Charlie Hebdo
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ALTERNATIVE CROP -  In this photo dated Saturday Feb. 14, 2015, issued by Copenhagen Police believed to show the suspect in a shooting at a freedom of speech event in Copenhagen, in a photo believed to be taken on a street camera near to where the getaway car was later found dumped. In what is seen as a likely terror attack against a free speech event organized by an artist who had caricatured the Prophet Muhammad, the police believe there was only one shooter in the attack on a Copenhagen cafe that left one person dead and three police officers wounded.  (AP Photo /Copenhagen Police) DENMARK OUT - NO SALES

Fahndungsfoto der Polizei: Der mutmassliche Täter wurde bei einem Polizeieinsatz erschossen. Bild: AP/Copenhagen Police

Anschlag in Kopenhagen

22 Jahre alt, in Dänemark geboren, Gang-Mitglied: Was wir über den mutmasslichen Täter wissen

Motiv? Komplizen? Hintergrund? Über den mutmasslichen Attentäter von Kopenhagen ist bislang wenig bekannt. Fest steht: Die dänische Sicherheitsbehörde hatte ihn bereits auf dem Radar.

Ein Artikel von

Spiegel Online

In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen sind am Samstag und Sonntag zwei Menschen bei Anschlägen auf ein Kulturcafé und einer Synagoge getötet worden. Am Sonntagmorgen erschoss die Polizei den mutmasslichen Täter.

Die Polizei hat am Sonntag Medienberichten zufolge mehrere Personen festgenommen. Vier Männer seien mit Handschellen aus einem Internetcafé abgeführt worden, berichten «Ekstra Bladet». und andere Medien. Der Fernsehsender TV 2 spricht von mindestens zwei Männern. Die Aktion stehe im Zusammenhang mit den aktuellen Ermittlungen, sagte der Pressesprecher der dänischen Polizei «Danmarks Radio». In der Nähe des Internetcafés im Stadtbezirk Nørrebro ist der mutmassliche Attentäter am Sonntag erschossen worden.

Er ist kein Unbekannter

Bei dem mutmasslichen Täter von Kopenhagen handelt es sich um einen 22-jährigen Mann, der in Dänemark geboren wurde. Er sei den Sicherheitsbehörden bereits im Vorfeld des Anschlags bekannt gewesen, teilte die dänische Polizei am Sonntagabend mit. Das dänische Fernsehen hat seinen Namen und Bilder seines Gesichts veröffentlicht.

Sonntagmittag teilten die Behörden mit, dass der mutmassliche Attentäter identifiziert wurde – seinen Namen nannten sie nicht. «Er ist aus Kopenhagen», hiess es lediglich. «PET hatte ihn auf dem Radar», sagte Jens Madsen, Chef der dänischen Sicherheitsbehörde (PET). Was genau das bedeutet – ob er beispielsweise überwacht wurde –, führte er nicht aus. Auch sei bisher nicht bekannt, ob sich der Mann vor der Tat in Syrien oder Irak aufgehalten hat. Das stehe im Zentrum der Untersuchungen, sagte Madsen bei der Pressekonferenz. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass es sich um die Tat eines Einzeltäters handelt.

Der Attentäter sei durch verschiedene Straftaten wie Waffenbesitz, Gewalttaten und Bankenkriminalität aufgefallen. 

Das Motiv

Die Polizei vermutet, dass sich der mutmassliche Täter von dem Anschlag auf «Charlie Hebdo» in Paris hat inspirieren lassen. Anfang Januar hatten drei islamistische Attentäter die Redaktion der französischen Satirezeitung sowie einen jüdischen Supermarkt gestürmt. 17 Menschen kamen dabei ums Leben. Auch das Propagandamaterial des Islamischen Staates könnte ihn inspiriert haben, sagt Sicherheitsbehördenchef Madsen.

Schüsse in Kopenhagen

Die weiteren Schritte

Die Polizei untersucht derzeit unter anderem den Tatort, durchsucht die Wohnung, befragt Nachbarn und wertet die Bilder der Überwachungskameras aus. So hofft sie unter anderem eine Antwort auf diese Frage zu bekommen: Was hat der mutmassliche Täter in den Stunden zwischen den Anschlägen auf das Kulturcafé «Krudttønden» (Pulverfass) und der Synagoge gemacht?

«Akt des Terrorismus»

Die dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt hat sich bei einer Pressekonferenz zu den Anschlägen geäussert; alles deute darauf hin, dass die Schüsse eine politisch motivierte Attacke darstellen, sagte sie. Sie betonte auch: «Das ist kein Kampf zwischen dem Islam und dem Westen. Das ist kein Kampf zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen. Das ist ein Kampf zwischen der Freiheit des Individuums und einer dunklen Ideologie.» (fln)



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