Christoph Mörgeli
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Affäre Mörgeli

Ehemann von Iris Ritzmann wehrt sich gegen Zürcher Staatsanwalt



Professorin Iris Ritzmann, rechts, und ihr Ehemann Eberhard Wolff verfolgen die Medienkonferenz zum Bericht der kantonsraetlichen Aufsichtskommission Bildung und Gesundheit (ABG) zu den Abklaerungen rund um das Medizinhistorische Institut und Museum der Universiatet Zuerich - auch bekannt unter

Iris Ritzmann und  Eberhard Wolff Bild: KEYSTONE

Der Ehemann von Professorin Iris Ritzmann, Eberhard Wolff, hat Aufsichtsbeschwerde gegen den Staatsanwalt Andrej Gnehm bei der Zürcher Oberstaatsanwaltschaft eingereicht. Er wirft ihm Verfehlungen in 21 Punkten vor. Gnehm soll mehrfach gegen strafgesetzliche Bestimmungen verstossen haben.

Wolff und Ritzmann waren im November 2012 im Zuge der Affäre Mörgeli in Untersuchungshaft genommen worden. Gegen die beiden wurde wegen der Weitergabe von zwei unter Verschluss gehaltenen Berichten an den «Tages-Anzeiger» ermittelt. In beiden Berichten wurde die Arbeit Christoph Mörgelis als Kurator des Medizinhistorischen Museums der Universität Zürich stellenweise massiv kritisiert.

Ritzmann und Wolff arbeiteten zu diesem Zeitpunkt beide am Medizinhistorischen Institut. Während Ritzmann zwischenzeitlich angeklagt wurde und Ende November vor Gericht erscheinen muss, stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen ihren Ehemann im vergangenen Juni ein. Bis zum Abschluss der Untersuchungen war Wolff freigestellt worden.

Wolff setzt sich nun mit einer Aufsichtsbeschwerde gegen den untersuchenden Staatsanwalt zur Wehr. Er wirft ihm unter anderem vor, das zentrale entlastende Beweismittel ignoriert und die Strafuntersuchung «ohne hinreichenden Verdacht auf einen Tatbestand» geführt zu haben.

Anfang September kehrt Wolff nun an die Universität Zürich zurück, wie Uni-Sprecher Beat Müller auf Anfrage sagte. Künftig wird der Privatdozent als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Populäre Kulturen am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft tätig sein. Damit kehre Wolff, der habilitierter Kulturanthropologe ist, in sein ursprüngliches Arbeitsgebiet zurück. (aeg/sda)

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Offen gesagt

«Liebe Frau Amherd, wir müssen reden ...»

Sollte die Schweizer Stimmbevölkerung die Beschaffung neuer Kampfjets Ende September auch im zweiten Anlauf ablehnen, wäre das gut für die Schweiz. Sie könnte dann die längst überfällige sicherheitspolitische General-Debatte führen.

Liebe Frau Amherd

Herzliche Gratulation zu den jüngsten «Polls», wie man in Amerika sagen würde. 58 Prozent der Stimmberechtigten gedenken laut einer Tamedia-Umfrage, den Kredit für die Kampfflugzeuge mit «Ja» oder «Eher Ja» anzunehmen.

Aber wie sagt man so schön? «It's not over, until it's over», und solche Abstimmungsbarometer wirken ja eher mobilisierend auf das Lager, das gerade im Rückstand ist.

Für Sie hoffe ich natürlich, dass Sie Ihr erstes grosses Geschäft als Verteidigungsministerin …

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