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Sektenblog

«Als sei ich von einer anderen Welt» – Sophies Flucht vor den Zeugen Jehovas

Die Deutsche Sophie Jones klärt nach ihrem Ausstieg über die Sekte auf.



Bild

Die 23-jährige Sophie Jones schaffte den Ausstieg aus den Zeugen Jehovas und betreibt nun Aufklärungsarbeit. bild. pd

Sektenanhänger, die den Ausstieg aus ihrer Gemeinschaft wagen und schaffen, sind oft stigmatisiert oder gar traumatisiert. Nach dem Leidensweg in der Sekte folgt der Leidensweg des Ausstiegs. Deshalb fehlt den meisten die Kraft, sich gegen die Sekte zu wehren.

In jüngster Zeit wagen es aber immer mehr Aussteiger der Zeugen Jehovas, ihre schmerzlichen Erfahrungen publik zu machen und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und aufzuklären. Die Zahl der kritischen Publikationen ist in den letzten Jahren gestiegen.

Neu ist aber, dass es nun auch jüngere Personen die Kraft aufbringen, den Zeugen die Stirn zu bieten. Den Mut dazu aufgebracht hat auch die 23 Jahre alte Sophie Jones aus Leipzig. Sie schildert ihren Weg und den Ausstieg in mehreren bemerkenswerten Videos und Artikeln, die grosse Beachtung finden. Im Interview mit watson beschreibt sie ihre Motivation, sich zu outen und Aufklärungsarbeit zu betreiben.

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Sophie Jones schildert ihren Ausstieg aus den Zeugen Jehovas. Video: YouTube/Sophie Jones

War die Entfremdung von den Zeugen Jehovas ein langsamer Prozess oder hat ein einschneidendes Erlebnis die Einsicht bewirkt, dass Sie in einer sektenhaften Glaubensgemeinschaft leben?
Nachdem ich im Alter von 17 bei den Zeugen Jehovas getauft worden war, auferlegten mir die Ältesten, also das Führungsgremium, ein Kontaktverbot zu meinem Vater, der früher schon ausgeschlossen worden war. Ich verstand es nicht. Diese schmerzliche Erfahrung öffnete mir nach und nach die Augen.

Wie lang dauerte der Prozess von den ersten Zweifeln bis zur Überzeugung, dass Sie sich aus den Zwängen der Zeugen Jehovas befreien müssen?
Ich hatte schon immer Zweifel, aber als Kind oder Jugendliche werden diese im Keim erstickt. Es fehlt noch die Kraft, sich aufzulehnen. Wenn man älter wird, kann man alles besser einordnen und sucht automatisch Kontakte zu Menschen ausserhalb der Gemeinschaft. Dann merkte ich langsam, dass vieles falsch dargestellt wurde und ich einem Irrglauben zum Opfer gefallen bin.

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Sophie Jones will andere Aussteiger ermutigen. Video: YouTube/Sophie Jones

Wie haben Ihre Eltern und die Ältesten reagiert, als Sie realisierten, dass Sie der Glaubensgemeinschaft den Rücken gekehrt haben?
Die Ältesten suchten den Kontakt und wollten Gespräche mit mir führen, was ich vehement abgelehnt habe. Als es meine Mutter erfahren hatte, wollte sie sofort mit mir darüber diskutieren. Da ich noch nie ein enges Verhältnis zu ihr hatte und ausgezogen war, fiel es mir nicht schwer, auch diese Gespräche abzublocken.

Sind Sie beim Loslösungsprozess von Selbstzweifeln geplagt worden, haben Sie Ängste entwickelt, Jehova zu verraten?
Es gibt immer Momente, in denen man sich nicht sicher ist, ob das, was man tut, die richtige Entscheidung ist. Man verliert das bisherige Leben komplett: Familie, Freunde und den Glauben an alle Heilsversprechen. Am Anfang bricht alles über einem zusammen.

«Es war furchtbar. Alles war neu und unbekannt, ich hatte ständig Schuldgefühle und Angst, beobachtet zu werden. Ich habe mich abnormal gefühlt, als wäre ich von einer anderen Welt.»

Wann haben Sie das erste Mal gespürt, dass der Ausstieg ein Akt der Befreiung ist?
Als ich den ersten Zeugen Jehovas in meinem Umfeld gesagt habe, dass ich nicht mehr in die Zusammenkünfte komme.

Haben Sie sich rasch in der Aussenwelt zurechtgefunden oder war die Integration in der «satanischen Gesellschaft» ein schmerzhafter Prozess?
Es war furchtbar. Alles war neu und unbekannt, ich hatte ständig Schuldgefühle und Angst, beobachtet zu werden. Ich habe mich abnormal gefühlt, als wäre ich von einer anderen Welt. Es hat sehr lange gedauert, bis ich das Gefühl hatte, angekommen zu sein.

Die Sekte Zeugen Jehovas haelt unter dem Motto

Die Zeugen Jehovas bei der jährlichen Zusammenkunft im Zürcher Stadion Letzigrund. Bild: KEYSTONE

Hatten Sie das Bedürfnis, sich nach dem Ausstieg auszutoben und alles auszuprobieren, was bei den Zeugen Jehovas verboten oder verpönt war?
Ein bisschen schon. Die ganzen «bösen Dinge» zu tun war sehr aufregend. Ich verspürte diesen Kick, etwas Verbotenes zu tun. Trotzdem waren auch immer Hemmungen und Schuldgefühle da, die mich etwas gebremst haben. Ich musste einen gesunden Mittelweg finden.

Was hat Sie dazu bewogen, Ihren Ausstieg durch Videos öffentlich zu machen?
Auch nach meinem Ausstieg habe ich mich jahrelang geschämt, für das, was ich war und was ich erlebt habe. Aber ich bin jetzt ein völlig neuer Mensch, und die Vergangenheit ist Teil meines Lebens. Ich möchte mithelfen, den Menschen die Augen zu öffnen. Gleichzeitig hoffe ich, viele Zeugen zu ermuntern, selbst auszusteigen.

Haben Ihre Angehörigen und die Zeugen Jehovas schon auf die Videos reagiert, die Sie veröffentlicht haben?
Bis jetzt noch nicht, aber ich bin gespannt darauf, was noch kommen wird.

Haben Sie es je bereut, sich zu outen?
Nein.

Haben Sie schon Rückmeldungen von Zeugen bekommen? Hat schon einer oder eine aufgrund Ihres Videos den Ausstieg gewagt?
Ich habe einige Nachrichten erhalten von Ex-Zeugen, die vor kurzem ausgestiegen sind. Aber auch von Personen, die sich gerade im Ausstieg befinden. Es bestärkt mich zu sehen, wie ich mit meinen Erfahrungen anderen Mut machen kann. Allein durch meine Videos wird vermutlich keiner aussteigen, aber es freut mich, wenn ich einen Beitrag dazu leisten kann.

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Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

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107Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Michael Bamberger 19.09.2018 00:20
    Highlight Highlight Der Zeuge Jehovas klingelt an der Tür.

    Fritz Müller macht auf und fragt: "Was kann ich für Sie tun?"

    ZJ: "Wissen Sie, wie Jesus ihr Leben verändern kann?"

    Fritz Müller: "Keine Ahnung, aber kommen Sie doch bitte rein."

    Der ZJ steht nun im Wohnzimmer.

    Fritz Müller: "Setzen Sie sich doch bitte."

    Fritz Müller: "Darf ich Ihnen einen Kaffee anbieten?"

    ZJ: "Ja, sehr gerne"

    Fritz Müller: "Mit Zucker und Rahm?"

    ZJ: "Ja, bitte."

    Fritz Müller: "Nun, was wollten Sie mir denn sagen?"

    ZJ: "Keine Ahnung Herr Müller, so weit habe ich es noch nie geschafft!"
    • Beteigeuze 19.09.2018 21:05
      Highlight Highlight Der ist gut, Bamberger, den werde ich mir merken.

      Den Rest kann man hier sowieso vergessen.

      Aber was meine brauen Aktivitäten anbelangt. Ich habe hier in meinem Wohnort einen bislang noch lose Gruppe von einem nationalsozialistischsten Freundeskreis unter dem Namen "Adolf Hitler and his friends" etabliert.

      Wir treffen uns immer Montags und mit unseren brauen Hemden kommen wir ziemlich schick daher.

      Wir haben es immer lustig, hören Marschmusik und lauschen der Stimme des Führers.

      Wäre das nicht etwas auch für Sie?
  • Zaungast 18.09.2018 14:36
    Highlight Highlight Jaja Detail, aber auf dem Bild ist nicht der Letzi zu sehen, sondern natürlich das Hallenstadion... ;-)
  • Pasionaria 16.09.2018 23:40
    Highlight Highlight Wenn Zeugen Zeugen zeugen....
    oder
    Kindsmissbrauch ein Thema?

    Wie steht's um Kindsmissbrauch?
    Neben der RKK tun's die JZ auch.

    Sei's Australien - sei's Holland,
    man(n) überall Verbrechen fand.

    Leugnen, vertuschen auch sie darin Meister,
    es soll sie verdammen ihre eigenen Geister.

    Weg mit religiösen Fundis und Sekten.
    Soviele, die darob psych- u. physisch verr....


    N.B.
    Dieser Senf hier mundet kaum,
    Beiträge dünn, einfach nur Schaum.

    Wer soviel Religion aushält,
    logisch, ihm der Geist ausfällt.

    Iss nicht soviel Senf mit Wurst,
    macht nur krank, armer Burscht!


    • Alienus 17.09.2018 18:08
      Highlight Highlight Zeugen Jehovas
      oder
      doch nur „Bibelforsche“
      .

      Was sind das für Gottes Zeugen,
      die sich tief vor IHM verbeugen.

      Sind‘s Echte im echten Glauben,
      lassen sich ins Paradiese treiben?

      Blöcken rum, man sei vorgesehen,
      den Doomday allein zu überstehen.

      Doch IHN, der alles lenkt und weiß,
      macht euer Geschwätz nicht heiß.

      Drum merket ihr, ihr möglich Pharisäer:
      trotzdem seid ihr IHM auch nicht näher.
    • Alienus 18.09.2018 07:23
      Highlight Highlight 88 ist auch nur eine Zahl
      oder
      Ein saublöder Zufall.
      .

      Beim letzten Blog mit dessen Thema,
      steckt man/frau im heiklen Dilemma.

      Um zu verstehen, gib drum gut acht,
      ist im Foto die Zahl 88 − Acht Acht.

      Es ist leider ein ironisch übler Zufall,
      niemals ein gezielt gewollter Kniefall.

      Es ist auch kein Kaliber der dt. Flak,
      doch Zahlensymbol beim Nazi_Pack.

      00 − Null Null ist passendes Symbol,
      da sind wir jetzt wirklich nicht frivol.

      Am End sind wir mit dem Dilemma,
      und beenden dies furchtbare Thema.
  • Marlene Gando 16.09.2018 09:11
    Highlight Highlight Ich bin in dieser Gemeinschaft aufgewachsen und als ich selber Mutter wurde bin ich ganz langsam ausgestiegen weil ich einfach nicht will dass meine Kinder mit diesen “Schuldgefühlen,Heuchlerei” aufwachsen.Aber ich muss ehrlich sagen es gibt Sachen wo ich nach wie vor danach lebe das heisst ich bringe dass auch meine Kinder bei,zb nicht lügen oder nicht stehlen,die gold regel:mach nicht an den anderen was du für dich nicht willst und es gibt einen guten Gott der uns beschützt egal was wir machen er liebt uns immer usw.Das sind sachen wo mir gelehrt wurden und mir geholfen haben beim ausstieg.
    • züristone 16.09.2018 10:51
      Highlight Highlight Bin froh, dass du deinen Kindern diese Schuldgefühle nicht antun willst! Nicht lügen, nicht stehlen, andere so behandeln wie man selbst behandelt werden will... das hat für mich nichts mit einer bestimmten Religion zu tun. Das ist Menschlichkeit, Nächstenliebe, Gerechtigkeit... und sowohl Atheisten & religiöse Mitmenschen befolgen oder brechen diese ‚Regeln‘.
    • Schnueffelix 16.09.2018 18:33
      Highlight Highlight Das mag jetzt ja böse sein, aber ich finds halt einfach nur allzu passend. Und den Film der Hammer.

      Play Icon
    • Pelegrino 17.09.2018 19:27
      Highlight Highlight Schuldzuweisungen, warum? Machen sich zu Göttern allemal, um ihre eigenen Vergehen zu vertuschen! Nur ein Blick über den grossen Teich an Trumps Verschwörungstheorie, an sein Schwarzweiss- Gedankenmuster, egozentrischen Ausmasses, zwischen Gut und Böse ineinander verschmilzt, und nur sich als den Guten sieht, und alles andere Böse ist.
  • 2r music 16.09.2018 09:02
    Highlight Highlight Wieviele Kinder wachsen ohne Mutter auf weil sie nach der Geburt verblutet ist und die Ärzte nicht helfen durften?
    • Schacoden 16.09.2018 10:04
      Highlight Highlight Wievele kinder sterben weil es abgetrieben wird? - wievien kindern wird ein elternteil entrissen weil man sich beim kleinsten problem scheiden lässt?
    • Alex_Steiner 17.09.2018 17:18
      Highlight Highlight @Schacoden: Kein Kind stirbt bei einer Abtreibung. Es ist noch kein Kind sondern ein Fötus.
    • Doktor Dosenbier 19.09.2018 12:28
      Highlight Highlight Und jedesmal wenn ich "Druck ablasse" sterben Millionen von potentiellen Kindern, warum macht deswegen Niemand ein Büro auf?
  • Share 15.09.2018 22:48
    Highlight Highlight Nun, ist mir ein bisschen unangenehm. Meine Eltern sind Hippies. Es ist mir dann dennoch gelungen, mich zu emanzipieren äh erwachsen zu werden.
    • Glitzermeitli 16.09.2018 01:44
      Highlight Highlight Meine mutter ist auch ein hippie, wollte nie so sein und bin doch immer mehr wie sie :-)
    • ingmarbergman 16.09.2018 08:10
      Highlight Highlight Meine Eltern sind Banker. Es ist mir dennoch gelungen, erwachsen zu werden und etwas anständiges zu tun.
    • Spooky 16.09.2018 20:23
      Highlight Highlight Meine Eltern waren katholisch. Ich habe dieses Trauma bis heute nicht überwunden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Caturix 15.09.2018 19:09
    Highlight Highlight Bei uns laufen sie wieder in freier Wildbahn rum und klingeln an den Türen. jetzt haben sie ein kleines Mädchen dabei um uns zu kriegen. Funktioniert aber nicht so richtig.
  • mimiduu 15.09.2018 18:00
    Highlight Highlight Ich war 25 Jahre mit dabei und da ich ein anderes Leben führen wollte, liess ich mich ausschliessen. Die Organisation ist nicht das Problem, denn das Ziel der Zeugen ist nichts schlechtes. Eigentlich erwartet man von einem Ausgeschlossenen, dass er schlecht darüber berichtet, aber kann ich nicht, da ich doch viele aufrichtige Zeugen kenne, die mich immer gut behandelt haben - ich wollte einfach nicht mehr.
    • Pelegrino 15.09.2018 23:22
      Highlight Highlight Wie verloren sich das anfühlt in der ungewohnten fremden Umgebung,sich zurecht zu finden,muss erst erlebt werden,bevor alles Schöngeredet wird.Die aussteigen wollen,wissen nicht wie ein Bankomat zu bedienen ist,u. wissen nicht wie ein BahnBilletAutomat zu bedienen ist,da Automaten benutzen in früherer Umgebung ein Vergehen ist.Es ist gar nicht so einfach im neuen Leben sich zurecht zu finden,wenn niemand da ist,der hilft im neuen Umfeld zurecht zu finden.Mimi wie lange warst du dabei,dass es dir so leicht fiel wieder auszusteigen,u.vieleicht bist du immer noch drinn,u.das ist nur ein Bluff?
    • mimiduu 16.09.2018 19:53
      Highlight Highlight Ich bin darin aufgewachsen und mich mit 21 taufenlassen. Mit 25 liess ich mich ausschliessen.
      Ich habe den Ausschluss nicht als schlimm empfunden, da ich einen Brief geschrieben habe und damit war es geschehen. Heute bin ich Mutter und 34, klingt doof aber ich vermisse manchmal das Leben als ZJ auch wenn man gehasst und verspottet wurde. Ich muss mich heute an keine moralischen Regeln mehr halten, aber habe auch ausserhalb der Gemeinschaft nicht die innere Ruhe
      gefunden, aber ja, bei mir ist es so.
    • Pelegrino 16.09.2018 23:06
      Highlight Highlight mimiduu, nicht jeden schafft es, so einfach auszutreten wie ihnen das gelungen ist. Es kommt halt auch drauf an, ob gleich einen passenden Anschluss gefunden wird, vielleicht ein Freund, und künftigen Partner, oder irgend jemand anders. Über die ZJ werden wirklich verspottet und runtergemacht, das musste ich mich bei jedem Treff anhören, wie Spott das Feigenblatt der eigenen Unzulässigkeit zu verdecken soll. Anbei das genügte nicht, es mussten auch weitere Opfer innerhalb der Gemeinschaft hinhalten, mit infamer Beschuldigungen und Erniedrigungen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • My Senf 15.09.2018 13:51
    Highlight Highlight Ich versuch mal einen Kommentar zu aktuellen Artikel …

    Also, eine 23J hat den ganzen Mut zusammengebracht und sich endlich verselbstständigt. Wow!

    Da ihr Vater nicht aktiv war, erschliesst sich mir nicht ganz wieso sie sich überhaupt gezwungen sah mit 17 taufen zu lassen, obwohl sie genau wusste was kommt...

    Nachdem sie den ganzen Mut zusammen genommen hat ging sie einfach nicht mehr zu den ZJ. Wow #2!

    Und da sie schon mal Mut hatte, macht sie jetzt Videos in Gliss Kur manier (https://binged.it/2xlpE8X) und erzählt wie schlimm alles ist...

    Ich glaub die macht einen auf Pocher
    • Garp 15.09.2018 16:11
      Highlight Highlight Manchmal ist es besser die Klappe zu halten, wenn man nicht bereit ist, sich mit einer Thematik näher zu befassen und es einem offenbar an Empathie fehlt.
    • Garp 15.09.2018 17:45
      Highlight Highlight Ich kenne auch Aussteiger. Verfolgung gab es auch keine, die Isolation von den "Freunden" und von dem gesamten sozialen Umfeld ist heftig. Darum empfiehlt Frau Jones ja, den Austritt vorzubereiten. Ich kenne auch Fälle, die die Isolation eben nicht aushielten und zurückgingen.
    • Norbert Riedi 15.09.2018 18:20
      Highlight Highlight @ My Senf : 👏.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The greatest man who ever inhaled oxygen 15.09.2018 13:36
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • DomKi 15.09.2018 12:59
    Highlight Highlight Ich bin ein evangelikale Christ. Diesen Sommer hatte ich 2 unabhängige Gespräche mit Zeugen Jehovas. Eine Engländerin von der ich sagen kann sie war ziemlich normal mit ihren Ansichten, und einem Spanier mit komischen Ansichten dessen Gespräch ich nach 5 Minuten abbrach. Der kulturelle Einfluss spielt sich in eine große Rolle
    • Knäckebrot 15.09.2018 14:43
      Highlight Highlight Wieso brichst du mit jemandem das Gespräch ab, nur weil du seine Ansichten komisch findest?
    • Pelegrino 15.09.2018 23:55
      Highlight Highlight Die Angst von DomKi ist wohl grösser bei seiner Mission an den Zeugenjehova selbst bekehrt zu werden, und deshalb hat er das Gespräch abgebrochen!!
  • Angelo C. 15.09.2018 12:56
    Highlight Highlight Ein bemerkenswertes Erlebnis mit den Zeugen Jehovas hatten meine damalige Ehefrau und ich vor rund dreissig Jahren, als unser erstgeborenes Mädchen nach drei Monaten am sog. Krippentod (SIDS) starb.

    Die Zeugen mussten dieses tragische Ereignis aus den Todesanzeigen mitgekriegt haben. Jedenfalls erhielten wir noch mitten in der intensiven Trauerphase einen ekligen Brief von ihnen.

    Darin stand sinngemäss, dass sich das kleine Mädchen bei uns offensichtlich nicht wohlgefühlt und sich daher wieder verabschiedet habe.

    Dann der Rat, ihnen beizutreten, auf dass sich der Vorfall nicht wiederhole 🙄
    • My Senf 15.09.2018 15:37
      Highlight Highlight 🤔
    • Baba 15.09.2018 16:05
      Highlight Highlight Haarsträubend! Und in keiner Weise biblisch belegbar. Gerade diese Sekte, die sich für alles und jedes auf die Bibel beruft und von sich behauptet, die "korrekte Auslegung" zu haben und sich "in der Wahrheit zu befinden"...
    • Norbert Riedi 15.09.2018 18:28
      Highlight Highlight @ Baba : ist das nicht schier unmöglich, die eine fiktion mit der anderen "belegen" zu wollen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • arconite 15.09.2018 11:20
    Highlight Highlight 2) nicht richtig gemacht zu haben. Der Kontakt zu meinen Plflegeltern war über die ganze Zeit immer da, Natürlich haben sie versucht mich, und dann meine Familie zu bekehren. Als es von Ihrer Seite dann auf eimal geheissen hat sie dürfen nun überhaupt keinen Kontakt mehr zu uns haben, wurde dann auch für mich klar das die Geschichte ganz und gar nicht korrekt ist. Der Kontakt konnte nie mehr hergestellt werden. Kürzlich habe ich erfahren dass sie in einem "Altersheim" der Sekte Leben würden wo sie ihnen die Ersparnisse nehmen. Das tut mir am meisten weh. Aber sie haben diesen Weg gewählt....
    • My Senf 15.09.2018 15:39
      Highlight Highlight Und was hat dass mit dem Artikel zu tun?
      Ähnlich erging es hunderten von katholischen Heimkindern übrigens...
    • Pelegrino 16.09.2018 00:21
      Highlight Highlight MySenf, warum immer diese Ausflüchte, das direkt auf anderes bezogen ist, was gar nicht zur Sache passt!?

      Ist das eine Flucht von sich selbst?

      Bitte nehmen sie ganz klar Stellung, über das was zuvor von andern geschrieben worden ist!

      Und ich bin auch ganz interessiert daran, wie es bei euch so her geht, - natürlich nur so ehrlich wie es geht, ohne Ausflüchte!



    • My Senf 16.09.2018 13:02
      Highlight Highlight Ausflüchte?

      Von was? Vom Thema?

      Meine Meinung zum Thema steht ein bissel weiter oben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zerschmetterling 15.09.2018 11:17
    Highlight Highlight Es ist wie überall, es gibt die Hardliner und die Gemässigten. Kenne viele ZJ (meine Eltern zum Beispiel), bin aber selber schon lange nicht mehr dabei. Und niemand versucht mich zurückzuholen oder spricht nicht mehr mit mir. Sogar einer meiner besten Kumpels ist noch dabei. Ich glaube da wird oft auch etwas geflunkert was die ZJ und den Ausstieg betrifft... Ich zumindest kann solche Geschichten nicht bestätigen.
    • Zerschmetterling 15.09.2018 12:32
      Highlight Highlight Ja das stimmt, das macht einen Unterschied... Nein, ich war nicht getauft.
  • Schnueffelix 15.09.2018 11:16
    Highlight Highlight Den letzten die an der Türe klingelten, hatte ich angeboten doch zuerst mit Ferrus (Mittig im Bild) zu reden. Er mag es, wenn man mit ihm redet. Obwohl ich eher bezweifle, dass es ihn inhaltlich interessiert. So hätt ich die Zeugen glücklich gemacht, da sie ja jemanden beschwatzen hätten können, Ferrus wär auch happy über die aufmerksamkeit gewesen und ich hätte meine Ruhe gehabt. Jeder hätte gewonnen, aber das wollten sie nicht. Vielleicht lags auch am...Unmut der beiden Mädels (Links und rechts) über den Besuch am frühen Sonntag Morgen. Grübel...
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 15.09.2018 17:59
      Highlight Highlight Mit den letzten ZJ die an meiner Tür klingelten, sie versuchten zuerst meine damalige Partnerin in die Wohnung zu drängen, bot ich ein nettes Gespräch über Batman an.
      Gefiel denen überhaupt nicht. Als ich ihnen dann sagte, dass ich es überhaupt nicht mag, wenn man meine Partnerin bedrängt und versucht in meine Wohnung einzudringen, gingen sie sehr zügig und kamen nie mehr in unseren Block.
    • Pelegrino 18.09.2018 07:27
      Highlight Highlight Das waren sichtlich keine ZJ sondern vom Gründer Wim Malgo, das Missionswerk Mitternachtsruf, unterandern bekannt vom verteilen ihrer Heftern.
  • arconite 15.09.2018 11:11
    Highlight Highlight 1) Ich bin als Kind über meine Plflegeltern in eine solche Gruppierung (nicht ZJ) "hineingewachsen" und war ca. 14 Jahre mit dabei. Mit 21 bin ich davon abgekommen so dass ich von zuhause ausgezogen bin, und mich so etwas aus "der Kontrolle" genommen habe. Natürlich waren die Drohungen da, kein glückliches Leben führen zu können. Das hat mich damals nicht sehr beeindruckt, aber ich brauchte Jahre um mich von den Gedanken zu befreien ein schlechter Mensch zu sein, wenn ich etwas getan habe das nach den Regeln "nicht konform" war. Irgendwie war da auch immer der Gedanke etwas nicht....
    • Pelegrino 16.09.2018 00:41
      Highlight Highlight Jeder erlebts anders, sein aussteigen aus einer Gruppierung, darum sollte man nie schablon~nisieren. Denn einen geht das entnabeln ringer, und denn andern erlebt Stalk bis aufs äusserste. Es kommt halt schon darauf an, wo man lebt und isst, und mit welchen Leuten man konntakt hat, wie das Klima in Afrika und Russland anders ist, als das in Europa.
  • roger.schmid 15.09.2018 11:00
    Highlight Highlight Gibt es neben den Videos auch Broschüren für den Ausstieg? Die würde ich den Zeugen Jehovas dann gerne mitgeben, wenn sie ungefragt an der Türe klingeln 😁
  • Gummibär 15.09.2018 10:46
    Highlight Highlight Auch wenn wir unsere Kinder nur durch subtiles Angsteinflössen sanft zwingen einer Religion anzuhängen statt sie zu unabhängigen Denken und freier Entscheidung zu erziehen begehen wir ein Unrecht.
    Gewisse Regeln des sozialen Zusammenlebens machen Sinn auch ohne den Wink mit dem Zaunpfahl "wenn Du nicht an Gott und Jesus glaubst kommst Du nicht in den Himmel" scheint mir eine primitive Form der Überzeugungskunst zu sen.
    • DerTaran 15.09.2018 11:43
      Highlight Highlight Die Angst vor der (oder hier besser die Freude auf die) Apocalypse ist ja was die Zeugen Jehovas antreibt. Was für ein Rabenelternteil wäre ich, wenn ich mein Kind nicht vor der ewigen Verdammnis und der Folter des Weltuntergangs bewaren wollte? Schliesslich sind nur die Zeugen die Gerechten, die als einzige das jüngste Gericht überstehen werden.
      Ich, als Atheist, finde das alles ja sehr unverständlich, vom fundamentalistischen, christlichen Standpunkt aus ergibt es aber Sinn.
    • You will not be able to use your remote control. 15.09.2018 15:58
      Highlight Highlight Fundamentalistisch?

      Normale, moderne Schweizer taufen heute ihre Kinder. Fragt man sie warum sie das tun kommen Ausflüchte wie 'ja sie können sich ja dann selbst entscheiden, ob sie austreten wollen'.

      Bohrt man weiter, kriegt man schnell raus, dass die Möglichkeit, in den Himmel zu kommen, doch lieber offen gelassen wird und mich als Atheist die Theorien, wer wieso in den Himmel oder die Hölle kommen kann, nicht interessieren dürfen.

      Und am Ende wird meine Haltung als extrem bezeichnet: Lasst doch die Jungen mit 18 entscheiden, ob sie sich taufen lassen wollen oder nicht.
    • Garp 15.09.2018 19:03
      Highlight Highlight Das Taufen passiert wohl meist aus Tradition und nicht aus Überzeugung. Wir müssten als moderne Gesellschaft neue Fester erfinden um eine neues Leben Willkommen zu heissen und ihm gute Wünsche auf den Weg zu geben. Rituale sind für viele Menschen nun mal wichtig. Feiern sind verbindend und so mancher weiss halt nicht wie er feiern soll ohne Tradition.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gummibär 15.09.2018 10:29
    Highlight Highlight Sowohl Bei- als auch Austritt aus einer religiösen Gemeinschaft sollen bewusste und freie Entscheidungen sein. IN ALLEN RELIGIONEN.Leider kommen oft Mittel der Ausgrenzung und Drohung zum Einsatz.
    Wenn Du nicht ..dann können wir nicht mehr Freunde sein.. bist Du unrein.. sündigst Du ..wird Dich Gott strafen..landest Du im Fegefeuer ..wirst Du nicht erlöst...schließen wir Dich aus der Familie aus ..holt dich der Teufel ..zünden wir Deine Hütte an... bringen wir Dich wegen Gotteslästerung um.
    Jede Doktrin, welche sich dieser Mittel bedient um zu bestehen entzieht sich selber die Legitimation.

    • Schnueffelix 15.09.2018 11:09
      Highlight Highlight Um das Kind gleich beim Namen zu nennen, also so ziemlich alle Glaubensgemeinschaften. War das jetzt boshaft? ;-)
    • Share 16.09.2018 15:16
      Highlight Highlight Bei der Thematik Bruch bin ich mit meinen Gedanken ganz schnell bei Ai Weiwei und lasse vor meinem inneren Auge ein antikes Artefakt der Kultur fallen. Das kann sich nur ein Künstler erlauben. Fuer alles andere danken wir Rene Luginbuehl. Weil, es ist radikal, es ist ein Bild des radikalen Bruchs - eines unserer Zeit. Aus Gründen der Aktualität aber denke ich über Balthus nach und zeichne ein radikales Bild der Gemeinsamkeit im Abgrund der Dummheit, die bekanntermassen lernbar ist, dessen Ursprung im Dunkeln liegt und deren Absicht bewusst schwammig bleibt.
  • SanchoPanza 15.09.2018 09:35
    Highlight Highlight ich glaube es gibt nen Unterschied woher die Zeugen sind. kenne mehrere CH-Zeugen unabhängig voneinander. Die erzählen relativ offen von ihren Versammlungen, Ältesten, Regeln die sie einhalten müssen usw. Kenne sogar eine Tochter eines Ältesten die ausgestiegen ist. die Eltern seien zwar entäuscht aber so Stories wie ich sie schon aus DE gelesen haben kennt sie nicht.

    Persönlich merke ich einfach, dass die Zeugen bewusst keine Freundschaften zu Nicht-Zeugen pflegen. Diejenigen die ich kenne, kommen nur auf mich zu wegen der Arbeit oder wenn sie privat etwas benötigen (Ferientipps zB).
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 15.09.2018 09:51
      Highlight Highlight Ich hatte mal in einem Betrieb eine Zeugin aus Spanien.
      Eine ganz liebe Frau. Bei ihr hatte ich zuerst das Gefühl, wir wären Freunde.
      Doch sie wollte mich missionieren und ich bin mit meinem persönlichen glauben sehr zufrieden.
      In ihren Augen war ich ab da mit dem Teufel im Bunde.
      Tat mir persönlich wirklich sehr weh.
    • SanchoPanza 15.09.2018 11:01
      Highlight Highlight @Hoppla! ja klar, dass kann sein. Und wenn du dein ganzes Umfeld verlierst ist das brutal und durch nichts zu rechtfertigen.

      Aber eben, ich glaube es besteht wirklich ein Unterschied zwischen den Gruppen. Die Origanisation ist riesig.
    • Natürlich 15.09.2018 13:45
      Highlight Highlight @SanchoPanza
      Es kommt halt auch stark drauf an ob du dich wirklich mit dem Ganzen identifizierst und das alles voll und ganz glaubst.
      Ich war ebenfalls bis 18 in einer solchen Gemeinschaft (nicht ZJ)
      Habe bis 16 jedes Wort aus der Bibel geglaub unt wörtlich genommen.
      Wenn dann das Kartenhaus zusammenbricht und du all deine Freunde verlierst wenn du gehst ist das extrem hart.
      Hatte eine lange Phase (mehrere Jahre) bis ich mich gefunden habe.
      Wenn du natürlich nur so alibimässig dabei bist (wegen den Eltern zb) und schon vorher ausserhalb kollegen hast dann fällt eer Ausstieg viel leichter.
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  • AllknowingP 15.09.2018 09:06
    Highlight Highlight Die Zeugen sind doch nicht Wetterfest und ihr jährlicher Event ist im Hallenstadion, nicht im Letzi oder ?
    • My Senf 15.09.2018 11:54
      Highlight Highlight Hast du sie im Hallenstadion gesehen dieses Jahr?
    • AllknowingP 15.09.2018 12:35
      Highlight Highlight Nö. Not my Cup of Tea.
    • Mr.No Name 15.09.2018 13:19
      Highlight Highlight Auch das Bild ist nkcht der Letzi sondern das Hallenstadion!
    Weitere Antworten anzeigen
  • azoui 15.09.2018 08:44
    Highlight Highlight Ich bin jetzt ein wenig überrascht, das der Ausstieg bei den ZJ so schwierig sein soll.
    Als Kind war ich da auch mit von der Partie, da meine Mutter auch dabei war.
    Als Jugendlicher stellt man dann kritische Fragen die nicht beantwortet werden. Das war dann ausschlaggebend, für meinen Rückzug.
    Ich muss sagen, das wahr vor vielen Jahren und ich liess mich auch nie sonderlich stark von denen einlullen.
    • leu84 15.09.2018 09:54
      Highlight Highlight Das ist einfacher als gesagt. Je nach dem wie stark die eigene Familie engagiert ist. Ein Kumpel wollte die RS machen und noch ein paar andere Dinge wo er interessiert ist, die Mutter hat gesagt, wenn sie jetzt tot umfalle, sei der Sohn schuld usw. Je nach Persönlichkeit ist das nicht so einfach. Psychologie ist ein starkes Mittel.

Christliche Fundis wollen Schwule umpolen, doch nun formiert sich Widerstand

Die Assoziation der Schweizer Psychotherapeuten verurteilt die therapeutische Umpolung, der deutsche Gesundheitsminister will sie verbieten.

Die Bibel gibt in vielen religiösen und weltlichen Fragen den Tarif durch. Manche Anweisungen sind derart anachronistisch, dass selbst die Fundis sie nicht einhalten können, weil sie sich sonst strafbar machen würden. Wenn sie zum Beispiel eine Frau steinigen würden, die fremdgegangen ist, wie es im Buch Mose beschrieben wird. (Jesus «begnadigte» später zwar eine solche Frau, mahnte sie aber, nicht mehr zu sündigen.)

Auf eine solche «Begnadigung» können viele gläubige Homosexuelle aber nicht …

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