Charlie Hebdo
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In der Türkei

Zehntausende Kurden protestieren gegen «Charlie Hebdo»

Der Protest gegen die Mohammed-Karikaturen der französischen Satire-Zeitung «Charlie Hebdo» reisst nicht ab. In der Kurdenmetropole Diyarbakir im Südosten der Türkei gingen am Samstag etwa 70'000 Menschen auf die Strasse, wie ein AFP-Reporter berichtete.

Die Demonstranten verurteilten die bildliche Darstellung des Propheten Mohammed. Einige riefen «Allahu Akbar» («Gott ist gross»), andere skandierten «Teufel von Charlie, beleidigt meinen Propheten nicht».

Auch in den Städten Ramallah und Hebron im Westjordanland beteiligten sich erneut tausende Muslime an Protesten gegen die Satire-Zeitung. Einige Teilnehmer der Kundgebungen forderten die Errichtung eines islamischen Gottesstaats.

Bilder des Propheten Mohammed werden von vielen Muslimen als Blasphemie verurteilt. Die erste «Charlie Hebdo»-Ausgabe nach dem Anschlag erschien mit einem weinenden Mohammed auf dem Titel, der ein Schild mit der Solidaritätsbekundung «Je suis Charlie» in den Händen hält. Die Zeichnung löste in vielen muslimischen Ländern wütende Proteste aus.

Das steht in der neuen «Charlie Hebdo»-Ausgabe

Die Zeitung reagierte mit der Mohammed-Karikatur auf den islamistischen Anschlag am 7. Januar in Paris. Die beiden Angreifer erschossen im Gebäude von «Charlie Hebdo» und bei ihrer anschliessenden Flucht zwölf Menschen. Ein mit den Tätern in Verbindung stehender Islamist tötete fünf weitere Menschen. (feb/sda/afp)

Alle wollen ein «Charlie Hebdo»



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    Alle Leser-Kommentare
  • LucasOrellano 25.01.2015 11:33
    Highlight Highlight Wenn 70'000 auf die Strasse gehen, wird es langsam schwierig zu behaupten, es handle sich dabei nur um Extremisten.
  • roger.schmid 25.01.2015 03:52
    Highlight Highlight Wenn Gott wirklich so wahnsinnig gross ist, wie die Jungs immerzu skandieren, fügen ihm denn ein paar Zeichnungen wirklich so grossen Schaden zu? Ist er dann schwer beleidigt und heult?
    Also wenn ich ein völlig überzeugter Gläubiger wäre, (was ich natürlich nicht bin, ich glaube ja auch nicht mehr an den Osterhasen, oder an sonstige erfundene Märchen) würde ich mir doch sagen: "was kümmerts den Mond wenn ihn die Hunde anheulen" oder "Der Allmächtige wird diese Ketzer ihrer gerechten Strafe zuführen und in der Hölle schmoren lassen" so ähnlich. Anscheinend geht das für die Leute jedoch nicht. Ich nehme mal an, das kommt daher, dass sie eben doch nicht so selbstsicher und überzeugt sind und irgendwie, ganz, ganz leise und unterdrückt, eben doch vermuten, sie könnten auf dem Holzweg sein.
    Eine Aufklärungsphase wie es sie damals in unseren Breitengraden gab, wäre ein wahrer Segen für die arabische Welt. Gebete helfen - wie man sieht - nicht gerade viel.

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