China
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Benny Tai (R, obscured by reporters), co-founder of the Occupy Central movement, talks to the media at a rally near the Hong Kong government complex on August 31, 2014. China insisted on August 31 that candidates for Hong Kong's next leader must be screened in advance, triggering tears and fury in the city, where democracy activists vowed to press ahead with a planned takeover of the financial district.   AFP PHOTO / ALEX OGLE

Proteste der Occupy-Central-Bewegung in Hongkong. Bild: AFP

China

Keine freie Wahl in Hongkong – Occupy-Bewegung droht damit, das Finanzzentrum lahmzulegen

Kalte Dusche für prodemokratische Aktivisten in Hongkong und Macao. Die kommunistische Führung in Peking behält die Kontrolle über die Auswahl ihrer künftigen Regierungschefs. Eine Protestwelle droht.

Chinas Volkskongress hat den Forderungen nach mehr Demokratie in Hongkong eine klare Absage erteilt. Nach seiner Entscheidung gegen eine freie Nominierung der Kandidaten für das Amt des Regierungschefs bei der Wahl 2017 drohen jetzt neue Proteste in der asiatischen Wirtschaftsmetropole.

Auch im benachbarten Macao, das wie Hongkong als Sonderverwaltungsregion zu China gehört, gibt es damit keine Aussichten auf freie Wahlen. Ein handverlesenes Wahlkomitee, das loyal zu Peking steht, bestätigte Regierungschef Fernando Chui am Sonntag für weitere fünf Jahre im Amt.

Komitee nominiert Kandidaten

In seiner mit Spannung erwarteten Entscheidung teilte der Ständige Ausschuss des Parlaments in Peking mit, dass in Hongkong die Kandidaten für die geplante erste «allgemeine Direktwahl» 2017 nur durch ein «umfassend repräsentatives» Komitee nominiert werden. 

«Der Verwaltungschef muss eine Person sein, die das Land und Hongkong liebt», formulierte der Volkskongress die Anforderung, dass jeder Kandidat treu zur kommunistischen Führung in Peking stehen muss.

Der harte Kurs der chinesischen Regierung enttäuschte die Aktivisten der Occupy-Central-Bewegung, die mit einer Besetzung des Central genannten Finanzbezirks der Hafenmetropole drohen. Sie hatten sich in einem inoffiziellen Referendum für eine Wahlreform eingesetzt, die den sieben Millionen Hongkongern «eine echte Wahl» geben sollte. 

Die ehemalige britische Kronkolonie, die 1997 an China zurückgeben wurde, wird wie Macao nach dem Grundsatz «ein Land, zwei Systeme» als eigenständiges Territorium autonom regiert.

Ruf nach freien Wahlen

In der früheren portugiesischen Enklave Macao, die 1999 an China zurückging, wird der Ruf nach freien Wahlen ebenfalls immer lauter. 

Die Polizei in dem knapp 600'000 Einwohner zählenden Spielerparadies hat vor einer Woche allerdings den Versuch von Aktivisten verhindert, ähnlich wie zuvor in Hongkong ein inoffizielles Referendum über mehr Demokratie und das Vertrauen in Regierungschef Chui abzuhalten. 

In einem umstrittenen Votum des 400-köpfigen Wahlkomitees erhielt der 57-Jährige als einziger Kandidat 380 Stimmen und wurde im Amt bestätigt. (sda/dpa)



Das könnte dich auch interessieren:

Früher war sie Homöopathin – heute kämpft Natalie Grams gegen den Mythos der Globuli

Link zum Artikel

Underfucked! Mein Abend beim Single-Dinner

Link zum Artikel

Die Geschichte dieses Bildes steht exemplarisch für den momentanen Gender-Knorz

Link zum Artikel

Ihre Produkte haben die Welt erobert – trotzdem wurden diese 5 Erfinder nicht reich

Link zum Artikel

Mueller ist nicht Superman – aber Trump jubelt zu früh

Link zum Artikel

Comedian Büssi teilt in der Organspenden-«Arena» gegen alle aus

Link zum Artikel

Sorry, liebe Vegetarier, Parmesan ist nun mal NICHT vegetarisch

Link zum Artikel

Im Netz kursieren Verschwörungstheorien über das 5G-Netz – 14 Fakten, die du kennen musst

Link zum Artikel

«Pickable» sagt Tinder den Kampf an – mit einem Trick, der vor allem Frauen gefällt

Link zum Artikel

So absurd (und zutreffend! 😱) stellte man sich 1972 die Zukunft vor

Link zum Artikel

Geld allein macht nicht glücklich – aber was dann, Herr Glücksforscher?

Link zum Artikel

Love-Scamming: Wie ich einer Russin (fast) auf den Leim gegangen bin

Link zum Artikel

Vegane Influencerin bekommt ihre Periode nicht mehr – jetzt zieht sie Konsequenzen

Link zum Artikel

Die Influencer der Zukunft sind nicht menschlich – und sind jetzt schon Millionen wert

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 31.08.2014 13:56
    Highlight Highlight Es ist sehr gut, dass sich die Menschen dort vor Ort engagieren, um ihre Situation mit friedlichen Mitteln und klaren Forderungen zu verbessern. Das sollte Peking lieber sein als passiver Widerstand durch Verweigerung von Kooperation im Alltag.
    Ansonsten bestünde nur noch die Möglichkeit mit den Füssen anzustimmen und in ein anderes Land zu ziehen, so wie das in Afrika und im Mittleren Osten (nach Europa) zurzeit praktiziert wird.

Warum die Chinesen die Amerikaner im KI-Wettrennen schlagen werden

Mehr Daten und hungrigere Unternehmer: Das sind die chinesischen Trümpfe im Kampf um die KI-Lufthoheit.

Wenn sich Donald Trump und Xi Jinping am kommenden Samstag in Buenos Aires treffen werden, dann geht es vordergründig um Handelsverträge, Zölle und Patentrechte. Hintergründig jedoch geht es auch um die Gretchenfrage des 21. Jahrhunderts: Wer wird die führende Nation auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz (KI) sein?

Noch zu Beginn dieses Jahrhunderts wäre das eine absurde Frage gewesen. Die USA besassen mit dem Silicon Valley das Epizentrum der digitalen Revolution. Wer es in der KI auf …

Artikel lesen
Link zum Artikel