gesellschaft in eine bestimmte Richtung entwickelt hat.
      Widerstand ist immer schwierig. Und wenn du gegen Konservative oder gegen die Werte der allgemein anerkannten Kultur vorgehst, musst du mit den Konsequenzen leben können.
  • Spooky 22.09.2018 10:09
    Highlight Highlight "Die Amerikaner wählten einen Guru..."
    Falsch! Die Amerikaner wählten einen Präsidenten.
    • Blutgrätscher 22.09.2018 11:45
      Highlight Highlight Ah Trump war während der Wahl also bereits Präsident?
    • Spooky 22.09.2018 16:25
      Highlight Highlight @ Blutgrätscher
      Während der Wahl? Nein! Während der Wahl war noch Barack Obama Präsident.
  • Oxymora 22.09.2018 10:00
    Highlight Highlight USA
    Regelungen in 7 Bundesstaaten erschweren Ungläubigen im öffentlichen Dienst zu arbeiten oder für ein Amt zu kandidieren. Praktisch haben diese Regeln keine Bedeutung, sie sind vom Obersten Gerichtshof als verfassungswidrig eingestuft.

    CH
    In den meisten Kantonen sind juristische Personen zu einer Zahl-Mitgliedschaft in den Kirchen verpflichtet. Obwohl Art.15 BV die Glaubens- und Gewissensfreiheit garantiert, ist das Bundesgericht mit dieser Praxis einverstanden.

    Fazit:
    Für Individuen und Religiöses sind Verfassungen nicht massgebend, es kommt darauf an wie die höchsten Richter ticken!
  • MSpeaker 22.09.2018 09:43
    Highlight Highlight Was mich etwas stört, weder Jim Jones noch David Koresh waren Christliche Pastoren. Beide Sekten lehrten die ganze Zeit klar (auch in den USA) dem Christentum stark abweichendes Gedankengut.
    • Oxymora 22.09.2018 10:23
      Highlight Highlight @ MSpeaker

      Von welchem Christentum gehen Sie aus?

      Unter den Christentümer gibt es eine grosse Auswahl.

      Wer definiert welches Gedankengut echt christlich und welches falsch christlich ist?
    • Klaus07 22.09.2018 10:24
      Highlight Highlight Und was genau wollen Sie uns damit sagen? Das Sekten mit Christlichem Hintergrund besser sind?
    • Electric Elefant 22.09.2018 12:01
      Highlight Highlight Was erzählst du für einen Schwachsinn... Christlich kann nicht böse sein, oder was? In was für einer seltsamen Welt lebst du? Jim Jones war methodischer Pfarrer. Klar sind diese Sekten christlich geprägt!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alienus 22.09.2018 09:26
    Highlight Highlight
    Hm, iglaube nicht, dass das Geld die entscheidende Rolle spielt.

    Es könnte die hyperübersteigerte Selbsteinschätzung der ersten weißen, vom Anglikalischen abgespaltenen Eiferer in den neuen Kolonien gewesen sein, die tatsächlich glauben wollten, ausgerechnet SIE seien die verlorenen Stämme der alten Juden.

    Gegen diesen „Glauben“ hat man fast keine Chance anzukämpfen. Denn nach solcher einer Einstellung ist Gott der tatsächliche Führer und hat zur Stellvertretung eine bestimmte Person auserkoren.

    Und das sind nun Charismatiker.

    Wie Trump?

    Zweifel am Charismatiker ist zweifeln am Gott.
    • Gähn 22.09.2018 09:48
      Highlight Highlight Ich muss da ein wenig widersprechen. Trump mag Macht und Geld haben, aber Charisma?
      Ohne beleidigend zu werden wollen, aber Trump hat die Ausstrahlung einer toten Kakerlake, oder einer soziopathischen Forelle.
    • Maracuja 22.09.2018 11:40
      Highlight Highlight @Alienus

      Geld - insbesondere der fehlende Sozialstaat und die vielen Tieflohnjobs (the winner, d.h. shareholder und Management, takes all) - spielt sehr wohl eine Rolle. Wer drei Jobs braucht um eine Familie zu ernähren und trotz dieser Schufterei immer damit rechnen muss, dass er im Falle von Schicksalsschlägen auf der Strasse landet, tendiert eher dazu, sich an etwas festzuhalten, dass im Zuversicht gibt. Historisch bedingt, da gebe ich Ihnen Recht, ist dies die Religion. Auch der Medikamentenmissbrauch in USA hat seine Wurzeln in selben Umständen, die Absenz am Arbeitsplatz nicht erlauben.
    • Maracuja 22.09.2018 12:02
      Highlight Highlight @Gähn

      Danke für die Einordnung von Trumps angeblichen Charismas. Wobei weder tote Kakerlaken noch lebende Forellen ein solches Mitteilungsbedürfnis haben. Gedopter, soziopathischer Kanarienvogel trifft seine Twittersucht vielleicht noch besser.
    Weitere Antworten anzeigen
  • redEye 22.09.2018 09:24
    Highlight Highlight Dazu kommt, dass die Amerikaner von Kindesbeinen auf mit einem pathetisch zelebrierten, quasi-religiösen Nationalmythos indoktriniert werden. Dass die USA „the greatest country in the world“ sei, ist ein zentraler Glaubenssatz, dessen Infragestellung einem Sakrileg gleichkommt. Konsequenterweise ist für viele auch der Präsident, unabhängig von seinen offenkundigen menschlichen Fehlern, ein Instrument Gottes und geniesst daher eine prophetenartige Stellung. Dass Christentum und Schusswaffen kaum logisch vereinbar sind, stört in dieser religionsgleichen Staatsideologie dann auch keinen mehr.
    • redEye 22.09.2018 10:53
      Highlight Highlight Weiter: Dass ein solches Staats-Selbstverständnis ein idealer Näheboden für Unfähigkeit zu (selbst-)kritischem Denken darstellt, erstaunt nicht. Man folgt dem Messias, glaubt den Mythos und verteidigt jegliche Angriffe auf diese mit Vehemenz. Derartige Autoritätsgläubigkeit in einem wesentlichen Teil der Wählerschaft ist denn auch einfach zu bedienen für populistische Trommler, denn der einzige „Charakterfehler“, den ihne ihre Wählerherde nicht verzeihen würde, sind Selbstzweifel. Der charismatische Autoritarist weist den Weg ins Heil. Sektenartig. Amen.
  • rodolofo 22.09.2018 08:20
    Highlight Highlight Sekten sind Mafia-Organisationen, die sich pseudo-religiös tarnen.
    Eigentliches (offiziell nicht erklärtes) Ziel solcher Sekten ist es, mit diversen Geschäften viel Geld zu verdienen, welches dann an der Spitze der streng hierarchisch und straff organisierten Macht-Pyramide angereichert wird und die Zurschaustellung eines feudalen Protzes ermöglicht, was wiederum erfolgreich Neu-Mitglieder anlockt.
    Sekten werden dann zum Problem, wenn sie mit kriminellen Geschäften den "gewöhnlichen" Mafia-Organisationen Konkurrenz machen und wenn sie allzu gross und politisch mehrheitsfähig werden...
    • mogad 22.09.2018 09:16
      Highlight Highlight Und sie sind ein Tummelfeld für narzisstische Personen, die auf der Suche nach Leuten sind, die ihnen an den Lippen hängen und Alles mit sich machen lassen, finanzielle und sexuelle Ausbeutung, schlagen und einsperren.
    • Snowy 22.09.2018 09:20
      Highlight Highlight Also so wie unsere Kirchen bevor wir sie nach langem Kampf zurückgebunden haben.
    • DrFisch 22.09.2018 11:16
      Highlight Highlight Zurückgebunden, weil sie sich heute nicht mehr ums Geld verdienen kümmern muss, sondern vom Staat versorgt wird? Weil sie heute nicht mehr so gross oder politisch mehrheitsfähig ist? In jedem 2. Parteinamen steht doch etwas Religiöses.. Da geht doch noch was.
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