Blogs
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Uriella, Gruenderin und Oberhaupt der neureligioesen Bewegung Fiat Lux, wehrt sich am 26. April 1992 mit ihrem Ehemann Eberhard Bertschinger Eicke, genannt Icordo an einer Veranstaltung in Rheinfelden, Kanton Aargau, gegen Aussagen in einem Film des Fernsehsenders WDR. (KEYSTONE/Michael Kupferschmidt)

Uriella und ihr Ehemann Icordo bei einer Veranstaltung ihrer Sekte Fiat Lux im Jahr 1992.
Bild: KEYSTONE

Sektenblog

Gott ist tot – es leben die Götter!

Die Kirchen leeren sich, Zulauf haben dafür esoterische und spirituelle Heilsbringer.



Die christlichen Landeskirchen stecken in einer tiefen Krise. Die Austrittswelle lässt die Steuereinnahmen schrumpfen, die katholische Kirche hat Nachwuchsprobleme und muss Pfarrer bis ins hohe Alter auf die Kanzel schicken.

Dort predigen sie vor einem kleinen, überalterten Publikum und kämpfen gegen den schlechten Ruf ihrer Kirche, die mit ihren Skandalen jahrelang für unrühmliche Schlagzeilen sorgte. Ein entspanntes Arbeitsleben sieht anders aus.

Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei. Neu befasst er sich mit dem Thema wöchentlich auf watson.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

Die Krise macht auch vor dem Glauben nicht Halt. Es gibt heute bereits Pfarrer, die offen dazu stehen, dass sie nicht an Gott glauben.

Die Karteileichen der Kirchen

Gott ist zwar noch nicht tot, wie Friedrich Nietzsche in seiner fundamentalen Kritik an den Religionen schon vor fast 150 Jahren erklärte, doch er liegt auf dem Krankenbett.

Bhagwan Shree Rajneesh, right, speaks with his disciples in this undated photo in Rajneeshpuram, Ore. Patrons of 10 restaurants in The Dalles, Ore., became ill in Sept. 1984, after being poisoned by members of the fringe religious cult who sprayed lab-cultured salmonella bacteria onto salad bars over a two-week period. (AP Photo/Jack Smith)

Anhänger der Bhagwan-Sekte umkreisen ihren spirituellen Führer, Osho.
Bild: AP

Die Statistiken belegen den Niedergang der Kirchen. Zwar gehören immer noch rund 39 Prozent der Schweizer Bevölkerung der katholischen und knapp 20 Prozent der reformierten Kirche an, doch die meisten sind Karteileichen. Sie möchten zumindest in der Kirche heiraten und von einem Pfarrer beerdigt werden. Eine Rückversicherung kann schliesslich nicht schaden.

Die Götter kriechen aus allen Löchern und Ritzen und nisten sich in den Seelen der Suchenden ein.

Eine Untersuchung des schweizerischen Nationalfonds «Religionsgemeinschaften, Staat und Gesellschaft» hat ergeben, dass sich nur noch 23 Prozent der Katholiken und 15 Prozent der Protestanten als echte Anhänger ihres Glaubens bezeichnen. Und selbst von diesen gläubigen Christen besucht nur eine Minderheit die Gottesdienste: Laut einer Umfrage des Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institutes nehmen keine 10 Prozent der Schweizer an Gottesdiensten teil.

Religion ist out – es lebe die Spiritualität

Driftet die Schweiz also in den Atheismus ab? Nein, definitiv nicht. Denn die Summe der religiösen Bedürfnisse nimmt kaum ab. Gott ist zwar fast tot, doch es leben die Götter. Sie kriechen aus allen Löchern und Ritzen und nisten sich in den Seelen der abtrünnigen Gläubigen ein. Oder anders ausgedrückt: Religion ist out, es lebe die Spiritualität.

Die neuen Götter und Gurus heissen Wotan, Dalai Lama, Uriella, St.Germain, Kryon, Hubbard, Moon, Buddha, Krishna, Gaia, Shiva, Bhagwan, Aleister Crowley, Maharishi, Sai Baba, Amma usw.

Verantwortlich für diese Entwicklung im Westen sind hauptsächlich Esoterik und Buddhismus. Diese Konzepte haben wesentlich mehr Sexappeal als eine Religion, die uns einen Glaubensstifter präsentiert, der tot an einem Kreuz hängt.

Du hast watson gern?
Sag das doch deinen Freunden!
Mit Whatsapp empfehlen

Die neuen Götter und Gurus heissen Wotan, Dalai Lama, Uriella, St.Germain, Kryon, Hubbard, Moon, Buddha, Krishna, Gaia, Shiva, Bhagwan, Aleister Crowley, Maharishi, Sai Baba, Amma usw.

In this April 10, 2010 photo, Indian spiritual leader Sathya Sai Baba looks on at a function to meet his devotees in New Delhi, India. Baba, considered a living god by millions of followers worldwide, died Sunday, April 24, 2011 in a hospital near his southern Indian ashram, a doctor said. (AP Photo/Mustafa Quraishi)

Sathya Sai Baba: Der Inder wurde von vielen Menschen als lebende Gottheit verehrt. Er starb 2011.
Bild: AP

Was gleich bleibt: Viele Menschen brauchen Idole, denn die Autoritätsgläubigkeit hat kaum abgenommen. Das Bedürfnis, sich unter den vermeintlichen Schutz der Götter zu stellen und sie zu verehren, auch nicht.

Die Angst vor der Zukunft und dem Tod produziert eine Sehnsucht nach übersinnlicher Erlösung, die Gurus und spirituelle Meister anbieten. So nebenbei reklamieren sie für sich auch einen göttlichen Status, was ihrem Ego und ihrem Image äusserst zuträglich ist. Weil dies ganz im Sinn der verklärten Anhänger ist, kommen alle auf ihre Rechnung, auch wenn bei dem Deal mit dem Aberglauben nur die Gurus und Sektenführer reich werden.

Der Glaube als Event

Die Flucht in die esoterische oder spirituelle Parallelwelt führt zu einer Atomisierung der religiösen Landschaft. Die Konsumhaltung hat auch den Religionsmarkt erreicht, die Ansprüche steigen stetig, wie auch im weltlichen Alltag. Glaube als Event.

Während sich Christen die Erlösung am Jüngsten Tag erhoffen müssen, können sich Esoteriker und spirituelle Sucher durch Meditation, esoterische Rituale und Hingabe an die Götter und Gurus vermeintlich selbst erlösen.

Die Erwartungen der Suchenden an die Pseudoheiligen sind entsprechend gross. Diese sollen ein übersinnliches Schaumbad füllen, in dem es sich wohlig räkeln lässt. Es darf sich auch anfühlen wie in einer Gebärmutter. So mutieren die Götter und Gurus zu Fluchthelfern aus einer Welt, die von Hass, Neid und Gier geprägt ist.

Selbsterlösung statt warten bis zum Jüngsten Tag

Die esoterischen und spirituellen Konzepte haben also einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil: Während sich Christen die Erlösung am Jüngsten Tag durch Jesus oder Gott erhoffen müssen, können sich Esoteriker und spirituelle Sucher durch Meditation, esoterische Rituale und Hingabe an die Götter und Gurus vermeintlich selbst erlösen. In einer Art Machbarkeitswahn glauben sie, die Erleuchtung zu erlangen und Teil der göttlichen Hierarchie zu werden.

Das System der Selbstvergottung ist zwar ein Selbstbetrug, aber er lässt die Welt in sanften Pastellfarben erscheinen. Dieser Weichzeichner wirkt wie ein geistiges Valium.

Noch mehr Götter: Fussballer und ihre schönsten Spitznamen

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

86
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
86Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Michael Bamberger 27.02.2016 15:56
    Highlight Highlight Der Wissenschaft grundsätzlich Grenzen zu setzen, heisst für mich, die Wissenschaft abzuschaffen.

    Der Wissenschaft in "grenzübergreifenden" Belangen Regeln aufzuerlegen, dafür wurden Ethikkommissionen ins Leben gerufen und darüber stimmt - in strittigen Fällen - in der Regel bei uns der Souverän ab (Beispiel: Stammzellenforschung).
  • Hypatia 26.02.2016 18:48
    Highlight Highlight Michael Bamberger am 26.02.2016 12:01@ Hypatia

    Heute habe ich zu unserem Thema ein interessantes Gespräch zwischen einer Physikerin (Petra Schwille) und einem Biologen/Philosophen (Adreas Weber) gelesen: "Das Leben bahnt sich seinen Weg"

    Schwille: "Ich will der Natur des Lebens auf den Grund gehen und herausbekommen, wie man so etwas wie eine künstliche Zelle herstellen könnte."

    Eine solche Versuchung kann ich durchaus verstehen, andererseits aber zeigt dies auch, dass die Wissenschaft, hier die synthetische Biologie den Abgrund nicht sieht oder sehen kann.

  • Michael Bamberger 26.02.2016 12:01
    Highlight Highlight @ Hypatia

    Gern geschehen, für mich persönlich gehören jene Sätze Russells zum weisesten überhaupt.

    Zu Deinem Wissenschaftspessimismus:

    Meine Grossmutter erzählte mit einmal vor vielen Jahren, dass als in ihrer damaligen Wohngegend in Russland (um 1890) eine Zugslinie gebaut wurde, die Ärzte vor Ort dringend dazu rieten, beidseitig des Schienenstrangs hohe Sichtsperren zu errichten, da es für die Gesundheit der Menschen fatal sei, einen Gegenstand (Zug) in solch rasantem Tempo vorbeifahren zu sehen!
  • Hypatia 26.02.2016 10:21
    Highlight Highlight Michael Bamberger am 25.02.2016 09:40 @ Hypatia

    Vielen Dank für das geschichtliche Dokument!

    Sicherlich sind Wegweiser hilfreich, aber wir dürfen dabei nicht und nie die Orientierung verlieren. Mir scheint doch, dass gerade die technologisch so aufgerüsteten Wissenschaften die Orientierung längst aus den Augen verloren haben und blindlings auf einen Abgrund zusteuern, der ihnen die Begrenztheit ihres Tuns aufzeigen wird.


  • Rigel 25.02.2016 15:25
    Highlight Highlight Neue Erkenntnisse, Bamberger?

    Na, dann lesen Sie mal das. Das wird Ihnen sicher nicht so sehr gefallen.

    http://www.spektrum.de/news/eine-unter-700-trillionen-welten/1400775?_ga=1.6127780
    • rodolofo 26.02.2016 07:29
      Highlight Highlight Gestern bin ich auf folgende Gedanken gekommen:
      Uns Lebewesen bleibt noch viel Zeit auf diesem ziemlich einzigartigen, "blauen Planeten", die wir (unter anderem) damit verbringen können, mit Teleskopen und Radarschirmen hinaus ins Weltall zu spähen und zu lauschen, auf der Suche nach einem ähnlich lebensfreundlichen Planeten irgendwo in einem anderen Sonnensystem.
      Bevor sich unsere eigene Sonne zu einer Super-Nova ausdehnen und die Erde verschlucken wird, können wir dann eine Ladung mit Einzellern los schicken in die Richtung dieses fernen Geschwister-Planeten, die ihm "Leben" einimpfen wird.
  • Michael Bamberger 25.02.2016 09:40
    Highlight Highlight @ Hypatia

    Darauf können wir uns einigen, solange jener Weg zielgerichtet den Wegweisern der Fakten und der Toleranz entlang führt.

    Dazu dies:

    Play Icon
    • andersen 25.02.2016 15:36
      Highlight Highlight Science, ja,ja.

      Trotzdem ist der Maus intelligenter als der Mensch.
      Der Maus wurde nie ein Mausefalle erfinden.
  • Hypatia 24.02.2016 18:41
    Highlight Highlight Michael Bamberger am 24.02.2016 16:22 @ Hypatia

    Der Weg ist das Ziel.

    Vielleicht können wir uns ja darauf einigen? -
  • Michael Bamberger 24.02.2016 16:22
    Highlight Highlight @ Hypatia

    Richtig, Finalität, die Metaphysik des Aristoteles, die auch Leibniz seiner "besten aller möglichen Welten" zugrunde legte.

    Die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierte Emanzipation davon kann man - wenn man so gestrickt ist - als Sinnverlust und Tristesse ansehen, man kann aber auch - wenn man anders gestrickt ist - aus den Meilensteinen wissenschaftlicher Erkenntnis unaufhörlich lernen die Welt etwas besser zu verstehen und mit viel Vorfreude die nächsten neuen Erkenntnissen erwarten. Stichwort: - Nachweis Einsteins Gravitationswellen.
  • Rabbi Jussuf 24.02.2016 16:02
    Highlight Highlight Zum auseinander halten:
    Es ist nicht etwas da um gefressen zu werden, sondern weil etwas da ist, wird es gefressen.
    Damit ist die ganze Teleologie mitsamt der Finalität vom Tisch.
    • Share 24.02.2016 16:36
      Highlight Highlight Ach, Rabbi. Wann sind Sie zum Islam konvertiert? Ist das ein Arbeitsbeschaffungsprogramm? Scharia-Polizei für alle? Wegen ein paar blutte Chnü?
    • Hypatia 24.02.2016 18:33
      Highlight Highlight Rabbi Jussuf am 24.02.2016 16:02

      Nur weil etwas da ist, taugt es noch lange nicht dazu, auch gefressen zu werden. Es muss also etwas sein, was fresstauglich ist oder eben dem Fressen dienlich ist. Die Passifkonstruktion ändert nichts an dieser Sachlage.

      Manche mögen ja sogar Gras essen oder gar ins Gras beissen, bekömmlich ist es ihnen wohl kaum.
    • Share 24.02.2016 20:25
      Highlight Highlight Ich stimme dir gerne zu. Der Weg ist das Ziel. Aus Gras gibt es gute Heusuppe. Einfach trocknen lassen, mit Wasser aufkochen, sieben, würzen und mit Bärgblüeta, Bündnerfleischstraifli und Brotwürfali garnieren. Philosophisch betrachtet wendet sich das Blatt natürlich. Finalität gibt es in der Fantasie hoffentlich keine. Dann wäre es mit dem Menschen bald vorbei. Ende nicht gelesen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hypatia 24.02.2016 15:30
    Highlight Highlight Michael Bamberger am 24.02.2016 13:21@ Hypatia

    Finalität setzt die Bestimmung eines zielgerichteten Geschehens voraus: Alles, was geschieht, folgt einem Zweck.

    Damit aber sind wir nicht mehr in der Physik sondern in der Metaphysik des Aristoteles. Eine alte Vorstellung also: Alles, was ist, dient zu etwas, und sei es auch nur, um als Nahrung gefressen zu werden.

    Der Mensch hat sich diesem Gesetz Jahrtausende lang untergeordnet und nur seit wenigen Jahrhunderten scheint er sich aus dieser natürlichen Ordnung "emanzipiert" zu haben.

    Er scheint den Sinn der Natur verloren zu haben.
  • Michael Bamberger 24.02.2016 13:21
    Highlight Highlight @ Hypatia: "Finalität aber ist etwas, was sich grundsätzlich jeder naturwissenschaftlichen Einsicht entzieht."

    Richtig, denn Finalität setzt die Bestimmung eines Geschehens voraus. Und mit Gottheiten und ähnlichen menschlichen Wunschbildern, weiss die Naturwissenschaft in der Tat wenig anzufangen.
  • Hypatia 24.02.2016 11:56
    Highlight Highlight Michael Bamberger am 24.02.2016 08:58 @ Hypatia

    Einsicht ist etwas, was man in keiner "Peer-reviewed Publikation" finden wird sondern mitbringen muss.

    Wenn man sich all diese unwahrscheinlichsten aller Unwahrscheinlichkeiten in einer doch ziemlich langen Reihe vorstellen wollte, so käme man nicht umhin, die Erde als etwas anzusehen, was es eigentlich gar nicht geben kann. Dennoch gibt es sie. Also muss es eine Ursache geben, die nur final verstehen lässt, warum es sie gibt.

    Finalität aber ist etwas, was sich grundsätzlich jeder naturwissenschaftlichen Einsicht entzieht.
  • Michael Bamberger 24.02.2016 08:58
    Highlight Highlight @ Hypatia

    Was genau an der Evolution soll denn wissenschaftlich unerklärbar sein und was sollte denn diesbezüglich "verborgen" sein, welches sich "jeder kausalistischen Erklärung entziehen"?

    Ich wäre dankbar für entsprechende Quellenhinweise zu Peer-reviewed Publikationen.
  • Hypatia 23.02.2016 18:39
    Highlight Highlight Michael Bamberger am 23.02.2016 13:34 @ Hypatia

    Das Aussergewöhnliche an der Evolution ist ja, dass sie selbst durch schwere Zerstörungen nicht zugrunde geht, sondern es immer wieder schafft, neue hochkomplexe Ordnungen zu erzeugen, die das Leben weitertragen, ja selbst lebendige Organismen zu erzeugen vermag, die diese Genesis einzusehen vermögen. Das aber ist etwas, was keine Naturwissenschaft zu erklären vermag. In diesem Werden und Vergehen verbirgt sich etwas, was sich jeder kausalistischen Erklärung entzieht.
  • Michael Bamberger 23.02.2016 13:34
    Highlight Highlight @ Hypatia

    Eine Welt ohne Menschen, dafür aber mit unzähligen Tierarten, hatten wir ja schon mal, nämlich während den rund 3.5 Milliarden vergangenen Jahren. Ob diese Welt besser war als jene mit den Hominini seit lediglich rund 5 Millionen Jahren? Von den Hominini ist der Mensch übrigens die einzige nicht ausgestorbene Art.

    Und auch die Katastrophe hatten wir ja schon mal, nämlich als vor rund 65 Millionen Jahren alle Dinosaurier, welche seit 235 Millionen Jahren die Erde dominierten, auf einen Schlag verschwanden.
  • Hypatia 23.02.2016 10:14
    Highlight Highlight Michael Bamberger am 20.02.2016 15:27 @ Hypatia

    Man könnte sich ja mal überlegen, was denn eine noch bessere Welt wäre als die, die wir haben. Vielleicht eine ohne Menschen oder eine mit viel weniger Menschen, sagen wir mal mit 500 Millionen. Das hiesse aber, dass es eine Katastrophe geben müsste, die über 6 Milliarden Menschen dahinraffte, damit es eine noch bessere Welt gäbe.

    So oder so, das Sterben und Leiden gehört zum Leben und eine noch bessere Welt bleibt eine theologische Hypothese, die man unter Umständen auch "Verschwörungstheorie" oder "Apokalypse" nennen könnte.

    • rodolofo 24.02.2016 07:31
      Highlight Highlight Also eine Welt ohne Menschen fände ich persönlich nicht so toll.
      Das ist natürlich eine sehr subjektive Ansicht, die sich aus meiner egozentrischen Interessenlage ergibt.
      Als mit anderen Kreaturen mitfühlender Mensch sehe ich allerdings sehr wohl, dass die Spezies "Mensch" sich auf unserem Planeten eher wie eine "Plage", oder wie eine "Krankheit" verhält und ausbreitet und weniger wie ein "Dirigent eines hervorragenden Natur-Orchesters"...
      Was noch nicht ist, kann ja noch werden?
      Die Milliarden von "Dirigenten" können sich nicht einigen, welche Musik alle spielen sollen und palavern endlos...
    • Hypatia 24.02.2016 15:12
      Highlight Highlight @rodolofo am 24.02.2016 07:31

      Man könnte die Situation so schildern, als ob die ganzen wissenschaftlichen und technischen Errungenschaften nur dazu dienten, den "ökologischen Code" des menschlichen Wesens derart zu verändern, dass er innerhalb der Natur zu einem unbeherrschbaren Wildwuchs degenerierte, der den gesamten Organismus der Natur zu zerstören droht. Die Menschheit wäre demnach eine Art Krebs, der sich in immer neuen Metastasen ausbreitet und immer mehr natürlichen Lebensraum vernichtet.

      Ich fürchte, der Mensch wird dieses Desaster in keiner Weise korrigieren können.

    • rodolofo 25.02.2016 07:20
      Highlight Highlight Wenn die Menschen ihr die Natur zerstörendes Verhalten nicht korrigieren können, dann werden sie buchstäblich den Boden unter den Füssen verlieren, von dem aus sie in den Weltraum hinaus glotzen...
      Also immer wieder auf den Boden schauen und staunen, wie viele Milliarden von Kleinstlebewesen einen Kubikzentimeter Erde bevölkern!
      Dieser Boden hat mehr Aufmerksamkeit und liebevolle Behandlung verdient!
      Irgendwann wird der letzte Aurofahrer merken, dass auf einem Strassen und Parkplätzen weder Getreide, noch Gemüse wachsen...
      Dem Parkplatz ist das egal.
  • Share 22.02.2016 09:09
    Highlight Highlight Ich meinte auch wir sollten vom Personenkult Abstand nehmen. Und weil Menschen nicht ohne Gott leben können finde ich beten wir in Zukunft doch einfach die Kartoffel an. So viel zu meiner Leibspeise. Aber Achtung. Kartoffeln sind nur knusprig gebacken gut und wenn du dich selbst auch mal wie ein Chip gefühlt hast. Das klappt nur mit hauchdünnen Scheiben. Kartoffeln an der Bircherraffel reiben geht also mal gar nicht.
    • olive 22.02.2016 11:05
      Highlight Highlight Stimmt ja gar nicht, Gschwellti mit Quark oder Raclette sind ebenso gut
    • Share 22.02.2016 17:40
      Highlight Highlight Interessant, dass sobald Religion ins Spiel kommt die Rechthaberei wieder anfängt. Conditio Humana. Wichtig dabei der Kanon. Erstens gschiblet einmal im Oel gebacken. Zweitens Gschwellti mit Butter ist unschlagbar. Wenn es wirklich nur für die Resteverwertung was hergeben soll dann drittens Maluns. Dazu braucht es auch Butter. Wo Schweineschmalz drin ist würde ich die Finger lassen. Zum Beispiel von prötleten Herdöpfeln zum Zmorge. Falls es nicht anders geht, dürfen Schnitzli gerne zweimal im Oel gebacken werden wie in Belgien.
      Aber ich las die Zeitung und dachte an Fish&Chips. Heute morgen.
  • Spooky 22.02.2016 03:33
    Highlight Highlight "Die neuen Götter und Gurus heissen....(.....)...Buddha...."

    Falsch. Buddha ist kein Gott. Im Buddhismus gibt es keinen Gott.
    • rodolofo 23.02.2016 07:56
      Highlight Highlight Dann ist Budhha also ein Halb-Gott?
    • andersen 23.02.2016 12:15
      Highlight Highlight Buddha ist kein Gott.
      Richtig.
      Für die Anhänger schon.
      Sie beten ihm an, wie die eigene Rosen im Garten.
      Das fängt ja schon an:
      Buddha hat das gesagt, Ron hat das gesagt, Salomon-Schmidt hat das das gesagt, Jesus hat das und das gesagt, Dalai Lama hat das gesagt u.s.w.
      Wenn die Menschen mit solche Sätze anfängt, denn hat dieser Menschen, das eigene Denken aufgegeben.
    • Spooky 23.02.2016 16:41
      Highlight Highlight @rodolofo
      Eigentlich müsste Hugo Stamm deine Frage beantworten, nicht ich. Hugo Stamm kriegt Geld für seinen Artikel, ich für meinen Kommentar keinen Rappen.

      Ich kann nur plakativ und überspitzt antworten, wegen zu wenig Zeilen zur Verfügung : Der Buddhismus wird oft eine nihilistische Religion genannt. Das stimmt aber nicht, weil die Buddhisten nicht einmal an das Nichts glauben. Buddhisten glauben an gar nichts, vor allem aber nicht an einen Gott. Siddharta Gautam, genannt "Buddha", der Erwachte, hat cirka 600 v. Chr. mit dem Buddhismus angefangen.

      Aber sorry, google doch selber! ;-)))
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 21.02.2016 21:45
    Highlight Highlight 2/2 Aleister Crowley ist aber auch kein neuer Gott. Für alte Säcke -wie mich zum Beispiel - hat Crowley noch eine gewisse Bedeutung. Aber für jene jungen Leute, die an Okkultismus interessiert sind, ist Crowley kalter Kaffee. Nach seinem Tod hat sich der Okkultismus weiterentwickelt. Die jungen Leute von heute praktizieren die sogenannte Chaosmagie.
    [https://de.wikipedia.org/wiki/Chaosmagie]

    Fazit: Aleister Crowley als neuen Gott oder als Guru zu bezeichnen, ist falsch - auch aus der westlichen Perspektive heraus.
  • Spooky 21.02.2016 21:38
    Highlight Highlight ½ Auch aus unserer westlichen Perspektive heraus ist es falsch, Aleister Crowley als Guru zu bezeichnen. Die Grundthese von Crowley war: "Tu was du willst, sei das ganze Gesetz!" Crowley hat die Werte der bürgerlichen Gesellschaft total abgelehnt. Er wollte, ähnlich wie Krishnamurti, den einzelnen Menschen von jeglichem Guru-Zeugs befreien. Crowley war ein Erneuerer des Okkultismus. Crowley hat den althergebrachten Okkultismus in die Moderne befördert. Für den Okkultismus des 20. Jahrhunderts war Crowley das, was der Dadaismus für die Kunst war. Crowley war anti-autoritär bis zum Abwinken.
    • rodolofo 23.02.2016 08:01
      Highlight Highlight Danke für den Tip, Spooky Red!
      Wenn ich das nächste Mal keine Lust zum aufräumen habe, bezeichne ich mich auch als "Chaos-Magier".
    • Spooky 24.02.2016 03:58
      Highlight Highlight @rodolofo
      Ich gratuliere Dir. Du bist auf dem besten Weg, ein erfolgreicher Chaosmagier zu werden. Warum? Magie, insbesondere die aktuelle Chaosmagie, ist voll von schrägem Humor.
  • Michael Bamberger 21.02.2016 12:56
    Highlight Highlight Alltägliches:

    Belgique - "Abusé par un prêtre entre 8 ans et 12 ans, Victor, un Montois de 65 ans, lance un appel aux autres victimes de l'Eglise. Victor est un Montois de 65 ans. Enfant, il a vécu l’enfer : des agressions sexuelles hebdomadaires perpétrées dans une école de frères par un homme d’Église. Ce calvaire, le sexagénaire l’a subi entre 8 et 12 ans." (20.2.16)

    http://www.laprovince.be/1495613/article/2016-02-19/abuse-par-un-pretre-entre-8-ans-et-12-ans-victor-un-montois-de-65-ans-lance-un-a
  • Michael Bamberger 21.02.2016 12:52
    Highlight Highlight Alltägliches:

    Australia - "Survivors of child sexual abuse, their supporters, lawyers, solicitors and representatives of the Catholic church will descend on the bucolic Australian town of Ballarat. The royal commission into institutional responses into child sexual abuse, tasked by the federal government in 2013 to take on the massive job of independently investigating child sexual abuse within churches and other institutions throughout Australia," (18.2.16)

    http://www.theguardian.com/australia-news/2016/feb/20/ballarat-prepares-for-child-sexual-abuse-inquiry-while-cardinal-pell-stays-away
  • Michael Bamberger 21.02.2016 12:48
    Highlight Highlight Alltägliches:

    USA - "The Rev. Alfredo Pedraza Arias, who was previously affiliated with two Aurora-area parishes and accused of sexually abusing two children, made his first formal court appearance Thursday after posting bond. Arias, 49, who is listed with a High Street address in Aurora, was charged Feb. 10 with two counts of aggravated criminal sexual abuse involving children under the age of 13 between January 2009 and November 2014." (18.2.16)

    http://www.chicagotribune.com/suburbs/aurora-beacon-news/news/ct-abn-aurora-priest-court-st-0221-20160218-story.html
  • Michael Bamberger 21.02.2016 12:33
    Highlight Highlight Alltägliches:

    Frankreich - "Missbrauchsopfer in Frankreich klagen an - Das Schweigen brechen: Dafür kämpfen in Frankreich die Opfer eines pädophilen Priesters. Die einstigen Pfadfinder wollen, dass die katholische Kirche Verantwortung übernimmt." (19.2.16)

    http://de.euronews.com/2016/02/19/katholische-kirche-missbrauchsopfer-in-frankreich-klagen-an/
  • Michael Bamberger 21.02.2016 12:31
    Highlight Highlight Alltägliches:

    Deutschland - "In Horstmar steht ein Priester in Verdacht, ein Kind sexuell missbraucht zu haben. Der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, hat den Seelsorger beurlaubt. Der Geistliche war zuletzt in der Kirchengemeinde St. Gertrudis im Einsatz." (20.2.16)

    http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Steinfurt/Horstmar/2277815-Schwerer-Vorwurf-Bischof-Genn-beurlaubt-Priester
  • rodolofo 20.02.2016 16:26
    Highlight Highlight Spritualität hat mit tiefen Gefühlen der Verbundenheit mit allem zu tun. Tatsächlich hängt alles mit allem zusammen und gehört alles in einen gigantischen Organismus.
    Obwohl die einzelnen Lebewesen für sich und ihre Gruppen schauen sind sie ohne die restliche (belebte und unbelebte) Umwelt weder denkbar noch irgendwie lebensfähig.
    Wir sind also -ohne vorher nach unserer Meinung zu dem Ganzen gefragt worden zu sein- auf Gedeih und Verderb mit "dem Ganzen verheiratet", bis das der Tod uns scheidet.
    Doch auch nach dem Tod bleiben unsere Überreste "integriert" in den Kosmos in neuer Form.
    • andersen 21.02.2016 00:30
      Highlight Highlight Es ist normal, dass der Mensch über sich hinaus Fragt.
      Wir sind die einzige Lebewesen, die Wissen, dass wir sterben muss.
      Darum sehe ich mein letztendliches Glück als unausweichlich.
      In der Esoterikscene ist das spirituelle käuflich.
      Aber es entsteht dort nur ein Luftkissen, wie ein Süchtige, die ein Fix braucht.
    • Spooky 21.02.2016 01:52
      Highlight Highlight "Wir sind die einzige Lebewesen, die Wissen, dass wir sterben muss."

      Das stimmt nicht. Mein Vater war Bauer. Eine Kuh spürt ganz genau, dass sie sterben muss, wenn sie vor dem Schlachthof steht.
    • rodolofo 21.02.2016 09:16
      Highlight Highlight Ich habe in einem Tierfilm gesehen wie ein Elefant lange bei einem Elefantenskelet stand und es mit dem Rüssel abtastete.
      Wir wissen noch sehr wenig über die Tiere und was in ihnen vorgeht. Je mehr die moderne Wissenschaft erforscht, desto kleiner werden die Unterschiede.
      Aber wer mit Tieren zu tun hatte und hat, und wer Beziehungen mit ihnen aufgebaut hat mit ihnen, wusste schon seit jeher, dass sie uns -bei aller Verschiedenheit- doch sehr ähnlich sind, insbesondere natürlich die Säugetiere. Bei ihnen geht "Liebe" vielleicht mehr durch den Magen, und bei uns mehr durch den Kopf, oder so...
  • Michael Bamberger 20.02.2016 15:27
    Highlight Highlight @ Hypatia

    "Die beste aller möglichen Welten" à la Leibniz liegt Deiner Argumentation zugrunde. Diese These scheitert aber an der ideellen Welt des Jenseits, die dieser "besten Welt" angeblich überlegen sein soll. Allein aus diesem Grund kann diese Welt unmöglich "die beste aller möglichen Welten" darstellen.
  • olive 20.02.2016 11:19
    Highlight Highlight @Maracuja
    Klimawandel eignet sich dort als Religionsersatz, wo man mit Emotionen spielt. Er sollte sachlich behandelt werden .
    "Energieagentur IEA erdet deutsche Utopien" hier z.B. macht sich jemand realistische Gedanken darüber.
    Die ganze Klimamaschinerie ist ein Riesengeschäft geworden und eigenet sich bestens , den Menschen ein schlechtes Gewissen zu machen , Kinder werden an stelle von "Sünde" mit dem "Fussabdruck" geplagt ( nichts gegen vernünftige Info)
    Politiker und Sachverständige jetten um die Welt ( alles klimaneutral ) und ersinnen neue Abgaben und unerreichbar Klimaziele usf.
    • rodolofo 20.02.2016 16:49
      Highlight Highlight Klimawandel gab es schon immer.
      Meist haben sie die Evolutionsprozesse beschleunigt, da die Lebewesen durch die grossen Veränderungen gezwungen waren, neue Fähigkeiten und Anpassungen zu entwickeln.
      Dass die Menschheit heute für die starke Erwärmung mit der exzessiven Verbrennung von Kohle und Erdöl verantwortlich ist, zeigt auch, dass wir heute die Möglichkeit haben, über unseren Umgang mit Energie das Klima zu regulieren.
      Eine Regulations-Fähigkeit erreichen wir aber nur, wenn wir die weltweite Kooperation voran treiben.
      Andernfalls wird das Wetter uns regulieren, so wie es immer war...
    • Maracuja 20.02.2016 17:46
      Highlight Highlight Was ist die Klimamaschinerie und wo bzw. von wem werden mit Kinder mit dem "Fussabdruck" geplagt? Bei meinen Kindern habe ich nichts davon mitbekommen, aber die sind schon fast erwachsen.Ansonsten scheint es mir nichts Neues, dass Verschwendung in der Erziehung thematisiert wird. Als Kind hätte ich auf die Frage, welches die grösste Sünde sei, spontan geantwortet, das Wegwerfen von Lebensmittel insbes. Brot. Angesichts des enormen Konsums des privilegierten Teils der Menschheit bezweifle ich zudem, dass diese ominöse Maschinerie erfolgreich war, jemandem ein schlechtes Gewissen zu machen.
  • olive 20.02.2016 08:48
    Highlight Highlight Pfarrer, die nicht glauben, gab es schon früher, nur äusserten sie es nicht , man merkte es trotzdem.
    Als Religionsersatz können heute auch gesunde Ernährung und Klimawandel angesehen werden, inklusive Askese und Ablass.

    • Maracuja 20.02.2016 10:32
      Highlight Highlight Ernährung (mit x Geboten und Verboten) und Gesundheit (Antibiotika + Cortison sind des Teufels, Homöopathie bewirkt Wunder) eignen sich tatsächlich als Religionsersatz, wobei ich bezweifle das Hardcore-Veganer irgendeine Form von Ablass akzeptieren würden. Klimawandel (ist ja an sich unbestritten, nur eine Minderheit der Wissenschaftler hat eine abweichende Ansicht bezüglich der Ursachen) dürfte sich hingegen kaum als Religion anbieten. Dafür sehe ich wie Hugo Stamm in der Politik eine Partei am Werk, die pseudoreligiös agiert und ihre dämlichen Glaubenssätzchen mit Penetranz verbreitet.
  • rodolofo 20.02.2016 08:18
    Highlight Highlight Ich habe auch von "Esotherikern" einiges gelernt.
    Erst habe ich nicht verstanden, was sie damit meinten, als sie davon sprachen, wir sollten mehr "mit dem Herzen sehen", weil ich versuchte, diese Empfehlung mit dem Verstand zu erfassen.
    Gemeint ist natürlich nicht "das Herz" als Organ, sondern die Gefühle, die ebenfalls ein Zentrum in unserem Gehirn haben.
    Was mich aber immer schon misstrauisch machte, war die gleichzeitige Geringschätzung von Verstand und Intellekt, welche gewisse Esotheriker an den Tag legen.
    Das wäre dann das Gegen-Extrem zum über-beherrschten Kopf-Menschen, die Dumpfbacke.
    • andersen 21.02.2016 00:36
      Highlight Highlight Man sieht mit den Augen, der Mensch kann nicht anders sein, als ein Mensch.
      Und mit den Augen kann man nur Staunen, aber viele Esoteriker verlieren oft leider der Zugang zur der Realität, wenn sie meinen, sie sei von ein Engel oder ein Elfen geküsst worden.
    • rodolofo 21.02.2016 09:24
      Highlight Highlight Ja natürlich sehen wir mit den Augen!
      Aber das ist noch oberflächlich betrachtet.
      Worauf richten sich diese Augen?
      Wie und wo werden die durch die Augen aufgenommenen Informationen verarbeitet, gespeichert?
      Was für Reaktionen und Denkprozesse lösen die optischen Sinneseindrücke, zusammen mit den anderen Sinnes-Eindrücken und den geweckten gespeicherten und träumerisch umgewandelten Bildern und Gefühlen des "inneren 6D-Kinos" aus?
  • rodolofo 20.02.2016 08:10
    Highlight Highlight Letzthin hat mich ein kleiner Junge an einem Esstisch gefragt, was denn eigentlich "heiliges Wasser" sei.
    Wir kamen darauf, weil wir vorher über die Taufe gesprochen hatten, da sein Schwesterchen nicht getauft worden ist.
    Ich sagte dazu: "Beim Taufen machen sie Dich nass."
    "Mit geweihtem Wasser" fügte ein Mädchen hinzu.
    Ich sagte jetzt zu dem Jungen: "Eigentlich ist ja alles Wasser heilig."
    "Du musst es nicht ins Lächerliche ziehen!" intervenierte der Vater des Jungen.
    Darauf ich wieder: "Ich mache keinen Witz. Ich meine es ernst!"
  • andersen 20.02.2016 00:43
    Highlight Highlight Leiden war immer sehr unklug.
    Die Menschen hat die Instrumente, der Leid zu bewältigen.
    Wenn man die Hilfe von der Jenseits erwartet, dann fängt die Probleme erst an.

    Apropos Fiax Lux, hier kommt mich ein alte Sendung mit der Arena SF im Sinn.
    Wo die Uriella vor der Gericht schuldig gesprochen wurde.
    Auswüchse gibt es immer noch, auch der eigene Straflager (RPF) von Scientology.
  • Sir Lanzelot 19.02.2016 20:53
    Highlight Highlight @Hugo
    Wir hätten in der Schweiz genügend Sekten!
    Das dürfte ruhig konkreter werden...
    Die Fiat-lux ist doch Schnee von gestern?
    Warum keine aktuellen Auswüchse?
    • rodolofo 20.02.2016 08:59
      Highlight Highlight Das war gerade letzte Woche Thema.
      Wir unterhielten uns über die Süneli-Templer-Sekte (STS), die die Gesellschaft militarisieren mit ihrem Gut-Böse-Denken, gemäss dem "der richtige Schweizer" grundsätzlich ordentlich, pflichtbewusst, sauber und pünktlich ist, der "typische Ausländer" andererseits kriminell, Lust-gesteuert, schmutzig und unpünktlich ist und mit mit strenger Hand und notfalls mit der Rute gezüchtigt und umerzogen werden muss.
      Früher sagte man dem "Teufelsaustreibung"...
  • Michael Bamberger 19.02.2016 17:03
    Highlight Highlight @ Ridcully: "Es kommt darauf an, was wir für ein Gottesbild haben, ein strafender Gott?"

    Es gibt grundsätzlich nur ein Bild, nämlich jenes der Realität. Ein Gott der eine Natur erschafft, in welcher von Beginn an alle Lebewesen dem Prinzip von fressen und gefressen werden ausgeliefert sind, gepaart mit Angst, Leiden, Schrecken, Krankheit, Naturkatastrophen, Brutalität und Terror etc.; so ein Gott ist entweder ein völliger Stümper oder ein Sadist. In beiden Fällen aber bleibt einem solchen Gott nur eine einzige Entschuldigung für sein Tun und Lassen, nämlich seine Inexistenz.
    • Hypatia 19.02.2016 18:27
      Highlight Highlight Die Frage ist hier natürlich, ob die Evolution, wie wir sie heute aus der Naturwissenschaft kennen, wirklich ein derart stümperhaftes und sadistisches Werk eines Schöpfergottes sein müsste oder ob sie nicht, trotz ihrer Mängel in ihrer Gesamtheit als etwas beinahe Vollkommenes angesehen werden müsste, sodass gerade dieses Nichtfehlen von Leiden die eigentliche Grösse ausmacht. Denn gäbe es dieses Leiden nicht, es gäbe nicht dieses Leben, wie wir es auf unserer Erde kennen.

    • Spooky 19.02.2016 19:02
      Highlight Highlight @Hypatia: Du behauptest also, dass die einen Menschen leiden müssen, damit andere Menschen nicht leiden müssen?

      (das ist eine Frage, und sie ist ganz ohne Sarkasmus, im Fall)
    • Hypatia 19.02.2016 21:40
      Highlight Highlight @Spooky Red

      Wo sollte ich das behauptet haben? - Woher wissen Sie, dass es Menschen gibt, die "nicht leiden müssen"? Was macht Sie so sicher, dass es solche Menschen gibt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ridcully 19.02.2016 15:29
    Highlight Highlight Grundsätzlich sollten Religionen uns befreien und nicht versklaven. Es kommt darauf an, was wir für ein Gottesbild haben, ein strafender Gott? Ein Dogma, dass mich in meiner Art zu kleiden/essen einschränkt? Exklusivanspruch und alle Anderen sind Idioten? Daher finde ich nichts schlimmes daran sich von einem etablierten Glauben abzuwenden um sich -von mir aus z.Bsp. den Penaten und Laren zuzuwenden, wenn sich daraus eine Befreiung ergibt. Schlussendlich ist es wertlos einer Religion zu folgen, die einem beherrscht, zwingt, demütigt.
  • Spooky 19.02.2016 14:02
    Highlight Highlight
    "Die neuen Götter und Gurus heissen......(....)....Shiva....etc...."

    Falsch! Shiva ist kein neuer Gott. Shiva ist ein uralter, hinduistischer Gott, den ca. 900 Millionen Hindus verehren.
    Und das seit Jahrtausenden.
    • Hugo Stamm 19.02.2016 14:28
      Highlight Highlight Ich argumentiere aus unserer westlichen Pertspektive heraus, aus unserem Kultur- und Religionsverständnis. Als die christlichen Kirchen noch das Monopol hatten, wäre es uns nicht in den Sinn gekommen, uns Shiva zuzuwenden. Seit aber fernöstliche Spiritualität und Esoterik viele Suchende im Westen faszinieren, dringen ihre Gurus und Götter als neues Phänomen in unseren Kulturraum ein.
  • Rigel 19.02.2016 13:56
    Highlight Highlight Hypatia

    Papst Johannes hat vor einigen Jahren mal folgendes gesagt:

    "Gott spricht nicht mehr zu uns. Er hat sich angewidert abgewendet".

    Daran könnte was dran sein, denn der Mensch ist verdorben geworden. Das Böse ist sein Gott geworden.

    Um das zu erkennen, muss man nicht mal religiös sein.
    • Hugo Stamm 19.02.2016 14:31
      Highlight Highlight Zu Zeiten der Kreuzzüge und der Inquisition war im Durchschnitt viel mehr Menschen grausam. Damals hätte Gott midestens so viel Grund gehabt, sich von uns abzuwenden. Wenn ich die Geschichte der Menschheit betrachte, kommt mir der Verdacht, dass er sich gar nie uns zugewandt hatte.
    • Hypatia 19.02.2016 16:01
      Highlight Highlight Dieser Gedanke, dass nun, nachdem der Gott der christlichen Kirchen sich in nichts aufgelöst hat, das sogenannte Böse die Welt und die Menschen beherrsche, ist ein urkatholischer Gedanke und geht auf Thomas von Aquin zurück, insofern dieser der Meinung war, dass das Böse die Abwesenheit des Guten sei. Und da jener Gott als der Allgütige vorgestellt wurde, bleibt nach seinem Weggang nur diese Leere, dieser Mangel, diese Abwesenheit des Allgütigen und damit also dieses schwarze Loch: das Böse zurück.

    • Hypatia 19.02.2016 16:01
      Highlight Highlight Das stimmt aber nur bedingt. Denn die Abwesenheit des Guten gibt es nur, weil das Gute grundsätzlich anwesend ist. Wo aber das Gute nicht mehr grundsätzlich anwesend sein kann, kann es auch nicht mehr abwesend sein. Eher verbirgt es sich dann im Unwesen. Das Gute wird damit zu etwas völlig Unwesentlichem. Der alte Gott der Kirchen verschwindet also als etwas völlig Unwesentliches und verliert damit schliesslich überhaupt sein ursprüngliches Wesen. Er wird zu etwas völlig Wesenlosen. Damit fällt dann aber auch jene Unterscheidung zwischen Gut und Böse in sich zusammen.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 19.02.2016 13:25
    Highlight Highlight "Die neuen Götter und Gurus heissen Wotan etc..."

    Falsch! Wotan ist alles andere als ein neuer Gott. Wotan ist ein uralter Gott, kein neuer. Er war der Hauptgott der Heiden, also der Hauptgott unserer Vorfahren.
    • Hugo Stamm 19.02.2016 14:35
      Highlight Highlight Auch hier gilt: Wotan war über Jahrhunderte in der Versenkung gelandet. Erst durch die Wiederbelebung der germanischen Götter und der heidnischen Kultur durch die Esoterikkszene drangen die germanischen Götter wieder in unser Bewusstsein.
  • Hypatia 19.02.2016 12:54
    Highlight Highlight Als Nietzsche jenes Wort sprach, meinte er denn auch den Gott der Kirchen.

    Damit aber leben wir in einer Zeit der Unruhe und der Angst. Der alte Gott ist gegangen und hat uns Menschen eine Leere übrig gelassen, die nun viele mit irgend welchen Exoten aus der kolonialen Welt aufzufüllen suchen oder von der sich manch einer auch vollständig abwendet, um in der Welt das zu finden, was im Glauben verloren gegangen ist.

    Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, aber unsere Existenz wird seitdem durch eben jene Krise, die durch jenen Verlust in unsere Welt und Kultur eingebrochen ist, bestimmt.
  • Hypatia 19.02.2016 12:53
    Highlight Highlight Selbst Kant glaubte ohne jeden Zweifel an Gott. Nur meinte er, dass das Glauben dem Wissen aufgrund bestimmter Voraussetzungen weichen müsse. Diese Arbeit am Wissen und Wissensmöglichen nannte er Kritik der reinen Vernunft.

    Die Frage ist doch, ob das Glauben, und damit meine ich im weitesten Sinne das religiöse Glauben nicht etwas grundsätzlich Menschliches ist.

    Heute verlieren nicht immer mehr Menschen den Glauben, - immer mehr Menschen suchen einen Glauben, der sie erfüllt und dieser erfüllende Glaube ist kein kirchlicher Glaube mehr.
  • Share 19.02.2016 10:33
    Highlight Highlight Ja, Herr Stamm, Sie haben Recht. Also fast. Sexyness? Mit diesem Bild? Selten so herzlich gelacht.
    Oder bin ich zu autoritätsgläubig? Den Zweifel werde ich nicht los: Ghostwriter, Herr Stamm?
    Was ich schreiben wollte war: Claim. Dann spielte die Playlist Hey Mama von David Guetta. Die beiden fehlen in der Aufzählung. So fiel mir wieder ein, was bei dem Bild irgendwie nicht passt. Und weil ich zielorientiert denke bleibt nur noch dies: Selfie für Alle. Auch mit Weichzeichner.
  • andersen 19.02.2016 09:54
    Highlight Highlight Die Esoteriker nennt die Messen jetzt: Freudemessen.

    Die beste Frage, die man ein Esoteriker und solche Gurus fragen kann:

    Wer glaubst du eigentlich zu sein?

    Selbst der Tom Cruise denkt er seid nur ein geistiges Wesen und Gott ähnlich.
    Dann soll man ihm noch Fragen:
    Wieso brauchst du noch ein Flugzeug?
  • Rukfash 19.02.2016 09:11
    Highlight Highlight Ich kann verstehen das einige Menschen nicht an Gott/Allah glauben wollen, jedem das seine doch jedes mal auf eine Person rumhacken weil er an Ihn glaubt geht mir schon ziemlich auf den Keks, so wie es die jenigen machen die auch auf anderen Rumhacken weil sie nicht glauben.. ach dreh mir jetzt den guten morgen Johnny und wünsche allen einen geilen Freitag :)
  • andersen 18.02.2016 19:23
    Highlight Highlight Ob ein Hand da ist, die uns hält?
    Das ist ein Geheimnis.
    Viele Kirchen hat sich von der Mysterium losgesagt.
    Oft handelt es nicht um der Religion.
    Vielleicht wird es aus stillen neu entstehen
    Damit die Menschen nicht von der Gutmenschentum unflätig belästigt wird..

Was ist denn hier los? Fromme gründen ersten christlichen Sexshop

Drei fromme Christen haben in Bielefeld den ersten Sexshop mit christlichen Werten gegründet. Porno gibt es natürlich nicht, aber immerhin Dildos.

Die christliche Welt tut sich schwer mit der Sexualität. Sex diente zumindest früher der Zeugung. Und sonst nichts. Arterhaltung und Aufzucht neuer Jünger Gottes. Es war eine Pflichterfüllung. Von Lust steht in der Bibel nichts. Und wer trotzdem zu viel davon abbekam, musste beichten. Das sechste Gebot verlangte es.

Fragt sich nur, weshalb Gott den Geschlechtsverkehr so lustvoll ausgestaltet hat, wenn er als Selbstzweck und Lustgewinn sündig sein soll? Denn wäre der Beischlaf nicht mit Lust …

Artikel lesen
Link zum Artikel