Charlie Hebdo
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Nach Anschlag auf «Charlie Hebdo»

Tausende protestieren in London gegen Mohammed-Karikaturen

Mehrere tausend britische Muslime sind gestern Sonntag in London auf die Strasse gegangen, um gegen die Mohammed-Karikaturen der französischen Zeitung «Charlie Hebdo» zu protestieren. In den Händen hielten sie Schilder mit Aufschriften wie «Wir lieben den Propheten Mohammed mehr als unser Leben» und «Beleidigen ist nicht Freiheit».

Muslim demonstrators hold placards during a protest against the publication of cartoons depicting the Prophet Mohammad in French satirical weekly Charlie Hebdo, near Downing Street in central London February 8, 2015. At least 1,000 British Muslims protested in central London on Sunday against what they called

Die Demonstranten in London mit ihren Forderungen. Bild: STEFAN WERMUTH/REUTERS

Viele Demonstranten beteten gemeinsam und zogen dann zum Amtssitz von Premierminister David Cameron. Die Demonstranten übergaben dem Büro eine Petition mit über 100'000 Unterschriften, in der die Verbildlichung des Propheten als «Angriff auf die Normen der zivilisierten Gesellschaft» kritisiert wird.

Auf die Redaktion der französischen Satire-Zeitung «Charlie Hebdo» war Anfang Januar ein islamistischer Anschlag verübt worden. Dabei wurden mehrere berühmte Zeichner getötet. Auch die erste Ausgabe der Zeitung nach der Attacke hatte eine Mohammed-Karikatur auf dem Titel.

In der Nähe von Camerons Büro versammelte sich am Sonntag auch eine kleinere Gruppe Rechtsgerichteter zu einer Gegendemonstration. Sie hielten britische Flaggen und Banner mit der Aufschrift «Grossbritannien zuerst» in den Händen. (feb/sda/afp)

Das steht in der neuen «Charlie Hebdo»-Ausgabe

«Charlie-Hebdo»-Titelblätter



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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 09.02.2015 13:22
    Highlight Highlight Es tut hier sich für ganz Europa ein islamistischer Feind auf, der nicht nur gut vernetzt, gut ausgebildet, gut finanziert (Sozialhilfe) sondern auch noch gut organisiert ist. Trotz allem, die Geheimdienste hätten schon die Möglichkeit deren Netzwerke zumindest teilweise zu zerstören, aber es aus politischen Gründen nicht tun, um sich nicht dem Rassismusvorwurf auszusetzen.
    Bei einem solchen Gegner sollte man aber nicht schauen, was nun rechtlich machbar ist und was nicht, oder ob es gar politisch korrekt ist.
  • CG aus G :-) 09.02.2015 10:56
    Highlight Highlight Wenn Muslime Karikaturen zum Christentum zeichen sind die Christen nicht glücklich. Warum also sollen sich denn die Muslime über Karikaturen zum Islam freuen?

    Ich finde der Glaube, egal welcher, darf nicht durch Karikaturen lächerlich gemacht werden.
  • Ceci 09.02.2015 06:27
    Highlight Highlight Die Freiheit des Einen endet dort, wo die des Anderen beginnt.
    Im Nachhinein kann ich Bundesrätin Leuthard's Aussage nachvollziehen, das Satire kein Freipass ist. Wenn wir schon immer Toleranz propagieren, dann sollten wir diese auch leben und unsere andersgläubigen Mitmenschen respektieren. Satire, wie sie da betrieben wird, ist wie eine Waffe. Auch das ist Krieg.
    • Stratosurfer 09.02.2015 14:05
      Highlight Highlight Wahre Meinungsfreiheit ist diejenige Satire, welche gleichermassen sämtliche Religionen auf die Schippe nimmt. Deshalb sind die Auftritte von Dieudonné oder der Karikaturenwettbewerb der Iranischen Regierung auch reine Instrumente der Religions- und Rassendiskriminierung. Charlie Hebdo hingegen karikiert konsequent sämtliche Religionen. Wem das nicht passt, der soll sich die Karikaturen einfach nicht ansehen, denn diese Art Satire ist Teil unserer beschwerlich erkämpften Rede- und Religionsfreiheit. Keine Interessengemeinschaft und keine Religion hat das Recht diese Freiheit zu beschneiden.

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