Charlie Hebdo
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Angriff auf Charlie Hebdo

Mahnwache gegen Terror und Islamfeindlichkeit in Berlin



Mit einer Demonstration der Solidarität nach dem Terror von Paris haben in Berlin die Spitzen von Staat und Religionen ein Zeichen für ein friedliches Zusammenleben gesetzt. Etwa 10'000 Menschen nahmen am Abend an der Kundgebung am Brandenburger Tor teil.

Bundespräsident Joachim Gauck rief alle Menschen in Deutschland unabhängig von Religion und Herkunft dazu auf, sich für Demokratie und Weltoffenheit einzusetzen. «Wir alle sind Deutschland», sagte Gauck bei einer Mahnwache vor dem Brandenburger Tor in Berlin.

Zum Abschluss der Kundgebung demonstrierten viele Teilnehmer Einigkeit: Sie hakten sich nach dem Vorbild der Grossdemonstration in Paris vom Sonntag unter und schlossen die Reihen.

Zu der Mahnwache für ein «weltoffenes und tolerantes Deutschland und für Meinungs- und Religionsfreiheit» hatte der Zentralrat der Muslime in Deutschland aufgerufen. Damit sollte der insgesamt 17 Terroropfer in Paris gedacht und islamfeindlichen Bestrebungen entgegengetreten werden. Am Montagabend hatte die anti-islamische Pegida-Bewegung in Dresden wieder 25'000 Menschen auf die Strasse gebracht.

Gauck dankte allen Muslimen, die sich vom Terror im Namen des Islam distanzierten. «Das ist ein patriotisches Ja zu dem Land, in dem wir gemeinsam leben - zu unserem Land», sagte Gauck. Er kritisierte aber auch: «Die Distanz zwischen Einwanderern und Einheimischen, die Distanz auch zwischen Eingewanderten unterschiedlicher Herkunft wird noch zu selten überwunden.»

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, sagte in seiner Rede «Die Terroristen haben nicht gesiegt, und sie werden nicht siegen.»

Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Abraham Lehrer, rief die Welt, vor allem aber die Muslime selbst auf, gegen islamistischen Terrorismus vorzugehen.

Kranzniederlegung und Schweigeminute

Die Mahnwache begann mit einer Kranzniederlegung vor der französischen Botschaft am Pariser Platz in Gedenken an die 17 Terroropfer. Zunächst wurden Verse aus dem Koran auf deutsch und arabisch vorgelesen. Nach den Erklärungen der Religionsvertreter folgte eine Schweigeminute für die Opfer von Paris.

Die Anti-Terror-Kundgebung wurde von der Polizei mit verstärkten Sicherheitsmassnahmen geschützt. Mehrere Teams von Scharfschützen sicherten den Platz vor dem Brandenburger Tor. (sda/dpa)

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Ein erster Blick ins Heft

Das steht in der neuen «Charlie Hebdo»-Ausgabe

Die mit Spannung erwartete Ausgabe des Satiremagazins «Charlie Hebdo» ist da. Nach dem brutalen Mordanschlag auf ihre Redaktion, machen sich die noch lebenden Macher im neusten Heft unter anderem über die islamistischen Terroristen lustig. 

In Karikaturen werden die Angreifer als geistig minderbemittelte Idioten der Lächerlichkeit preisgegeben: 

In einer weiteren Zeichnung wird darauf angespielt, dass einer der Attentäter bei einem Entsorgungsbetrieb arbeitete. In der Karikatur steht der Abfallsortierer ratlos vor zwei Abfalltonnen, von denen eine die Aufschrift «Gut» und die andere die Aufschrift «Böse» trägt. «Das ist zu kompliziert», steht dazu in der Sprechblase. 

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