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Yonnihof

Das «linke Drama»: Lost in Translation

Bild: shutterstock

Es gibt keine einfache «linke Sprache».



Es «räblet» mal wieder im Internet. Verständlicherweise, hat doch am 9. November ein weltpolitisches Erdbeben stattgefunden. Donald Trump ist also der neue Präsident der Vereinigten Staaten. Die einen sind entrüstet, schockiert, wütend. Die anderen kontern mit «das hat man halt, wenn man dem Volk nicht zuhört».  

Das Volk. Ein neutrales Wort, das bald soviele negative Emotionen lostritt wie «Feminismus». Dieses Volk also hat Trump gewählt. Deal with it.  

Rückblende. Es gab einen Moment im Frühjahr 2016, als die Flüchtlingskrise und die damit verbundenen Debatten schon eine ganze Weile anhielten, als ich der gepflegten Alles-Nazis-Alles-Hippies-Diskussion gerne den Mittelfinger gezeigt hätte. Ich war Gast an einer Podiumsdiskussion über politische Bildung in Nürnberg und sass in diesem Rahmen mit Menschen auf der Bühne, die jeden Tag direkt und persönlich mit Nazis und Hetzern konfrontiert sind. Die meisten von ihnen sagten: Nein, man muss nicht jedem zuhören. Ich höre nur noch denen zu, die zu einem Diskurs bereit sind.  

Mir leuchtete das ein und ich begann, meine Ohren für (extreme) rechte Parolen zu verschliessen und versuchte, mich konstruktiv mit denen auseinander zu setzen, die, auch wenn sie politisch anders eingestellt waren als ich, bereit waren, mir genauso zuzuhören wie ich ihnen.  

Ich war mit diesem Ansatz zufrieden. «Man muss nicht jedem zuhören.»  

Das Problem ist nur: Dann wird eben ein Trump gewählt. Oder ein Andreas Glarner. Das ist das gute Recht eines jeden Bürgers. Und es ist auch das gute Recht eines Herrn Glarner, für den Nationalrat zu kandidieren.  

Meine Vorstellung von «so sollte es in einer besseren Welt sein» hat leider nichts mit den Wahlresultaten zu tun. Vor allem, wenn ich aktiv nichts dafür tue. Und schon gar nicht, wenn ich aufhöre, der anderen Seite zuzuhören.  

Natürlich ist diese «Die andere Wange hinhalten»-Manier des ewigen Zuhörers frustrierend. Vor allem, wenn mir die Gegenseite ihrerseits in keinster Weise zuhört. Ich zumindest habe noch nie die Parole «Die Rechte sollte eben mal die Ängste der Linken ernst nehmen» gehört – Sie schon?  

«Ängste» ist im Übrigen ein weiteres dieser Triggerworte, von denen der Kommentarspaltenamok gerne mal direkt in den Kommentiermodus springt, ohne den Text überhaupt fertig zu lesen.  

Es gibt Menschen in diesem Land, die Sorgen haben. Und ich kann noch so versuchen, diese zu entkräften oder zu sagen, sie seien nicht real: Sorgen sind subjektiv.  

Problem Nummer 1: Es gibt politische und Medien-Kräfte, die mit diesen Sorgen spielen und sie für Gewinn instrumentalisieren – persönlichen oder monetären. Sorgen und Ängste machen uns verletzlich und da braucht’s lediglich ein Fünkchen und schon lodert ein Waldbrand. Die Narrative sind simpel, man muss nicht viel tun, um den Leuten Angst zu machen. «Was passiert mit deinem Job?», «Was passiert mit deinem Wohlstand?», «Was passiert mit deiner Sicherheit?»  

Problem Nummer 2: Es gibt politische und Medien-Kräfte, die diese Sorgen ignorieren. Die Gründe dafür sieht man immer wieder: Geht man als linke Person auf diese Sorgen ein (so wie ich jetzt gerade), steht man gerne als Verräterin da. Weil diese Sorgen ja eben keine seien. Pardon, aber ich glaube nicht, dass ich darüber entscheiden kann, was meinen Mitmenschen quält. Ausserdem war ich noch nie eine Büezerin, deren Job tatsächlich bedroht war.

Alles, was ich tun kann, ist ihn zu verstehen zu versuchen und ihm meine Sicht aufzuzeigen. Zugegeben, das ist manchmal extrem mühsam, aber es bleibt einem nicht viel anderes übrig, denn anscheinend quälen diese Sorgen sehr viele Menschen zugleich. Die obigen Fragen – «Was passiert mit meinem Job?», «Was passiert mit meinem Wohlstand?», «Was passiert mit meiner Sicherheit?» – gehen nicht weg, weil wir sie als dumm oder nichtig bezeichnen. Es wird rechts gewählt, überall auf der Welt, das ist eine Realität, völlig unabhängig davon, was für mich und in meiner Sprache logisch und menschlich ist.  

Man müsste also eine sprachliche Lösung finden, wie man linke Lösungen oder zumindest Gegenansätze zu diesen Grundsorgen aufzeichnen kann. Nur gibt es die nicht. Linke Anliegen lassen sich selten einfach und auf emotionaler Ebene packend zusammenfassen. «Gib doch ein bisschen von deinem Wohlstand auf, es ist für eine bessere Welt» macht zwar für mich persönlich Sinn, schickt die Massen jedoch nicht euphorisch an die Urne.

Wir haben also auf der einen Seite eine grosse, einfache Rhetorik mit massiver Wirkung auf die Bevölkerung und auf der anderen Seite eine nicht existente mit ebensolchem Einfluss (für sich selber predigen können beide Seiten gut).

Grundsätzlich ist es ja auch viel schwieriger, den Leuten aufzuschwatzen, sie sollen das, was sie haben, für eine gerechtere Welt teilweise aufgeben, als ihnen klipp und klar zu sagen: Wähle mich und ich schaue, dass alles so schön bleibt, wie es ist.  

So. Alles schön und gut – aber habe ich eine Lösung?

Eine fertige bestimmt nicht. Bildung, Bildung, Bildung wäre wohl mal wieder der Tenor, aber das ist er schon lange und das hat nicht viel geändert. Lügen und Manipulation seitens Politik und Presse auffliegen lassen (auf beiden Seiten des Politspektrums) – aber auch das hat selten Erfolg. Ganz grundlegend macht dieser rhetorische Minikrieg zwischen Links und Rechts mehr kaputt als heil. Am Ende geht’s nie um Inhalte, sondern darum, wer recht hat und das hat in Gesinnungsfragen halt selten jemand.  

Am ehesten wünschen würde ich mir, dass wir uns auf die gemeinsamen Herausforderungen berufen würden, die wir teilen. Nicht mal unbedingt als BürgerInnen, sondern als Menschen. Dass wir manchmal zusammen dastehen und alle sagen könnten: «Ich habe keine Ahnung, was da auf uns zukommt» als uns bereits vorab mit fixfertigen Lösungen zu bombardieren, die man, wenn die tatsächliche Situation dann eintritt, gleich wieder in den Abfall schmeissen kann.  

Und dann vielleicht halt doch mal ein offenes Ohr ausserhalb der eigenen Reihen.

Keine Ahnung, ob’s das noch gibt.

Yonnihof Yonni Meyer

Yonni Meyer

Yonni Meyer (34) schreibt als Pony M. über ihre Alltagsbeobachtungen – direkt und scharfzüngig. Tausende Fans lesen mittlerweile jeden ihrer Beiträge. Bei watson schreibt die Reiterin ohne Pony – aber nicht weniger unverblümt. 
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86Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kyle C. 17.11.2016 11:31
    Highlight Highlight Sehr schöner Artikel. Aber die Argumentation ändert sich ein bisschen, wenn man "Dieses Volk also hat Trump gewählt" hinterfragt. Denn das war streng genommen nicht der Fall. Das Volk hat HC gewählt, das veraltete Wahlsystem aber DT zum Präsi gemacht. Ändert nichts am Kern der Diskussion, denn die Debatte verliert auch mit HC nicht an Aktualität und Brisanz.

    Zudem fehlt mir da "Problem Nr. 1.1": Ängste und Sorgen werden nicht nur instrumentalisiert, denn das impliziert, dass sie bereits vorhanden sind. Ängste werden mit einem sich stets wiederholenden Schema auch erschaffen oder aufgewärmt.
    • Yonni Moreno Meyer 17.11.2016 13:12
      Highlight Highlight Bin vollkommen einverstanden.

      Zu Problem 1.1 nur noch: Das stimmt absolut, trifft aber eben auch nicht auf alle Ängste und Sorgen zu. Meines Erachtens wird da viel zu schwarz/weiss gedacht.
    • Kyle C. 17.11.2016 13:37
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Darum habe ich Problem 1 nicht infrage gestellt, sondern nur ergänzt. Und das ist ja das Tragische daran. Denn es sind genau solche schwarz/weiss Szenarien, die missbraucht werden um Ängste zu schüren und kreieren. Es gibt ein paar Masterstrategien, die ziehen in nahezu jeder Gesellschaft in jedem Zeitalter. Diese Ängste orientieren sich an Feindbildern und diese wiederum lenken von der wahren innenpolitischen Problematik ab. Völker brauchen offenbar Zielscheiben und Sündenböcke und diese werden (partei)politisch bereitgestellt.
  • solani 15.11.2016 12:01
    Highlight Highlight Die Rechte hat einfach das bessere "Marketing".
    Die Linke muss anfangen bei der Rechten ein wenig zu spicken und ihre Meinungen besser zu verkaufen. Sonst wird diese Rechtsspirale weiter gehen.
    Es ist keine Ausrede, dass die linken Anliegen zu kompliziert seien, um sie besser verkaufen zu können.
    (Operation-Libero ist da, glaube ich, auf einem guten Weg.)
  • Wehrli 14.11.2016 20:22
    Highlight Highlight Ach komm Kleines, die Leftibusse sind Happy mit Drumpf! Endlich ein echtes Feinbild, ein Riesenhornochse im präbuertätren Entwicklungsstadium. Unsere Gegner können wir nun Dissen, denn hey, welcher Dorfdepp mit Knick in der Fichte würde so einem wählen. Wir sind Guten, jene die doofen. Kannst mir mal die Quinoaschüssel mit Kornblumensafran reichen?
  • Moudi 14.11.2016 14:15
    Highlight Highlight „Sämtliche Linksparteien beruhen auf einem Schwindel, weil ihre Tätigkeit darin besteht, gegen etwas zu kämpfen, was sie in Wahrheit gar nicht zerstören wollen.“
    ―George Orwell
    • Alex_Steiner 14.11.2016 16:59
      Highlight Highlight "I belong to the left and must work with it,"
      ―George Orwell
  • ElendesPack 13.11.2016 22:02
    Highlight Highlight Das Problem fängt eben genau da an, wo man der anderen Seite die ganze Zeit unterstellen muss, dass ihr die Bildung fehlt, obwohl man selber sein Weltbild auf einem illusionären und ebenfalls angstgeleiteten Fundament aufstellt.
    Die Linke hat doch die ganze Zeit Angst vor dem neuen Reich, vor dem Atomtod, vor dem Patriarchat, vor Trump, vor dem bösen weissen Mann...
    Und das Weltbild baut auf schönen Träumen von Rousseau und französischen Revolutionären auf, die den Menschen so sahen, wie er sein sollte und nicht wie er wirklich war und ist.
    • Anam.Cara 14.11.2016 07:25
      Highlight Highlight @ElendesPack: und deshalb ist es falsch, für eine bessere Welt zu kämpfen? Weil Rousseau den Menschen nicht sah, wie er wirklich ist? Und weil die Hoffnung auf eine "bessere Welt für alle" in Deinen Augen naiv ist?
      Ach, und: auch die Rechte sollte sich vor einem "neuen Reich" füchten...
    • ElendesPack 14.11.2016 08:24
      Highlight Highlight Es ist falsch unter der Prämisse eines falschen Menschenbildes für eine bessere Welt zu kämpfen, die dieser Mensch mit seinen tatsächlichen Resourcen so nicht erreichen kann.
      Dann fürchtest Du Dich tatsächlich vor einem "Reich"? Mit braunen Uniformen, Marschmusik und dergleichen? Im Ernst?
    • Anam.Cara 14.11.2016 12:37
      Highlight Highlight @ElendesPack: ich fürchte mich davor, dass Teile der Menschheit in totalitären, menschenverachtenden Diktaturen leben müssen. So etwas wie "das Reich" (das "dritte") darf nie wieder entstehen. Egal von wem es aufgebaut wird und gegen wen es sich richtet.
      In so einer Machtstruktur herrscht Willkür. Und man weiss nie, wen es trifft.
      Es gibt Wege, die uns erlauben, friedlich zusammen zu leben. Auch ohne Verschwendung von Ressourcen. Der Mensch ist nämlich vernunftbegabt.
      Ich werde nie aufhören daran zu glauben, dass die Menschheit bessere Wege finden wird.
  • Bruno Wüthrich 13.11.2016 21:55
    Highlight Highlight Die Linke sollte etwas weniger darauf schauen, was die Rechte macht, aber dafür mehr, was die einfachen Menschen bewegt. Ihre ehemalige Kundschaft! Es ist ein Hohn, dass die sich von Rechtsaussen besser vertreten fühlt als von Links. Es ist ein Hohn, dass die abgehobene, auf politische Korrektheit peinlich achtende linke Elite keine Ahnung hat, was die «einfachen» Bürger bewegt.

    Viele Menschen haben die Nase voll von der politischen Überkorrektheit und von den nicht enden wollenden Debatten über Sexsismus. Sie haben Angst vor der EU und von der Globalisierung. Und deshalb auch vor den Linken!
    • Spooky 14.11.2016 02:11
      Highlight Highlight @Bruno Wüthrich
      So ist es, und ich möchte noch hinzufügen, und das wird dir vielleicht nicht gefallen, Bruno, aber ist ja egal, ich sage es sowieso: Hunderttausende Schweizer schauen schockiert auf die Linken, die sich lieber um die sogenannten Flüchtlinge kümmern und sie verhätscheln, während sie behaupten, es gäbe keine verarmten Schweizer, die auf dem Sozialamt bei arroganten, dummen, überbezahlten linken Sozialarbeitern um jeden Franken betteln müssen. Und dann werden die Linken schockiert sein, wenn in der Schweiz ein Trump kommen wird. Es ist zum Kotzen!
    • Anam.Cara 14.11.2016 07:28
      Highlight Highlight @Sppoky: niemand behauptet, es gäbe keine verarmten Schweizer. Aber kann man nicht beides tun? D.h. verarmten Schweizern neue Chancen ermöglichen und gegenüber Verfolgten hilfsbereit sein?
    • herschweizer 14.11.2016 08:10
      Highlight Highlight Bruno bringt es sauber auf dem Punkt dass es die rechte leider Gottes besser versteht dem einfachen Bürger emotionale Sicherheit zu vermitteln. Gewisse Kreise zählen halt nun mal zu den Verlierern der Globalisierung. Ihnen fällt es zum Beispiel sehr schwer auf einen Teil ihres bisherigen Lohnes zu verzichten weil geflüchtete Fachkräfte sine Arbeit motivierter zum halben Preis im Rahmen eines "Praktikums" leisten. Die Linke hat leider keine Handhabe Boni im oberen Kader für solche "Optimierungen" zu verhindern
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 13.11.2016 14:59
    Highlight Highlight Die Rechten spielen voll auf Sündenbock.
    Und alle, die's irgendwie schlecht erwischt hat - und das sind nicht wenige - fühlen sich verstanden.
    Schuld bist nie du, sondern die anderen.

    Dabei müsste man denen sagen, dass genau die Rechten deinen Kündigungsschutz aufgeweicht haben, diene Pensionskasse schmelzen lassen, deinen Arbeitsplatz nach billig-china outsourcen, die Spitäler Privatisierung und deine Poststelle in der Nähe schliessen.
    • ElendesPack 13.11.2016 22:00
      Highlight Highlight Ähm...Sie sagen gerade auch, dass immer die Anderen schuld sind. Haben Sie denn eine Initiative gegen besagte Missstände lanciert?
  • herschweizer 13.11.2016 14:33
    Highlight Highlight Ach der Glarner Witz hat doch nichts mit Trump zu tun sonst hätte er schon lange den Bundesrat abgeschafft und ihn durch sich selbst ersetzt. Hier haben wir manchmal auch ein bisschen komische seppen im Bundesrat aber sicher keine Trumps als Chef die den ganzen Senat und Kongress hinter sich haben. Und die Amis sind leider ungebildeter das darf man ja jetzt auch mal sagen. Die haben keine Berufslehren und der Druchschnitt ihrer Unis sind mies und lassen sich unter Anderem mit Footballkarrieren kombinieren... sorry diese Leute haben Trump gewählt nicht wir
  • pamayer 13.11.2016 12:05
    Highlight Highlight Bildung Bildung. Bildung

    Wie wahr!

    Und genau da beginnen die Bürgerlichen mit dem Rotstift.

    Zufall?
    Absicht!?

    Und da spart man gerne bei den Sozialleistungen, bei denen, denen es eben nicht läuft.

    Die Rechte bedient sich bei 1-satz-slogans, wie: ich krieg alles wieder auf die Reihe.
    Das verstehen alle. Wenn da so ein Supervater alles geradebiegt, da der eigene Vater ja beim Welt retten versagt hat... Da gibt man gerne die Verantwortung ab und geht lieber einen Superman Film schauen, den der kriegt's immer hin...

    Und die Linke kommt mit differenzierten ... ... "- verschtohn i nid"


    • Wehrli 14.11.2016 20:26
      Highlight Highlight Die Linken lassen die Rechten gerne für alles blechen, denn Sie sind ja am Weltretten und haben keine Zeit den schnöden Mammon zu verdienen.
  • Anna Landmann 13.11.2016 10:47
    Highlight Highlight Die „gemeinsame Herausforderung" verstehen leider viele nur, wenns um das "Wohl der Nation" geht.
    Darum ist dieses Narrativ so stark: Nationalismus verbindet Leute, die rein gar nichts gemeinsam haben.
    Und richtet sich gegen Ausländer, obwohl viele Schweizer mehr gemeinsame Interessen mit dem ausländischen Nachbarn oder gar den Flüchtlingen hätte, als mit Schweizer Milliardären.
    Aber eben: Was tun?
  • Spooky 13.11.2016 03:41
    Highlight Highlight "Ausserdem war ich noch nie eine Büezerin, deren Job tatsächlich bedroht war."

    Eben, das ist dein Problem. Und darum hättest du dir diesen Artikel sparen können. Du erzählst nur Blablabla.
    Man sollte nur von etwas reden, wovon man eine Ahnung hat.
    • Yonni Moreno Meyer 13.11.2016 07:57
      Highlight Highlight Interessant. Dann darf man also nur über Dinge reden, die man konkret selbst erlebt hat? Dann dürften Sie also weder über Asylanten noch über die Linken noch über mich ein Urteil fällen, denn Sie haben diese konkreten Sichtweisen selbst nie inne gehabt - richtig?
    • trio 13.11.2016 08:00
      Highlight Highlight @Spooky sie hat aber recht, was interessiert es mich wenn du Angst hast! Geh zu seiner Mutter heulen. Nerv aber nicht mich, und geh auch nicht wählen! Jemand der Angst hat, ist nicht mehr zurechnungsfähig. Und ausserdem ein Angsthase, der blockiert ist und sicher keine Lösung hervorbringt.
    • You will not be able to use your remote control. 13.11.2016 13:38
      Highlight Highlight Wikipedia an Spooky: "Ein argumentum ad verecundiam (lat. für ‚Beweis durch Ehrfurcht‘) oder Autoritätsargument ist ein Argument, das eine These durch die Berufung auf eine Autorität, wie zum Beispiel einen Experten oder einen Vorgesetzten, beweisen will. Da Autorität als solche keine Garantie für Wahrheit ist, handelt es sich nicht um eine logisch zwingende Schlussfolgerung."

      Dein Argument ist blabla, denn es beinhaltet nur diesen einen Fehlschluss.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jol Bear 12.11.2016 22:47
    Highlight Highlight Im Beitrag von Yonni wird, neben den Leuten mit diversen Ängsten, eine Gruppe nicht berücksichtigt: jene, die sich fragen "bekomm ich überhaupt wieder einen Job, Wohlstand usw.". Auch bei der Wahl von Trump waren solche dabei, deren Wohlstand nicht in Gefahr war, weil sie kaum einen haben. Und wenn diese die Chance haben, zu wählen, entscheiden sie sich in erster Linie für einen Neuanfang, egal, ob dieser von Trump in USA, dem linken Tsipras in Griechenland, von der AfD, oder sonst von Politikern versprochen wird, die sich als Alternative zu einer aktuellen Krise anbieten.
  • Dmnk 12.11.2016 21:29
    Highlight Highlight Genial auf den Punkt gebracht! Danke für diesen Artikel.
    • herschweizer 13.11.2016 14:36
      Highlight Highlight Genial... wie wäre es mit einer Ehrendoktorwürde vom Blick beliehen oder so?
    • Dmnk 13.11.2016 22:42
      Highlight Highlight Ich wusste gar nicht das ein Ehrendoktortitel auch beliehen werden kann^^. Aber fragen sie doch mal beim Blick nach, vielleicht bekommen Sie ja einen Ehrendoktortitel für Grammatik VERliehen...
    • herschweizer 14.11.2016 01:41
      Highlight Highlight Beleihen und verleihen sind tatsächlich nicht das gleiche scharfe Schlussfolgerung ich bin pafff
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 12.11.2016 20:36
    Highlight Highlight Ich habe kürzlich die Arena geschaut. Und da dachte ich, wäre es nicht super, wenn man die Teilnehmer am Ende fragen würde, was sie vom "Gegner" gelernt haben?

    Dass Politik darin bestehen soll, als Partei auf Kollisionskurs mit den meisten anderen Parteien zu gehen, scheint mir nämlich nicht sehr zielführend zu sein.

    Wäre es nicht konstruktiver, wenn alle Parteien miteinander daran arbeiten könnten, Lösungen zu erarbeiten, anstatt einander zu bekämpfen?

    Denn das ist doch verpuffte Energie!
    • MsIves 13.11.2016 09:22
      Highlight Highlight mein wort! zusammen würden wir mehr erreichen anstatt gegen einander!
    • mastix 13.11.2016 10:56
      Highlight Highlight Nein, das ist eben permanenter Wahlkampf.
    • herschweizer 13.11.2016 14:43
      Highlight Highlight Nein Taktik... mit Nichtigkeiten vom systemisch Wesentlichen ablenken und alle schön mit ein bisschen Konsumismus dogmatisieren und mit Konsumismusentzug beängstigen uns somit versklaven hahaha und es funktioniert immer hahaha alle habt ihr das verdient und nichts Anderes hhh geht von links mit dem Iphönli bis rechts zur schicken geleasten Karre
    Weitere Antworten anzeigen
  • Str ant (Darkling) 12.11.2016 19:09
    Highlight Highlight Soziale und "linke" Ansätze wie die kommenden Probleme der Zukunft gemeistert werden können werden heutzutage ja auch von Linker Seite bekämpft anstatt das man versucht zusammen eine Lösung zu finden.

    Vielen Dank für diesen Artikel
  • smoe 12.11.2016 18:50
    Highlight Highlight Das Problem bei dieser Wahl war aus meiner Sicht nicht der klassische Links/Recht Konflikt, sondern dass die Spitze der Demokraten (inkl. Obama) und der mit ihnen verbandelten Medien nicht wirklich links bzw. progressive/liberal sind, sondern sich nur gerne mit deren Idealen schmücken, solange sie nicht ihren Geschäftsinteressen in die Quere kommen.

    Es ist ja nicht so, dass Trump, die Rechten überraschend viele Stimmen bekommen hätten, sondern Clinton «überraschend» wenige. Hätte sie, ihre Partei, die etablierten liberalen Medienhäuser, Komiker wie John Oliver und Bill Maher, etc. die Sorgen eines grossen Teiles ihrer eigenen Basis ernst genommen, hätte es wohl anders ausgesehen.

    Ausserdem ist es schwer, eine Parallele zur Schweiz zu ziehen. In den USA leben Menschen im zweistelligen Prozentbereich in Armut. Für zehn Prozent ist die Ernährungssicherheit nicht gegeben. Ich kenne keine linken Amerikaner, die die Sorge um Jobsicherheit nicht ernst nehmen. Nur die Ursachen werden teils anders verortet. Da gibt es grössere Überschneidungen zwischen den Lagern als bei uns. In der Schweiz habe ich eher das Gefühl, dass von Politikern aller Seiten teils zwanghaft nach Problemen gesucht wird, die aufgebauscht werden können.

    • herschweizer 13.11.2016 14:44
      Highlight Highlight Und jetzt die Aufgabe auf morgen... verknüpfe dieses Essay mit Wertschöpfung vom Geld hhh
  • lilie 12.11.2016 17:24
    Highlight Highlight Vielen Dank für diesen hochdifferenzierten Artikel mit vielen wichtigen Gedanken! 👍

    Aber doch, es gibt einen einfachen Weg, linke Positionen zu verklickern: Indem man den Leuten klar macht, dass sie ein Stück Wohlstand nicht nur für die anderen aufgeben, sondern auch für den Fall, dass sie selber in Bedrängnis geraten.

    Denn wenn den Leuten bewusst wäre, dass es auch für sie Auffangnetze gibt, könnten sie einen Teil ihrer Sorgen loslassen.

    Stattdessen setzen ihnen die Rechten den Floh von den "Sozialschmarotzern" ins Ohr, um Sozialabbau betreiben zu können. Das schürt erst recht Ängste.
  • Stefanie16 12.11.2016 16:59
    Highlight Highlight ....Viele der AHV-Rentner haben kein Polster in Form einer 2. oder 3. Säule.... aber lieber glaubt Ihr diesem erbärmlichen EU-Junker, der 18-30'000 Euro pro Monat verdient - so viel., wie 99.9 % von Euch nie im Leben verdienen werdet.

    Solchen Kreaturen wollt Ihr Euch an vertrauen? Ich könnte wieder mal kotzen.

    Lesen Sie Rousseau' Gesellschaftsvertag. Dann wissen Sie, was es in unserer Gesellschaft braucht.
    • Electric Elephant 13.11.2016 01:16
      Highlight Highlight Was die Ablehnung der AHV-Initiative mit der EU und Juncker zu tun haben soll, erschließt sich einem wohl leider auch nicht, wenn man Rousseau liest!
      Und das die junge Generation "mit Herz links" wählt ist einfach nur Blödsinn... Das war vielleicht vor Jahrzehnten mal so.
      Nichts Für ungut, aber für mich klingt das irgendwie doch sehr nach Verbitterung. Man unterstellt den Jungen Missgunst und mischt es noch ein bisschen mit seinen anderen Feindbildern wie EU und Juncker - obwohl das eine nichts mit dem anderen zu tun hat. Hauptsache empört, oder?
    • Stefanie16 13.11.2016 14:35
      Highlight Highlight @Electric Elephant: Wer trägt die 8.6 % Jugendarbeitslosen in der Schweiz mit??

      Acht-Komma-Sechs!!! Fast jeder 10. Jugendliche in der Schweiz ist arbeitslos. Gemäss Seco.

      NICHT 3.2% wie uns neoliberale Linke, Bürgerliche und Daddy-cool Bundesrat J. Schneider-Amann weismachen wollen, Herr Elephant.

      Gibt schon zu denken. Sollte da die Gesellschaft nicht zuerst für sich schauen. Für die Alten, für die Jungen????Alarmierend!
    • Electric Elephant 13.11.2016 19:25
      Highlight Highlight Ehm, ja da sprechen Sie Dinge an, die wirklich ein Problem sind... Aber irgendwie scheinen Sie permanent Dinge zu vermischen, die wenig miteinander zu tun haben.. Und jetzt also auch noch Jugendarbeitslosigkeit...
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  • Stefanie16 12.11.2016 16:52
    Highlight Highlight Guter Artikel, Frau Meyer: Ich sag Ihnen, was mir Angst macht: Kürzlich wurde die AHV10+ bachab geschickt. Die Jungen gönnen der alten Generation eine Rentenerhöhung nicht; also einer Generation, der sie ihre Existenz und ihr Sein verdanken. Diese junge Generation, die angeblich "mit Herz links" wählt, eifert einem Europa mit 550 Millionen Einwohnern nach, das sich einen Dreck um Eure Anliegen kümmert. Die Jungen werden von diesem Koloss zermalmt wie ein Weizenkorn von einem Mühlstein. Aber Ihr missgönnt der eigenen Vorgänger-Generation ein paar Dutzend Franken pro Monat...
    • who cares? 13.11.2016 07:37
      Highlight Highlight Die AHV hat schon lange ein Finanzierungsproblem. Die junge Generation will sich nur nicht noch mehr Schulden anhäufen, als sie sowieso schon unverschuldet abbauen werden muss. Und warum für etwas mehr bezahlen, dass man nicht sicher wieder zurück bekommt.
    • Neruda 13.11.2016 11:12
      Highlight Highlight Diese Initiative war schlecht für die ärmsten Rentner, denn durch die ein bisschen höhere AHV hätten sie viel mehr Geld verloren zB bei den Ergänzungsleistungen. Darum habe ich nein gestimmt. Den reichen Rentner muss man wirklich nicht auf kosten der armen die AHV erhöhen.
      Übringens gab es in den letzten Jahren ein paar Abstimmungen, die vor allem die Jungen betrafen und welche von den Alten gegen den Willen der Jungen bachabgeschickt wurden. Wo war da die Solidarität der Alten? Das kann man genau so gut fragen.
    • Stefanie16 13.11.2016 12:03
      Highlight Highlight @who cares: Gemäss diversen Szenarien wächst die CH in den nächsten Jahrzehnten auf 10 bis 13 Millionen Einwohner an. Warum also sollte die Altersvorsorge nicht finanzierbar sein?
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  • Sapere Aude 12.11.2016 16:49
    Highlight Highlight Das Problem ist, dass zu viele von dieser Art "Diskussion" profitieren. Sachpolitik ist langweilig und benötigt entsprechende Sachkenntnis. Damit lassen sich keine Quoten oder Clicks generieren, geschweige denn Aufmerksamkeit.
    • Yonni Moreno Meyer 12.11.2016 17:48
      Highlight Highlight Absolut richtig.
  • unky 12.11.2016 16:40
    Highlight Highlight "Ganz grundlegend macht dieser rhetorische Minikrieg zwischen Links und Rechts mehr kaputt als heil. Am Ende geht’s nie um Inhalte, sondern darum, wer recht hat und das hat in Gesinnungsfragen halt selten jemand."

    Endlich bringt's mal jemand auf den Punkt! Merci, Frau Meyer. :-)
    Nebenbei bemerkt, vielleicht sind die Kommentarspalten von Newsportalen auch nicht der richtige Ort, um einen politischen Diskurs zu führen. Reden wir doch wieder vermehrt miteinander, draussen oder im Zug, an der Tankstelle, im Park oder in der Bar. Von Mensch zu Mensch. Das wird uns bestimmt weiterbringen!
    • Yonni Moreno Meyer 12.11.2016 16:49
      Highlight Highlight Da haben Sie recht - andererseits gibts in Kommentarspalten die grösste Vermischung. Wenn wir im Alltag mit Menschen über Politik reden, dann in den allermeisten Fällen mit solchen, die gleicher Meinung sind wie wir. Mit Fremden kommt man eher selten soweit, weil das ja schon auch etwas Persönliches ist. Deshalb bin ich den Sozialen Medien in Sachen Politik nicht ganz so abgeneigt wie viele andere.
  • Altweibersommer 12.11.2016 16:33
    Highlight Highlight Warum muss man sich als Linker eigentlich immer für seine Meinung rechtfertigen? Wie kann es sein, dass Probleme, die von der bürgerlichen Globalisierung ausgelöst wurden nun von der Rechten gelöst werden müssen? Das nein zur DSI hat gezeigt, dass es eigentlich nur einen starken Willen braucht, auch wirklich etwas erreichen zu wollen.
    Ich schäme mich jedenfalls immer ein bisschen, wenn bei 30% Ja-Stimmen von einem Achtungserfolg gesprochen wird.
  • Luca Brasi 12.11.2016 16:19
    Highlight Highlight Danke Frau Meyer für diesen Beitrag!❤
  • Thinktank 12.11.2016 16:10
    Highlight Highlight Welche Arroganz liegt im Satz. "Gib doch etwas von Deinem Wohlstand auf für eine bessere Welt", wenn die Profiteure vor allem Linke, Staat, Sozialindustrie und Ausländer sind. Auch Frau Meyer begreift nicht, dass die eigenen Leute vergessen gehen.
    • Yonni Moreno Meyer 12.11.2016 17:32
      Highlight Highlight Inwiefern "profitieren" die Linken genau auf einer persönlichen Ebene? Die würden von ihrem Wohlstand ja genauso viel abgeben müssen wie alle andern. Ich kann nur von mir selber reden, aber bis vor Kurzem verdiente ich massiv weniger als der Schweizer Durchschnitt und wäre trotzdem bereit gewesen, zum Wohl aller einen Teil davon abzugeben.
      Ich bin auch eine der «eigenen Leute», obwohl ich links denke.
    • lilie 13.11.2016 08:50
      Highlight Highlight @Thinktank: Der Staat gibt sein Geld für die Schweiz und die Schweizer aus, für Bildung, Strassen, Spitäler, Kulturangebote, ÖV, Sicherheit - von allen diesen Dingen profitierst du als Schweizer.

      Die Sozialwerke stehen Schweizern genauso (oder mehr) zur Verfügung wie Ausländern. Du kannst zum RAV, wenn du arbeitslos bist, du hast eine KK, wenn du krank wirst, du kriegst AHV und PK, wenn du pensioniert wirst und du hast Anrecht auf Sozialhilfe, wenn alles schief geht.

      Wo aber profitieren die Linken und die Ausländer mehr als du? Das müsstest du schon erklären.
  • rodolofo 12.11.2016 16:09
    Highlight Highlight Ich finde auch, dass dieses ewige Gezänk zwischen Links und Rechts etwas für Demokratie-Anfänger ist.
    Irgendwann im Verlaufe einer Kariere als WählerIn und StimmbürgerIn bist Du über sowas hinaus und attestierst jeder politischen Einstellung und Lebensführung sowohl Vor- als auch Nachteile.
    Ein Staat ist ebenso wenig immer gut, wie Private immer gut sein müssen. Das kommt immer darauf an, wer sie sind und wer bei ihnen mitmacht.
    Und was wir "Gut" finden, ist ebenso Geschmacksache, wie bei Brot, Käse und Wein.
    Wie wär's wenn wir die Art Staat wählen dürften, wie wir den Strom-Mix wählen können?
    • rodolofo 12.11.2016 18:10
      Highlight Highlight Es gibt verschiedene Arten von Brot, Wein und Käse.
      Genauso gibt es auch verschiedene Arten von Staaten.
      Staaten könnten als Dienstleistung-Package auf dem Markt miteinander in Wettbewerb treten.
      Ausgehend von den heute bestehenden Staaten hätten wir dann neue BürgerInnen in einem grösseren Gebiet (z.B. Europa), welche diese Art Staat auch gut finden und darum von diesem verwaltet werden wollen.
      Wir hätten dann ein "Modell Schweiz", mit Direkter Demokratie inklusive, oder ein Modell Deutschland, oder auch das Griechische Modell mit Gratis Feta-Käse.
    • Anam.Cara 14.11.2016 07:55
      Highlight Highlight @rodolofo: eine interessante Idee. Ich könnte mich dann bei landwirtschaftlichen Fragen für 80.- im Monat von Frankreich vertreten lassen und bei der Wirtschaftspolitik für 110.- im Monat von Grossbritanien. Schweden bekäme 60.- von mir für ihre Umweltpolitik. Den Rest meiner Steuern würde ich den CH Behörden überlassen für die täglich genutzte Infrastruktur und die übrigen Themen.
      Hast Du Dir das etwa so vorgestellt?
  • Nausicaä 12.11.2016 15:53
    Highlight Highlight 2/2 Ich habe eher rechts gerichtete Menschen in der Familie und aus meinem früheren Umfeld und eher links eingestellte sonst um mich. Manchmal habe ich das Gefühl, aber das ist jetzt auch eine grobe Vereinfachung, dass man in rechts gerichteten Kreisen nicht über negative Gefühle sprechen kann oder über das, was einen traurig stimmt oder wenn man (mal) denkt, man sei unzulänglich. Diese ganzen negativen Gefühle entladen sich dann auf dem Sündenbock Ausländer. Wie gesagt, ich verstehe Ängste, aber mit letzterem Verhalten habe ich ganz ehrlich mega Mühe.
  • Nausicaä 12.11.2016 15:47
    Highlight Highlight 1/2 Ich habe durchaus Verständnis für viele Ängste von Leuten, wohl auch weil ich aus einer Arbeiterfamilie komme und weiss wie die Realität dort oft aussieht. Man hat weniger Möglichkeiten, kommt schneller in Bedrängnis (auch schon finanziell) usw. Dass speziell für diese Leute die Globalisierung beängstigend ist, scheint mir sehr logisch und da kann ich die Linken (zu denen ich wohl selbst zähle, auch wenn ich diese Kategorisierungen ablehne) manchmal schon nicht verstehen, wenn sie das nicht einsehen. Da stehen sie schon voll auf dem Schlauch amigs.
  • Maracuja 12.11.2016 15:45
    Highlight Highlight 2) diese "verlorenen" Wählerschichten holt man nicht durch wie auch immer geartete sprachliche Anbiederung ab, die wünschen sich inhaltliche Zugeständnisse im Bereich Migration. Ginge die Linke darauf ein, verriete sie nicht nur Prinzipien, sondern würde wohl kaum etwas gewinnen.
  • Maracuja 12.11.2016 15:35
    Highlight Highlight <Man müsste also eine sprachliche Lösung finden>

    1) Man müsste nach einer sprachlichen Lösung suchen, wenn es tatsächlich um Missverständnisse ginge. Geht es aber m.E. aber nicht. Linke Initiativen wie 1:12, Mindestlohn werden nicht abgelehnt, weil sie zu abgehoben formuliert sind bzw. beworben werden, sondern weil (nicht zu unrecht) eine noch stärkere Auslagerung von Arbeitsplätzen befürchtet wird. Die unzufriedenen Bevölkerungsteile hoffen (wohl zu Unrecht) bei protektionistischen/nationalistischen Lösungen auf ein grösseres Stück vom Kuchen und sehen dabei weniger Gefahren.
  • Matrixx 12.11.2016 15:32
    Highlight Highlight Die Schweiz ist doch ein diplomatisches Land, deren Hilfe in diplomatischen Verhandlungen gern in Anspruch genommen wird.
    Warum schaffen wir es dann nicht, im eigenen Land diplomatisch vorzugehen? Immer diese Partei gegen die andere. Kann man denn nicht einen Kompromiss finden, der für alle (grossen) Parteien passt?
    • Anam.Cara 14.11.2016 08:05
      Highlight Highlight @Matrixx: aber genau so funktioniert doch die Schweiz. Am Schluss haben wir einen Kompromiss, der für alle irgendwie funktioniert.
      Das einzige was sich verändert hat, ist die Breite und Härte der Diskussion. Früher waren es einzelne, die sich rhetorische Schlachten geliefert haben (z.B. Schwarzwnbach vs. Oehen). Heute sind die Fronten sehr viel breiter und im Schnitt wohl auch verhärterter.
      Trotzdem glaube ich nach wie vor an die stabilste Demokratie der Welt. Wenn wir wieder Konsensfähig und zukunftsorientiert werden, dann stehen wir kurz vor: "make Switzerland great again".
    • Matrixx 14.11.2016 12:17
      Highlight Highlight Eine richtige Demokratie hat aus meiner Sicht nur 2 Parteien. Zwei deswegen, um eine Autokratie zu verhindern. Wobei Partei 2 "nur" Beobachter ist.
    • Anam.Cara 14.11.2016 12:51
      Highlight Highlight Das kommt davon, wenn eben diese Demokratien der Welt erklären, wie Demokratie funktioniert.
      Eine echte Demokratie ("Herrschaft des Staatsvolkes") ist eine, die das Volk in den wichtigen Fragen tatsächlich entscheiden lässt.
      In den Zweipartei-Staaten ist das, soviel ich weiss, nirgends wirklich der Fall.
      Zweipartei-Systeme sind z.T modernere Formen von zeitlich begrenzten Monarchien.
      Entweder man ist für den König oder gegen ihn (wobei letzeres ggf. gefährlich sein kann). Der Unterschied ist, dass man in diesen "Demokratien" nach 4 oder 5 Jahren einen neuen König wählen kann...
  • N. Y. P. D. 12.11.2016 14:57
    Highlight Highlight Genau, Yonni Meyer, Problem Nummer 2 ist auf den Punkt gebracht das Problem der Linken.
    Ja nichts ansprechen, was die Linken in ihrer rosaroten Blüemliblase voller Cüpligesellligkeit stören könnte.
    • will.e.wonka 12.11.2016 15:22
      Highlight Highlight wenn du "die linken" als cüplisippende kommunisten bezeichnest musst du dich nicht wundern, wenn rechte als nazis bezeichnet werden.
    • legis 12.11.2016 15:27
      Highlight Highlight Was soll das mit dem Cüpli eigentlich? Aus meiner Erfahrung sind die Cüplitrinker eher an Grümpis und Dorffestern anzutreffen, sind dann auch meist SVP Treue die dann gerne mal ein Cüpli trinken. Kann mich nicht entsinnen, dieses Wort (Cüpli) jemals aus dem Mund eines Linkswählers gehört zu haben
    • N. Y. P. D. 12.11.2016 15:35
      Highlight Highlight Die Linken sind keine Kommunisten und wie die Rechten genannt werden ist mir relativ egal.

      Die Linken schweben in einer Wolke. Siehe die Kommentare im Arena-Artikel in watson.

      Die Sozialdemokratische Partei der Schweiz verschenkt viel Potenzial, weil sie sich weigert über Themen zu sprechen. Sprich, weil sie schablonenhaft auf Sorgen und Nöte der Menschen eingeht.
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LINKE UND NETTE: Von wegen «kleine Schwester von Scheisse»

RECLAIM THE NICENESS!

Die SVP hat’s mal wieder getan. Wie ein kleines Kind, das Aufmerksamkeit sucht, indem es einen Gaggi an die Wand malt (nicht zu verwechseln mit SEINEN Gaggi an die Wand malt), hat sie mit ihren Apfelplakaten für Furore gesorgt. Äusserst erfolgreich – was denn die Aufmerksamkeit angeht. Es ergoss sich die zu erwartende Kritik und dann die Kritik an der Kritik und dann «Warum gibt man sowas überhaupt eine Plattform??!!1!!», etc., etc., blabla.

Schwarze und weisse Schöfli, schlitzende Kosovaren, …

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