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Kann man, muss man nicht: Unser Modal-Problem

Bild: shutterstock



Ja, Sie haben schon richtig gelesen, da ist kein Tippfehler im Titel. Modal, mit d. Ich erspare Ihnen nun die Google-Suche oder das Ausgraben Ihrer Deutsch-Ordner von früher, wo Sie dann Ihre alten Aufsätze finden, in denen Sie sehr realistisch eingeschätzt haben, dass Sie mit 30 ein Haus, vier Kinder, einen Labrador namens «Columbo» und eine Traumkarriere haben werden und alles, was Sie nun mit 36 tatsächlich Ihr eigen nennen, ist ein Fahrrad und sogar das wurde Ihnen schon zweimal geklaut... Hani ghört.  

Ups, abgeschweift. Also, Modalverben, meine Damen und Herren:    

Können, sollen, mögen, müssen, wollen, dürfen.

Müssen, sollen, wollen bezeichnen gemäss dem allmächtigen Wikipedia Notwendigkeiten verschiedener Art und dürfen, können, mögen Möglichkeiten verschiedener Art.  

Sodeli. Sind wir wieder auf dem Laufenden. Aber warum langweile ich Sie damit?  

Ich bin mir bewusst, dass man mich im Laufe und nach diesem Text als Naivling wahrnehmen wird. Das ist in Ordnung. Trotzdem ist es mir wichtig, ihn zu schreiben.  

Ich habe «Deutschland sucht den Superstar» nie geschaut, Daniel Küblböck ist mir jedoch trotzdem ein Begriff, nun auch die Tragödie um sein Verschwinden, respektive seinen wahrscheinlichen Tod. Ich habe nun schon bei unterschiedlichen Berichten darüber Kommentare im Sinne von «Dass er weg ist, macht ihn nicht weniger nervig» gelesen und auf Kritik wurde jeweils mit «meine Meinung» geantwortet.  

Und es stimmt. Bis auf einige vom Gesetz untersagte Dinge dürfen wir alles sagen. «Dürfen» ist ein wunderbares Modalverb, die Meinungsfreiheit ein wunderbares Prinzip.  

Meine Frage, und hier kommt der Teil, den viele wohl für naiv halten, lautet: Nur, weil man darf, muss man dann auch immer?

Falls es sich bei Küblböcks Verschwinden um einen durch Mobbing (mit-) verursachten Suizid handelt: Warum ist es wichtig, zu verkünden, dass «man ihn nervig/daneben/wasauchimmer» fand? Sogar, wenn er einfach nur über Bord gefallen ist – wieso ist das Statement der eigenen Gedanken zu einem solch tragischen Zeitpunkt dermassen dringend? Und: Selbst wenn man die Geschehnisse nicht als tragisch erachtet, warum kann man nicht einfach mal einen Moment still sein, weil es vielleicht andere tun?  

Dies ist nur eines von vielen Beispielen. Diesen Text so zu schreiben, dass man mich richtig versteht, ist ziemlich schwierig, denn natürlich finde ich an und für sich auch, dass jeder seine Meinung frei äussern können sollte, grade in politischen und philosophischen Fragen – gleichzeitig finde ich, dass es mittlerweile extrem viele Fälle gibt, wo es in sehr unnötiger Weise getan wird, im Alltag, zu Fremden, überall. Und da haben wir die Krux: Natürlich entscheide nicht ich, welche Fälle nötig und welche unnötig sind. Ich sehe einfach immer wieder, dass Menschen im Rahmen der freien Meinungsäusserung mutwillig verletzt werden, ohne dass ein Nutzen dabei herausschaut. Sondern einfach nur, «WEIL MEINE MEINUNG!»  

«Du bist hässlich», «Du bist dick», «Du bist dünn», «So ein Scheiss-Haarschnitt», «Zu viel Schminke», «Zu wenige Muskeln», «Zu wenig weiblich», «Zu wenig männlich»... Ist man verletzt, kommt «Sorry, MEINE MEINUNG».

Als ich schon einmal über dieses Thema schrieb, meinten einige, «JA ASO, ob man denn nun alle nur noch mit Samthandschuhen anfassen dürfe?» Nun, erstens ist es nicht mit Samthandschuhen angefasst, wenn man jemandem einfach mal nicht sagt, er sei hässlich, und zweitens, warum eigentlich nicht? Warum sind wir nicht einfach mal nett? Und «wenn wir nichts Nettes zu sagen haben, könnten wir doch einfach mal die Klappe halten», nein? Wer auch immer das mit der «kleinen Schwester von Scheisse» erfunden hat, ist mir ziemlich unsympathisch. Ich mag nette Menschen. Ich mag höfliche Menschen.  

Ich weiss, rein theoretisch unterliegt meine treudoofe Argumentation dem einfachen Kredo: «Aber ich darf». Das ändert aber nichts daran, dass ichs mir anders wünschen würde. Kumbaya, Freunde.

Ich glaube, worauf ich hinaus will, ist dass ich mir einen sorgsameren Umgang mit der Meinungsfreiheit wünschen würde. Im zwischenmenschlichen Bereich. Das Vertrauen, dass man den Menschen Freiheit geben kann, und sie von sich aus sorgfältig damit umgehen. Und miteinander. Ich glaube, das nennt sich Respekt - und Respekt und freie Meinungsäusserung schliessen sich nicht aus.

Dieser Küblböck-Fall ist halt ein perfektes Exempel dafür, dass sich jemand (wahrscheinlich) wegen Mobbing das Leben genommen hat und es noch immer Leute gibt, denen ihr eigenes Gutdünken darüber zu äussern, wie sie ihn gefunden haben, wichtiger ist als ein Funken Respekt einem Menschenleben gegenüber. Mich macht das wütend.  

Macht es einen wirklich zivilisierten Menschen nicht aus, dass er zwar alles sagen könnte, jedoch zum Wohle eben der Zivilisation, zu welcher er gehört, entscheidet, es nicht zu tun?  

Und die Modal von der Geschicht’?
Dürfen tut man, müssen nicht.  

Yonni Out.

Yonni Meyer

Yonni Meyer (36) schreibt als Pony M. über ihre Alltagsbeobachtungen – direkt und scharfzüngig. Tausende Fans lesen mittlerweile jeden ihrer Beiträge. Bei watson schreibt die Reiterin ohne Pony – aber nicht weniger unverblümt. 
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119Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • alfredos 11.09.2018 16:00
    Highlight Highlight Wunderbar auf den Punkt gebracht. Vielen Dank.
    Respekt sollte das höchste Gut sein und das schliesst die freie Meinungsäusserung nicht aus. Die freie, eigene Meinung kann nämlich auch respektvoll geäussert werden, wenn die Meinung denn nötig ist. Freiheiten bringen Verantwortung mit sich und diese wahrzunehmen scheint gerade in Kommentarspalten vielen schwer zufallen.
    14 2 Melden
  • mimimilena 11.09.2018 15:02
    Highlight Highlight Das musste endlich mal gesagt werden! Bin absolut derselben Meinung. Nur weil man anderer Meinung ist, muss man dies noch lange nicht jedem unter die Nase reiben. Vorallem dann, wenn die eigene Meinung andere verletzen könnte! Wenn sich dies jeder zu Herzen nehmen würde, gääbe es viel weniger Hass auf social Media, sowie bestimmt auch weniger Menschen, welche unter Mobbing leiden müssen und sich dann das Leben nehmen...
    12 2 Melden
  • Lara07 11.09.2018 13:47
    Highlight Highlight Ich bin absolut der gleichen Meinung. Habe es auch schon öfters in meinem Umfeld im Alltag erlebt. Für Menschen, die sensibel sind, so wie ich, ist es nicht immer ganz verständlich, dass man seine Meinung zu allem äussern muss und unter Umständen damit jemanden verletzt.
    11 1 Melden
  • Znuk 11.09.2018 07:44
    Highlight Highlight Vielen Dank liebe Yonni. Sehr gut.
    11 2 Melden
  • zeusli 11.09.2018 06:08
    Highlight Highlight Liebe Yonni,
    vielen Dank für diesen Text. Ich habe Daniel Kübelböck als sehr sensiblen und feinfühligen Menschen kennengelernt . Es war oft etwürdigend wie er von Anderen behandelt wurde. Das dies über seinen Tod hinaus fortgesetzt wird macht mich genau so traurig wie dich. Deswegen nochmal Danke für deine würdevollen Worte.
    18 5 Melden
  • 1337pavian 11.09.2018 01:14
    Highlight Highlight Haben Sie "Modal" gesagt? Das ist harter Stoff....
    https://en.wikipedia.org/wiki/Sulpiride
    1 5 Melden
  • salliona 10.09.2018 22:46
    Highlight Highlight es ist schön, dass du bei solch komplexen themen eben doch sehr gut verständliche texte schreiben kannst. es liest sich leicht - aber ich denke, wahrscheinlich schreibt es sich nicht ganz so leicht? danke jedenfalls dafür, hätte es nicht besser schreiben können.
    46 1 Melden
    • Yonni Meyer 10.09.2018 23:47
      Highlight Highlight Manchmal ists so ‚Soll ich?‘, weil ich, weil Mensch, schon auch Angst habe vor dem, was dann kommt. Und dann kommt ein solcher Kommentar, wie viele andere, und dann ists fürschi und hinderschi wert, dass ich das gemacht habe, was ich für richtig hielt. Hab Dank.
      56 1 Melden
    • Bruno Wüthrich 11.09.2018 00:57
      Highlight Highlight Wieso denn Angst? Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Wenn nur die positiven Kommentare und die Herzen kommen, hat man doch den Text (und Ihr Text ist hervorragend!) nur für die Gleichgesinnten geschrieben. Doch für die hätte er nicht geschrieben werden müssen. Viel besser ist es doch, wenn ihn diejenigen lesen, die in ihren Kommentaren Pietät, Respekt und Anstand vermissen lassen, und die dann in ihrer ersten Wut entsprechend reagieren. Doch danach besteht doch die Chance, dass irgendwann mal darüber nachgedacht wird.

      Und genau dies sollte (darf) doch der Anspruch Ihrer Bemühungen sein.
      25 0 Melden
    • salliona 11.09.2018 13:50
      Highlight Highlight @yonni, das freut mich, hoffentlich textest du noch lange weiter - auch für die Öffentlichkeit.
      @bruno, da stellt sich einfach wie immer die Frage, ob und wann Andersdenkende bereit sind, umzudenken. ich weiss es nicht. wurde das mal erforscht?
      5 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nik G. 10.09.2018 21:49
    Highlight Highlight Danke! Ein wirklich guter Text. Ich finde das es ein Problem von unserem gewünschten Streben nach extremen Individualismus ist. Durch diese Egozentrische Art verlieren wir den gegenseitigen Anstand und Respekt. Wir verlieren unsere Empathie....
    15 4 Melden
  • Matrixx 10.09.2018 21:43
    Highlight Highlight "Dürfen tut man, müssen nicht."

    In meiner Version heisst das "Dürfen darf man, aber müssen muss man nicht." um dem ganzen Satz etwas mehr leicht zynisch-bissigen Ausdruck zu verleihen.

    Vielen Dank für diesen Text zu Moral und Modal. 👍
    15 3 Melden
  • Jol Bear 10.09.2018 21:42
    Highlight Highlight "Dass er weg ist, macht ihn nicht weniger nervig" passt nicht, weil es nichts mit der Sache seines mutmasslichen Suizids zu tun hat und ist deshalb in diesem Zusammenhang ein vollkommen unnötiger und sinnloser Kommentar. Aber sind wir ehrlich, in andern Fällen wird oft mit andern Ellen gemessen, die Grenzen etwas verschoben. Z.B. bei Mr. D. Trump geht die Kritik nicht selten und mehrheitsfähig über seine Politik und Ansichten hinaus; Haare, Gesichtsausdruck etc., zugegeben ein Lackmustest, aber trotzdem...
    13 21 Melden
    • DemonCore 12.09.2018 08:58
      Highlight Highlight Ein sehr treffender kommen, und die Blitze geben dir recht. Meinungsäusserungsfreiheit ja, aber nur für das was ich denke. Alle anderen müssen sich meiner Definition von Anstand und dem Schutz meiner Gefühle fügen. Oft gilt je 'anständiger' um so falscher.
      4 4 Melden
  • Magenta 10.09.2018 20:39
    Highlight Highlight Danke für diesen Text. ❤

    Gruss von einer Mobbinggeschädigten, die es zum Glück geschafft hat, die schlimmen Erlebnisse aus der Schulzeit hinter sich zu lassen.
    59 1 Melden
  • Miicha 10.09.2018 20:12
    Highlight Highlight Nehmen wir an er lebt noch und kann diese fiesen Kommentare lesen. Etwas schlimmeres gibt es wohl nicht mehr als "naja er hat auch immer so genervt" zu lesen oder? Ist Empathie wirklich so schwierig?
    54 2 Melden
    • milone 10.09.2018 21:24
      Highlight Highlight Muss auch ziemlich hart für seine Familie und seine Freunde sein, sowas über einen kürzlich verstorbenen Liebsten zu lesen
      35 1 Melden
  • Traveller 10.09.2018 19:50
    Highlight Highlight Ein wunderbarer Text, von dem ich mir wünsche, dass ihn alle Wut-, Frust- und anderen Bürgern in einer ruhigen Minute lesen und sich zu Herzen nehmenwerden.
    50 3 Melden
  • Fabian Studer 10.09.2018 19:12
    Highlight Highlight Dürfen tut man, müssen nicht. Das denke ich auch immer bei den Steuern und dem Militär, ganz abgesehen von den Sozialabgaben.

    Aber cool wie du es all den mobbern gezeigt hast mit einem Artikel voll mit Fakten und ohne deine Meinung.

    Aber immerhin stehen Blogger noch hinter der Meinungsfreiheit. Dank Gott.

    Ein bisschen verwundert hab ich mich hingegen schon dass
    3 82 Melden
    • Yonni Meyer 10.09.2018 22:04
      Highlight Highlight Dass? Ich hätte gerne deine ganze Ansicht gehört.
      20 1 Melden
    • DäM. 10.09.2018 22:09
      Highlight Highlight Dein Zynismus macht aber die Welt zu einem besseren Ort, gäll?

      Ich frage mich manchmal echt wie Menschen dazu kommen, etwas, dass eigentlich etwas Gutes, etwas Richtiges in einer Welt tun, die ebendieses wirklich brauchen könnte nicht nur zu negieren sondern richtiggehend destruktiv darauf einzuwirken...

      Eigentlich können einem diese Menschen wirklich leid tun...
      26 3 Melden
  • FrauMirach 10.09.2018 18:17
    Highlight Highlight Bin immer wieder begeistert davon, wie präzise du ein Thema auf den Punkt bringen kannst - und wie klug du argumentierst. Schapo!
    29 2 Melden
  • Still N.1.D.1. 10.09.2018 18:15
    Highlight Highlight Nur, weil man darf, muss man dann auch immer?

    Für mich ist der Blitz-Button in der Kommentarspalte bei Watson auch so ein Unding. Wenn ich nicht derselben Meinung bin oder einen anderen Standpunkt vertrete, dann kann ich das doch so stehen lassen oder einfach ignorieren. Da noch auf den Blitzbutton zu drücken ist wie die Luft aus dem Veloreifen zu lassen….
    17 25 Melden
    • honesty_is_the_key 10.09.2018 21:07
      Highlight Highlight Bin ganz deiner Meinung, ich finde den Blitz Button auch gar nicht gut.
      Eigentlich sollte man Blitzer ignorieren, aber mir gelingt das nicht immer.
      Wenn es um etwas geht das mir wichtig ist, oder wenn ich eh schon traurig bin oder was in der Art, und dann kriegt mein Kommentar noch x Blitze, ja das fühlt sich nicht gut an, nett gesagt
      10 19 Melden
    • milone 10.09.2018 21:26
      Highlight Highlight Nun ja, wenn jemand mit falschen Fakten argumentiert, seh ich mich trotzdem ab und an genötigt den Blitz-Button zu benutzen - so als Beispiel
      26 0 Melden
    • Bruno Wüthrich 11.09.2018 00:44
      Highlight Highlight Der Blitzer ist eine gute Sache. Ich selbst benutze ihn zwar fast nie. Aber sowohl die Herzen wie auch die Blitzer helfen bei der Einordnung der eigenen Kommentare. Liege ich mit meiner Meinung im Mainstream oder schwimme ich eher gegen den Strom?

      Je nachdem, was ich schreibe, schätze ich die Blitzer sogar höher ein als die Herzen. Manchmal wird ja ganz bewusst eine kleine Spitze in einen Kommentar eingebaut. Zudem müssen nicht alle Kommentare positiv sein. Mit Respekt und Anstand geschrieben, genügt vollkommen. Blitze können auch dazu führen, die eigene Meinung nochmals zu überdenken.
      10 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno Wüthrich 10.09.2018 18:06
    Highlight Highlight Liebe Frau Meyer, Sie haben recht, mit dem, was Sie schreiben. Respekt und freie Meinungsäusserung schliessen sich nicht nur nicht aus, sondern es müsste heissen, dass Meinungsäusserung (soll ich nun "zwingend" schreiben?) immer Respekt voraussetzt.

    Dass Sie das Fehlen desselben wütend macht, müsste indes nicht sein. Denn grosse Teile der Gesellschaft fahren heutzutage eine andere Schiene. Wenn sie zu viel wütend werden (was bei der Fülle von respektlosen Meinungsäusserungen durchaus möglich sein könnte), ruinieren Sie nur unnötig Ihre Gesundheit.

    Schreiben Sie trotzdem dagegen an.
    38 5 Melden
  • wasps 10.09.2018 17:46
    Highlight Highlight Ihre Argumentation ist alles andere als treudoof. Sie bringen es auf den Punkt. M.E. liegt diese generelle Respektlosigkeit an der Anonymität in Online Foren. Ich bin überzeugt, dass viele dieser respektlosen Aussagen den Protagonisten mündlich kaum über die Lippen kommen würden. Zu gross die Gefahr, umgehend kritisiert und abgestempelt zu werden.
    25 3 Melden
  • LebeauFortier 10.09.2018 17:40
    Highlight Highlight Aber gell, wenn man dann doch mal etwas Dampf ablassen und Schimpfwörter von sich geben will, kann man jederzeit an den ZSC-Matsch gehen, oder? Der Herr Lapierre freut sich bestimmt, wieder mal von Dir beschimpft zu werden.

    Und wozu?
    Zu Recht.
    8 7 Melden
  • honesty_is_the_key 10.09.2018 17:20
    Highlight Highlight Sehr schöner Beitrag, vielen Dank dafür!
    17 2 Melden
  • Ralph Moses 10.09.2018 17:18
    Highlight Highlight Wie es eine Freundin von mir so treffend gepostet hat:
    Zwischendurch einfach mal die Kresse halten!
    14 4 Melden
  • Frodo72 10.09.2018 17:14
    Highlight Highlight Online Medien und Blogschreiber leben von Kommentar der Leser.
    Und die Harmonie hier unter den Schreibern ist gewaltig.
    Hätte trotzdem noch eine Frage an Frau Meyer.
    Ab welchem Status darf man sich bei Ableben kritisch über eine Person äussern?
    Darf man das bei Politikern, Unternehmer, Sportler, Künstler.
    Die Medien reflektieren jede Person die in der Öffentlichkeit steht. Wen die Leser das nicht dürfen schliesst den Blog.
    Ich würde mich hier oder einer andern Plattform nie negativ über Personen wie Herr Küblböck herablassen.
    Peace✌️allen.
    7 10 Melden
    • wasps 10.09.2018 21:05
      Highlight Highlight Alles eine Frage der Kinderstube. Klar kann man kritisieren, aber speziell bei einem Todesfall ist das unangebracht und wenn, dann bitte mit Stil. Alles andere ist verletzend, vor allem den Angehörigen gegenüber. Einfach über der Sache stehen, wenn Sie wissen, was ich meine.
      11 2 Melden
  • Imagine 10.09.2018 17:05
    Highlight Highlight Danke für den wunderbaren Text!
    Und toll, dass so viele KommentatorInnen dem Geschriebenen zustimmen. Seltsamerweise (?) kenne ich viele Nicknames von anderen Artikeln her, sie bekommen meistens Herzchen von mir ...
    51 2 Melden
  • Tabeas 10.09.2018 16:41
    Highlight Highlight Hallo Yonni

    Danke, ein Kommentar der mir sehr gefällt, mit dem ich übereinstimmen kann. Die Kommunikation in vielen Gesellschaften ist oft roh oder gar gewalttätig. (Buchempfehlung: Marshall Rosenberg, Die gewaltfreie Kommunikation, eine Sprache des Lebens. Universitärer Standard, Pflichtlektüre für die meisten sozialen Berufe.) Wenn jemand nicht das zu hören bekommt, wessen er bedarf, dann wird die Botschaft des Anderen abgewertet oder die Person beleidigt. Das ist Schade, aber es zeigt, wie der Charakter dieser Person ist, welche sich nur mit Beleidigungen zu helfen weiss.
    28 2 Melden
    • zeusli 11.09.2018 06:17
      Highlight Highlight Wer die Würde von anderen verletzt, verletzt auch seine eigene Würde.
      5 1 Melden
  • Ramy 10.09.2018 16:38
    Highlight Highlight Super text. Also meine Meinung ;)
    37 2 Melden
  • Stefan.Alex.H 10.09.2018 16:31
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel. Anstand und Respekt erachte ich als sehr wichtig. Ich denke solche negativen, wenn auch ehrlichen Meinungen sollte man nur gegenüber den engsten Freunden, bei denen ich auch weiss dass es ok ist und richtig aufgenommen wird, äussern.
    Ich denke auch dass es oft als schlimmer wahr genommen wird als es ist. Gehen wir mal davon aus das ein Artikel von 20'000 Menschen gelesen wird, davon die Hälfte eine Meinung dazu hat, nochmals die Hälfte eine negative und im Durchschnitt 50 Kommentare verfasst werden.
    Bedeutet ja dass 99% ihre Fre*** halten 🤔.
    17 2 Melden
  • megaschlimmwegeinisch 10.09.2018 16:30
    Highlight Highlight Ich bin der Meinung man darf seine Meinung fast immer kundtun- vorausgesetzt sie ist konstruktiv und c‘est le ton qui fait la musique.

    Und meiner Meinung nach, ist dies ein sehr gelungener Text Yonni.

    Ist zwar auch nicht konstruktiv, aber manchmal tut es auch gut einfach zu loben. Ohne wenn und aber.
    39 3 Melden
    • schuldig 10.09.2018 17:45
      Highlight Highlight Lob IST konstruktiv, sofern ehrlich und angebracht.
      Geht in unserer Gesellschaft aber oft vergessen, weil es ja "normal" ist wenn etwas gut gemacht wird.
      Gegenteilig haben wir natürlich guten Grund zu kritisieren
      35 1 Melden
    • Yonni Meyer 10.09.2018 17:53
      Highlight Highlight Ich fühle mich jedenfalls sehr... äh... konstruiert? <3 Ernsthaft: Lob ist schön. Danke.
      26 2 Melden
  • mihi92 10.09.2018 16:00
    Highlight Highlight Eroberung der social medias trugen dazu bei, dass es überhaupt so weit kam, dass soviele leute ihren geistigen dünnschiss mitteilen können; wann sie wollen, wo sie wollen (plattformen), wie sie wollen etc. Darum meine devise, möglichst aus den social medias raushalten :)
    18 3 Melden
  • Sommersprosse 10.09.2018 15:49
    Highlight Highlight Vielen Dank für den tollen Artikel! In meinem Sprachgebrauch existieren Wörter wie fett, dürr und häßlich nicht! Es gibt weniger wertende Äquivalente in der deutschen Sprache. Leider gibt es Menschen, die immer noch nicht verstanden haben, wieviel Schaden Worte anrichten können!
    P.S.: Schade, dass ausgerechnet „hier“ eine Werbung für Schönheitsoperationen angezeigt wird... 🙈
    21 4 Melden
    • Garp 10.09.2018 17:49
      Highlight Highlight Aber in Deinem Gedankengebrauch, sonst könntest du diese Worte gar nicht schreiben und wüsstest nicht, was damit gemeint ist. Man muss es aber keinem Menschen entgegenschleudern, wenn man ihn hässlich findet, da einfach Klappe halten und trotzdem nett mit ihm umgehen.

      Ich denke halt schon wieder zuviel ^^ , ist nicht gegen Dich gerichtet, mehr philosophisch.
      5 4 Melden
  • Sama 10.09.2018 15:45
    Highlight Highlight Danke!
    15 3 Melden
  • Calvin Watsn 10.09.2018 15:44
    Highlight Highlight Wooouuuw, wie sauglatt geschrieben gut ist das denn. 👍🏻🤭
    19 5 Melden
  • zimsterndli 10.09.2018 15:24
    Highlight Highlight Eine grosse Frage der Pietät, die man haben kann - oder eben nicht
    20 2 Melden
  • Snowy 10.09.2018 15:18
    Highlight Highlight Menschen, die solche Kommentare verfassen widern mich an.
    35 3 Melden
    • Snowy 10.09.2018 15:27
      Highlight Highlight Natürlich ist nicht Yonni´s Kommentar gemeint, sondern Menschen, die sich ab dem Tod eines anderen belustigen.
      55 2 Melden
    • Sommersprosse 10.09.2018 15:42
      Highlight Highlight Zwei Sekunden lang war ich verwirrt... Dann gab es zwei Herzen!
      19 3 Melden
    • Snowy 10.09.2018 18:14
      Highlight Highlight ;-)

      User Image
      18 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • what's on? 10.09.2018 15:15
    Highlight Highlight Weshalb exponiert sich eine Person, die X-Beine hat, dick ist oder sonst einem Mobbing-Klischee entspricht auf den sozialen Medien? Damit man applaudiert? Geht's eigentlich noch?
    6 163 Melden
    • N. Y. P. D. 10.09.2018 17:16
      Highlight Highlight Wer ein paar Kilos zuviel hat, soll sich gefälligst nicht in sozialen Medien äussern ?

      Ich checke nicht, was Du sagen willst.
      38 2 Melden
    • Yonni Meyer 10.09.2018 17:24
      Highlight Highlight ....immer noch lieber ein Mobbing-Klischee als ein Mobber-Klischee.
      113 5 Melden
    • schuldig 10.09.2018 17:46
      Highlight Highlight @Yonni Meyer
      Fadegrad - Touché
      33 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • MacB 10.09.2018 15:12
    Highlight Highlight "Macht es einen wirklich zivilisierten Menschen nicht aus, dass er zwar alles sagen könnte, jedoch zum Wohle eben der Zivilisation, zu welcher er gehört, entscheidet, es nicht zu tun? "

    Wow, ein Spruch, um ihn mit Kollegen zu teilen! (echt!) Beeindruckend geschrieben :)
    75 2 Melden
  • The Count 10.09.2018 15:11
    Highlight Highlight "Nur, weil man darf, muss man dann auch immer?"
    Nö, aber dank Individualismus kann man, manchmal soll man und manchmal nicht. Fürpfüchs, genau wie mein Kommentar 🤷‍♂️
    8 27 Melden
  • Spooky 10.09.2018 15:08
    Highlight Highlight Ich fühle mich betroffen 😁
    6 13 Melden
  • Medizinerli 10.09.2018 14:42
    Highlight Highlight Super Artikel!!
    "wenn wir nichts Nettes zu sagen haben, könnten wir doch einfach mal die Klappe halten" - hat mir dazumals Mami beigebracht (zwar in einem anderen Wortlaut ;) ).
    49 2 Melden
  • Niliya Vontülen 10.09.2018 14:25
    Highlight Highlight Finde ich super, was Du geschrieben hast! Ich teile und lebe Deine Meinung. Ich glaube, dass dies ein wenig ein Trend der heutigen Zeit ist (und somit hoffentlich auch bald wieder ein Ende nimmt). Damit meine ich, das "hart sein", "giftig sein" oder eben "emotionslos sein". Ich stelle einen solchen "Humor" nämlich oft fest, wenn ich anderen Unterhaltungen zuhöre. Und tatsächlich bekommt dann jener oder jene mit dem extremsten Statement die entsprechende Aufmerksamkeit, wohl auch wenig ausgelöst durch Furcht. Das ist auf alle Fälle meine Beobachtung.
    25 2 Melden
    • Qui-Gon 10.09.2018 15:35
      Highlight Highlight Diss-Kultur. Die Vorbilder von Musikbusiness bis Politik machen es vor.
      22 2 Melden
  • nenjin 10.09.2018 14:24
    Highlight Highlight Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Phänomen damit zusammenhängt, dass die Kommentarspalten von heute die Stammtische von früher ersetzen. Da konnte man halt mal poltern und sagen was man dachte - auch wenn es nicht massenkonform war. Die Zuhörer dachten ja das selbe. Die (scheinbare) anonymität des Internets ersetzt dies nun.

    Weiter kann ich mir vorstellen, dass viele nicht daran glauben, dass tatsächlich jemand diesen Kommentar liest und daher auch "einfach mal" darauf los schreiben. Es gibt ja (mutmasslich) keine Opfer.

    Meine Meinung ;) ;) *autsch*
    19 4 Melden
  • You will not be able to use your remote control. 10.09.2018 14:22
    Highlight Highlight Die allgemeinen Kommentarregeln verhindern eine angemessene Reaktion. Eigentlich wäre diese: 'Du nervst auch und du bist zudem ein Arsch.'

    Das wird aber nicht durchgelassen, somit muss man das ganz blumig ausdrücken. Darin sind wir zwar mittlerweilen geübt, kommt die Aussage trotzdem gut rüber, heisst es 'Gelöscht - Bitte formuliere deine Kritik sachlich.' und sonst 'du SJW Gutmensch'.

    Denn vieles gilt heute als Meinung, aber nicht 'Halt die Fresse!' oder 'Du bist ein Idiot!', auch wenn diese Aussagen sich auf einen idiotischen Kommentar beziehen, den jemand lieber nicht formuliert hätte.
    15 42 Melden
    • The Count 10.09.2018 15:12
      Highlight Highlight Das sehe ich ganz genau so. Imo ist dieser Beitrag der Spiegel unserer weichgespülten Gesellschaft. Imo!
      8 32 Melden
    • Lady Shorley 10.09.2018 16:22
      Highlight Highlight Naja, ein "Halt die Fresse" würde ich nun nicht wirklich als Meinung gelten lassen. Das scheint vielmehr als der erbärmliche Versuch, einen unliebsamen Gegner zum Schweigen zu bringen, weil einem selbst die Argumente ausgehen.
      Und statt jemanden einen Idioten zu nennen, was herabsetzend ist und den anderen zwangsläufig in eine Verteidigungshaltung zwingt, könnte man ihm ja auch ganz sachlich Argumente bringen, welche beweisen, dass er falsch liegt.
      34 4 Melden
    • djangobits 10.09.2018 16:45
      Highlight Highlight Du hast einen ganz bescheuerten Usernamen. Außerdem versteh ich gar nicht, was du mit Deinem Geschwurbel sagen willst. Findest Du das jetzt gut oder nicht? Ach halt doch einfach die Fr.....
      24 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Janis Joplin 10.09.2018 14:09
    Highlight Highlight "Wenn du was zu sagen hast, sollte es besser als dein Schweigen sein. Ist es nicht so, dann schweige lieber."
    (Aus China)
    361 4 Melden
    • Garp 10.09.2018 14:40
      Highlight Highlight Da mag nicht jeder drüber nachdenken und die Spontaneität könnte verloren gehen.
      10 23 Melden
    • Frodo72 10.09.2018 17:19
      Highlight Highlight Darum sagt in China niemand was negatives über Mao Zedong.
      8 11 Melden
    • Ueli der Knecht 10.09.2018 18:35
      Highlight Highlight „Worüber man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“
      -Ludwig Wittgenstein (in Tractatus logico-philosophicus)
      https://de.wikipedia.org/wiki/Tractatus_logico-philosophicus

      oder im Volksmund:

      "Wenn man keine Ahnung hat: Einfach
      mal Fresse halten."
      http://www.ruhr-uni-bochum.de/philosophy/wittgenstein/poster/Poster_Gruppe_6.pdf
      6 8 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lutz Pfannenstiel 10.09.2018 14:06
    Highlight Highlight Danke für diesen Beitrag!! Ich rege mich über solche Haltungen genauso auf. In die gleiche Richtung gehen jene Kommentatoren, die bei jedem tragischen Unglücksfall glauben, ihre besserwisserische, von Selbstgerechtigkeit triefende Meinung sei gefragt ("Selber schuld, wie kann man nur so dumm sein, ein Kind nicht zu beaufsichtigen...!", "Das war ja absehbar, dass...., blablabla"), meistens ohne jegliche Kenntnis der Umstände. PS. "Kumbaya" :-)
    49 1 Melden
    • Menel 10.09.2018 15:56
      Highlight Highlight So Kommentare sind oft auch Selbstschutz und die Reaktion auf den Umstand, dass man oft gar keine Kontrolle im Leben hat und man damit das Gefühl von Kontrolle zurück gewinnen möchte. Von wegen; mir könnte so etwas nie passieren, denn ich (würde nie) xyz.....
      23 3 Melden
    • Sandro Lightwood 10.09.2018 16:41
      Highlight Highlight Hab ich da etwa Captain Hindsight gehört? 🙈
      User ImagePlay Icon
      7 1 Melden
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 10.09.2018 14:02
    Highlight Highlight Hat Freude gemacht, diesen Artikel zu lesen. 👍
    47 2 Melden
  • schuldig 10.09.2018 13:52
    Highlight Highlight Weder "naiv" noch "treudoof"
    Grossartiger Text- Danke!
    64 2 Melden
  • aglio e olio 10.09.2018 13:50
    Highlight Highlight Schön, dass das mal jemand zum Ausdruck bringt.

    btw:
    "Wer auch immer das mit der «kleinen Schwester von Scheisse» erfunden hat, ist mir ziemlich unsympathisch."

    Zumal dieser Vergleich auch voll daneben geht.
    Nett wäre die kleine Schwester von Toll.
    Das Brüderlein von Scheisse ist Geht so.
    27 3 Melden
    • Yonni Meyer 10.09.2018 13:55
      Highlight Highlight Ausserdem ist mein grosser Bruder mega cool. Heute zumindest. Früher hat er mir immer Tomätli gegeben.
      32 1 Melden
  • Rhabarber 10.09.2018 13:48
    Highlight Highlight Yonni, ich liebe dich <3
    37 2 Melden
  • Ylene 10.09.2018 13:43
    Highlight Highlight DANKE!!! Besser kann man das m. E. gar nicht formulieren. Ich verstehe auch nicht, wieso das Wort 'nett' so einen miesen Ruf bekommen hat.
    49 2 Melden
    • DemonCore 10.09.2018 14:42
      Highlight Highlight Weil Bewertungen wie "das ist nicht nett!" als Totschlagargument benutzt werden, um unliebsame Ansichten und Beobachtungen zu ächten. Auch weil wenn alles flauschig-warm ist, etwas kaltes, hartes besser wargenommen wird.
      8 21 Melden
    • Ylene 10.09.2018 15:05
      Highlight Highlight Es gibt einen Unterschied zwischen kritischem Denken/Hinterfragen und Ablästern. Das erste sollte man (inklusive sachlicher Begründung), das zweite kann man, muss aber definitiv nicht sein. Oder wie man für krassere Fälle auch sagen kann, Hass ist keine Meinung und gehört auch nicht geschützt.
      34 3 Melden
  • DemonCore 10.09.2018 13:42
    Highlight Highlight Naja, er hatte ja immer die Öffentlichkeit die er suchte. Das ist halt keine Einbahnstrasse. Da liest man auch mal etwas, was nicht so herzerwärmend ist. Das gehört halt dazu. Andere Leute machen auch schlimmes durch, von denen redet niemand, weil kein Promi.

    Ausserdem, Meinungsäusserungsfreiheit gibt's nicht nur für gewisse Leute, oder nur für gewisse Meinungen. Sonst ist es keine Meinungsäusserungsfreiheit.
    11 91 Melden
    • ScottSterling 10.09.2018 13:58
      Highlight Highlight Beitrag nicht gelesen oder einfach nur nicht verstanden?

      'Ausserdem, Meinungsäusserungsfreiheit gibt's nicht nur für gewisse Leute, oder nur für gewisse Meinungen. Sonst ist es keine Meinungsäusserungsfreiheit.'

      --> 'Meine Frage, und hier kommt der Teil, den viele wohl für naiv halten, lautet: Nur, weil man darf, muss man dann auch immer?'

      60 6 Melden
    • Uf em Berg 10.09.2018 14:18
      Highlight Highlight Du hast es genau falsch verstanden. Jeder darf seine Meinung äussern. Doch wo liegt der Sinn darin, wenn es nur darum geht andere zu verletzen? Und ja, uns ist allen bewusst, dass Schicksalsschläge von bekannten Personen in der Medienwelt mehr Bedeutung haben, als die von Otto Normalverbraucher. Die Berichterstattung führt zur Thematisierung solcher Schicksalsschläge, was positiv ist. Häufig suchen die Betroffenen genau diese Berichterstattung nicht, da sie verletzenden Kommentaren ausgesetzt werden. Somit: Sag Deine Meinung, wenn Du etwas Anderes als Verletzen bezwecken willst. Sonst schweig.
      50 5 Melden
    • Steckenpferd 10.09.2018 14:27
      Highlight Highlight Ich denke auch, dass es bei Daniel Küblböck darum geht, dass (eventuell) ein Mensch gestorben ist. Da kann man sich seine Meinungen wie "Der ist eh nervig", "Mir doch egal, weil er sowieso doof ist", etc. doch einfach sparen. Hier geht es um ein Menschenleben..
      44 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schnymi 10.09.2018 13:37
    Highlight Highlight Du schreibst mir aus der Seele! Danke für diesen wunderbaren, zum nachdenken anregenden Text.
    29 1 Melden
  • Garp 10.09.2018 13:32
    Highlight Highlight Sie werden Dich naiven Gutmenschen nennen, Yonni. Ich geselle mich gerne zu Dir und teile Deine Meinung voll und ganz.
    44 3 Melden
  • Christof1978 10.09.2018 13:31
    Highlight Highlight Ich bin absolut einverstanden mit deinem Kommentar. Auch ich finde es absolut sch.... , wie sich gewisse Leute verhalten ob solcher Nachrichten.
    Es wundert dennnoch aber nicht, dass bei solchen B oder C - Promis halt auch mal ein böser Spruch kommt, da diese die Öffentlichkeit explizit suchen und mit - oft auch bewusst inszenierten sagen wir "Marketingattacken" - ihr Image entsprechend (ver)formen.
    12 30 Melden
    • dä seppetoni 10.09.2018 18:29
      Highlight Highlight Heute hab ich auf einem Plakat gelesen: Schlagernacht mit Geri. Ich dachte mir: lieber reisse ich mir die Fingernägel raus als da hin zu gehen. Aber muss ich das einem Fan von (who the fuck is) Geri sagen?
      Küblböck hat polarisiert. Nicht wenige haben ihn aber auch genau wegen seiner Schrulligkeit geliebt. Kann mir vorstellen, dass es für jene ziemlich verletzend ist, solches über ihn zu lesen.

      Hammergeil getextet Yonni
      17 1 Melden
    • Christof1978 11.09.2018 09:18
      Highlight Highlight @dä seppetoni

      ich sehe das absolut wie du - ich bin einfach erstaunt über die vielen blitzer bei meinem post. was ich schreibe, ist halt einfach ein fakt - und davon darf man auch die augen nicht verschliessen. ich persönlich habe den küblböck immer als erfrischend wahrgenommen, das darf man ja auch sagen.
      0 1 Melden
    • dä seppetoni 12.09.2018 15:57
      Highlight Highlight @Christof1978

      Du hast nicht ganz unrecht. Aber ich denke selbst der nervigste B und C Promi hat es verdient, dass man zumindest die Klappe hält, wenn ihn ein tragisches Schicksal ereilt
      2 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Diavolino666 10.09.2018 13:29
    Highlight Highlight Es gibt sie noch - die Menschen, die die Menschlichkeit über die Meinungsfreiheit stellt! Herzlichen Dank für diesen Text!!!

    Klar gebe ich gerne meinen scharfen Senf zu allerlei Themen und vertrete dabei auch meinen Standpunkt. Aber dort, wo ein Menschenleben endet, endet auch bei mir jegliches Verurteilungsbedürfnis. Ob Unfall, Selbstmord oder Mord - ein Mensch ist gestorben und die Ursache tragisch und traurig. Was bleibt ist die Hoffnung, dass es auch nur einen Menschen zum Umdenken bringt. Sei es ein Mobbing-Opfer oder ein Mobber... Ruhe in Frieden!
    34 3 Melden
    • Soley 11.09.2018 09:40
      Highlight Highlight "Menschen, die die Menschlichkeit über die Meinungsfreiheit stellt"

      Danke für diesen Satz, besser hätte man es nicht zusammenfassen können und genau darum geht es finde ich.

      Man kann denken was man will, aber es muss nicht immer um jeden Preis in die Welt hinausposaunt werden.
      6 0 Melden
  • Tagedieb 10.09.2018 13:25
    Highlight Highlight Danke - auf den Punkt gebracht!
    21 1 Melden
  • BlueRose 10.09.2018 13:25
    Highlight Highlight Absolut der gleichen Meinung!
    Sehr gut geschrieben.
    Weil verletzend sein, nur weil man darf...
    Da bin ich lieber nett und behalte oftmals meine Meinung für mich, ausser diese ist wohlwollend oder aufbauend.
    358 4 Melden
  • C Walser 10.09.2018 13:19
    Highlight Highlight Danke
    19 1 Melden

Von einer, die auszog, das Aushalten zu lernen

Von der Kraft des «Ich weiss nicht».

Seit einiger Zeit beantworte ich drüben auf Facebook Fragen meiner Leserschaft. Das Spannende daran sind nicht nur die Fragen selbst, sondern dass sich, wenn man in positiver Weise mit Lebens- und Liebesfragen bombardiert wird, gewisse Muster in der Gesellschaft, in der Generation aufzeigen.  

Eins davon ist, was mich schon länger beschäftigt: Die Sucht nach Lösungen. Und zwar nicht nur für die eigenen Sorgen, sondern auch für diejenigen um einen herum. Das Bedürfnis danach verstehe …

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