Der Enthüller
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Schlager-Shootingstar Beatrice Egli, Mitte,   singt an der SwissAward 2013 Show am Samstag, 11. Januar 2014, im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Beatrice Egli wird neue Hysterie-Botschafterin. Ihre Fans sind schon ganz aus dem Häuschen. Bild: KEYSTONE

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Mit Beatrice Egli gegen die Vogelgrippe

pavel kulicka



Eine neue Welle der Vogelgrippe rollt auf die Schweiz zu. Die neue Form des Grippe-Virus hat im Ausland schon zahlreiche Todesopfer gefordert. Nun schlägt auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Alarm. «Wir empfehlen der Bevölkerung dringend, sich gegen die Vogelgrippe-Hysterie zu impfen», sagt Marius Rieder vom BAG. «Bei der letzten Vogelgrippe-Welle sind mehr als doppelt so viele Schweizer an der Hysterie, als an der Grippe selbst gestorben. Wir müssen deshalb die Bevölkerung vor dieser Hysterie-Epidemie schützen.» 

Auswertungen der letzten Hysterie haben gezeigt, dass sich diese hauptsächlich durch sogenannte Medien weiter verbreitete. «Medien, also Zeitungen, Radio und Fernsehen, sind altertümliche Angebote, die Menschen konsumierten, bevor sie ihre Informationen aus Twitter und Facebook bezogen haben», sagt Historiker Ruedi Holzer. «Doch obwohl Medien nur noch vereinzelt auftreten, kann es immer wieder zu einer klassischen Hysterie kommen, wie die Abstimmung vom letzten Sonntag zeigt», so Holzer weiter. 

Unmut in der Pharmabranche

Um der Vogelgrippe-Hysterie vorzubeugen, plant das BAG eine grosse Impf- und Präventionskampagne. «Wir organisieren Events mit unserer Hysterie-Botschafterin Beatrice Egli. Sie wird die Besucher in einen meditativen Schlaf singen, während wir sie mit einer hoch konzentrierten Dosis Traubenzucker impfen», so BAG-Sprecher Rieder. Sollte man bei sich frühe Symptome für eine Hysterie feststellen, reicht zur Not aber auch eine kalte Dusche. 

Vorerst keine Freude an der Kampagne haben die Basler Pharma-Multis Roche und Novartis. «Den Impfstoff gegen die Vogelgrippe konnten wir mit 400% Gewinn an die Bevölkerung verticken. Den Traubenzucker kann man hingegen in jeder Migros kaufen. Da gehen uns natürlich einige Millionen durch die Lappen», sagt Pharmasprecherin Laura Hüttenmeier. «Wir hoffen, dass wenigstens die Berufs-Hypochonder die Originalimpfstoffe kaufen. Alternativ versuchen wir nun durch verschiedene Kanäle auf den esoterischen Markt zuzugreifen. Da können wir Wasser mit Riechstoffen versetzen und ein paar Tick-Tack zu Kügelchen umformen. Diese Tree-Hugers kaufen uns jeden Scheiss, Moment..., streichen Sie das. Diese geschätzte Kundengruppe kauft uns jedes unserer hochwertigen Produkte ab.»

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Hart recherchierte Fakten, fundierte Kritik und realistische Analysen? Die gibt es anderswo. Chefredaktor Buzz Orgler und sein Praktikant Pavel Kulicka decken auf, was keiner wissen will. Ob Berichte über einen Schwangerschaftstest fürs iPhone oder mit Zwiebeln verunreinigte Kebabs, die beiden gescheiterten Journalisten sind sich für keine Schlagzeile zu schade. Und schneller als die Wahrheit sind sie noch dazu. 

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