China
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Weihnachten in Peking. Bild: shutterstock

Druck der Regierung steigt: Weihnachten in chinesischer Stadt verboten



Weihnachten wird in China immer populärer. Auch wenn der Tag nicht als offizieller Feiertag gilt, so erfreuen sich besonders junge Chinesen an der christlichen Tradition. In Grossstädten erstrahlen Einkaufshäuser und ganze Shoppingmeilen im weihnachtlichen Glanz.

epa06404010 A Chinese young boy looks at a Christmas tree at a shopping mall in Beijing, China, 23 December 2017. While Christmas is not celebrated by most Chinese in the secular China, Christmas lights and decorations still adorn most shopping malls during the festive season to bring much cheer to the retail scene.  EPA/ROMAN PILIPEY

Weihnachtliche Dekoration in einem Pekinger Shoppingcenter.  Bild: EPA/EPA

Die Behörden in der nordchinesischen Stadt Langfang können mit dem Fest offenbar wenig anfangen. Laut dem Tages-Anzeiger wurde dieses Jahr ein Verbot für Weihnachten ausgesprochen. Nicht nur wurde die Bevölkerung aufgefordert, sämtliche Dekorationen zu entfernen – der Verkauf von Weihnachtsartefakten ist ebenfalls untersagt.

Xi fordert «Sinisierung»

Für den Grossteil der Chinesen ist Weihnachten eine westliche Tradition und hat keinerlei religiöse Bedeutung. Allerdings leben im bevölkerungsreichsten Staat Ostasiens rund 72 Millionen Christen – und der politische Druck auf die religiösen Gemeinschaften wächst. 

epa07204033 Chinese President Xi Jinping speaks at a press conference after a bilateral meeting with Argentinian President Mauricio Macri (not seen) at the Quinta de Olivos official residence in Buenos Aires, Argentina, 02 December 2018. Jinping is on a State visit to Argentina after his participation in the G20 Summit.  EPA/JUAN IGNACIO RONCORONI

Chinas Präsident Xi Jinping. Bild: EPA/EFE

Laut dem Tages-Anzeiger warnte der chinesische Präsident Xi Jinping vor fremden Einflüssen und forderte, dass sich Religionen «sinisieren». Oder anders ausgedrückt: Religionen sollen sich der chinesischen Politik unterordnen. Das betrifft auch den Buddhismus und den Islam

Seit Xis Warnung wurden viele Kirchen geschlossen und christliche Symbole entfernt, obwohl die freie Religionsausübung per Verfassung erlaubt ist. Das Verbot gilt bislang nur in der Stadt Langfang. (vom)

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    Alle Leser-Kommentare
  • DomKi 26.12.2018 11:28
    Highlight Highlight Es zeigt vor allem eines: die chinesische Regierung hat "Angst" vor den Millionen neuen echten Christen in China. Aber die Untergrundkirche Chinas ist am Wachsen und wird noch mehr wachsen. Von der Bibel ist klar, dass wo Christen unterdrückt werden, Jesus noch mehr zum Vorschein kommt.
  • My Senf 26.12.2018 10:29
    Highlight Highlight Weihnachten hat generell „keinerlei religiöse Bedeutung“ den sie ist auch kein christliches Fest!
    Es ist ein Business fest das jedoch dieses Jahr definitiv in die Hosen ging. Keiner im erweiterten Bekanntenkreis wollte dieses Jahr Weihnachten feiern. Die Läden waren letzten Sonntag so was von leer (gemessen am Anspruch)
    Irrwitzig ist dass 90% aller „Weinachtsartefakten“ aus dem Land kommen das sich nun schickt die Weihnachtsdekoration zu verbieten.
    Es ist doch alles aus dem Ruder gelaufen...
  • rodolofo 26.12.2018 07:58
    Highlight Highlight Diese Staatskapitalisten von der KP China haben doch vom richtigen Geschäft nach wie vor KEINE AHNUNG!
    Im RICHTIGEN Kapitalismus gehört die KUNDENORIENTIERUNG zum A und O!
    Es kann also nicht darum gehen, die Kundschaft erziehen zu wollen, sondern darum, den/die KundIn als KönigIn best möglich zu bedienen, zu beraten und mit den gewünschten, 1.Klassigen Produkten mit beliefern!
    Das Erziehungswesen ist wieder etwas anderes:
    Dazu gehört die Familie, die Politik, die Schule und allenfalls noch die Kirche, alles Feindbilder der Anarchistischen Linken.
    Wie ist jetzt mein neuer Punktestand?
  • "Das Universum" formerly known as lilie 26.12.2018 06:01
    Highlight Highlight Grundsätzlich bin ich dafür, dass jeder die Religion lebt, der er sich verbunden fühlt, und die Feste feiern können soll, die er feiern will.

    Ich muss allerdings schon sagen, dass ich die allgemeine Vermischung der Traditionen eher beklage als begrüsse - zumal es eine eher einseitige Vermischung zu sein scheint, welche im Wesentlichen eine Amerikanisierung der Traditionen darstellt.

    Ich fände es schon interessanter, wenn die verschiednen Weltregionen ihre Bräuche bewahren würden und nicht jeder den amerikanischen schrei-bunt-jinglebells-Wahnsinn übernehmen würde. ..
    • Tenno 26.12.2018 06:27
      Highlight Highlight Keine Angst die alten Bräuche werden in diese. Regionen beibehalten. Aber klar Weihnachten oder auch westliches Neujahr ist wirtschaftlich gesehen eine zusätzliche Einnahmequelle.
      Schade ist, dass in der westlichen Welt kaum Bräuche aus anderen Regionen zusätzlichen Einfluss nehmen. Chinesisches Neujahr z.B. ist eine super Sache. Aber es ist halt wie immer, die Menschen haben Angst vor Veränderungen und Neuem.
    • Hayek1902 26.12.2018 08:45
      Highlight Highlight China ist der falsche Ort für deine Forderung. Da wurde seit der Kulturrevolution von Mao (nicht verwechseln mit dem neuen Mao Xi) alles alte und traditionelle komplett zerschlagen. Das ist mit unter ein Grund, wieso westliche konsumbräuche so populär sind: in china gibt es das alte kaum noch. Für Xi geht es auch nicht um die bewahrung der chinesischen Kultur, sondern nur um Kontrolle. Bald 100 mio for allem junge Chinesen, die glauben, dass es eine höhere moralische Autorität gibt als Xi, ist da problematisch.
    • Markus97 26.12.2018 09:34
      Highlight Highlight Ich finde das auch schade. Allerdings geht es den chinesischen Staat überhaupt nichts an ob seine Bürger das Haus dekorieren und Weihnschten feiern.
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